Eier-Diät
Die Eier-Diät ist eine stark ei-betonte, meist kurzfristig angelegte Reduktionsdiät (typisch 3 bis 14 Tage), bei der mehrere Eier pro Tag als zentrale Proteinquelle vorgesehen sind. Je nach Variante kommen geringe Mengen Gemüse/Obst (z. B. Grapefruit), mageres Fleisch/Fisch oder sehr wenig Kohlenhydrate hinzu. Charakteristisch sind Kalorienreduktion, hoher Proteinanteil und oft eine deutlich eingeschränkte Lebensmittelauswahl.
Einzuordnen ist die Eier-Diät als Crash-Diät, teils mit Low-Carb-Anmutung.
Entstehung und wissenschaftliche Grundlagen
Die Eier-Diät kursiert seit Jahrzehnten in unterschiedlichen populären Varianten („boiled egg diet“, „egg & grapefruit diet“) und wird primär über Medien und Internet verbreitet. Eine standardisierte, wissenschaftlich definierte Form existiert nicht.
Als Begründung werden häufig eine hohe Sättigung durch Proteine (Eiweiß), eine angebliche Stoffwechselaktivierung oder eine verstärkte Fettverbrennung durch Kohlenhydratreduktion angeführt. Diese Effekte sind jedoch unspezifisch und nicht auf Eier beschränkt.
Zielsetzung der Diät
Primäres Ziel der Eier-Diät ist ein möglichst rascher Gewichtsverlust innerhalb weniger Tage bis Wochen. Dieser soll vor allem durch eine stark reduzierte Energiezufuhr und eine proteinbetonte, sehr monotone Lebensmittelauswahl erreicht werden.
Eine klare Differenzierung zwischen kosmetischer Gewichtsreduktion und therapeutischer Zielsetzung erfolgt in der Regel nicht. Entsprechend fehlen definierte primäre Zielparameter wie eine messbare Verbesserung von HbA1c (Langzeitblutzuckerwert), Nüchternglucose, Blutdruck oder LDL-Cholesterin. Auch sekundäre Ziele wie eine nachhaltige Verhaltensänderung, Verbesserung der Lebensqualität oder Reduktion von Medikamenten sind nicht Bestandteil des Konzepts.
Ein strukturiertes Vorgehen im Sinne leitlinienbasierter Ernährungstherapie – bestehend aus klarer Indikationsstellung, definierter Intervention, regelmäßigem Monitoring relevanter Parameter und systematischer Risikoabwägung – ist bei der Eier-Diät nicht vorgesehen [2, 6].
Grundprinzipien
Zentrales Prinzip der Eier-Diät ist der tägliche Verzehr mehrerer Eier als dominierende Proteinquelle, meist in gekochter oder pochierter Form. Ergänzend werden Zucker, zuckerhaltige Getränke sowie stärkehaltige Kohlenhydratquellen wie Brot, Reis, Nudeln oder Kartoffeln weitgehend ausgeschlossen. Die Gesamtenergiezufuhr wird dadurch deutlich reduziert, häufig ohne explizite Kalorienvorgaben.
Die Mahlzeitenstruktur ist bewusst einfach gehalten und häufig stark repetitiv. Typisch sind wenige, klar definierte Mahlzeiten mit geringem Variationsspielraum. Dies soll die Einhaltung erleichtern, führt jedoch gleichzeitig zu einer ausgeprägten Monotonie und eingeschränkten Lebensmittelauswahl.
Eine systematische Anpassung an Körpergewicht, Aktivitätsniveau oder Stoffwechsellage erfolgt nicht. Insgesamt fehlt eine evidenzbasierte Struktur, wie sie für nachhaltige Ernährungsinterventionen empfohlen wird [2, 6].
Angestrebte Wirkmechanismen
Der kurzfristige Gewichtsverlust unter der Eier-Diät lässt sich überwiegend durch ein ausgeprägtes Energiedefizit erklären. Die starke Einschränkung der Lebensmittelauswahl reduziert die spontane Energieaufnahme deutlich. Zusätzlich trägt der hohe Proteinanteil zur Sättigung bei, da Protein im Vergleich zu Fett und Kohlenhydraten eine höhere postprandiale Sättigungswirkung (Sättigungsgefühl nach einer Mahlzeit) entfaltet und kurzfristig die Energiezufuhr senken kann. Dieser Effekt ist jedoch nicht spezifisch für Eier, sondern für grundsätzlich proteinreiche Kostformen beschrieben.
Eier liefern hochwertiges Protein mit vollständigem Aminosäureprofil sowie ausgewählte Mikronährstoffe wie Vitamin B12, B2 (Riboflavin), Selen und Cholin (vitaminähnlicher Nährstoff, der für den Fettstoffwechsel, die Funktion von Leber und Gehirn sowie für die Bildung des Nervenbotenstoffs Acetylcholin wichtig ist). Dadurch ist die Nährstoffdichte im Vergleich zu sehr einseitigen Crash-Diäten (z. B. reinen Obst- oder Saftkuren) geringfügig besser. Dennoch ersetzt dies keine ausgewogene Zufuhr ballaststoffreicher pflanzlicher Lebensmittel und sekundärer Pflanzenstoffe, die in der Eier-Diät typischerweise deutlich unterrepräsentiert sind.
Für die kardiovaskuläre Bewertung (Einschätzung, wie sich ein Lebensmittel/Diät/Lebensstilfaktor auf Herz und Blutgefäße auswirkt) ist der vergleichsweise hohe Cholesteringehalt von Eiern relevant. Die gesundheitliche Bedeutung der Cholesterinzufuhr wird jedoch maßgeblich durch das Gesamternährungsmuster moduliert. Entscheidend sind insbesondere die begleitende Fettqualität (Anteil gesättigter versus ungesättigter Fettsäuren), die Ballaststoffzufuhr sowie der Grad der Verarbeitung der übrigen Lebensmittel. Entsprechend zeigen Studien keine einheitlichen Effekte von Eiern auf kardiovaskuläre Endpunkte, sondern eine deutliche Kontextabhängigkeit [1-3].
Zielgruppen und Ausschlusskriterien
Die Eier-Diät ist grundsätzlich nicht als Standardstrategie zur Gewichtsreduktion geeignet.
Geeignete Zielgruppen
- Gesunde Erwachsene ohne Essstörungsvorgeschichte, die eine sehr kurzfristige, klar begrenzte Reduktionsphase durchführen möchten
Eingeschränkte Eignung
- Personen mit erhöhtem kardiometabolischem Risiko (Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Stoffwechselerkrankungen) oder bekannter LDL-Cholesterin-Sensitivität [1-3]
- Personen mit Obstipationstendenz (Neigung zu Verstopfung) aufgrund der meist sehr ballaststoffarmen Kost
Bei medizinischen Fragestellungen
- Typ-2-Diabetes nur mit engmaschigem Monitoring (Hypoglykämierisiko (Risiko für Unterzuckerung) bei gleichzeitiger Energie- und Kohlenhydratreduktion)
- Chronische Nierenerkrankungen erfordern eine individuelle Anpassung der Proteinmenge.
Durchführung und Ablauf der Diät
Die Durchführung der Eier-Diät beginnt in der Regel mit einer kurzen Vorbereitungsphase. Dazu gehören die Planung einer sehr begrenzten Laufzeit, meist wenige Tage bis maximal ein bis zwei Wochen, sowie der gezielte Einkauf der vorgesehenen Lebensmittel.
Neben Eiern werden häufig nicht-stärkehaltiges Gemüse sowie – je nach Variante – kleine Mengen magerer Proteinquellen wie Fisch oder fettarme Milchprodukte eingeplant.
Eine explizite Kalorienberechnung erfolgt meistens nicht, die Energiezufuhr reduziert sich primär durch die eingeschränkte Lebensmittelauswahl.
Während der Durchführung treten typische Anfangsprobleme auf. Dazu zählen eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr, eine sehr geringe Ballaststoffaufnahme sowie eine monotone Mahlzeitenstruktur. Diese Kombination begünstigt Müdigkeit, Konzentrationsabfall, Obstipation (Verstopfung) und ausgeprägten Heißhunger, insbesondere bei körperlich aktiven Personen oder bei gleichzeitiger Reduktion der Kohlenhydratzufuhr. Häufig wird versucht, diese Effekte durch weiteres Einschränken oder „Durchhalten“ zu kompensieren, was die Abbruchwahrscheinlichkeit erhöht.
Ein weiterer kritischer Punkt ist das Ende der Diät. Wird die Eier-Diät abrupt beendet, kommt es häufig zu kompensatorischem Überessen und rascher Gewichtszunahme. Um Jo-Jo-Effekte zu vermeiden, ist eine schrittweise Rückkehr zu einer ausgewogenen, ballaststoffreichen und pflanzenbetonten Ernährung essentiell. Dabei sollten zunächst komplexe Kohlenhydrate aus Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Gemüse wieder eingeführt werden, begleitet von einer Normalisierung der Mahlzeitenstruktur.
Empfohlene Lebensmittel
Aus Sicht der Diät werden wenige, proteinreiche Lebensmittel mit niedriger Energiedichte bevorzugt.
- Eier
- Nicht-stärkehaltiges Gemüse
- Je nach Variante: mageres Fleisch, Fisch, fettarme Milchprodukte
- Wasser, ungesüßter Tee oder Kaffee
- Besondere Vorgaben:
- Fettarme Zubereitung
Die Kombination mit stark gesättigten Fetten (z. B. Speck) verschlechtert die kardiometabolische Gesamtqualität [2, 3].
Nicht empfohlene bzw. einzuschränkende Lebensmittel
- Zuckerreiche Produkte, Süßigkeiten, gesüßte Getränke
- Häufig auch Brot, Reis, Nudeln und Kartoffeln
- Eingeschränkt erlaubte Lebensmittel:
- Obst, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte
Dadurch werden oft auch ernährungsphysiologisch wertvolle Kohlenhydrat- und Ballaststoffquellen unnötig eliminiert [2, 3].
Praktische Tipps zur Umsetzung im Alltag
- Einkauf und Planung:
- Die Dauer vorab klar begrenzen, um Eskalationen und „Durchhalten um jeden Preis“ zu vermeiden.
- Neben Eiern gezielt nicht-stärkehaltiges Gemüse (z. B. Blattgemüse, Gurke, Zucchini, Tomaten) einplanen, um Volumen und Ballaststoffzufuhr zumindest teilweise zu erhöhen.
- Zubereitungsfette bewusst wählen (z. B. kleine Mengen pflanzlicher Öle), um eine unnötige Erhöhung gesättigter Fettsäuren zu vermeiden.
- Zubereitung und Mahlzeitenstruktur:
- Eier überwiegend kochen oder pochieren statt braten, um die Energiedichte kontrollierbar zu halten.
- Gemüse portionsmäßig großzügig einsetzen, um Sättigung zu verbessern und Obstipation vorzubeugen.
- Mahlzeiten regelmäßig verteilen, um starke Leistungseinbrüche und Heißhunger zu reduzieren.
- Umgang mit Alltag und sozialen Situationen:
- Die Diät nicht in Phasen mit hoher sozialer oder beruflicher Belastung beginnen.
- Restaurantbesuche oder Einladungen möglichst in die Zeit nach Beendigung der Diät legen.
- Bei unvermeidbaren Terminen pragmatische Lösungen wählen (z. B. Ei-basierte Mahlzeit + Gemüse statt kompletter Verzicht oder Abbruch).
- Übergang in den Alltag:
- Spätestens nach wenigen Tagen schrittweise Kohlenhydrate aus ballaststoffreichen Quellen (Vollkorn, Hülsenfrüchte) wieder einführen.
- Die Eier-Diät nicht als „Reset“, sondern maximal als kurzfristige Phase mit klarem Ausstiegsszenario betrachten.
Ohne frühzeitige Überführung in ein nachhaltiges Ernährungsmuster ist die Wahrscheinlichkeit für Abbruch, Gegenessen und Gewichtsrückkehr hoch [6].
Ernährungsphysiologische Bewertung
Die Eier-Diät ist durch einen hohen Proteinanteil gekennzeichnet, häufig kombiniert mit einer deutlichen Reduktion der Kohlenhydratzufuhr. Der Fettanteil variiert je nach Zubereitung, ist jedoch nicht selten erhöht, insbesondere wenn Eier regelmäßig mit tierischen Fetten kombiniert werden.
Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe und eine breite Palette pflanzlicher Mikronährstoffe (Vitalstoffe) sind typischerweise unzureichend vertreten. Dies kann sich bereits kurzfristig negativ auf Darmfunktion, Sättigungsregulation und subjektives Wohlbefinden auswirken.
Der beobachtete Gewichtsverlust ist primär auf die starke Reduktion der Energiezufuhr sowie auf den Abbau von Glykogenspeichern (Glykogen = Speicherform der Glucose) mit begleitendem Wasserverlust zurückzuführen. Ein spezifischer, über das Energiedefizit hinausgehender Effekt von Eiern auf Körpergewicht oder Körperzusammensetzung ist nicht belegt [5, 6].
Eine langfristig ausgewogene Nährstoffzufuhr lässt sich mit diesem Ernährungsmuster nicht erreichen, insbesondere nicht ohne gezielte Ergänzungen oder zeitnahe Umstellung auf ein vielseitigeres Konzept.
Medizinische Risiken und mögliche Komplikationen
Kurzfristig können unter der Eier-Diät verschiedene unspezifische Beschwerden auftreten. Dazu zählen Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsstörungen, Leistungsabfall sowie gastrointestinale Symptome wie Obstipation (Verstopfung) infolge der sehr niedrigen Ballaststoffzufuhr. Bei körperlich aktiven Personen kann die reduzierte Kohlenhydratzufuhr zusätzlich zu schneller Ermüdbarkeit führen.
Ein zentrales potentielles Risiko der Eier-Diät betrifft die hohe Cholesterinaufnahme. Eier gehören zu den cholesterinreicheren Lebensmitteln, und bei regelmäßig hohem Konsum kann es – insbesondere im Rahmen einer insgesamt fett- und ballaststoffarmen Ernährung – zu einem Anstieg von LDL- und Gesamtcholesterin kommen. Die individuelle Reaktion auf die Cholesterinzufuhr ist dabei stark unterschiedlich ausgeprägt. Während sogenannte Non-Responder nur geringe Veränderungen der Blutfettwerte zeigen, reagieren andere Personen mit teils deutlichen LDL-Erhöhungen, was das kardiovaskuläre Risiko erhöhen kann [1-4].
Bei bereits erhöhten Cholesterinwerten ist Zurückhaltung gegenüber einer stark eierbetonten Ernährung sinnvoll. Personen mit erhöhtem LDL-Cholesterin oder bestehendem kardiovaskulärem Risiko reagieren häufiger empfindlich auf eine zusätzliche Cholesterinzufuhr, weshalb eine deutliche Steigerung cholesterinreicher Lebensmittel nicht empfohlen wird [2, 3]. Ein moderater Eierkonsum von 1 Ei/Tag gilt als vertretbar.
Beachte: Entscheidend für erhöhte Cholesterinspiegel ist jedoch weniger das Nahrungscholesterin selbst als vielmehr die Zufuhr gesättigter und trans-Fettsäuren sowie eine ballaststoffarme Ernährung. Hauptquellen hierfür sind fettreiche Fleisch- und Wurstwaren, Butter, Sahne, Käse und stark verarbeitete Lebensmittel. Eier werden vor allem dann problematisch, wenn sie regelmäßig in Kombination mit diesen Lebensmitteln verzehrt werden. Vor diesem Hintergrund ist die Eier-Diät mit ihrem hohen Eieranteil, der geringen Ballaststoffzufuhr und häufig ungünstiger Fettbegleitung bei bestehenden Dyslipidämien besonders ungünstig und nicht empfehlenswert [1-4, 6].
Bei Personen mit Diabetes mellitus, insbesondere unter Insulin- oder Sulfonylharnstofftherapie, besteht bei gleichzeitiger Energie- und Kohlenhydratreduktion ein erhöhtes Risiko für Hypoglykämien (Unterzuckerungen). Ohne engmaschiges Monitoring und entsprechende Therapieanpassung ist die Durchführung der Eier-Diät in dieser Patientengruppe nicht sicher [6].
Kontraindikationen (Gegenanzeigen)
Absolute Kontraindikationen
- Essstörungen oder relevante Essstörungsvorgeschichte
- Ei-Allergie
Relative Kontraindikationen
- Diabetes mellitus unter hypoglykämieauslösender Therapie
- Fortgeschrittene Nierenerkrankungen
- Stark erhöhtes LDL-Cholesterin
- Schwangerschaft, Stillzeit
- Kindes- und Jugendalter
Vorteile
- Einfache Regeln
- Kurzfristige Sättigung durch Protein
- Kurzfristiger Nutzen:
- Rascher Gewichtsverlust durch Kaloriendefizit
Diese Effekte sind nicht spezifisch und lassen sich mit weniger restriktiven Ansätzen erreichen [6].
Nachteile
Die Nachteile überwiegen in der Regel deutlich.
- Einschränkungen:
- Monotonie und soziale Inkompatibilität
- Sehr geringe Ballaststoffzufuhr
- Einseitigkeit:
- Geringe Lebensmittelauswahl, potentielle Mikronährstofflücken
- Langfristige Umsetzbarkeit:
- Hohes Risiko für Jo-Jo-Effekte und zyklisches Diätverhalten
Wissenschaftliche Einordnung
Für die Eier-Diät als eigenständiges Ernährungskonzept existieren keine hochwertigen Studien. Weder zur nachhaltigen Gewichtsreduktion noch zu harten klinischen Endpunkten (z. B. kardiovaskuläre Ereignisse, Gesamtmortalität (Gesamtsterblichkeit)) liegen belastbare Daten vor. Die Diät ist in wissenschaftlichen Übersichtsarbeiten und Leitlinien zur Adipositastherapie nicht als eigenständige Intervention beschrieben oder empfohlen.
Die in der Praxis beobachteten kurzfristigen Effekte lassen sich vollständig durch die starke Reduktion der Energiezufuhr sowie durch unspezifische Effekte einer proteinreichen, monotonen Kost erklären. Ein spezifischer Nutzen des erhöhten Eierkonsums gegenüber anderen hypokalorischen, proteinbetonten Ernährungsformen ist nicht nachweisbar.
Fazit
Die Eier-Diät ist eine klassische Crash-Diät ohne tragfähige wissenschaftliche Grundlage. Der kurzfristige Gewichtsverlust beruht nahezu ausschließlich auf einer starken Kalorienreduktion und ist nicht Ausdruck eines spezifischen metabolischen Effekts von Eiern.
Langfristig überwiegen die Nachteile deutlich. Die ausgeprägte Einseitigkeit, der geringe Ballaststoffgehalt, die eingeschränkte Nährstoffvielfalt sowie die geringe Alltagstauglichkeit begünstigen Abbruch, kompensatorisches Essverhalten und hohe Rückfallquoten.
Aus ernährungsmedizinischer Sicht ist die Eier-Diät daher nicht sinnvoll.
Literatur
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