Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
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Fieber

Bei langandauernden Fieberzuständen (> 4 Tage), sehr hohem Fieber (> 39 °C) oder schwerem Krankheitsgefühl muss ein Arzt hinzugezogen werden!

Babys mit Fieber gehören grundsätzlich zum Kinderarzt. Ältere Kinder sollten in folgenden Fällen einem Arzt vorgestellt werden:

  • Das Fieber steigt über 38,5 °C.
  • Das Fieber besteht länger als drei Tage.
  • Das Kind verweigert das Trinken, verliert Flüssigkeit und trocknet aus.
  • Dem Kind geht es gut, aber das Erbrechen dauert länger als zwölf Stunden (wenn es dem Kind nicht gutgeht, früher zum Arzt!)
  • Dem Kind geht es gut, aber der Durchfall dauert länger als zwei Tage (wenn es dem Kind nicht gutgeht, früher zum Arzt!).
  • Das Kind hat schwere Bauchschmerzen oder -krämpfe.
  • Die Schmerzen werden trotz Behandlung stärker.
  • Das Kind krampft.
  • Das Kind hat einen Hautausschlag oder zeigt Symptome von Ohrenschmerzen oder Atmungsbeschwerden.

(Quelle: Stiftung Kindergesundheit)

Erwachsene sollten in folgenden Fällen einem Arzt vorgestellt werden:

  • Fieber mit ungeklärter Ursache, z. B. bei Verdacht auf:
    • Appendicitis/Blinddarmentzündung (Bauchschmerzen)
    • Otitis media acuta/Mittelohrentzündung (Ohrenschmerzen)
    • Schmerzen unklarer Ursache
  • Temperaturen über 39,5 °C
  • Fieber nach einer Reise in die Tropen

Allgemeine Maßnahmen

  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen!
  • Bettruhe und körperliche Schonung (auch bei nur geringem Fieber; Patienten mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit gehören ins Bett, denn es könnte infolge einer Infektion eine Myokarditis/Herzmuskelentzündung) auftreten)
  • Fieber unter 38.5 °C muss nicht unbedingt behandelt werden!
    (Ausnahmen: Kinder, die zu Fieberkrämpfen neigen; alte, geschwächte Menschen; Patienten mit einem geschwächten Immunsystem)
  • Kinder (besonders Säuglinge) nicht zu warm einpacken, damit es nicht zu einem Wärmestau kommt
  • Wadenwickel können helfen, die Temperatur zu senken, was oft zu einer Verbesserung des Befindens führt.
    • Prinzip: Der Wadenwickel führt zum Abzug von Wärmeenergie in Form von Verdunstungskälte. Die Feuchtigkeit aus den Wickeln wird durch die Körperwärme verdunstet und entzieht so dem Körper die Wärme. Dadurch kann Fieber ab 39 °C innerhalb von 60-90 Minuten um 1 bis maximal 1,5 °C gesenkt werden. Eine raschere Absenkung belastet den Kreislauf zu sehr. Wenn die Körpertemperatur um ein Grad abgesenkt ist, wird die Anwendung beendet.
    • Vorgehen: Zwei Baumwolltücher (z. B. Handtücher) gut in lauwarmes Wasser tränken und nicht zu stark auswringen. Verwendet man zimmerwarmes (22 Grad) oder sogar bis zu 30 Grad warmes Wasser (es reicht völlig, wenn der Temperaturunterschied zehn Grad beträgt), vermeidet man überdies das unnötige Erschrecken des Patienten/Kindes.
    • Anschließend die feuchten Tücher um die Unterschenkel wickeln. Beim Wickeln werden stets beide Waden getrennt eingepackt. Die Tücher sollten von den Fußgelenken bis kurz unter die Knie reichen. Die so gewickelten Beine zur Vermeidung einer Durchfeuchtung des Bettes auf einer saugenden oder wasserfesten Unterlage lagern.
    • Anwendungsdauer: Die Wadenwickel werden maximal 20-30 Minuten belassen (bei Kindern: Wickel alle 5 bis 15 Minuten erneuern), bis das Fieber um ein bis zwei Grad gesunken ist. Dabei werden die Beine auf keinen Fall zugedeckt.

    Achtung!
    Wadenwickel sind nur dann sinnvoll, wenn die Beine und auch der restliche Körper warm sind. Bei kalten Gliedern sollten sie auf keinen Fall angewendet werden.
  • Nach dem Fieber noch einen fieberfreien Tag Schonung, ggf. auch länger (überwiegend Bettruhe und im Haus bleiben)
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Alkoholrestriktion (Verzicht auf Alkohol)

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • ggf. Antibiotikatherapie bei bakteriellen Infektionen bzw. bakteriellen Sekundärinfektionen bzw. Superinfektionen

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen bei langandauernden Fieberzuständen (> 4 Tage), sehr hohem Fieber (> 39 °C) oder schwerem Krankheitsgefühl

Ernährungsmedizin

  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:
    • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Da es im Verlauf einer fieberhaften Erkrankung zu starken Flüssigkeitsverlusten kommt, sollte die Flüssigkeitsaufnahme bei nieren- und herzgesunden Erwachsenen nach folgender Faustregel erfolgen: bei jedem Grad Körpertemperatur über 37 °C zusätzlich 0,5-1 Liter pro °C. Am besten geeignet sind Tees.
      Risikopatienten sind insbesondere kleine Kinder und ältere Menschen, da diese sehr leicht "austrocknen".
    • Nach einer "Tee-Zwieback-Diät (Dauer: drei Tage; soweit keinen anderen Erkrankungen dagegen sprechen) empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:
      • voluminöse und fettreiche Mahlzeiten 
      • Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze
      • rohes Stein- und Kernobst
      • frisches Brot, Vollkornbrot
      • hartgekochte Eier
      • kohlensäurehaltige Getränke
      • frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel
      • zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel
    • Auf Grund des Fiebers kann es zu einem Mangel an Vitamin C kommen. Zudem ist Vitamin C wichtig für das Immunsystem. Vitamin C-reiche Lebensmittel sind Gemüse wie Spinat und Obst (Apfelsinen, Erdbeeren, Kiwis, Johannisbeeren), die zudem während einer Infektion gut vertragen werden.   
  • Weitere spezielle Ernährungsempfehlungen in Abhängigkeit von der Ursache des Fiebers.
  • Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
    • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Sportmedizin

  • Nach fieberhaften Virusinfektionen – aber auch nach anderen fieberhaften Erkrankungen – sollte man mit sportlichen Aktivitäten mindestens eine Woche pausieren, um in der Folge eine Myokarditis (Herzmuskelentzündung) zu vermeiden. Auch danach sollte die Trainingsaktivität langsam gesteigert werden, bis nach einigen Tagen wieder auf dem gewohnten Level trainiert werden kann.

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Gesundheitsportals die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

     
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Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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