Radikuläre Zyste – Zahnärztliche Therapie

Ziel der Behandlung ist es, die Entzündungsursache zu beseitigen und den Zahn möglichst zu erhalten.

  • Endodontische Herdsanierung: Trepanation des pulpanekrotischen Zahnes (Zahnes mit abgestorbenem Zahnmark) mit anschließender Wurzelkanalbehandlung bzw. Revision; bei Abszess (abgekapselter Eiteransammlung) gegebenenfalls zusätzliche Inzision und Drainage.
  • Verlaufskontrolle: klinische und röntgenologische Beurteilung der periapikalen Heilung (Heilung im Bereich der Wurzelspitze).
  • Chirurgische Therapie: bei ausbleibender Heilung oder Befundprogression (Zunahme der krankhaften Veränderungen) nach erneuter diagnostischer Bewertung erwägen, insbesondere wenn eine orthograde Behandlung bzw. Revision nicht erfolgversprechend durchführbar ist.

Beachte: Die Läsionsgröße (Größe der Gewebeveränderung) allein begründet keine Operationsindikation (medizinische Begründung für eine Operation). Wurzelgranulom (entzündliche Gewebeneubildung an der Zahnwurzelspitze) und radikuläre Zyste (flüssigkeitsgefüllter Hohlraum infolge einer Entzündung an der Zahnwurzel) lassen sich radiologisch nicht sicher unterscheiden. Die definitive Differenzierung erfolgt histopathologisch.