Aktuelles zur Coronavirus-Infektion
Differentialdiagnosen
Herzmuskelentzündung (Myokarditis)

Atmungssystem (J00-J99)

  • Pneumonie (Lungenentzündung)

Blut, blutbildende Organe – Immunsystem (D50-D90)

  • Chronische Sarkoidose (u. a. Herzsarkoidose)

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Herzrhythmusstörungen, nicht näher bezeichnet
  • Kardiomyopathie – Gruppe von Herzmuskelerkrankungen, die zu einer Einschränkung der Herzfunktion führt
  • Koronare Herzerkrankung (KHK) – Herzkranzgefäßerkrankung
  • Mitralklappenprolaps – Vorfall/Vorwölbung von Anteilen der Mitralklappe (angelegt mit zwei Segeln wie eine Mitra = Bischofsmütze) während der Systole (Zusammenziehung des Herzens) in den linken Vorhof
  • Myokardinfarkt (Herzinfarkt)
  • Stress-Kardiomyopathie (Synonyme: Broken-Heart-Syndrom (Gebrochenes-Herz-Syndrom), Tako-Tsubo-Kardiomyopathie (Takotsubo-Kardiomyopathie), Tako-Tsubo Cardiomyopathie (TTC), Tako-Tsubo-Syndrom (Takotsubo-Syndrom, TTS), transiente linksventrikuläre apikale Ballonierung) – primäre Kardiomyopathie (Herzmuskelerkrankung), die durch eine kurzfristige Einschränkung der Myokardfunktion (Herzmuskelfunktion) bei insgesamt unauffälligen Koronargefäßen (Herzkranzgefäßen) charakterisiert ist; klinische Symptomatik: Symptome eines akuten Myokardinfarkts (Herzinfarkt) mit akutem Thoraxschmerz (Brustschmerzen), typischen EKG-Veränderungen und Anstieg der myokardialen Marker im Blut; bei ca. 1-2 % der Patienten mit der Verdachtsdiagnose eines akuten Koronarsyndroms findet sich bei einer Herzkatheteruntersuchung statt der vermeintlichen Diagnose einer koronaren Herzerkrankung (KHK; Herzkranzgefäßerkrankung) eine TTC; bei nahezu 90 % der von einer TTC betroffenen Patienten handelt es sich um Frauen im postmenopausalen Alter; erhöhte Mortalität (Sterberate) bei jüngeren Patienten, insbesondere bei Männern, was maßgeblich bedingt ist durch eine erhöhte Rate an zerebralen Blutungen (Hirnblutungen) und epileptischen Anfällen; mögliche Trigger sind Stress, Angst, schwere körperliche Arbeit, Asthmaanfall oder eine Gastroskopie (Magenspiegelung); Risikofaktoren für einen plötzlichen Herztod beim TTC sind: männliches Geschlecht, jüngeres Lebensalter, verlängertes QTc-Interval, apikaler TTS-Typ und akute neurologische Störungen; Langzeit-Inzidenz für Apoplexe (Schlaganfälle) war nach fünf Jahren bei Patienten mit dem Takotsubo-Syndrom mit 6,5 % deutlich höher als bei Patienten mit Myokardinfarkt (Herzinfarkt) mit 3,2 % [2]

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Muskelverspannungen im Bereich des Thorax (Brustkorb)

Umweltbelastungen – Intoxikationen (Vergiftungen)

  • Intoxikation (Vergiftung), nicht näher bezeichnet
  • Synthetische Cannabinoide wie AB-CHMINACA

Literatur

  1. Rocholz G, Gerling I: Herzmuskelentzündung? – Tödliche Intoxikation mit AB-CHMINACA! 95. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Rechtsmedizin. Heidelberg, 1. September 2016
  2. El-Bettrawy I et al.: Short- and long-term incidence of stroke in Takotsubo syndrome. Clin Res Cardiol 107, Suppl 1, April 2018
     
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