Hüftarthrose (Coxarthrose) – Analgetika (Schmerzmittel), Antiphlogistika (entzündungshemmende Medikamente) und Glukokortikoide

Therapieziele

  • Linderung arthrosebedingter Schmerzen und Beschwerden
  • Verbesserung bzw. Erhalt von Gelenkfunktion, Mobilität und Lebensqualität
  • Unterstützung der nichtmedikamentösen Basistherapie, insbesondere der Bewegungstherapie
  • Minimierung arzneimittelbedingter gastrointestinaler (den Magen-Darm-Trakt betreffender), kardiovaskulärer (das Herz-Kreislauf-System betreffender) und renaler (die Nieren betreffender) Risiken

Therapieempfehlungen

  • Grundsatz: Die Pharmakotherapie (medikamentöse Behandlung) erfolgt ergänzend zur nichtmedikamentösen Basistherapie. Arzneimittel sollen in der niedrigsten wirksamen Dosierung und für die kürzest mögliche Dauer eingesetzt werden [LL2-LL5].
  • Orale nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR; entzündungshemmende Schmerzmittel): Bei behandlungsbedürftigen Schmerzen und fehlenden Kontraindikationen (Gegenanzeigen) sind orale NSAR die medikamentöse Therapie mit der stärksten Evidenz zur Reduktion von Schmerzen und Verbesserung der Funktion bei Coxarthrose (Verschleiß des Hüftgelenks) [2, LL2-LL5].
    • Die Auswahl des Wirkstoffs erfolgt unter Berücksichtigung des individuellen gastrointestinalen, kardiovaskulären und renalen Risikos sowie von Alter und Begleitmedikation [LL2-LL5].
    • Eine Netzwerk-Metaanalyse ergab für Etoricoxib 60 mg/d und Diclofenac 150 mg/d im Mittel die höchste Wahrscheinlichkeit einer klinisch relevanten Schmerzreduktion unter den untersuchten oralen NSAR. Daraus ergibt sich wegen der dosis- und dauerabhängigen Nebenwirkungsrisiken keine generelle Präferenz für diese Dosierungen [2].
  • Paracetamol: Paracetamol ist bei Coxarthrose nicht mehr als Medikament der ersten Wahl anzusehen. Der durchschnittliche Effekt bei Hüft- und Kniearthrose (Verschleiß des Kniegelenks) ist gering und klinisch häufig nicht relevant [1]. Eine kurzfristige bzw. episodische Anwendung kann erwogen werden, wenn NSAR kontraindiziert, unverträglich oder ungeeignet sind [LL3, LL4]. Die AAOS bewertet Paracetamol bei Coxarthrose aufgrund unzureichender hüftspezifischer Evidenz lediglich als konsensbasierte Option [LL2].
  • Topische NSAR: Für die Coxarthrose besteht keine ausreichende direkte Wirksamkeitsevidenz. Wegen der tiefen Lage des Hüftgelenks ist eine relevante intraartikuläre (in das Gelenk hinein erfolgende) Wirkung weniger wahrscheinlich als bei oberflächlich gelegenen Gelenken; die ACR/AF-Leitlinie gibt deshalb keine Empfehlung für topische NSAR bei Hüftarthrose ab [LL4].
  • Opioide: Opioide sollen nicht regelhaft zur konservativen Therapie einer Coxarthrose eingesetzt werden. Die AAOS empfiehlt orale Opioide bei symptomatischer Coxarthrose nicht; NICE empfiehlt keine starken Opioide und erlaubt schwache Opioide allenfalls selten und kurzfristig, wenn andere pharmakologische Optionen kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind [LL2, LL3]. Die ACR/AF-Leitlinie von 2019 bewertet Tramadol noch bedingt positiv, nicht-Tramadol-Opioide dagegen negativ [LL4]. Eine große Netzwerk-Metaanalyse kommt zu dem Ergebnis, dass der klinische Nutzen von Opioiden bei Knie- und Hüftarthrose die damit verbundenen Schäden insgesamt nicht aufwiegt [2].
  • Intraartikuläre Glucocorticoide: Können bei persistierenden Beschwerden selektiv zur kurzfristigen Symptomreduktion erwogen werden. Die Leitlinienlage ist nicht vollständig einheitlich: AAOS, NICE und ACR/AF unterstützen eine kurzfristige Anwendung, während OARSI intraartikuläre Glucocorticoide bei Hüftarthrose nicht empfiehlt [LL2-LL5].
    • NICE nennt eine zu erwartende kurzfristige Schmerzlinderung von etwa 2-10 Wochen [LL3].
    • Eine aktuelle hüftspezifische Metaanalyse bestätigt einen kurzfristigen analgetischen (schmerzlindernden) und funktionellen Effekt innerhalb der ersten drei Monate, weist jedoch auf die begrenzte Qualität der verfügbaren Studien hin [6].
    • Eine weitere Netzwerk-Metaanalyse von 2026 fand dagegen gegenüber Placebo bzw. Standardbehandlung nach 3, 6 und 12 Monaten keinen statistisch gesicherten Vorteil intraartikulärer Injektionsverfahren; dies unterstreicht die Unsicherheit über das Ausmaß und die Dauer des Nutzens [7].
    • Injektionen in das Hüftgelenk sollen bildgesteuert, insbesondere sonographisch oder fluoroskopisch, durchgeführt werden [LL4, LL6].
  • Intraartikuläre Hyaluronsäure: Für die Coxarthrose nicht empfohlen. Die AAOS spricht eine starke Empfehlung gegen die Anwendung aus; auch NICE, ACR/AF und OARSI empfehlen sie nicht [5, 7, LL2-LL5].

Weitere Hinweise

  • Keine routinemäßige Dauertherapie mit NSAR: niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Behandlungsdauer [LL2-LL5].
  • Verschiedene systemische NSAR sollen nicht miteinander kombiniert werden. Eine Kombination erhöht insbesondere gastrointestinale und renale Nebenwirkungsrisiken ohne gesicherten zusätzlichen Nutzen.
  • Bei oraler NSAR-Therapie sind gastrointestinale, renale, hepatische (die Leber betreffende) und kardiovaskuläre Risiken sowie mögliche Arzneimittelinteraktionen zu berücksichtigen. NICE empfiehlt während einer oralen NSAR-Therapie eine gastroprotektive (den Magen schützende) Begleitbehandlung, z. B. mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) [LL3].
  • Abhängig vom individuellen Risikoprofil sind insbesondere Blutdruck, Nierenfunktion und ggf. Blutbild bzw. gastrointestinale Verträglichkeit zu kontrollieren.
  • Diclofenac: Systemisches Diclofenac ist bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) NYHA II-IV, ischämischer Herzkrankheit (Herzerkrankung durch Minderdurchblutung), peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörung der Gliedmaßenarterien) oder zerebrovaskulärer Erkrankung (Erkrankung der Blutgefäße des Gehirns) kontraindiziert. Das arterielle thrombotische Risiko (Risiko eines Gefäßverschlusses durch ein Blutgerinnsel) ist insbesondere bei 150 mg/d und längerer Anwendung erhöht [R1].
  • Eine bestehende niedrigdosierte Acetylsalicylsäure-Therapie zur Thrombozytenaggregationshemmung (Hemmung des Zusammenlagerns von Blutplättchen) stellt keine analgetische Ergänzung der NSAR-Therapie dar; durch die Kombination kann das gastrointestinale Blutungsrisiko steigen.

Wirkstoffe (Hauptindikation)

Nichtsaure Analgetika

Wirkstoff Besonderheiten
Paracetamol Kein Medikament der ersten Wahl bei Coxarthrose; nur geringer durchschnittlicher Effekt gegenüber Placebo [1, LL3, LL4]
Keine klinisch relevante antiphlogistische (entzündungshemmende) Wirkung
Hepatotoxizität (Leberschädigung) insbesondere bei Überdosierung bzw. erhöhtem Risikoprofil beachten
  • Wirkweise: Der analgetische Wirkmechanismus ist nicht vollständig geklärt; wesentlich ist eine überwiegend zentrale Beeinflussung der Prostaglandinsynthese (Bildung bestimmter Gewebebotenstoffe).
  • Nebenwirkungen: insbesondere dosisabhängige Hepatotoxizität; bei Überdosierung schwere Leberschädigung möglich.
  • Antidot (Gegenmittel) bei Überdosierung: N-Acetylcystein.

Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR; non-steroidal anti-inflammatory drugs, NSAID)

Wirkstoff Besonderheiten
Ibuprofen Niedrigste wirksame Dosis und kürzestmögliche Behandlungsdauer; gastrointestinales, renales und kardiovaskuläres Risiko berücksichtigen
Naproxen Niedrigste wirksame Dosis und kürzestmögliche Behandlungsdauer; insbesondere gastrointestinales und renales Risiko berücksichtigen
Diclofenac Beachte: Kontraindiziert bei Herzinsuffizienz NYHA II-IV, ischämischer Herzkrankheit, peripherer arterieller Verschlusskrankheit oder zerebrovaskulärer Erkrankung [R1]
  • Wirkweise: reversible Hemmung der Cyclooxygenasen COX-1 und COX-2 (Enzyme der Prostaglandinbildung) mit verminderter Prostaglandinsynthese; analgetisch, antipyretisch (fiebersenkend) und antiphlogistisch.
  • Indikation: symptomatische Coxarthrose bei behandlungsbedürftigen Schmerzen und fehlenden Kontraindikationen [2, LL2-LL5].
  • Dosierungsempfehlung: niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Dauer; keine Kombination verschiedener systemischer NSAR [LL2-LL5].
  • Nebenwirkungen: insbesondere Dyspepsie (Verdauungsbeschwerden), gastrointestinale Ulzera (Geschwüre) und Blutungen, Nierenfunktionsstörungen, Flüssigkeitsretention (Wassereinlagerung), Blutdruckanstieg und kardiovaskuläre Ereignisse.
  • Bei oraler NSAR-Therapie ist eine Gastroprotektion (Magenschutz) mit einem Protonenpumpenhemmer (PPI) zu berücksichtigen; NICE empfiehlt sie begleitend zur oralen NSAR-Therapie [LL3].

Selektive COX-2-Hemmer (Coxibe)

Wirkstoff Besonderheiten
Celecoxib Individuelles gastrointestinales, kardiovaskuläres und renales Risiko berücksichtigen; niedrigste wirksame Dosis und kürzestmögliche Behandlungsdauer
Etoricoxib Kardiovaskuläres und renales Risiko berücksichtigen; bei persistierend > 140/90 mmHg liegendem und unzureichend eingestelltem Blutdruck kontraindiziert; ebenso bei manifester ischämischer Herzkrankheit, pAVK, zerebrovaskulärer Erkrankung und Herzinsuffizienz NYHA II-IV [R2]
  • Wirkweise: selektive COX-2-Hemmung mit analgetischer und antiphlogistischer Wirkung.
  • Dosierungsempfehlung: niedrigste wirksame Dosis für die kürzest mögliche Behandlungsdauer.
  • Nebenwirkungen: insbesondere arterielle thrombotische Ereignisse, Hypertonie (Bluthochdruck), Natrium- und Wasserretention sowie Nierenfunktionsstörungen; das gastrointestinale Ulkusrisiko ist gegenüber nichtselektiven NSAR reduziert, aber nicht aufgehoben.
  • Keine klinisch relevante Thrombozytenaggregationshemmung.

Opioide

  • Keine reguläre Therapieoption bei Coxarthrose: Die AAOS empfiehlt orale Opioide zur nichtoperativen Therapie einer symptomatischen Coxarthrose nicht; NICE empfiehlt keine starken Opioide [LL2, LL3].
  • Schwache Opioide kommen allenfalls in seltenen Ausnahmefällen kurzfristig infrage, wenn andere pharmakologische Behandlungsmöglichkeiten kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind [LL3].
  • Die ACR/AF-Leitlinie von 2019 empfiehlt Tramadol lediglich bedingt und spricht sich gegen nicht-Tramadol-Opioide aus [LL4].
  • Eine große Netzwerk-Metaanalyse zeigte für Opioide bei Knie- und Hüftarthrose keinen Nutzen, der die dosisabhängig zunehmenden Nebenwirkungen insgesamt aufwiegt [2].
  • Nebenwirkungen: Sedierung (Dämpfung), Schwindel, Nausea (Übelkeit)/Emesis (Erbrechen), Obstipation (Verstopfung), Miktionsstörungen (Störungen beim Wasserlassen), Atemdepression (verminderte Atmung), Sturzrisiko sowie Toleranz- und Abhängigkeitsentwicklung.
  • Beachte: In einer großen Beobachtungsstudie war Tramadol bei Patienten mit Arthrose gegenüber mehreren NSAR mit einer erhöhten 1-Jahres-Mortalität (Sterblichkeit) assoziiert. Wegen des nicht randomisierten Studiendesigns kann daraus keine Kausalität abgeleitet werden [3].

Glucocorticoide

  • Wirkweise: Glucocorticoide wirken antiphlogistisch und antiödematös (abschwellend).
  • Intraartikuläre Anwendung: Eine intraartikuläre Glucocorticoidinjektion kann bei symptomatischer Coxarthrose selektiv zur kurzfristigen Reduktion von Schmerzen und Verbesserung der Funktion erwogen werden, insbesondere wenn andere pharmakologische Maßnahmen nicht ausreichend wirksam oder ungeeignet sind [5-7, LL2-LL5].
  • Leitlinienlage: AAOS, NICE und ACR/AF unterstützen die kurzfristige intraartikuläre Glucocorticoidtherapie; OARSI empfiehlt intraartikuläre Glucocorticoide bei Hüftarthrose dagegen nicht [LL2-LL5]. Diese Divergenz spiegelt die begrenzte und heterogene Evidenz wider.
  • Wirkdauer: Der Nutzen ist überwiegend kurzfristig. NICE nennt eine zu erwartende Symptomlinderung von etwa 2-10 Wochen; eine aktuelle hüftspezifische Metaanalyse bestätigt einen Effekt innerhalb der ersten drei Monate, jedoch nicht zuverlässig darüber hinaus [6, LL3].
  • Bildsteuerung: Intraartikuläre Injektionen in das Hüftgelenk sollen bildgesteuert durchgeführt werden; die ACR/AF-Leitlinie empfiehlt für das Hüftgelenk eine bildgebende Führung ausdrücklich [LL4, LL6].
  • Rasch progrediente Osteoarthrose (rasch fortschreitender Gelenkverschleiß): Beobachtungsstudien zeigen nach intraartikulären Corticosteroidinjektionen ein Sicherheitssignal für eine rasch progrediente Osteoarthrose (rapidly progressive osteoarthritis, RPOA). Eine systematische Übersicht mit Metaanalyse ermittelte in den hierfür auswertbaren Studien eine gepoolte RPOA-Inzidenz (Häufigkeit neuer Fälle) von etwa 6 % (95-%-Konfidenzintervall 3-9 %). Wegen heterogener Definitionen, Selektionsbias und fehlender adäquater Kontrollgruppen ist weder die tatsächliche Häufigkeit sicher bestimmt noch eine Kausalität nachgewiesen [4].
  • Eine hüftspezifische Metaanalyse von 2026 bestätigt den kurzfristigen Nutzen intraartikulärer Corticosteroide, weist jedoch ebenfalls auf das RPOA-Sicherheitssignal und erhebliche methodische Limitationen der verfügbaren Evidenz hin [6].
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Nach intraartikulärer Glucocorticoidgabe kann die Blutglucose vorübergehend ansteigen; bei Patienten mit Diabetes mellitus soll insbesondere während der ersten 1-3 Tage eine engmaschigere Glucosekontrolle erwogen werden [LL6].
  • Vor geplanter Hüfttotalendoprothese (künstlichem Hüftgelenk): Zwischen einer intraartikulären Glucocorticoidinjektion und einem geplanten Gelenkersatz sollte ein Abstand von mindestens drei Monaten eingehalten werden. EULAR empfiehlt intraartikuläre Therapien mindestens drei Monate vor einer Gelenkersatzoperation; metaanalytische Daten zeigen bei Glucocorticoidinjektionen innerhalb der letzten drei Monate vor Hüfttotalendoprothese ein erhöhtes periprothetisches Infektionsrisiko (Infektionsrisiko im Bereich des künstlichen Gelenks) [8, LL6].
  • Wiederholungsinjektionen: Nur nach erneuter individueller Nutzen-Risiko-Abwägung; eine evidenzbasierte, sichere maximale Zahl bzw. Frequenz intraartikulärer Glucocorticoidinjektionen in das Hüftgelenk ist nicht definiert [LL6].

Nicht empfohlene bzw. nicht regelhaft empfohlene Pharmakotherapie

  • Intraartikuläre Hyaluronsäure: Bei Coxarthrose nicht empfohlen. Randomisierte Studien und Netzwerk-Metaanalysen zeigen keinen konsistenten klinisch relevanten Vorteil gegenüber Placebo; AAOS, NICE, ACR/AF und OARSI empfehlen die Anwendung nicht [5, 7, LL2-LL5].

Supplemente

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel sollten die folgenden Mikronährstoffe (Vitalstoffe) enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, B3, B5, B6, B12, Folsäure, Biotin)
  • Mineralstoffe (Magnesium)
  • Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Mangan, Selen, Zink)
  • Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
  • Aminosäuren (Tryptophan)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Curcumin, Bromelain aus Ananas-Extrakt)
  • Weitere Vitalstoffe (Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, Kollagene, Baldrianwurzel-Extrakt, Melissenkraut-Extrakt, Schlafbeerenwurzel-Extrakt)

Weitere Mikronährstoffe siehe unter „Prävention und Therapie mit Mikronährstoffen“.

Bei Vorliegen einer Insomnie infolge einer Coxarthrose s. u. Insomnie/Pharmakotherapie/Supplemente.

Ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels, z. B.:

  • EUCELL GS Plus (wg. Arthrose) – Nahrungsergänzungsmittel für den Gelenkknorpel; enthält neben Glukosaminsulfat und Chondroitinsulfat weitere wichtige knochenaktive Mikronährstoffe
  • EUCELL Tendo (wg. Schmerzen) – Nahrungsergänzungsmittel für das Bindegewebe (Sehnen, Bänder und Faszien) mit besonders bioverfügbarem Curcumin, Bromelain aus Ananas-Extrakt, Glucosamin- und Chondroitinsulfat sowie vielen weiteren wichtigen Vitalstoffen
  • EUCELL Omega – Nahrungsergänzungsmittel mit Omega-3-Fettsäuren (EPA, DHA), Vitamine D und E

Beachte: Die aufgeführten Mikronährstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Abkürzungen

  • AAOS – American Academy of Orthopaedic Surgeons
  • ACR – American College of Rheumatology
  • AF – Arthritis Foundation
  • COX – Cyclooxygenase
  • EULAR – European Alliance of Associations for Rheumatology
  • LL – Leitlinie
  • NICE – National Institute for Health and Care Excellence
  • NSAID – non-steroidal anti-inflammatory drugs
  • NSAR – nichtsteroidale Antirheumatika
  • NYHA – New York Heart Association
  • OARSI – Osteoarthritis Research Society International
  • pAVK – periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • PPI – Protonenpumpenhemmer
  • R – regulatorische Quelle
  • RPOA – rapidly progressive osteoarthritis

Literatur

  1. Machado GC et al.: Efficacy and safety of paracetamol for spinal pain and osteoarthritis: systematic review and meta-analysis of randomised placebo controlled trials. BMJ 2015;350:h1225. doi: 10.1136/bmj.h1225
  2. Da Costa BR et al.: Effectiveness and safety of non-steroidal anti-inflammatory drugs and opioid treatment for knee and hip osteoarthritis: network meta-analysis. BMJ 2021;375:n2321. doi: 10.1136/bmj.n2321
  3. Zeng C et al.: Association of Tramadol With All-Cause Mortality Among Patients With Osteoarthritis. JAMA 2019;321(10):969-982. doi: 10.1001/jama.2019.1347
  4. Sabatini FM et al.: Incidence of Rapidly Progressive Osteoarthritis Following Intra-articular Hip Corticosteroid Injection: A Systematic Review and Meta-Analysis. Arthroplasty Today 2023;24:101242. doi: 10.1016/j.artd.2023.101242
  5. Pereira TV et al.: Effectiveness and safety of intra-articular interventions for knee and hip osteoarthritis based on large randomized trials: A systematic review and network meta-analysis. Osteoarthritis Cartilage 2025;33(2):207-217. doi: 10.1016/j.joca.2024.08.014
  6. Kelliher A et al.: Efficacy of Intra-Articular Corticosteroid Injection for Hip Osteoarthritis: A Systematic Review with Meta-Analysis. J Arthroplasty 2026; online ahead of print. doi: 10.1016/j.arth.2026.07.024
  7. Liu C et al.: Comparing the Efficacy and Safety of Intra-articular Injection Treatments for Hip Osteoarthritis: A Systematic Review and Network Meta-analysis. Orthop J Sports Med 2026;14(4):23259671261419519. doi: 10.1177/23259671261419519
  8. Albanese J et al.: Infection Risk Increases After Total Hip Arthroplasty Within 3 Months Following Intra-Articular Corticosteroid Injection. A Meta-Analysis on Knee and Hip Arthroplasty. J Arthroplasty 2023;38(6):1184-1193.e2. doi: 10.1016/j.arth.2022.12.038

Leitlinien, Referenzwerte und Protokolle

  1. S3-Leitlinie: Koxarthrose (COX) – Aktualisierung in Erstellung. (AWMF-Registernummer 187-049) Anmeldung August 2023. Die vorausgehende S2k-Leitlinie von 2019 ist abgelaufen. [LL1]
  2. American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS): Management of Osteoarthritis of the Hip. Evidence-Based Clinical Practice Guideline. Dezember 2023. Langfassung [LL2]
  3. National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Osteoarthritis in over 16s: diagnosis and management. NICE Guideline NG226. Oktober 2022. Leitlinie [LL3]
  4. Kolasinski SL et al.: 2019 American College of Rheumatology/Arthritis Foundation Guideline for the Management of Osteoarthritis of the Hand, Hip, and Knee. Arthritis Rheumatol 2020;72(2):220-233. doi: 10.1002/art.41142 [LL4]
  5. Bannuru RR et al.: OARSI guidelines for the non-surgical management of knee, hip, and polyarticular osteoarthritis. Osteoarthritis Cartilage 2019;27(11):1578-1589. doi: 10.1016/j.joca.2019.06.011 [LL5]
  6. Uson J et al.: EULAR recommendations for intra-articular therapies. Ann Rheum Dis 2021;80(10):1299-1305. doi: 10.1136/annrheumdis-2021-220266 [LL6]

Regulatorische Quellen

  1. European Medicines Agency (EMA): Diclofenac-containing medicines – referral. Kardiovaskuläre Kontraindikationen und Maßnahmen zur Risikominimierung. EMA [R1]
  2. European Medicines Agency (EMA): Etoricoxib-containing medicinal products – referral. Dosierung und kardiovaskuläre Sicherheitsmaßnahmen. EMA [R2]