Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Symptome – Beschwerden
Non-Hodgkin-Lymphom

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Non-Hodgkin-Lymphom (NHL) hinweisen:

Leitsymptome

  • Schmerzlose Lymphadenose/Lymphadenopathie (Lymphknotenvergrößerung)

Begleitsymptome

  • Müdigkeit
  • Anorexie (Appetitlosigkeit)
  • Übelkeit
  • Sodbrennen
  • Erhöhte Infektanfälligkeit
  • Vermehrte Blutungsneigung
  • Anämie (Blutarmut)
  • Splenomegalie (Milzvergrößerung)
  • Hepatomegalie (Lebervergrößerung)
  • Pruritus (Juckreiz; zum Teil) [Pruritus ist ein Ausschlusskriterium für ein B-Zell-Lymphom]

Begleitsymptome bei mediastinalem Lymphom*

  • Husten
  • Heiserkeit
  • Dysphagie (Schluckstörung)
  • Thoraxschmerzen (Brustschmerzen)
  • Phrenikusparese (Zwerchfelllähmung)
  • Obere Einflussstauung bei Vena-cava-superior-Syndrom (VCSS) – Symptomenkomplex, welcher aus einer venösen Abflussbehinderung der Vena cava superior (VCS; obere Hohlvene) resultiert; klinisches Bild: 
    • gestaute und erweiterte Venen von Hals (Halsvenenstauung), Kopf und Armen
    • Druckgefühl im Kopf oder Hals 
    • Cephalgie (Kopfschmerzen)
    • Weitere Symptome je nach Ursache: Dyspnoe (Atemnot), Dysphagie (Schluckstörung), Stridor (pfeifendes Atemgeräusch, welches bei der Ein- und/oder Ausatmung auftritt), Husten, Zyanose (bläuliche Verfärbung der Haut und Schleimhäute) 

*Gilt für das Hodgkin-Lymphom und das primär mediastinale B‑Zell-Lymphom.

B-Symptomatik (in circa 20 % der Fälle)

  • Unerklärliches, anhaltendes oder rezidivierendes Fieber (> 38 °C)
  • Starker Nachtschweiß (nasse Haare, durchnässte Schlafbekleidung)
  • Ungewollter Gewichtsverlust (> 10 % Prozent des Körpergewichtes innerhalb von 6 Monaten)

Hinweis: Das häufigste indolenter Lymphom im Erwachsenenalter ist das follikuläre Lymphom.

Ebenfalls zur Gruppe der indolenten Lymphome gehört das Mantelzell-Lymphom (B-Zell-Lymphom)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Mantelzell-Lymphom (MCL, engl. mantle cell lymphoma) hinweisen:

  • Lymphadenopathie (Lymphknotenvergrößerung)
  • Splenomegalie (Milzvergrößerung)

 In ca. 80-90 % liegt eine Knochenmarkinfiltration vor, in 20-30 % der Fälle werden Lymphomzellen im Blut nachgewiesen.

Primär kutane Lymphome

Kutane T-Zell-Lymphome (ca. 70 % aller primären kutanen Lymphome)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Mycosis fungoides (MF) hinweisen:

  • Ekzembilder (häufig), die an eine Mykose (Pilzerkrankung) denken lassen

Lokalisation: Rumpf und beugeseitige Oberschenkel, beugeseitige Oberarme v.a. oberes Drittel; Spätstadien Befall des gesamten äußeren Haut

Details dazu s. u. der gleichnamigen Erkrankung.

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Sézary-Syndrom hinweisen:

  • Erythrodermie (großflächige Hautrötung)
  • Pruritus (Juckreiz), sehr quälend
  • Lymphadenopathie (Lymphknotenvergrößerung)
  • Facies leonina – Gesichtszüge sind durch Knotenbildung in der Kutis und Subkutis vergröbert,die Augenbrauenregion, Wangen und Kinnpartie sind wulstartig angeschwollen
  • Palmoplantare Hyperkeratosen ("die Handflächen (Palma manus) und Fußsohlen (Planta pedis) betreffend" übermäßige Verhornung der Haut), Onychodystrophie (Finger- oder Fußnägel zeigen eine Wachstums- oder Ernährungsstörung (Dystrophie)) und eine Alopecia (Haarausfall) [häufig]

Lokalisation: generalisiert

Kutane B-Zell-Lymphome (ca. 25 % aller primären kutanen Lymphome)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein follikuläres Keimzentrumslymphom (primär kutanes follikuläres Keimzentrumslymphom, engl. Primary cutaneous follicle center lymphoma, PCFCL) hinweisen:

  • Hautfarbene bis rötlich glänzende, meist solitär stehende oder polsterartig konfluierende Knoten (3,0-5,0 cm); induriert tastbar; Ulkusbildung ("Geschwürbildung") ist selten
  • Größere Knoten am behaarten Kopf 

Lokalisation: Hauptlokalisation ist das Gesicht (> 90 %); Rumpf, Capillitium (behaarte Kopfhaut)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf ein Marginalzonenlymphom (PCMCL) hinweisen:

  • rote oder rot-bräunliche Knoten oder Plaques (über das Hautniveau erhebende, "plattenartige" Substanzvermehrung der Haut) unterschiedlicher Größe (prominent bzw. subkutan induriert tastbar).
  • Auftreten in unterschiedlicher Größe einzeln stehend und von zählbar bis unzählig über die gesamte äußere Haut verteilt; falls generalisiert dann urtikariell verbunden mit einem starken Pruritus (Juckreiz)
  • Ulkusbildung ist selten

Lokalisation: Stamm und Extremitäten; bevorzugt an der oberen Extremität.

     
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