Bei Morbus Parkinson handelt sich um ein extrapyramidales Syndrom infolge einer Degeneration von dopaminergen Neuronen in der Substantia nigra.
Diese Erkrankung stellt die häufigste neurologische Alterserkrankung dar. Etwa 1 % der über 60-Jährigen sind davon betroffen.
In Deutschland gibt es circa 250.000 Fälle von Morbus Parkinson.
Man unterteilt die Erkrankung wie folgt:
1. Neurodegeneratives Parkinson-Syndrom
- Idiopathisch bzw. primär – häufigste Form; ca. 80 % der Fälle
- Seltene Formen – z.B. Parkinson-Syndrom bei Alzheimer-Krankheit
2. Symptomatisches bzw. Sekundäres Parkinson-Syndrom
- Medikamentös bedingt – z.B. durch Neuroleptika, Antiemetika, Calciumantagonisten vom Flunarizin-Typ
- Toxisch bedingt – z.B. durch Mangan, Kohlenmonoxid, Methylalkohol, Cobalt, Cyanid, MPTP (1-Methyl-1-4-Phenyl-1,2,3,6-Tetrahydropyridin), Disulfiram
- Metabolisch bedingt – z.B. durch Hypoparathyroidismus, hepatolentikuläre Degeneration
- Infektiös bedingt – z.B. postenzephalitisch, bei Creuzfeld-Jakob-Krankheit
- Infolge Stammganglieninfarkt oder -blutung
- Infolge zerebraler Raumforderung – z.B. Hirntumor
- Traumatisch bedingt – Boxerenzephalopathie
3. Morbus Parkinson plus-Syndrome – Erkrankungen die mit Parkinson gemeinsam auftreten können
- Kortical-basal ganglionäre Degeneration
- Dernentielle Syndrome
- Morbus Alzheimer-Krankheit
- Pick'sche Krankheit
- Multiple System Atrophie
- Striatonigrale Degeneration
- Shy-Drager Syndrome
- Sporadische olivopontocerebelläre Atrophie
4. Heredodegenerative Erkrankungen – erblich bedingte Erkrankungen mit Parkinson-Symptomatik
- Ceroid-Lipofuscinose
- Gerstmann-Strausler-Scheinker Krankheit
- Hallervorden-Spatz Krankheit
- Huntington'sche Erkrankung
- Familiäre olivopontocerebellare Atrophie
- Wilson'sche Krankheit













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