Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Weitere Therapie
Mittelohrentzündung (Otitis media)

Allgemeine Maßnahmen

  • Eventuell kann Wärme am Ohr gut tun, beispielsweise durch eine Infrarotlampe
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • Beim Auftreten von Fieber:
    • Bettruhe und körperliche Schonung (auch bei nur geringem Fieber)
    • Fieber unter 38.5 °C muss nicht unbedingt behandelt werden!
      (Ausnahmen: Kinder, die zu Fieberkrämpfen neigen; alte, geschwächte Menschen; Patienten mit einem geschwächten Immunsystem)
    • Bei Fieber ab 39 °C können Wadenwickel helfen, die Temperatur zu senken, was oft zu einer Verbesserung des Befindens führt.
    • Nach dem Fieber noch einen fieberfreien Tag Schonung, ggf. auch länger (überwiegend Bettruhe und im Haus bleiben). 
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum) inkl. Passivrauchen
  • Alkoholrestriktion (Verzicht auf Alkohol)

Operative Therapie

  • Parazentese:Wenn eine Mittelohrentzündung nicht richtig ausheilt oder immer wieder auftritt, kann sich Flüssigkeit im Mittelohr ansammeln. Durch diesen Erguss in der Paukenhöhle wird die Hörleistung unter Umständen gemindert. Bleibt diese Hörminderung über einen längeren Zeitraum bestehen, kann sich das bei kleinen Kindern negativ auf den Spracherwerb auswirken. Zudem führen rezidivierende (wiederauftretende) Ergüsse oft zu chronischen Mittelohrentzündungen im Erwachsenenalter.
    Durch eine
    Parazentese (kleiner Schnitt im Trommelfell) kann die Ergussflüssigkeit abgesaugt werden, sodass das Mittelohr wieder besser belüftet wird.
  • Bei chronisch-rezidivierenden Ergüssen Einlage von sogenannten Paukenröhrchen; dadurch wird das Trommelfell nach außen offengehalten und belüftet.

Impfungen

Die nachfolgenden Impfungen sind angeraten:

  • Grippe-Impfung
  • Pneumokokken-Impfung

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:
    • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Da es im Verlauf einer fieberhaften Erkrankung zu starken Flüssigkeitsverlusten kommt, sollte die Flüssigkeitsaufnahme bei nieren- und herzgesunden Erwachsenen nach folgender Faustregel erfolgen: bei jedem Grad Körpertemperatur über 37 °C zusätzlich 0,5-1 Liter pro °C. Am besten geeignet sind Tees.
    • Bei fieberhaften Erkrankungen empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:
      • voluminöse und fettreiche Mahlzeiten 
      • Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze
      • rohes Stein- und Kernobst
      • frisches Brot, Vollkornbrot
      • hartgekochte Eier
      • kohlensäurehaltige Getränke
      • frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel
      • zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel
    • Auf Grund des Fiebers kann es zu einem Mangel an Vitamin C kommen. Zudem ist Vitamin C wichtig für das Immunsystem. Vitamin C-reiche Lebensmittel sind Gemüse wie Spinat und Obst (Apfelsinen, Erdbeeren, Kiwis, Johannisbeeren), die zudem während einer Infektion gut vertragen werden.   
  • Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
    • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns. 

Komplementäre Behandlungsmethoden

  • Nasenballon – Methode zur Belüftung des Paukenhöhle mittels eines Otovent-Ballons; empfohlen u.a. in der Leitlinie “Seromukotympanum” der Deutschen Gesellschaft für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Gesundheitsportals die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Seromukotympanum. (AWMF-Registernummer: 017-004), Oktober 2018. Langfassung
     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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