Etwa 80 % der Parkinson-Fälle sind idiopathisch bedingt, das heißt die Ursache ist unbekannt.
Im Verlauf der Erkrankung kommt es zum Untergang von Nervenzellen der Substantia nigra, wodurch ein Mangel an Dopamin entsteht. Die betroffenen Zellen weisen als typische Veränderung die so genannten Lewi-Körper auf.
Der Mangel an Dopamin in diesem Bereich führt zu den Symptomen und Beschwerden, da in der Substantia nigra die Koordination der willkürlichen und unwillkürlichen Bewegungsabläufe maßgeblich gesteuert wird.
Beim gesunden Menschen besteht ein Gleichgewicht zwischen den Transmittern Dopamin und Acetylcholin. Durch den Mangel an Dopamin bei Parkinson-Patienten entsteht ein Ungleichgewicht zugunsten des Acetylcholins, welches medikamentös ausgeglichen werden muss.
Biographische – unveränderbare – Ursachen
- Erblich bedingte Erkrankungen mit Parkinson-Symptomatik
- Ceroid-Lipofuscinose
- Gerstmann-Strausler-Scheinker Krankheit
- Hallervorden-Spatz Krankheit
- Huntington'sche Erkrankung
- Familiäre olivopontocerebellare Atrophie
- Wilson'sche Krankheit
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Ursachen
- Traumatisch bedingt – Boxer-Enzephalopathie
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Infolge Stammganglieninfarkt oder -blutung
- Infolge zerebraler Raumforderung – z.B. Hirntumor
- Metabolisch bedingt – z.B. durch Hypoparathyroidismus, hepatolentikuläre Degeneration
Krankheitsbedingte – nicht behandelbare – Ursachen
Die folgenden Erkrankungen, welche nur symptomatisch behandelbar sind, können mit einem Morbus Parkinson einhergehen
- Kortical-basal ganglionäre Degeneration
- Dernentielle Syndrome
- Morbus Alzheimer-Krankheit
- Pick'sche Krankheit
- Multiple System Atrophie
- Striatonigrale Degeneration
- Shy-Drager Syndrome
- Sporadische olivopontocerebelläre Atrophie
- Infektiös bedingt – z.B. postenzephalitisch, bei Creuzfeld-Jakob-Krankheit
Medikamente
- Neuroleptika
- Antiemetika
- Calciumantagonisten vom Flunarizin-Typ
Umweltbelastungen – Intoxikationen – Vergiftungen
- Cobald
- Disulfiram
- Kohlendisulfid
- Kohlenmonoxid
- Mangan
- Methylalkohol (Methanol)
- MPTP (1-Methyl-1-4-Phenyl-1,2,3,6-Tetrahydropyridin)
- Zyanid












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