Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Medizingerätediagnostik
Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Obligate Medizingerätediagnostik

  • Restharnbestimmung mittels Ultraschall
  • Ultraschalldiagnostik von Nieren, Blase und Prostata – zur Größenbestimmung der Prostata; Ausschluss schon eingetretener Nierenschädigung bzw. zum Ausschluss von Steinen, Tumoren etc.
  • Uroflowmetrie (u. a. Bestimmung des maximalen Harnflusses (Qmax) und Erstellung einer Harnflusskurve) – zur Bestimmung des Harnstrahls bei Verdacht auf Blasenauslassobstruktion (Blockade an der Basis der Blase, die verringert oder verhindert den Fluss des Urins in die Harnröhre) [Abnahme des maximalen Harnflusses und des Miktionsvolumens:
    • maximale Harnfluss (Qmax) sinkt von 20 ml/s (40. bis 44. Lebensjahr) auf 11 ml/s (75. bis 79. Lebensjahr)
    • Miktionsvolumen sinkt von 355 ml auf 223 ml]

Fakultative Medizingerätediagnostik – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese, körperlichen Untersuchung, Labordiagnostik und obligaten Medizingerätediagnostik – zur differentialdiagnostischen Abklärung

  • i.v. Pyelogramm (Synonyme: IVP; i.v. Urogramm; Urogramm; i.v. Urographie; Ausscheidungsurographie; Ausscheidungs-Pyelogramm; intravenöses Ausscheidungsurogramm; röntgenologische Darstellung der Harnorgane bzw. des harnableitenden Systems) – bei Verdacht auf Tumoren, Steine
  • Transrektale Prostatasonographie (Ultraschalluntersuchung der Prostata wg. Struktur und Größe) [Zunahme des Prostatavolumens:
    • von 25 ml (30. bis 35. Lebensjahr) auf 45 ml (70. Lebensjahr)
    • Übergangszonenvolumen nimmt von 15 ml auf 25 ml zu (gleiche Altersgruppen)]
  • Urodynamische Diagnostik (u. a. Messung der Blasenfunktion während der Füllung über einen Katheter und der sich anschließenden Entleerung (Druck-Fluss-Analytik) zur Differenzierung der verschiedenen Formen der Harninkontinenz (Stress-, Urgeinkontinenz auch Mischformen, neurogene Blase) – bei nicht zufriedenstellender obligater Diagnostik
  • Urethrozystoskopie (Harnröhren- und Blasenspiegelung) und/oder Urethrozystographie (Kontrastmitteldarstellung von Harnröhre und Harnblase) bei Verdacht auf Tumoren, Steine

Weitere Hinweise

  • Die Darstellung der Samenblase mittels TRUS (transrektaler Ultraschall) kann zeigen, ob Ejakulationsprobleme (Anejakulation) bei Männern mit Alphablocker durch fehlende Kontraktion der Vesicula seminalis (Samenbläschen) bedingt sind. 
    In einer kleinen Studie hatten zwei Drittel der Männer eine Anejakulation, wahrscheinlich bedingt durch eine mangelhafte Kontraktion der Samenbläschen. Bei einem Drittel ließ sich eine retrograde Ejakulation (Ejakulationsstörung, bei der die Samenflüssigkeit rückwärts in die Harnblase ausgestoßen wird) nachweisen [3].

Literatur

  1. M Oelke, K Höfner, U Jonas, KU Laval, U Tunn: Terminologie und Diagnostik des benignen Prostatasyndroms. Dtsch Arztebl 2007; 104 (33): A 2261-7
  2. J Sökeland, H Schulze, H Rübben: Urologie. Thieme Verlag Stuttgart, 2004
  3. Pavone C et al.: Can we clinically distinguish anejaculation from retrograde ejaculation in patients on α1A-blockers therapy for lower urinary tract symptoms? Urology 2020; https://doi.org/10.1016/j.urology.2020.01.027
     
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