Mandelentzündung (Tonsillitis) – Folgeerkrankungen

Im Folgenden die wichtigsten Erkrankungen bzw. Komplikationen, die durch eine Tonsillitis (Mandelentzündung) mitbedingt sein können:

Atmungssystem (J00-J99)

  • Peritonsillitis (Entzündung des Mandelumgebungsgewebes)/peritonsilläre Cellulitis (entzündliche Weichteilinfektion um die Gaumenmandel) und Peritonsillarabszess (Eiteransammlung im Mandelumgebungsgewebe; PTA; Quinsy) – wichtigste suppurative (eitrige) Lokal- und Tiefenhalskomplikation (Komplikation der tiefen Halsräume) einer akuten Tonsillitis beziehungsweise Tonsillopharyngitis (Mandel-Rachen-Entzündung); klinisch relevant durch einseitig stärkste Halsschmerzen, Dysphagie (Schluckstörung), Trismus (Kieferklemme), kloßige Stimme, Uvula-Deviation (Abweichen des Gaumenzäpfchens) und ggf. respiratorische Bedrohung (Atemgefährdung) [3, 4, LL1-4].
  • Parapharyngealabszess (Eiteransammlung neben dem Rachen) und Retropharyngealabszess (Eiteransammlung hinter dem Rachen) – seltene, aber potenziell lebensbedrohliche Ausbreitungskomplikationen in die tiefen Halsräume; relevant bei Fieber, reduziertem Allgemeinzustand, Nackenschwellung, Torticollis (Schiefhals), ausgeprägter Dysphagie, Speichelfluss oder fehlendem Ansprechen auf Therapie [4, LL1, LL3].
  • Akute Atemwegsobstruktion (plötzliche Verlegung der Atemwege) durch Pharynx-/Larynxödem (Schwellung des Rachenraums/Kehlkopfs) – seltene Notfallkomplikation bei ausgeprägter lokaler Entzündung, Peritonsillarabszess oder Tiefenhalsinfektion (Infektion der tiefen Halsräume); Warnzeichen sind Dyspnoe (Atemnot), Stridor (pfeifendes Atemgeräusch), Speichelfluss, Unfähigkeit zu schlucken und rasche klinische Verschlechterung [4, LL1, LL3].
  • Deszendierende nekrotisierende Mediastinitis (absteigende, gewebezerstörende Entzündung des Mittelfellraums) – sehr seltene, aber hochgefährliche Komplikation bei Ausbreitung einer Tonsillitis-/Peritonsillarabszess-assoziierten Tiefenhalsinfektion in das Mediastinum (Mittelfellraum); klinisch relevant durch Thoraxschmerz (Brustkorbschmerz), Sepsiszeichen (Zeichen einer Blutvergiftung) und rasche Verschlechterung [4].

Haut und Unterhaut (L00-L99)

  • Psoriasis guttata (Tüpfelpsoriasis) – immunvermittelte (durch das Immunsystem ausgelöste) Hautmanifestation (Hauterscheinung), die klassisch 1-2 Wochen nach streptokokkenassoziierter Tonsillopharyngitis auftreten kann; relevant sind tropfenförmige Papeln (Knötchen) am Stamm und an den Extremitäten (Gliedmaßen) sowie ein zeitlicher Bezug zu rezidivierenden Tonsillitiden (wiederkehrenden Mandelentzündungen) [8].
  • Pustulosis palmaris et plantaris (pustelbildende Erkrankung der Handflächen und Fußsohlen)/palmoplantare Pustulose (Pustelbildung an Handflächen und Fußsohlen) – chronisch-rezidivierende pustulöse Dermatose (Hauterkrankung) an Handflächen und Fußsohlen; ein tonsillärer Trigger (von den Gaumenmandeln ausgehender Auslöser) ist vor allem in asiatischen Beobachtungsdaten beschrieben, die Evidenz bleibt überwiegend nicht randomisiert (nicht zufällig zugeteilt), sodass die Entität (das Krankheitsbild) als assoziierte, nicht als sicher kausal (ursächlich) bewiesene Folgeerkrankung zu werten ist [9].

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Akutes rheumatisches Fieber (ARF; entzündliche Folgeerkrankung nach Streptokokkeninfektion) mit rheumatischer Karditis (Herzentzündung)/Valvulitis (Herzklappenentzündung) – klassische nicht-eitrige, immunvermittelte Folge einer Infektion mit Streptococcus pyogenes (eiterbildendes Streptokokkenbakterium) beziehungsweise Gruppe-A-Streptokokken (bestimmte Streptokokkenbakterien); in Hochinzidenzregionen (Regionen mit häufigem Auftreten) beziehungsweise bei Risikopopulationen (Risikogruppen) klinisch relevant durch Fieber, wandernde Polyarthritis (Entzündung mehrerer Gelenke), Karditis, Sydenham-Chorea (neurologische Bewegungsstörung), Erythema marginatum (ringförmiger Hautausschlag) und subkutane Knoten (Knoten unter der Haut) [1, LL1, LL3, LL5].
  • Chronische rheumatische Herzerkrankung – Spätfolge wiederholter oder schwerer Episoden eines akuten rheumatischen Fiebers mit persistierender Klappenschädigung (anhaltender Schädigung der Herzklappen), insbesondere Mitral- und/oder Aortenklappenbeteiligung (Beteiligung der Mitral- und/oder Aortenklappe); nicht gleichzusetzen mit einer infektiösen Endokarditis (entzündliche Herzinnenhautinfektion) [LL5].
  • Nicht-rheumatische streptokokkenassoziierte Myokarditis/Myoperikarditis (Herzmuskelentzündung/Herzmuskel- und Herzbeutelentzündung) – seltene Komplikation, die während oder wenige Tage nach Streptokokken-Tonsillopharyngitis auftreten kann; klinisch relevant bei Thoraxschmerz, Elektrokardiographie (EKG; Herzstromkurve)-Veränderungen und Troponinanstieg (Anstieg eines Herzmuskelschädigungsmarkers) [6].
  • Lemierre-Syndrom (septische Halsvenenthrombose mit Embolien) – septische Thrombophlebitis (infizierte Venenentzündung mit Blutgerinnsel) der Vena jugularis interna (inneren Drosselvene) nach oropharyngealer Infektion (Infektion im Mund-Rachen-Raum), meistens durch Fusobacterium necrophorum (bestimmtes sauerstoffmeidendes Bakterium); klinisch bedeutsam durch persistierendes Fieber, einseitige Halsschmerzen, Nackenschmerz/-schwellung und septische Embolien (verschleppte infizierte Blutgerinnsel), insbesondere in die Lunge [5].

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Zervikale Lymphadenitis (Halslymphknotenentzündung) – suppurative regionale Ausbreitung bei bakterieller Tonsillitis beziehungsweise Tonsillopharyngitis, insbesondere durch Streptococcus pyogenes; relevant bei schmerzhafter, progredienter (zunehmender) oder fluktuierender (weich eindrückbarer) Halslymphknotenschwellung [LL1, LL3].
  • Invasive Streptococcus-pyogenes-Infektion (eindringende Streptokokkeninfektion)/Bakteriämie (Bakterien im Blut)/tonsillogene Sepsis (von den Gaumenmandeln ausgehende Blutvergiftung) – seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation bei hämatogener Ausbreitung (Ausbreitung über die Blutbahn); klinisch relevant bei hohem Fieber, Hypotonie (niedrigem Blutdruck), Tachykardie (Herzrasen), Vigilanzminderung (Bewusstseinsminderung), Multiorganbeteiligung (Beteiligung mehrerer Organe) oder rascher Verschlechterung [LL3, LL6].
  • Streptokokken-Toxic-Shock-Syndrom (STSS; Streptokokken-bedingtes toxisches Schocksyndrom) – fulminante (rasch schwer verlaufende) invasive Streptococcus-pyogenes-Erkrankung mit Schock und Organversagen; bei tonsillärem Ausgang selten, aber wegen hoher Letalität (Sterblichkeit) als Notfallkomplikation zu berücksichtigen [LL6].

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Poststreptokokken-reaktive Arthritis (PSRA; reaktive Gelenkentzündung nach Streptokokkeninfektion) – entzündliche Arthritis nach Streptococcus-pyogenes-Infektion ohne Erfüllung der Jones-Kriterien (Diagnosekriterien für akutes rheumatisches Fieber) für akutes rheumatisches Fieber; typischerweise früherer Beginn als beim akuten rheumatischen Fieber, häufig persistierender oder rezidivierender Verlauf [7, LL5].
  • Arthritis/Polyarthritis im Rahmen des akuten rheumatischen Fiebers – meistens wandernde, große Gelenke betreffende Entzündung als Jones-Kriterium nach Streptococcus-pyogenes-Tonsillopharyngitis; wegen möglicher gleichzeitiger Karditis prognostisch relevant [LL5].

Ohren – Warzenfortsatz (H60-H95)

  • Akute Otitis media (akute Mittelohrentzündung) – seltene suppurative Komplikation einer akuten bakteriellen Tonsillopharyngitis, insbesondere im Kindesalter; in modernen Hochressourcen-Settings (Gesundheitssystemen mit guter Versorgungsstruktur) ist die absolute Komplikationsrate niedrig [1, LL1-3].
  • Mastoiditis (Warzenfortsatzentzündung) – sehr seltene Folgekomplikation einer fortgeleiteten oder unbehandelten bakteriellen Infektion im HNO-Bereich (Hals-Nasen-Ohren-Bereich); bei Ohrschmerzen, abstehender Ohrmuschel, retroaurikulärer Schwellung (Schwellung hinter dem Ohr) und Fieber notfallmäßig abzuklären [LL3].

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Sydenham-Chorea – neurologische Manifestation des akuten rheumatischen Fiebers nach Streptococcus-pyogenes-Infektion; gekennzeichnet durch unwillkürliche Bewegungen, muskuläre Hypotonie (erniedrigte Muskelspannung), emotionale Labilität (Gefühlsschwankungen) und verzögerten Beginn Wochen bis Monate nach der Infektion [LL5].

Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane) (N00-N99)

  • Akute poststreptokokken-Glomerulonephritis (APSGN/PSGN; akute Nierenkörperchenentzündung nach Streptokokkeninfektion) – immunvermittelte Glomerulonephritis nach nephritogenen Streptokokkenstämmen (nierenentzündungsauslösenden Streptokokkenstämmen); nach Streptokokken-Tonsillopharyngitis typischerweise mit Latenz (Verzögerungszeit) von etwa 10 Tagen, klinisch relevant durch Hämaturie (Blut im Urin), Ödeme (Wassereinlagerungen), Hypertonie (Bluthochdruck) und ggf. akute Nierenfunktionsstörung (akute Einschränkung der Nierenfunktion) [1, LL3, LL4].
  • Immunglobulin-A-Nephropathie (IgA-Nephropathie; Nierenerkrankung durch Ablagerung von Immunglobulin A) – chronisch-immunvermittelte Glomerulonephritis, bei der chronische oder rezidivierende Tonsillitis als mukosaler Trigger (Auslöser an Schleimhäuten) beziehungsweise Risikomarker (Hinweiszeichen für erhöhtes Risiko) diskutiert wird; große japanische Kohortendaten (Daten aus Beobachtungsgruppen) zeigen eine Assoziation, beweisen aber keine universelle Kausalität (Ursächlichkeit) für jede Tonsillitis [10].

Prognosefaktoren

  • Erreger und Risikokontext: Streptococcus-pyogenes-Nachweis, fehlende oder inadäquate (unzureichende) Therapie, Hochrisikopopulationen für akutes rheumatisches Fieber, frühere rheumatische Herzerkrankung, enge Expositionsbedingungen (enge Ansteckungsbedingungen) und eingeschränkter Zugang zu medizinischer Versorgung erhöhen die klinische Relevanz poststreptokokkenbedingter Folgeerkrankungen [1, 2, LL1-5].
  • Peritonsillarabszess-Risiko: stärkste einseitige Halsschmerzen, Trismus, kloßige Stimme, Uvula-Abweichung, männliches Geschlecht, Rauchen und junges Erwachsenenalter erhöhen die Wahrscheinlichkeit eines Peritonsillarabszesses; der Liverpool Peritonsillar abscess Score (LPS; Liverpool-Peritonsillarabszess-Punktwert) ist vor allem als klinische Triage- und Ausschlusshilfe (Hilfe zur Ersteinschätzung und zum Ausschluss) zu verstehen, nicht als Ersatz für HNO-ärztliche Beurteilung, Drainageentscheidung (Entscheidung über Eiterentlastung) oder Bildgebung (bildgebende Untersuchung) bei Red Flags (Warnzeichen) [3].
  • Tiefenhals-/Atemwegsnotfall: Dyspnoe, Stridor, Speichelfluss, Unfähigkeit zu schlucken, Torticollis, Nackenschwellung, Thoraxschmerz, Sepsiszeichen oder rasche Verschlechterung sprechen für eine komplizierte Tonsillitis beziehungsweise Tiefenhalsinfektion und erfordern sofortige Notfallabklärung [4, LL1, LL3].
  • Kardiale Warnzeichen: Thoraxschmerz, Elektrokardiographie (EKG)-Veränderungen oder Troponinanstieg während oder wenige Tage nach Streptokokken-Tonsillopharyngitis sprechen für eine mögliche nicht-rheumatische Myokarditis/Myoperikarditis; Wochen später auftretende Karditiszeichen sprechen eher für akutes rheumatisches Fieber [6, LL5].
  • Renale Warnzeichen: Makrohämaturie (sichtbares Blut im Urin), Ödeme, Hypertonie oder Kreatininanstieg (Anstieg des Nierenwerts) etwa 10 Tage bis 3 Wochen nach Streptokokken-Tonsillopharyngitis sprechen für eine akute poststreptokokken-Glomerulonephritis [LL4].
  • Antibiotikatherapie (Behandlung mit Antibiotika): Bei gesicherter oder hochwahrscheinlicher Streptococcus-pyogenes-Tonsillopharyngitis senkt eine leitliniengerechte (entsprechend medizinischen Leitlinien durchgeführte) Antibiotikatherapie das Risiko ausgewählter suppurativer Komplikationen und in Risikokontexten das Risiko eines akuten rheumatischen Fiebers; die absolute Komplikationsrate ist in modernen Hochressourcen-Settings niedrig, und eine sichere Prävention (Vorbeugung) der poststreptokokken-Glomerulonephritis ist nicht belegt [1, 2, LL1-4].
  • Rezidivierende akute Tonsillitis: Die ärztlich dokumentierte Episodenzahl, Schwere, Arbeits-/Schulfehlzeiten, Komplikationen und Lebensqualität bestimmen die Prognose und die Indikationsprüfung (Prüfung des Behandlungsgrundes) zur Tonsillektomie (Entfernung der Gaumenmandeln); der Nutzen einer Tonsillektomie ist vor allem bei hoher, dokumentierter Rezidivlast relevant [11, LL1].

Literatur

  1. Spinks A, Glasziou PP, Del Mar CB: Antibiotics for treatment of sore throat in children and adults. Cochrane Database Syst Rev. 2021;12(12):CD000023. https://doi.org/10.1002/14651858.CD000023.pub5
  2. Hedin K, Thorning S, van Driel ML: Different antibiotic treatments for group A streptococcal pharyngitis. Cochrane Database Syst Rev. 2023;11(11):CD004406. https://doi.org/10.1002/14651858.CD004406.pub6
  3. Selwyn D, Yang D, Heward E et al.: A prospective multicentre external validation study of the Liverpool Peritonsillar abscess Score (LPS) with a no-examination COVID-19 modification. Clin Otolaryngol. 2021;46(2):229-235. https://doi.org/10.1111/coa.13652
  4. Klug TE, Greve T, Hentze M: Complications of peritonsillar abscess. Ann Clin Microbiol Antimicrob. 2020;19:32. https://doi.org/10.1186/s12941-020-00375-x
  5. Karkos PD, Asrani S, Karkos CD et al.: Lemierre's syndrome: A systematic review. Laryngoscope. 2009;119(8):1552-1559. https://doi.org/10.1002/lary.20542
  6. Schmutzler L, Mirna M, Hoppe U et al.: From Streptococcal Pharyngitis/Tonsillitis to Myocarditis: A Systematic Review. J Cardiovasc Dev Dis. 2022;9(6):170. https://doi.org/10.3390/jcdd9060170
  7. Uziel Y, Perl L, Barash J, Hashkes PJ: Post-streptococcal reactive arthritis in children: a distinct entity from acute rheumatic fever. Pediatr Rheumatol Online J. 2011;9:32. https://doi.org/10.1186/1546-0096-9-32
  8. Rachakonda TD, Dhillon JS, Florek AG et al.: Effect of tonsillectomy on psoriasis: a systematic review. J Am Acad Dermatol. 2015;72(2):261-275. https://doi.org/10.1016/j.jaad.2014.10.013
  9. Heidemeyer K, Liégeois M, Mrowietz U et al.: Palmoplantar Pustulosis: A Systematic Review of Risk Factors and Therapies. Psoriasis (Auckl). 2023;13:23-36. https://doi.org/10.2147/PTT.S400402
  10. Nakayama T, Yamaguchi M, Morisawa K et al.: Chronic Tonsillitis and IgA Nephropathy: Findings From a Nationwide Japanese Cohort Study. Am J Kidney Dis. 2024;84(5):613-620.e1. https://doi.org/10.1053/j.ajkd.2024.04.015
  11. Guntinas-Lichius O, Geißler K, Mäkitie AA et al.: Treatment of recurrent acute tonsillitis-a systematic review and clinical practice recommendations. Front Surg. 2023;10:1221932. https://doi.org/10.3389/fsurg.2023.1221932

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Therapie der Tonsillo-Pharyngitis (AWMF-Register-Nr. 017-024) Januar 2024 Langfassung Kurzfassung
  2. National Institute for Health and Care Excellence: Sore throat (acute): antimicrobial prescribing. NICE guideline NG84. Published January 2018. https://www.nice.org.uk/guidance/ng84
  3. Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Group A Streptococcal Pharyngitis. Updated November 18, 2025. https://www.cdc.gov/group-a-strep/hcp/clinical-guidance/strep-throat.html
  4. Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidelines for Post-Streptococcal Glomerulonephritis. Updated August 5, 2025. https://www.cdc.gov/group-a-strep/hcp/clinical-guidance/post-streptococcal-glomerulonephritis.html
  5. Gewitz MH, Baltimore RS, Tani LY et al.: Revision of the Jones Criteria for the Diagnosis of Acute Rheumatic Fever in the Era of Doppler Echocardiography: A Scientific Statement From the American Heart Association. Circulation. 2015;131(20):1806-1818. https://doi.org/10.1161/CIR.0000000000000205
  6. Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Streptococcal Toxic Shock Syndrome. Updated August 5, 2025. https://www.cdc.gov/group-a-strep/hcp/clinical-guidance/streptococcal-toxic-shock-syndrome.html