Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Viruswarzen

Allgemeine Maßnahmen

  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • Genitalhygiene
    • Einmal am Tag sollte der Genitalbereich mit einem pH-neutralen Pflegemittel gewaschen werden. Mehrmaliges tägliches Waschen mit Seife, Intimlotion oder Desinfektionsmittel zerstört den natürlichen Säureschutzmantel der Haut. Reines Wasser trocknet die Haut aus, häufiges Waschen reizt die Haut.
    • Es empfiehlt sich die Verwendung von Einmalwaschlappen.
    • Duschen ist besser als Baden (Aufweichen der Haut)
    • Anziehen der Unterwäsche erst bei absolut trockener Haut.
    • Die Unterwäsche sollte täglich gewechselt werden und atmungsaktiv sein (Baumwollmaterialien).
    • Luftundurchlässige Synthetikmaterialien schaffen einen idealen Nährboden für Krankheitserreger.
    • Fett- und oder Feuchtigkeitscremes evtl. gekühlt mehrmals täglich auftragen bei Vulvovaginitis.
  • Kondome verwenden (geben aber keinen vollkommenen Schutz!)
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Alkoholrestriktion (Verzicht auf Alkohol)
  • In öffentlichen Einrichtungen wie Schwimmbad, Sauna etc. nicht barfuß gehen.
  • Füße immer gut abtrocken (vor allem auch zwischen den Zehen!)
  • Regelmäßig Strümpfe wechseln
  • Handtücher, Nagelfeilen etc. nicht teilen
  • Nicht an den Warzen kratzen
  • Pflege trockener Haut
  • Durchblutungsfördernde Maßnahmen
  • Überprüfung der Dauermedikation wg. möglicher Auswirkung auf die vorhandene Krankheit

Therapieoptionen (richten sich nach Art, Größe und Lokalisation)

  • Ätzung der Warze
  • Kryotherapie (Vereisung der Warze)
  • Keratolyse (Auflösung der Verhornung) durch Tinkturen, Pflaster oder Lack (im Regelfall mit Salicylsäure) etc.
  • Condylomata acuminata können medikamentös entfernt werden. Die medikamentöse Therapie besteht in der topischen Applikation von Imiquimod bzw. destruierenden Lösungen oder Salben (5-Fluorouracil; Podophyllotoxin; Trichloressigsäure; Silbernitrat).
  • Lasertherapie (CO2-Laser, Erbium-Yag-Laser, Rubinlaser)
  • Photodynamische Therapie (PDT) mit 5-Aminolävulinsäure ("Off-Label-Use")
  • Chirurgische Entfernung der Warze (durch scharfen Löffel, elektrische Schlinge, CO2-Laser oder Kryochirurgie) als Ultima ratio
  • Dellwarzen (Epithelioma molluscum, Epithelioma contagiosum, Molluscum contagiosum) werden ausgequetscht oder auch ausgeschabt.

Therapieerfolg nach 6 Monaten [1]:

  • Gepulster Farbstofflaser (pulsed dye laser, PDL): 74 % warzenfrei
  • Keratolyse: 55,1 %
  • CO2-Laser: 48,0 %

Daneben werden noch folgende Hausmittel eingesetzt

  • Besprechen der Warzen
  • Anwendung von Klebeband, Schöllkraut, Knoblauch

Zwei Drittel aller Warzen bilden sich häufig innerhalb von zwei Jahren von selbst zurück.

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte, Gemüse)
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300, E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Gesundheitsportals die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

Literatur

  1. Bencini P L et al.: Risk factors for recurrence after successful treatment of warts: the role of smoking habits. JEADV 2017; doi: 10.1111/jdv.14086; online 9. Jan. 2017 
     
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