Mastopathie – Körperliche Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht und Körpergröße
  • Gynäkologische Untersuchung (Untersuchung der weiblichen Geschlechtsorgane und Brüste)
    • Inspektion (Betrachtung) der Mammae (Brüste) beidseits, der Mamillen-Areola-Komplexe (Brustwarzen-Warzenhof-Komplexe) und der Haut; Beurteilung in Ruhe sowie bei angehobenen Armen und Anspannung der Pektoralmuskulatur (Brustmuskulatur) [Asymmetrie (Ungleichheit); umschriebene Vorwölbung; Rötung; Schwellung; Hautverdickung; Hauteinziehung bzw. Kontureinziehung; peau d’orange (Orangenhaut); Ulzeration (Geschwürbildung); neu aufgetretene Mamillenretraktion (Einziehung der Brustwarze) bzw. Mamilleninversion (Einstülpung der Brustwarze); ekzematöse Veränderungen (entzündlich-schuppende Hautveränderungen) der Mamille; spontane einseitige, insbesondere blutige bzw. seröse (wässrige) Mamillensekretion (Absonderung aus der Brustwarze) als Malignitätswarnzeichen (Warnzeichen für eine bösartige Erkrankung)]
    • Systematische Palpation (Abtasten) beider Mammae einschließlich der peripheren Drüsenanteile bis zur Axilla (Achselhöhle) sowie der axillären (die Achselhöhle betreffenden), infra- und supraklavikulären (unter- und oberhalb des Schlüsselbeins gelegenen) Lymphabflussgebiete (Lymphabflussregionen) [typisch bei Mastopathie (gutartigen Veränderungen des Brustdrüsengewebes): diffuse, meist beidseitige, fein- bis grobknotige bzw. strangförmige Konsistenzvermehrung (Verhärtung) des Drüsenkörpers (Brustdrüsengewebes), häufig betont in den oberen äußeren Quadranten; Druckempfindlichkeit bzw. Mastodynie (Brustschmerz); prämenstruell (vor der Menstruation) ggf. verstärkte Schwellung und Spannung; einzelne glatt begrenzte, verschiebliche, druckempfindliche zystische Resistenz (tastbare flüssigkeitsgefüllte Struktur) möglich; Malignitätswarnzeichen: neu aufgetretener persistierender (anhaltender), harter bzw. derber, schlecht verschieblicher oder irregulär begrenzter Knoten; Fixierung an Haut bzw. Thoraxwand (Brustwand); Plateauphänomen (Einziehung der Haut über einem tastbaren Knoten beim Zusammenschieben der Haut); pathologisch vergrößerte bzw. derbe axilläre oder supraklavikuläre Lymphknoten]
    • Bei prämenopausalen (vor den Wechseljahren befindlichen) Patientinnen mit zyklusabhängig ausgeprägtem bzw. unklarem Palpationsbefund (Tastbefund) ggf. klinische Verlaufskontrolle nach Abschluss der Menstruation [Persistenz (Fortbestehen) eines umschriebenen Tastbefundes]

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.