Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Kurative Therapie (Behandlung mit dem Ziel der Heilung): vollständige Tumorresektion und dauerhafte Krankheitskontrolle, insbesondere bei frühem oder vollständig resezierbarem epithelialem (aus Deck- oder Drüsengewebe stammendem) Ovarialkarzinom sowie bei Keimzell- und Keimstrangstromatumoren (Tumoren aus Keimzellen beziehungsweise aus dem stützenden Gewebe des Eierstocks).
- Lebensverlängerung: Verlängerung des progressionsfreien Überlebens (Zeit ohne Fortschreiten der Erkrankung) und, soweit belegt, des Gesamtüberlebens.
- Symptomkontrolle: Linderung tumorbedingter Beschwerden und Erhalt der Lebensqualität bei fortgeschrittener oder rezidivierter (wieder aufgetretener) Erkrankung.
Therapieempfehlungen
- Behandlungsplanung: Die Therapie soll interdisziplinär in einem gynäkologisch-onkologischen Zentrum festgelegt werden. Histologie, FIGO-Stadium, Resektabilität (operative Entfernbarkeit), Allgemeinzustand, Komorbiditäten (Begleiterkrankungen), Vorbehandlungen, therapiefreies Intervall und individuelle Therapieziele sind zu berücksichtigen [LL1, LL2].
- Genetische Diagnostik: Allen Patientinnen mit Ovarialkarzinom soll eine Aufklärung über das hereditäre Erkrankungsrisiko und eine genetische Testung angeboten werden. Beim high-grade (mit stärker veränderten, meist aggressiveren Tumorzellen) epithelialen Ovarialkarzinom sollen BRCA1/2-Status und homologe Rekombinationsdefizienz (HRD) frühzeitig bestimmt werden, da sie die Wahl der Erstlinien-Erhaltungstherapie beeinflussen [LL1].
- PD-L1-Testung im platinresistenten (auf eine platinhaltige Behandlung nicht mehr ausreichend ansprechend) Rezidiv: Vor einer möglichen Pembrolizumab-Therapie ist die PD-L1-Expression als Combined Positive Score (CPS) mit einem validierten Test zu bestimmen; erforderlich ist CPS ≥ 1 [FI7].
- Weitere Biomarker: Bei endometrioiden (dem Aufbau der Gebärmutterschleimhaut ähnlichen) und klarzelligen (mit unter dem Mikroskop klar erscheinenden Tumorzellen) Karzinomen ist eine immunhistochemische Untersuchung der Mismatch-Reparaturproteine zur Erkennung einer möglichen Mismatch-Reparaturdefizienz beziehungsweise eines Lynch-Syndroms angezeigt. Beim platinresistenten high-grade serösen (einem bestimmten Zelltyp der Eileiter ähnelnden) Karzinom soll vor einer möglichen Therapie mit Mirvetuximab soravtansine die Folatrezeptor-alpha(FRα)-Expression mit dem zugelassenen Test bestimmt werden [LL1, LL3, FI5].
Die folgenden Empfehlungen betreffen epitheliale Ovarial-, Tuben- und primäre Peritonealkarzinome (Eileiter- und Bauchfellkrebs), soweit nicht ausdrücklich eine andere Tumorgruppe genannt wird.
Epitheliales Ovarialkarzinom: Primärtherapie [S3-Leitlinie]
- Operatives Vorgehen: Bei operablen Patientinnen ist die primäre vollständige makroskopische Tumorresektion das zentrale Therapieziel. Die Operation soll in einem hierfür qualifizierten Zentrum erfolgen. Eine neoadjuvante Chemotherapie mit Intervalloperation ist kein regelhaft gleichwertiger Ersatz und bleibt begründeten Einzelfällen vorbehalten, etwa wenn eine primäre vollständige Resektion nicht erreichbar oder eine große Operation zunächst medizinisch nicht vertretbar ist [LL1, LL2].
Frühes epitheliales Ovarialkarzinom
- FIGO IA, Grad 1: Nach adäquatem operativem Staging kann auf eine adjuvante Chemotherapie verzichtet werden.
- FIGO IA, Grad 2 sowie FIGO IB, Grad 1 oder 2: Eine platinhaltige adjuvante Chemotherapie kann angeboten werden.
- FIGO IA oder IB, Grad 3 sowie FIGO IC: Es soll eine platinhaltige adjuvante Chemotherapie über 6 Zyklen durchgeführt werden. Carboplatin als Monotherapie ist eine leitliniengerechte Option; eine Kombination mit Paclitaxel kann risikoadaptiert eingesetzt werden [LL1].
Fortgeschrittenes epitheliales Ovarialkarzinom
- Standardchemotherapie: Bei FIGO II bis IV werden nach der Operation Carboplatin AUC 5 und Paclitaxel 175 mg/m2 über 3 Stunden intravenös an Tag 1 alle 3 Wochen über 6 Zyklen eingesetzt [LL1].
- Bevacizumab: Bei FIGO IIIB bis IV kann Bevacizumab 15 mg/kg Körpergewicht intravenös alle 3 Wochen zusammen mit Carboplatin und Paclitaxel begonnen und anschließend als Erhaltungstherapie bis zu einer Gesamtbehandlungsdauer von 15 Monaten fortgeführt werden. Der Nutzen betrifft vor allem das progressionsfreie Überleben; ein Vorteil im Gesamtüberleben ist nicht für die Gesamtpopulation belegt [LL1, FI4].
- Alternative bei Gebrechlichkeit: Wenn das dreiwöchentliche Standardregime nicht vertretbar ist, kann ein wöchentliches Schema aus Paclitaxel 60 mg/m2 und Carboplatin AUC 2 erwogen werden [LL2].
Erstlinien-Erhaltungstherapie beim fortgeschrittenen high-grade epithelialen Ovarialkarzinom
Nach vollständigem oder partiellem Ansprechen auf eine platinhaltige Erstlinienchemotherapie soll eine Erhaltungstherapie geprüft werden. Die Auswahl richtet sich insbesondere nach BRCA1/2- und HRD-Status, vorausgegangener Bevacizumab-Therapie, Resttumor, Verträglichkeit und Patientinnenpräferenz [LL1, LL2, LL3].
- BRCA1/2-Mutation: Olaparib 300 mg zweimal täglich als Monotherapie über bis zu 2 Jahre ist Standard. In SOLO1 blieb der Vorteil im progressionsfreien Überleben langfristig erhalten; die 7-Jahres-Analyse zeigte zudem ein klinisch relevantes, statistisch jedoch nicht formal bestätigtes Signal zugunsten des Gesamtüberlebens [4, 6, 10, FI1].
- HRD-positiver Tumor nach Bevacizumab-haltiger Primärtherapie: Olaparib 300 mg zweimal täglich über bis zu 2 Jahre wird mit Bevacizumab fortgeführt; Bevacizumab wird insgesamt bis zu 15 Monate gegeben. In PAOLA-1 waren der Nutzen im progressionsfreien Überleben und in der finalen Analyse auch im Gesamtüberleben auf die HRD-positive Population konzentriert; bei HRD-negativen Tumoren wurde kein relevanter Nutzen gezeigt [9, 12, FI1, FI4].
- Unabhängig vom Biomarkerstatus: Niraparib kann als Erstlinien-Erhaltung eingesetzt werden. Der absolute Nutzen ist bei HRD-positiven Tumoren größer. In der finalen PRIMA-Analyse wurde kein Vorteil im Gesamtüberleben für die Gesamtpopulation, die HRD-positive oder die HRD-negative Population nachgewiesen [11, FI2].
- Unabhängig vom Biomarkerstatus: Rucaparib ist in der Europäischen Union als Erstlinien-Erhaltung nach Ansprechen auf eine platinhaltige Chemotherapie zugelassen. ATHENA-MONO zeigte einen Vorteil im progressionsfreien Überleben in der HRD-positiven und der Gesamtpopulation [15, LL3, FI3].
- Bevacizumab-Monotherapie: Eine Fortführung ist nach Bevacizumab-haltiger Primärtherapie unabhängig vom BRCA-Status möglich; die individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung berücksichtigt insbesondere Hypertonie (Bluthochdruck), Proteinurie (Eiweiß im Urin), Thromboembolierisiko, Wundheilung und gastrointestinale Risiken [LL1, FI4].
Rezidiv des epithelialen Ovarialkarzinoms
- Therapieentscheidung: Maßgeblich ist, ob eine erneute Platintherapie erfolgversprechend und medizinisch vertretbar ist. Neben dem platinfreien Intervall sind Histologie, BRCA- und HRD-Status, Ansprechen und Toxizität früherer Therapien, vorangegangene PARP- oder VEGF-Hemmung, Komorbiditäten, Symptome und Patientinnenwunsch zu berücksichtigen [LL1, LL2].
- Erstes platin-sensibles Rezidiv: Vor Beginn der Systemtherapie soll in einem gynäkologisch-onkologischen Zentrum geprüft werden, ob eine vollständige sekundäre Zytoreduktion realistisch ist [LL1].
Erneute Platintherapie geeignet
- Platinbasierte Kombinationen: Carboplatin plus pegyliertes liposomales Doxorubicin, Carboplatin plus Paclitaxel oder Carboplatin plus Gemcitabin sind etablierte Optionen. Carboplatin plus Gemcitabin oder Carboplatin plus Paclitaxel kann beim ersten platinsensiblen Rezidiv bei Patientinnen ohne vorausgegangene Bevacizumab- oder andere VEGF-gerichtete Therapie mit Bevacizumab kombiniert werden [LL1, FI4].
- Erhaltung nach Ansprechen: Bevacizumab oder ein entsprechend zugelassener PARP-Inhibitor kann abhängig von Vorbehandlung, Biomarkern, Zulassung und Toxizitätsprofil eingesetzt werden. Nach vorausgegangener PARP-Inhibitor-Therapie ist eine erneute PARP-Hemmung kein Routineverfahren; der in OReO beobachtete Vorteil war klein und erfordert eine sorgfältige Einzelfallentscheidung [LL1].
Erneute Platintherapie nicht geeignet oder platinresistente Erkrankung
- Monochemotherapie: Geeignete Wirkstoffe sind wöchentliches Paclitaxel, pegyliertes liposomales Doxorubicin, Topotecan oder Gemcitabin. Eine Kombination mehrerer Zytostatika verbessert die Wirksamkeit in dieser Situation nicht ausreichend und erhöht die Toxizität [LL1].
- Bevacizumab-Kombination: Bei Patientinnen mit höchstens zwei vorausgegangenen Chemotherapieregimen und ohne vorherige Bevacizumab- oder andere VEGF-gerichtete Therapie kann Bevacizumab mit wöchentlichem Paclitaxel, Topotecan oder pegyliertem liposomalem Doxorubicin kombiniert werden. AURELIA zeigte eine Verbesserung des progressionsfreien Überlebens und der Ansprechrate, jedoch keinen gesicherten Vorteil im Gesamtüberleben [16, FI4].
- FRα-hochpositiver Tumor: Mirvetuximab soravtansine ist als Monotherapie beim platinresistenten high-grade serösen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinom nach 1 bis 3 vorausgegangenen systemischen Therapielinien zugelassen. Voraussetzung ist eine hohe FRα-Expression, definiert als mindestens 75 % vitale Tumorzellen mit mindestens 2+ membranöser Färbeintensität. In MIRASOL waren progressionsfreies Überleben, objektive Ansprechrate und Gesamtüberleben gegenüber einer Chemotherapie nach Wahl der Prüfärztin oder des Prüfarztes verbessert [13, LL1, LL3, FI5].
- Low-grade (mit weniger stark veränderten Tumorzellen) seröses Ovarialkarzinom: Bei rezidivierter Erkrankung kann nach mindestens einer platinhaltigen Therapie Trametinib eingesetzt werden. Die randomisierte GOG-281/LOGS-Studie zeigte gegenüber Standardoptionen eine Verlängerung des progressionsfreien Überlebens. Für diese Indikation handelt es sich in der Europäischen Union um einen Off-Label-Use [14, LL1]. Bei langsam progredienter, hormonrezeptorpositiver Erkrankung kann eine endokrine Therapie erwogen werden.
Pembrolizumab plus Paclitaxel mit oder ohne Bevacizumab beim platinresistenten Rezidiv
- EU-Zulassung: Die Kombination ist für Erwachsene mit platinresistentem epithelialem Ovarial-, Tuben- oder primärem Peritonealkarzinom zugelassen, deren Tumoren PD-L1 mit CPS ≥ 1 exprimieren und die eine oder zwei vorausgegangene systemische Therapien erhalten haben. Sie ist damit eine Option der zweiten oder dritten systemischen Therapielinie. Die Zulassung umfasst Paclitaxel als Kombinationspartner; Bevacizumab ist optional [17, FI7].
- Platinresistenz und Vortherapien: In KEYNOTE-B96 war mindestens eine platinhaltige Vortherapie mit bildgebend nachgewiesener Progression innerhalb von 6 Monaten nach der letzten Platindosis erforderlich. Eine vorausgegangene PARP-Inhibitor- oder Bevacizumab-Therapie war erlaubt und ist keine Voraussetzung. Auch eine frühere Anti-PD-1-/Anti-PD-L1-Therapie war erlaubt; für eine erneute Immuncheckpoint-Hemmung ist die Evidenz wegen der kleinen vorbehandelten Subgruppe begrenzt [17, FI7].
- Übertragbarkeit der Studiendaten: Untersucht wurden überwiegend Patientinnen mit ECOG-Leistungsstatus 0 oder 1. Primär platinrefraktäre (bereits während einer platinhaltigen Behandlung fortschreitende) Erkrankungen sowie aktive Autoimmunerkrankungen mit systemischem Behandlungsbedarf innerhalb der vorausgegangenen 2 Jahre oder Erkrankungen mit erforderlicher Immunsuppression waren ausgeschlossen. Dies sind Einschränkungen der Studienpopulation und keine zusätzlichen pauschalen formalen Gegenanzeigen der EU-Zulassung [17, FI7].
- Behandlungsschema: In KEYNOTE-B96 wurden Pembrolizumab 400 mg intravenös alle 6 Wochen und Paclitaxel 80 mg/m2 intravenös an den Tagen 1, 8 und 15 jedes 21-Tage-Zyklus eingesetzt; optional kam Bevacizumab 10 mg/kg Körpergewicht intravenös alle 2 Wochen hinzu. Für intravenöses Pembrolizumab ist alternativ 200 mg alle 3 Wochen zugelassen. Pembrolizumab wird bei gemeinsamer Gabe vor der Chemotherapie verabreicht; Pembrolizumab wurde in der Studie bis zur Progression, nicht akzeptabler Toxizität oder höchstens 24 Monate gegeben [17, FI7].
- Auswahl für Bevacizumab: Eine vorausgegangene Bevacizumab-Exposition war in KEYNOTE-B96 zulässig. Die Entscheidung für den zusätzlichen Einsatz berücksichtigt insbesondere Darmbefall, Ileus (Darmverschluss)- oder Perforationsrisiko, Blutungen, Thromboembolien (Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel), Blutdruck, Proteinurie und Wundheilung. Die eigenständige ältere Zulassung von Bevacizumab plus Chemotherapie ohne Pembrolizumab enthält andere Vorgaben zur Vortherapie und ist gesondert zu beachten [FI4, FI7].
- Wirksamkeit: Bei PD-L1 CPS ≥ 1 betrug das mediane progressionsfreie Überleben in der zulassungsrelevanten Analyse 8,3 gegenüber 7,2 Monaten (Hazard Ratio 0,72; 95-%-Konfidenzintervall 0,58–0,89). Das mediane Gesamtüberleben betrug 18,2 gegenüber 14,0 Monaten (Hazard Ratio 0,76; 95-%-Konfidenzintervall 0,61–0,94). Vergleich war jeweils Placebo plus Paclitaxel mit oder ohne Bevacizumab [17, FI7].
- Einordnung: Ein BRCA1/2-mutierter oder HRD-positiver Tumor beziehungsweise ein MSI-H-/dMMR-Nachweis ist für diese Kombination keine Voraussetzung. Die EU-Zulassung dieser Indikation gilt für PD-L1 CPS ≥ 1; eine Pembrolizumab-Monotherapie oder der Austausch von Paclitaxel gegen andere Zytostatika ist davon nicht umfasst. Zwischen dieser Kombination und Mirvetuximab soravtansine liegen keine direkten randomisierten Vergleichsdaten zur optimalen Therapiesequenz vor [17, FI5, FI7].
Borderlinetumoren (Tumoren mit Zellveränderungen zwischen gutartig und bösartig) [S3-Leitlinie]
- Adjuvante Therapie: Nach operativer Behandlung ist keine adjuvante medikamentöse Therapie indiziert [LL1].
Maligne Keimstrangstromatumoren [S3-Leitlinie]
- Komplett operierter Tumor: Ein Nutzen einer adjuvanten Strahlen-, Chemo- oder endokrinen Therapie ist nicht belegt und wird kontrovers beurteilt.
- Ab FIGO IC oder bei Tumorrest: Eine platinhaltige Chemotherapie kann diskutiert werden. Mögliche Regime sind Cisplatin, Etoposid und Bleomycin oder Carboplatin plus Paclitaxel; bei juvenilen Granulosazelltumoren (Tumoren aus hormonbildenden Zellen des Eierstocks) kommt alternativ Cisplatin, Etoposid und Ifosfamid in Betracht [LL1].
Maligne Keimzelltumoren [S3-Leitlinie]
- FIGO IA: Nach adäquater Operation ist keine adjuvante Chemotherapie erforderlich.
- Stadium über FIGO IA: Es soll eine risikoadaptierte platinhaltige Chemotherapie über 2 bis 4 Zyklen erfolgen. Das Regime enthält Platin und Etoposid; als dritte Substanz kommen Bleomycin oder Ifosfamid infrage.
- Fortgeschrittene Erkrankung: Eine primäre Chemotherapie kann mit dem Ziel des Fertilitätserhalts eingesetzt werden. Nach 3 bis 4 Zyklen kann die Resektion eines Tumorrests oder vorhandener Metastasen angestrebt werden [LL1].
Hypertherme intraperitoneale Chemotherapie
- Kein Routineverfahren: Trotz des in einer randomisierten Studie berichteten Vorteils von Cisplatin-HIPEC bei Intervalloperation nach neoadjuvanter Chemotherapie ist die Evidenz nach Bewertung der S3-Leitlinie für eine generelle Empfehlung nicht ausreichend. Eine HIPEC soll außerhalb kontrollierter Studien nicht routinemäßig durchgeführt werden [3, LL1].
Hormontherapie nach Behandlung eines Ovarialkarzinoms [S3-Leitlinie]
- Evidenzlage: Zur onkologischen Sicherheit einer menopausalen Hormontherapie nach Behandlung eines Ovarialkarzinoms ist keine zuverlässige allgemeine Aussage möglich.
- Individuelle Entscheidung: Nach Aufklärung über die unsichere Datenlage kann eine Hormontherapie durchgeführt werden [LL1].
Wirkstoffe (Hauptindikationen)
Die Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene und sind an Organfunktion, Blutbild, Vortherapien, Wechselwirkungen und Verträglichkeit anzupassen. Bei seltenen Ovarialtumoren gelten die festgelegten Kombinationsprotokolle des spezialisierten Zentrums [LL1, LL2].
Platinverbindungen
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Carboplatin | Platinbasis der Erstlinien- und geeigneten Rezidivtherapie; im Frühstadium auch Monotherapie. Dosis an Nierenfunktion und Hämatotoxizität (Schädigung der Blutbildung) anpassen [LL1]. |
| Cisplatin | Vor allem Bestandteil der Behandlung maligner Keimzelltumoren und ausgewählter Keimstrangstromatumoren; Hydratation, Antiemese und Elektrolytkontrollen erforderlich [LL1]. |
- Wirkweise: DNA-Quervernetzungen mit Hemmung der DNA-Replikation und Auslösung des Zelltods.
- Indikation: Carboplatin beim epithelialen Ovarialkarzinom; Cisplatin insbesondere in Kombinationen für nicht epitheliale maligne Ovarialtumoren.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Platinverbindungen; ausgeprägte Myelosuppression (Hemmung der Blutbildung im Knochenmark) sowie schwere Organfunktionsstörungen gemäß jeweiliger Fachinformation. Bei Cisplatin sind insbesondere Nierenfunktion, Hörvermögen und Neuropathie zu berücksichtigen.
- Nebenwirkungen: Myelosuppression, Übelkeit und Erbrechen, Überempfindlichkeitsreaktionen; bei Cisplatin besonders Nephrotoxizität (Schädigung der Nieren), Ototoxizität (Schädigung des Gehörs oder Gleichgewichtssinns), Elektrolytverluste und Neuropathie.
Taxane
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Paclitaxel | Prämedikation erforderlich; kumulative periphere Neuropathie (Schädigung der Nerven außerhalb von Gehirn und Rückenmark) beachten. Wöchentliches Paclitaxel ist auch eine Option der platinresistenten Rezidivtherapie [LL1, LL2, FI7]. |
- Wirkweise: Stabilisierung der Mikrotubuli mit Hemmung der Mitose.
- Indikation: Kombination mit Carboplatin in der Primär- und Rezidivtherapie; wöchentliche Behandlung bei platinresistentem Rezidiv, gegebenenfalls mit Bevacizumab beziehungsweise in der zugelassenen Pembrolizumab-Kombination.
- Kontraindikationen: Schwere Überempfindlichkeit gegen das Präparat oder seine Hilfsstoffe; unzureichende Neutrophilenzahl. Neuropathie und Leberfunktionsstörungen erfordern eine besondere Dosis- und Therapieentscheidung.
- Nebenwirkungen: Periphere Neuropathie, Myelosuppression, Alopezie (Haarausfall), Myalgien (Muskelschmerzen), Arthralgien (Gelenkschmerzen) und Überempfindlichkeitsreaktionen.
Anthrazykline
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Pegyliertes liposomales Doxorubicin | Rezidivtherapie mit oder ohne Carboplatin; beim platinresistenten Rezidiv gegebenenfalls mit Bevacizumab. Kumulative Anthrazyklinexposition und kardiale Risiken beachten [LL1, LL2]. |
- Wirkweise: Interkalation in DNA und Hemmung der Topoisomerase II; liposomale Formulierung verändert die Gewebeverteilung.
- Indikation: Platinresistentes Rezidiv als Monotherapie oder mit Bevacizumab; platinhaltige Kombination bei geeigneter Rezidivsituation.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; Schwangerschaft und Stillzeit sowie weitere Gegenanzeigen nach Fachinformation. Bei eingeschränkter Herzfunktion und hoher Anthrazyklinvorbelastung ist eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung erforderlich.
- Nebenwirkungen: Palmar-plantares Erythrodysästhesiesyndrom (Hand-Fuß-Syndrom mit Rötung, Schmerzen oder Taubheitsgefühl), Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Myelosuppression, Infusionsreaktionen und Kardiotoxizität.
Antimetaboliten
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Gemcitabin | Option bei geeignetem platinbasiertem Rezidiv; Monotherapie beim platinresistenten Rezidiv leitliniengestützt, präparatbezogenen Zulassungsstatus beachten [LL1, LL2]. |
- Wirkweise: Pyrimidinanalogon mit Hemmung der DNA-Synthese.
- Indikation: Rezidivtherapie; Auswahl und Kombination nach Platin-Eignung und Vortherapien.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und Stillzeit; relevante Zytopenien (Mangel an bestimmten Blutzellen) und Organfunktionsstörungen erfordern Therapieaufschub oder Dosisanpassung.
- Nebenwirkungen: Myelosuppression, Transaminasenanstieg, grippeähnliche Beschwerden und Ödeme (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe); selten schwere pulmonale Toxizität oder hämolytisch-urämisches Syndrom (Erkrankung mit Zerfall roter Blutkörperchen und möglicher Nierenschädigung).
Topoisomerase-I-Hemmer
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Topotecan | Weitere, insbesondere wöchentliche Schemata sind protokollabhängig. Eine Bevacizumab-Kombination setzt die entsprechenden Auswahlkriterien voraus [LL1, FI4]. |
- Wirkweise: Hemmung der Topoisomerase I mit DNA-Schädigung.
- Indikation: Rezidiviertes Ovarialkarzinom, insbesondere wenn eine erneute Platintherapie nicht geeignet ist.
- Kontraindikationen: Schwere vorbestehende Knochenmarkdepression, Stillzeit und Überempfindlichkeit; weitere Vorgaben der Fachinformation beachten.
- Nebenwirkungen: Vor allem Neutropenie (Mangel an bestimmten Abwehrzellen), Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen) und Anämie (Blutarmut); febrile Neutropenie, Infektionen und gastrointestinale Beschwerden.
VEGF-Hemmer
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Bevacizumab | Erstlinie: zusammen mit Carboplatin und Paclitaxel beginnen und insgesamt bis zu 15 Monate fortführen. Im Pembrolizumab-Regime 10 mg/kg alle 2 Wochen. Vorgaben zu Vortherapie und Kombinationspartnern unterscheiden sich je nach Indikation [FI4, FI7]. |
- Wirkweise: Bindung von VEGF-A mit Hemmung der tumorassoziierten Angiogenese (Neubildung von Blutgefäßen).
- Indikation: Zugelassene Kombinations- und Erhaltungssituationen beim epithelialen Ovarial-, Tuben- und primären Peritonealkarzinom; Auswahl nach Stadium und Vortherapie.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und Schwangerschaft. Unkontrollierte Hypertonie sowie ein hohes Blutungs-, Perforations- oder Wundheilungsrisiko sind wesentliche Warnhinweise und können einen Verzicht oder eine Therapiepause erfordern; sie sind von formalen Gegenanzeigen zu unterscheiden.
- Nebenwirkungen: Hypertonie, Proteinurie, Thromboembolien, Blutungen, Wundheilungsstörungen, gastrointestinale Perforationen und Fisteln (unnatürliche Verbindungsgänge zwischen Organen oder Körperhöhlen) [FI4].
PARP-Inhibitoren
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Olaparib | Erstlinien-Erhaltung bei BRCA1/2-Mutation als Monotherapie oder bei HRD-positivem Tumor zusammen mit Bevacizumab; in der Erstlinie in der Regel bis zu 2 Jahre. Rezidiv-Erhaltung nach zugelassener Indikation [FI1]. |
| Niraparib | Erhaltung unabhängig vom Biomarkerstatus gemäß EU-Zulassung. Blutbild, Blutdruck und Herzfrequenz überwachen; Anfangsdosis und Dosisreduktionen richten sich nach Behandlungssituation, Organfunktion und Verträglichkeit [2, FI2]. |
| Rucaparib | Erstlinien- oder Rezidiv-Erhaltung nach Ansprechen auf Platin; Erstlinien-Erhaltung in der Regel höchstens 2 Jahre. Die frühere Behandlungsindikation nach mindestens zwei Platinlinien wurde wegen eines nachteiligen Effekts auf das Gesamtüberleben aufgehoben [7, 8, FI3]. |
- Wirkweise: Hemmung der Poly(ADP-Ribose)-Polymerase und Stabilisierung von PARP-DNA-Komplexen; dadurch Störung der DNA-Reparatur, besonders wirksam bei homologer Rekombinationsdefizienz.
- Indikation: Erhaltung nach Ansprechen auf Platin; konkrete Auswahl nach Erstlinien- oder Rezidivsituation, BRCA1/2- und HRD-Status, Vortherapien und aktueller Zulassung.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; Stillzeit und weitere präparatbezogene Gegenanzeigen beachten. Schwangerschaft vermeiden; ausreichende Erholung von vorangegangener Hämatotoxizität und Prüfung relevanter Wechselwirkungen sind erforderlich.
- Nebenwirkungen: Anämie, Thrombozytopenie, Neutropenie, Fatigue, Übelkeit und weitere gastrointestinale Beschwerden; selten myelodysplastisches Syndrom (Erkrankung der Blutbildung im Knochenmark) oder akute myeloische Leukämie (rasch fortschreitender Blutkrebs). Unter Niraparib zusätzlich Hypertonie, selten posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom; unter Rucaparib unter anderem Transaminasenanstieg und Photosensibilität [FI1–FI3].
Immuncheckpoint-Hemmer – PD-1-Hemmer
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Pembrolizumab | Mit Paclitaxel, optional mit Bevacizumab, bei platinresistenter Erkrankung, PD-L1 CPS ≥ 1 und einer oder zwei systemischen Vortherapien. Die Tabelle beschreibt die intravenöse Anwendung; abweichende Darreichungsformen sind nach ihrer jeweiligen Fachinformation anzuwenden [17, FI7]. |
- Wirkweise: Blockade von PD-1 mit Verstärkung der antitumoralen T-Zell-Antwort.
- Indikation: Zugelassene Kombination beim definierten PD-L1-positiven platinresistenten epithelialen Ovarial-, Tuben- oder primären Peritonealkarzinom.
- Kontraindikationen: Formale Gegenanzeige ist Überempfindlichkeit. Autoimmunerkrankungen, Immunsuppression und Organtransplantation erfordern eine individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung. Schwangerschaft vermeiden; Stillen gemäß Fachinformation unterbrechen.
- Nebenwirkungen: Immunvermittelte Pneumonitis (Entzündung des Lungengewebes), Kolitis (Entzündung des Dickdarms), Hepatitis (Entzündung der Leber), Nephritis (Entzündung der Nieren), Endokrinopathien (Erkrankungen hormonbildender Drüsen), Hautreaktionen sowie selten Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels) und neurologische Komplikationen; zusätzlich infusionsbedingte Reaktionen und die Toxizitäten der Kombinationspartner [FI7].
Antikörper-Wirkstoff-Konjugate
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Mirvetuximab soravtansine | Nur bei FRα-hochpositivem, platinresistentem high-grade serösem Karzinom nach 1 bis 3 Therapielinien; augenärztliche Kontrollen sowie prophylaktische Augentropfen erforderlich [FI5]. |
- Wirkweise: FRα-gerichtetes Antikörper-Wirkstoff-Konjugat mit intrazellulärer Freisetzung des mikrotubulihemmenden Wirkstoffs DM4.
- Indikation: Platinresistentes high-grade seröses Ovarial-, Tuben- oder primäres Peritonealkarzinom mit hoher FRα-Expression nach 1 bis 3 systemischen Therapielinien.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; vorbestehende relevante Augen-, Lungen- oder Nervenerkrankungen erfordern eine besondere Nutzen-Risiko-Abwägung. Schwangerschaft vermeiden.
- Nebenwirkungen: Keratopathie (Erkrankung der Hornhaut des Auges), verschwommenes Sehen, trockenes Auge, periphere Neuropathie, gastrointestinale Beschwerden und Pneumonitis [FI5].
MEK-Hemmer
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Trametinib | Option beim rezidivierten low-grade serösen Ovarialkarzinom nach platinhaltiger Therapie; in dieser Indikation in der EU Off-Label-Use. Kardiale Funktion, Augen, Haut und Lunge überwachen [14, FI6]. |
- Wirkweise: Hemmung von MEK1 und MEK2 im MAPK-Signalweg.
- Indikation: Rezidiviertes low-grade seröses Ovarialkarzinom nach individueller Aufklärung über den Off-Label-Use.
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; Schwangerschaft vermeiden. Kardiale Erkrankungen, Netzhauterkrankungen und interstitielle Lungenerkrankung (Erkrankung des Gewebes zwischen den Lungenbläschen) sind bei der Auswahl besonders zu berücksichtigen.
- Nebenwirkungen: Exanthem (Hautausschlag), Diarrhö (Durchfall), Ödeme, Hypertonie, Kardiomyopathie (Erkrankung des Herzmuskels), okuläre Ereignisse und interstitielle Lungenerkrankung [FI6].
Weitere Hinweise
- Pembrolizumab: Vor und während der Therapie sind insbesondere Schilddrüsen-, Leber- und Nierenfunktion sowie klinische Zeichen immunvermittelter Toxizität zu kontrollieren. Neue Dyspnoe (Atemnot), Diarrhö, Ikterus (Gelbsucht) oder ausgeprägte endokrine Beschwerden erfordern rasche Abklärung; je nach Schweregrad sind Therapiepause, Absetzen und Glucocorticoide erforderlich. Die Behandlung solcher Nebenwirkungen folgt der Fachinformation [FI7].
- PARP-Inhibitoren: Vor Therapiebeginn und während der Behandlung sind Blutbildkontrollen gemäß Fachinformation erforderlich. Bei persistierender Zytopenie muss die Therapie unterbrochen und ein myelodysplastisches Syndrom beziehungsweise eine akute myeloische Leukämie ausgeschlossen werden. Unter Niraparib sind besonders zu Beginn Blutdruck und Herzfrequenz engmaschig zu kontrollieren; schwere Hypertonie und posteriores reversibles Enzephalopathie-Syndrom sind seltene, aber relevante Risiken [5, FI1 bis FI3].
- Mirvetuximab soravtansine: Vor Therapiebeginn sowie während der Behandlung sind regelmäßige augenärztliche Untersuchungen erforderlich. Prophylaktisch werden befeuchtende und topische steroidale Augentropfen nach Fachinformation eingesetzt. Kontaktlinsen sollen während der Therapie möglichst vermieden werden [FI5].
- Betablocker: Retrospektive Daten beschrieben eine Assoziation nichtselektiver Betablocker mit längerem Gesamtüberleben. Wegen möglicher Verzerrungen, widersprüchlicher Folgestudien und fehlender randomisierter Evidenz besteht keine Empfehlung für einen Einsatz zur Ovarialkarzinomtherapie [1].
Abkürzungsverzeichnis
- AUC: Fläche unter der Konzentrations-Zeit-Kurve
- BEP: Bleomycin, Etoposid und Cisplatin
- BRCA: Brustkrebs-Suszeptibilitätsgen
- CPS: Combined Positive Score; kombinierter positiver Score
- DNA: Desoxyribonukleinsäure
- ECOG: Eastern Cooperative Oncology Group
- EU: Europäische Union
- FIGO: Fédération Internationale de Gynécologie et d’Obstétrique
- FRα: Folatrezeptor-alpha
- HRD: homologe Rekombinationsdefizienz
- MAPK: mitogenaktivierte Proteinkinase
- MEK: mitogenaktivierte extrazellulär signalregulierte Kinase; MAPK/ERK-Kinase
- MSI-H: hohe Mikrosatelliteninstabilität
- dMMR: defekte Mismatch-Reparatur
- PARP: Poly(ADP-Ribose)-Polymerase
- PD-1: programmierter Zelltod-Rezeptor 1
- PD-L1: Ligand des programmierten Zelltod-Rezeptors 1
- VEGF: vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor
- EPA: Eicosapentaensäure
- DHA: Docosahexaensäure
Literatur
- Watkins JL et al.: Clinical impact of selective and nonselective beta-blockers on survival in patients with ovarian cancer. Cancer. 2015;121(19):3444-3451. doi: 10.1002/cncr.29392. Kommentar: Bunch KP, Annunziata CM. Are beta-blockers on the therapeutic horizon for ovarian cancer treatment? Cancer. 2015;121(19):3380-3383. doi: 10.1002/cncr.29394
- Mirza MR et al.: Niraparib Maintenance Therapy in Platinum-Sensitive, Recurrent Ovarian Cancer. N Engl J Med. 2016;375:2154-2164. doi: 10.1056/nejmoa1611310
- van Driel WJ et al.: Hyperthermic Intraperitoneal Chemotherapy in Ovarian Cancer. N Engl J Med. 2018;378:230-240. doi: 10.1056/nejmoa1708618
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- Medicines and Healthcare products Regulatory Agency. Niraparib (Zejula): reports of severe hypertension and posterior reversible encephalopathy syndrome, particularly in early treatment. Drug Safety Update. 2020. Sicherheitsinformation
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Leitlinien
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- González-Martín A et al.: ESMO Clinical Practice Guideline for newly diagnosed and relapsed epithelial ovarian cancer. Ann Oncol. 2023;34:833-848. doi: 10.1016/j.annonc.2023.07.011 [LL2]
- González-Martín A, Ledermann JA. Newly diagnosed and relapsed epithelial ovarian cancer: ESMO Clinical Practice Guideline Express Update on the management of epithelial ovarian cancer. ESMO Open. 2026;11(2):106032. doi: 10.1016/j.esmoop.2025.106032 [LL3]
Fachinformationen
- European Medicines Agency. Lynparza (Olaparib): Produktinformation. Fachinformation [FI1]
- European Medicines Agency. Zejula (Niraparib): Produktinformation. Fachinformation [FI2]
- European Medicines Agency. Rubraca (Rucaparib): Produktinformation. Fachinformation [FI3]
- European Medicines Agency. Avastin (Bevacizumab): Produktinformation. Fachinformation [FI4]
- European Medicines Agency. Elahere (Mirvetuximab soravtansine): Produktinformation. Fachinformation [FI5]
- European Medicines Agency. Mekinist (Trametinib): Produktinformation. Fachinformation [FI6]
- European Medicines Agency. Keytruda (Pembrolizumab): Produktinformation, insbesondere Abschnitte 4.1, 4.2, 4.4 und 5.1 zur Studie KEYNOTE-B96. Fachinformation [FI7]