Zur Prävention der Otitis media muss insbesondere auf eine Reduktion der Risikofaktoren geachtet werden.
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Stillen – Das Stillen des Säuglings in den ersten drei Lebensmonaten ist wichtig zum Aufbau eines gut funktionierenden Immunsystems und kann wesentlich dazu beitragen, das Risiko zu vermindern.
- Kontakt mit vielen Menschen erhöht die Infektionsgefahr
- Rauchen und Passivrauchen
Es sollte darauf geachtet werden, dass Kinder nicht häufig Zigarettenrauch ausgesetzt sind oder übermäßig am Schnuller nuckeln. Ebenso kann das Zusammensein mit vielen anderen Kindern dazu beitragen, dass eine Mittelohrentzündung auftritt – dieses ist jedoch kein Grund, ein Kind dauerhaft von anderen Kindern fernzuhalten.
Behandelbare Risikofaktoren – Erkrankungen
- Infektionen der oberen Atemwege wie beispielsweise Erkältung, Sinusitis (Nebenhöhlenentzündung), Pharyngitis (Rachenentzündung) oder Grippe
- Immundefekte wie z. B. HIV-Erkrankung
- Pneumokokken-Impfung – Kinder haben weniger Mittelohrentzündungen und erhalten seltener ein Paukenröhrchen [1].
Literatur
- Poehling KA, Szilagyi PG, Grijalva CG, Martin SW, LaFleur B, Mitchel E, Barth RD, Nuorti JP, Griffin MR.
Reduction of frequent otitis media and pressure-equalizing tube insertions in children after introduction of pneumococcal conjugate vaccine.
Pediatrics. 2007 Apr;119(4):707-15.












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