Morbus Alzheimer – Neurophysiologische Testverfahren

Eine frühe und korrekte diagnostische Einordnung kognitiver Störungen (Störungen der geistigen Leistungsfähigkeit) ist Voraussetzung für eine leitliniengerechte Beratung, Therapieplanung, Verlaufsbeurteilung und Differentialdiagnostik (Abgrenzung ähnlicher Erkrankungen).

Bei Verdacht auf Morbus Alzheimer (Alzheimer-Krankheit) beziehungsweise eine Alzheimer-Demenz (Demenz bei Alzheimer-Krankheit) dürfen neuropsychologische Kurztests (kurze Tests der geistigen Leistungsfähigkeit) und formale neuropsychologische Untersuchungen (ausführliche Tests der geistigen Leistungsfähigkeit) nicht isoliert interpretiert werden. Die Diagnose (Feststellung einer Erkrankung) ergibt sich aus Anamnese (Krankengeschichte), Fremdanamnese (Befragung von Bezugspersonen), klinischem Befund (ärztlicher Untersuchungsbefund), Erfassung der Alltagsfunktion (Alltagsfähigkeit), neuropsychologischer Testung, Labordiagnostik (Laboruntersuchungen), struktureller Bildgebung (bildgebende Untersuchung der Hirnstruktur) und, bei entsprechender Indikation (medizinischer Anlass), Liquor (Nervenwasser)- beziehungsweise Biomarkerdiagnostik (Untersuchung biologischer Krankheitsmarker) [1-4].

Begriffliche Einordnung

  • Die im klinischen Alltag häufig verwendeten Verfahren wie Mini-Mental-Status-Test, Montreal Cognitive Assessment, DemTect, Uhrentest, Test zur Früherkennung von Demenzen (Hirnleistungsstörungen mit Alltagsbeeinträchtigung) mit Depressionsabgrenzung und Strukturiertes Interview für die Diagnose einer Demenz vom Alzheimer-Typ sind primär neuropsychologische beziehungsweise kognitive Testverfahren.
  • Neurophysiologische Testverfahren (Untersuchungen der Nerven- und Hirnfunktion) im engeren Sinn umfassen vor allem Elektroenzephalographie (EEG) (Hirnstrommessung) und quantitatives Elektroenzephalogramm (qEEG) (computergestützte Auswertung der Hirnstrommessung).
  • Für die Alzheimer-Demenz ist das EEG kein primärer diagnostischer Bestätigungstest. Sein Stellenwert liegt vor allem in der Differentialdiagnostik, insbesondere bei Verdacht auf Delir (akute Verwirrtheit), epileptische Anfälle (Krampfanfälle), Creutzfeldt-Jakob-Krankheit (seltene, rasch fortschreitende Hirnerkrankung), entzündliche Enzephalopathien (entzündliche Hirnfunktionsstörungen) oder Demenz mit Lewy-Körpern (Demenzform mit Eiweißablagerungen im Gehirn) [1, 5-7].

Das Verfahren

Grundprinzip

  • Neuropsychologische Kurztests dienen der strukturierten Objektivierung (messbaren Erfassung) kognitiver Störungen und der groben Einschätzung des Schweregrades.
  • Eine ausführliche neuropsychologische Untersuchung prüft mehrere kognitive Domänen (geistige Funktionsbereiche), insbesondere episodisches Gedächtnis (Erinnerung an persönliche Ereignisse), Aufmerksamkeit, Exekutivfunktionen (Planungs- und Steuerungsfunktionen), Sprache, Visuokonstruktion (räumlich-zeichnerische Leistung), Verarbeitungsgeschwindigkeit und Orientierung.
  • Bei Morbus Alzheimer zeigt sich typischerweise früh eine Störung des episodischen Gedächtnisses, insbesondere des verzögerten Abrufs; je nach Phänotyp (Erscheinungsbild) können auch Sprache, Visuokonstruktion oder Exekutivfunktionen führend betroffen sein [1, 3, 4].
  • Das EEG erfasst kortikale elektrische Aktivität (elektrische Aktivität der Hirnrinde). Bei Alzheimer-Demenz können unspezifische Verlangsamungen auftreten; diese Befunde sind jedoch nicht ausreichend spezifisch für die ätiologische Diagnose (ursachenbezogene Krankheitsfeststellung) [1, 5-7].

Durchführung

  • Testung in störungsarmer Umgebung
  • Erfassung von Seh- und Hörbeeinträchtigungen vor Testbeginn
  • Berücksichtigung von Bildungsniveau, Sprachkompetenz, kulturellem Hintergrund, prämorbidem Leistungsniveau (Leistungsniveau vor Krankheitsbeginn) und Testmotivation
  • Erfassung depressiver Symptome (Krankheitszeichen), Angst, Fatigue (krankhafte Erschöpfung), Schlafstörungen, Schmerzen, Delirzeichen und medikamentöser Einflüsse
  • Bei Verlaufskontrollen möglichst Verwendung desselben Testverfahrens unter vergleichbaren Bedingungen

Störfaktoren

  • Akutes Delir
  • Depressive Episode (depressive Krankheitsphase) beziehungsweise Pseudodemenz-Konstellation (scheinbare Demenz bei anderer Ursache)
  • Schlafmangel, Fatigue, Schmerzen
  • Hypakusis (Schwerhörigkeit), Visusminderung (Sehverschlechterung), Aphasie (Sprachstörung), motorische Einschränkungen (Bewegungseinschränkungen)
  • Niedriges Bildungsniveau oder fehlende Testsprachkompetenz
  • Anticholinerge Medikation (Arzneimittel mit hemmender Wirkung auf den Botenstoff Acetylcholin), Benzodiazepine (Beruhigungsmittel), Opioide (starke Schmerzmittel), sedierende Psychopharmaka (dämpfende Arzneimittel für die Psyche)
  • Alkohol, Intoxikationen (Vergiftungen), Entzugssyndrome (Beschwerden beim Absetzen abhängig machender Substanzen)
  • Akute Infektionen (Entzündungen durch Krankheitserreger), metabolische Entgleisungen (Stoffwechselentgleisungen), Elektrolytstörungen (Störungen der Blutsalze), Schilddrüsenfunktionsstörungen (Störungen der Schilddrüsenfunktion)

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Klinischer Verdacht auf leichte kognitive Störung oder Demenz
  • Objektivierung subjektiver oder fremdanamnestisch berichteter kognitiver Beschwerden
  • Schweregradeinschätzung einer Alzheimer-Demenz
  • Verlaufsbeurteilung unter Therapie und im natürlichen Krankheitsverlauf
  • Differentialdiagnostische Abgrenzung gegenüber Depression (krankhafte Niedergeschlagenheit), Delir, vaskulärer kognitiver Störung (gefäßbedingter geistiger Leistungsstörung), frontotemporaler Demenz (Demenzform mit Beteiligung von Stirn- und Schläfenlappen), Demenz mit Lewy-Körpern und anderen neurodegenerativen Erkrankungen (Erkrankungen mit fortschreitendem Nervenzellverlust)
  • Beurteilung alltagsrelevanter kognitiver Funktionen, etwa Medikamentenmanagement, Finanzkompetenz, Fahreignung, Einwilligungsfähigkeit und Betreuungsbedarf
  • Indikationsprüfung für weiterführende Diagnostik, insbesondere Magnetresonanztomographie (MRT) (Kernspintomographie), Liquordiagnostik, Amyloid-/Tau-Biomarker (Krankheitsmarker für Alzheimer-typische Eiweißveränderungen) oder Positronenemissionstomographie (PET) (nuklearmedizinische Schnittbilduntersuchung)

Wichtige Testverfahren

Mini-Mental-Status-Test (MMST)

  • Erfasst Orientierung, Merkfähigkeit, Aufmerksamkeit, Rechnen, Erinnern, Sprache und einfache konstruktive Praxis (praktisch-räumliche Handlungsfähigkeit).
  • Geeignet zur groben Schweregradeinschätzung einer manifesten Demenz (erkennbaren Demenz).
  • Begrenzte Sensitivität (Empfindlichkeit eines Tests) bei leichter kognitiver Störung und früher Alzheimer-Krankheit.
  • Stark beeinflusst durch Alter, Bildung, Sprache und kulturellen Hintergrund.
  • Eine rein numerische Diagnose anhand des MMST ist nicht leitliniengerecht; der Wert muss klinisch eingeordnet werden.

Typische MMST-orientierte Schweregradeinteilung

  • 20-26 Punkte: leichte Alzheimer-Demenz
  • 10-19 Punkte: mittelgradige Alzheimer-Demenz
  • Weniger als 10 Punkte: schwere Alzheimer-Demenz

Montreal Cognitive Assessment (MoCA)

  • Erfasst unter anderem Exekutivfunktionen, Aufmerksamkeit, Sprache, Gedächtnis, Abstraktion (abstraktes Denken), Orientierung und Visuokonstruktion.
  • Häufig sensitiver als der MMST für leichte kognitive Störungen und frühe Defizite (Ausfälle).
  • Geeignet bei Verdacht auf milde kognitive Störung, Frühstadien einer Demenz oder exekutive Defizite.
  • Bildungsabhängigkeit und Sprachversion müssen berücksichtigt werden.

DemTect

  • Erfasst verbales Gedächtnis (sprachliches Gedächtnis), Wortflüssigkeit, Zahlenumwandlung und verzögerten Abruf.
  • Im deutschsprachigen Raum etabliertes Screeningverfahren (Suchtest) zur Erkennung leichter kognitiver Störungen und früher Demenzstadien.
  • Insbesondere bei leichtgradigen Defiziten dem MMST häufig überlegen.

Uhrentest

  • Erfasst Visuokonstruktion, Planung, semantisches Wissen (Bedeutungswissen) und Exekutivfunktionen.
  • Als Einzeltest nicht ausreichend für die Diagnosestellung.
  • Sinnvoll als Ergänzung zu anderen Kurztests, insbesondere zur Erfassung visuokonstruktiver und exekutiver Defizite.

Test zur Früherkennung von Demenzen mit Depressionsabgrenzung (TFDD)

  • Kombiniert kognitive Kurzprüfung mit Elementen zur depressionsbezogenen Differentialdiagnostik.
  • Kann hilfreich sein, wenn kognitive Beschwerden und depressive Symptomatik (Beschwerdebild) parallel bestehen.
  • Ersetzt keine psychiatrische Diagnostik (fachärztliche Abklärung seelischer Erkrankungen) bei Verdacht auf depressive Episode.

Strukturiertes Interview für die Diagnose einer Demenz vom Alzheimer-Typ (SIDAM)

  • Strukturiertes Verfahren zur syndromalen Erfassung (Erfassung eines Krankheitsbildes anhand typischer Zeichen) demenzieller Störungen.
  • Historisch und wissenschaftlich bedeutsam, im heutigen klinischen Alltag jedoch weniger verbreitet als kürzere Screeningverfahren und formale neuropsychologische Testbatterien (Zusammenstellung mehrerer Tests).
  • Kann bei strukturierter diagnostischer Fragestellung ergänzend eingesetzt werden.

Neurophysiologische Verfahren

Elektroenzephalographie (EEG)

  • Das Routine-EEG ist bei typischer Alzheimer-Demenz nicht obligat (zwingend erforderlich).
  • Bei Alzheimer-Demenz können diffuse (nicht klar begrenzte) oder posterior betonte Verlangsamungen (hinten betonte Verlangsamungen der Hirnaktivität) auftreten; diese Befunde sind unspezifisch.
  • Eine normale EEG-Untersuchung schließt eine Alzheimer-Demenz nicht aus.
  • Ein EEG ist indiziert bei klinischem Verdacht auf epileptische Anfälle, nichtkonvulsive Anfälle (Anfälle ohne sichtbare Krämpfe), Delir, rasch progrediente Demenz (schnell fortschreitende Demenz), Creutzfeldt-Jakob-Krankheit oder entzündlich-metabolische Enzephalopathie (entzündlich-stoffwechselbedingte Hirnfunktionsstörung) [1, 5-7].

Quantitatives Elektroenzephalogramm (qEEG)

  • Das qEEG kann Forschungs- und Spezialfragestellungen unterstützen, ist jedoch in der Regelversorgung nicht als Standardverfahren zur Alzheimer-Diagnostik empfohlen.
  • Die aktuelle S3-Leitlinie schlägt die Durchführung eines quantitativen EEG in der Regelversorgung nicht vor, um Menschen mit Alzheimer-Demenz von Menschen mit Demenz mit Lewy-Körpern differentialdiagnostisch abzugrenzen [1].
  • Limitationen (Grenzen) sind heterogene Studienmethodik (unterschiedliche Studienmethoden), fehlende Standardisierung, begrenzte Reproduzierbarkeit (Wiederholbarkeit) im Versorgungsalltag und sehr niedrige Vertrauenswürdigkeit der Evidenz (wissenschaftliche Beweislage) [1, 5-7].

Interpretation

Pathologische Befunde

  • Eine auffällige neuropsychologische Testung spricht für eine objektivierbare kognitive Störung, beweist aber nicht die Alzheimer-Ätiologie (Alzheimer-Ursache).
  • Ein amnestisches Profil (gedächtnisbetontes Muster) mit beeinträchtigtem verzögertem Abruf und begrenzter Besserung durch Hinweisreize stützt den Verdacht auf eine Alzheimer-typische Gedächtnisstörung.
  • Frühe ausgeprägte exekutive Defizite, Verhaltensänderungen oder Sprachstörungen können auf frontotemporale Demenz, vaskuläre kognitive Störung oder atypische Alzheimer-Phänotypen (untypische Alzheimer-Erscheinungsbilder) hinweisen.
  • Fluktuierende Aufmerksamkeit (schwankende Aufmerksamkeit), visuelle Halluzinationen (optische Sinnestäuschungen), Parkinson-Symptome (Beschwerden wie bei Parkinson) und REM-Schlaf-Verhaltensstörung (Ausagieren von Träumen im Schlaf) sprechen eher für eine Demenz mit Lewy-Körpern.
  • Eine EEG-Verlangsamung unterstützt unspezifisch eine zerebrale Funktionsstörung (Hirnfunktionsstörung), ist aber nicht diagnostisch für Alzheimer-Demenz.

Unauffällige Befunde

  • Unauffällige Kurztests schließen frühe Alzheimer-Krankheit oder leichte kognitive Störung nicht sicher aus.
  • Bei fortbestehendem klinischem Verdacht sollte eine formale neuropsychologische Untersuchung erfolgen.
  • Bei hohem Bildungsniveau oder hoher kognitiver Reserve (geistiger Ausgleichsfähigkeit) können Kurztests trotz relevanter alltagsnaher Defizite unauffällig bleiben.

Grenzbefunde

  • Grenzbefunde erfordern Verlaufskontrolle, Fremandanamnese und Prüfung funktioneller Einschränkungen (Einschränkungen der Alltagsfähigkeit).
  • Eine isolierte Punktwertverschlechterung ohne klinische Korrelation (Zusammenhang mit dem klinischen Bild) ist nicht ausreichend für eine Demenzdiagnose.
  • Bei inkonsistentem Profil (nicht zusammenpassendem Befundmuster) müssen Depression, Delir, Schlafstörung, Medikationswirkung, sensorische Defizite (Sinneseinschränkungen) und internistische Ursachen (Ursachen aus dem Bereich der inneren Medizin) ausgeschlossen werden.

Weiterführende Diagnostik

  • Ausführliche neuropsychologische Testbatterie bei unklarer Kurztestdiagnostik, hohem prämorbidem Leistungsniveau, beruflich relevanter Fragestellung oder atypischem Profil
  • Fremdanamnese und standardisierte Alltagsfunktionsskalen (Fragebögen zur Alltagsfähigkeit)
  • Labordiagnostik zur Erfassung reversibler (rückbildungsfähiger) oder mitverursachender Ursachen kognitiver Störungen
  • Strukturelle Bildgebung, bevorzugt Magnetresonanztomographie (MRT), zur Erfassung vaskulärer Läsionen (gefäßbedingter Schädigungen), Raumforderungen (Gewebeneubildungen), Normaldruckhydrozephalus (Störung des Nervenwasserabflusses mit erweiterten Hirnkammern), Atrophiemuster (Muster des Gewebeschwunds) und anderer struktureller Ursachen
  • Liquordiagnostik beziehungsweise Blutbiomarker (Krankheitsmarker im Blut) nach Verfügbarkeit, Validierung (wissenschaftlicher Absicherung) und klinischer Fragestellung
  • Amyloid- beziehungsweise Tau-Positronenemissionstomographie (PET) bei unklarer ätiologischer Zuordnung und relevanter therapeutischer oder prognostischer Konsequenz (Folge für Behandlung oder Vorhersage)
  • Elektroenzephalographie (EEG) bei epileptologischer, delirbezogener, entzündlicher, metabolischer oder rasch progredienter Fragestellung

Klinische Hinweise

  • Neuropsychologische Kurztests sind Screening- und Verlaufsinstrumente, keine alleinigen Diagnoseinstrumente.
  • Die Alzheimer-Diagnose ist heute zunehmend klinisch-biologisch zu verstehen; neuropsychologische Verfahren erfassen das klinische Syndrom (Krankheitsbild) und den Funktionsstatus (Funktionszustand), Biomarker erfassen die zugrunde liegende Pathobiologie (krankhafte biologische Veränderungen) [2, 3].
  • Die Auswahl des Testverfahrens muss sich nach Fragestellung, Krankheitsstadium, Bildungsniveau, Sprachkompetenz und Versorgungssetting (Behandlungssituation) richten.
  • Der MMST ist für manifeste Demenz und Verlaufsbeurteilung etabliert, aber für frühe und milde Defizite unzureichend sensitiv.
  • MoCA und DemTect sind bei Verdacht auf leichte kognitive Störung oder frühe Demenz häufig geeigneter als der MMST.
  • Bei Verdacht auf Demenz mit Lewy-Körpern ist das EEG allenfalls ergänzend zu bewerten; klinische Kernsymptome (Hauptbeschwerden) und validierte Biomarker haben Vorrang.
  • Bei rasch progredienter Demenz ist ein EEG wichtig, weil Creutzfeldt-Jakob-Krankheit, nichtkonvulsive epileptische Aktivität, Enzephalitis (Gehirnentzündung) und metabolische Enzephalopathien differentialdiagnostisch relevant sind.

Fazit

Neuropsychologische Testverfahren sind bei Morbus Alzheimer zentral für die Objektivierung kognitiver Defizite, die Schweregradeinschätzung und die Verlaufsbeurteilung. Sie sichern jedoch nicht allein die Alzheimer-Ätiologie. Neurophysiologische Verfahren im engeren Sinn, insbesondere EEG und qEEG, haben bei typischer Alzheimer-Demenz keinen primären Bestätigungsstellenwert. Ihr Nutzen liegt vor allem in der Differentialdiagnostik atypischer, fluktuierender, epileptischer, deliröser oder rasch progredienter Krankheitsbilder.

Literatur

  1. Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde; Deutsche Gesellschaft für Neurologie. S3-Leitlinie Demenzen. Living Guideline. AWMF-Registernummer 038-013. Version 6.0, Stand 24.02.2026, gültig bis 23.02.2027. https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/038-013
  2. Jack CR Jr, Andrews JS, Beach TG, Buracchio T, Dunn B, Graf A et al.: Revised criteria for diagnosis and staging of Alzheimer's disease: Alzheimer's Association Workgroup. Alzheimers Dement. 2024;20(8):5143-5169. https://doi.org/10.1002/alz.13859
  3. Atri A, Dickerson BC, Clevenger C, Karlawish J, Knopman D, Lin PJ, et al.: The Alzheimer's Association clinical practice guideline for the diagnostic evaluation, testing, counseling, and disclosure of suspected Alzheimer's disease and related disorders (DETeCD-ADRD): Validated clinical assessment instruments. Alzheimers Dement. 2025;21(1):e14335. https://doi.org/10.1002/alz.14335
  4. Shaughnessy LW, Weintraub S. The role of neuropsychological assessment in the evaluation of patients with cognitive-behavioral change due to suspected Alzheimer's disease and other causes of cognitive impairment and dementia. Alzheimers Dement. 2025;21(1):e14363. https://doi.org/10.1002/alz.14363
  5. Law ZK, Todd C, Mehraram R, Schumacher J, Baker MR, LeBeau FEN et al.: The Role of EEG in the Diagnosis, Prognosis and Clinical Correlations of Dementia with Lewy Bodies-A Systematic Review. Diagnostics (Basel). 2020;10(9):616. https://doi.org/10.3390/diagnostics10090616
  6. Chatzikonstantinou S, McKenna J, Karantali E, Petridis F, Kazis D, Mavroudis I. Electroencephalogram in dementia with Lewy bodies: a systematic review. Aging Clin Exp Res. 2021;33(5):1197-1208. https://doi.org/10.1007/s40520-020-01576-2
  7. Jelic V, Kowalski J. Evidence-Based Evaluation of Diagnostic Accuracy of Resting EEG in Dementia and Mild Cognitive Impairment. Clin EEG Neurosci. 2009;40(2):129-142. https://doi.org/10.1177/155005940904000211