Sprechstörungen/Sprachstörungen – Symptome – Beschwerden
Sprechstörungen
Folgende Symptome und Beschwerden können auf Sprechstörungen hinweisen:
Leitsymptome
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf Sprechstörungen und werden oft zuerst bemerkt:
- Unklare oder verwaschene Aussprache (Artikulationsstörung): Bei etwa 50-90 % der Betroffenen
- Verlangsamtes oder angestrengtes Sprechen: Bei etwa 30-80 % der Betroffenen
- Auffällige Stimmveränderungen (z. B. heisere, leise oder gepresste Stimme): Bei etwa 30-70 % der Betroffenen
- Stottern (Störung des Redeflusses mit Wiederholungen, Dehnungen oder Blockierungen): Je nach Ursache bei etwa 20-80 % der Betroffenen
Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Hauptsymptome prägen das klinische Bild von Sprechstörungen:
- Dysarthrie (Störung der Sprechmotorik): Verlangsamte, undeutliche oder unkoordinierte Aussprache; bei etwa 40-80 % der Betroffenen neurologischer Erkrankungen
- Artikulationsfehler: Auslassungen, Ersetzungen oder Verzerrungen von Lauten; bei etwa 40-70 % der Betroffenen
- Veränderte Sprechgeschwindigkeit: Verlangsamtes oder beschleunigtes Sprechen; bei etwa 20-60 % der Betroffenen
- Gestörte Sprechmelodie und Betonung (Prosodie): Monotone oder unnatürliche Sprachmelodie; bei etwa 20-50 % der Betroffenen
- Sprechapraxie (Störung der Planung von Sprechbewegungen): Schwierigkeiten, Sprechbewegungen gezielt auszuführen; bei etwa 10-30 % der Betroffenen nach Hirnschädigungen
Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:
- Erhöhte Sprechanstrengung und schnelle Ermüdbarkeit beim Sprechen: Bei etwa 30-60 % der Betroffenen
- Vermeidungsverhalten in Kommunikationssituationen: Bei etwa 20-50 % der Betroffenen
- Dysphonie (begleitende Stimmstörungen): Bei etwa 20-40 % der Betroffenen
- Vermehrte Missverständnisse im Gespräch: Häufig bei mittelgradigen bis schweren Sprechstörungen
Unspezifische Symptome
Diese unspezifischen Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf und tragen weniger zur Diagnose bei:
- Soziale Unsicherheit oder Rückzug: Bei etwa 20-50 % der Betroffenen
- Vermindertes Selbstwertgefühl: Bei etwa 20-50 % der Betroffenen
- Erschöpfung nach längeren Gesprächen: Bei etwa 20-40 % der Betroffenen
- Psychische Belastung durch die Kommunikationsstörung: Häufig bei längerem Krankheitsverlauf
Sprachstörungen
Folgende Symptome und Beschwerden können auf Sprachstörungen hinweisen:
Leitsymptome
Diese Leitsymptome lenken den Verdacht auf Sprachstörungen und werden oft zuerst bemerkt:
- Anomie (Wortfindungsstörungen): Schwierigkeiten, bekannte Begriffe zu benennen oder passende Wörter zu finden; bei etwa 50-90 % der Betroffenen
- Satzbildungs- und Grammatikstörungen: Verkürzte, fehlerhafte oder unvollständige Satzbildung; bei etwa 40-80 % der Betroffenen
- Auffällige Sprachproduktion: Verwechslung von Wörtern, Lauten oder Begriffen; bei etwa 40-70 % der Betroffenen
- Sprachverständnisstörungen: Schwierigkeiten, gesprochene Sprache ganz oder teilweise zu verstehen; je nach Ursache bei etwa 30-80 % der Betroffenen
Hauptsymptome (primäre Symptome)
Diese Hauptsymptome prägen das klinische Bild von Sprachstörungen:
- Eingeschränkte Kommunikationsfähigkeit: Schwierigkeiten, Gedanken, Wünsche oder Bedürfnisse sprachlich auszudrücken; bei etwa 50-90 % der Betroffenen
- Eingeschränkter Wortschatz: Verminderte Fähigkeit, passende Wörter auszuwählen oder abzurufen; bei etwa 40-80 % der Betroffenen
- Paraphasien (Wort- oder Lautverwechslungen): Verwendung falscher Wörter oder Laute beim Sprechen; bei etwa 30-70 % der Betroffenen
- Sprachflussstörungen durch sprachliche Planungsprobleme: Stockende oder verlangsamte Sprachproduktion; bei etwa 30-60 % der Betroffenen
- Alexie (Lesestörungen): Schwierigkeiten beim Lesen oder Textverständnis; bei etwa 20-60 % der Betroffenen
- Agraphie (Schreibstörungen): Schwierigkeiten beim Schreiben von Wörtern oder Sätzen; bei etwa 20-60 % der Betroffenen
Begleitsymptome (sekundäre Symptome)
Diese Begleitsymptome sind weniger charakteristisch und können auf Komplikationen hinweisen:
- Frustration und emotionale Belastung aufgrund der eingeschränkten Kommunikation: Bei etwa 40-70 % der Betroffenen
- Sozialer Rückzug: Vermeidung sprachlicher Situationen aus Unsicherheit oder Überforderung; bei etwa 20-50 % der Betroffenen
- Konzentrationsstörungen bei komplexen Gesprächssituationen: Bei etwa 20-40 % der Betroffenen
- Beeinträchtigung beruflicher oder schulischer Leistungen: Häufig bei mittelschweren bis schweren Sprachstörungen
Unspezifische Symptome
Diese unspezifischen Symptome treten bei vielen Erkrankungen auf und tragen weniger zur Diagnose bei:
- Müdigkeit und schnelle Erschöpfbarkeit bei längeren Gesprächen: Bei etwa 20-40 % der Betroffenen
- Vermindertes Selbstvertrauen im sozialen Kontakt: Häufig bei länger bestehender Sprachstörung
- Verlangsamte Kommunikationsgeschwindigkeit: Unterschiedlich ausgeprägt je nach Ursache und Schweregrad