Zungenentzündung (Glossitis) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Beseitigung der auslösenden Ursache
- Rückbildung von Schmerz, Brennen, Rötung, Papillenatrophie (Rückbildung der Zungenpapillen) und Schwellung der Zunge
- Vermeidung chronischer Schleimhautschädigung (dauerhafter Schleimhautverletzung), nutritiver Defizite (ernährungsbedingter Mangelzustände) und rezidivierender Infektionen (wiederkehrender Ansteckungen)
Therapieempfehlungen
- Die Therapie richtet sich nach der gesicherten oder hochwahrscheinlichen Ursache: Defizite werden substituiert (ersetzt), orale Candidosen (Pilzinfektionen im Mund) antimykotisch (gegen Pilze gerichtet) behandelt, bakterielle Infektionen (durch Bakterien bedingte Ansteckungen) nur bei spezifischer Indikation (gezieltem Behandlungsgrund) antibiotisch (mit Antibiotika) therapiert, irritativ-allergische Auslöser (reizbedingt-allergische Auslöser) konsequent eliminiert (beseitigt) [1-3, LL1-2].
- Bei atrophischer Glossitis (Zungenentzündung mit Geweberückbildung): gezielte Substitution nach Labornachweis von Eisenmangel, Vitamin-B12-Mangel, Folsäuremangel, Zinkmangel oder weiteren B-Vitamin-Mängeln; parallel Abklärung von Malabsorption (gestörter Nährstoffaufnahme), Autoimmungastritis (Magenschleimhautentzündung durch das eigene Immunsystem), Zöliakie (Glutenunverträglichkeit), chronisch-entzündlicher Darmerkrankung (dauerhaft entzündlicher Darmerkrankung), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Arzneimittelursachen [1-4].
- Bei oraler Candidose mit Zungenbeteiligung: lokale Antimykotika (Pilzmittel) bei milder, unkomplizierter Erkrankung; Fluconazol systemisch (im ganzen Körper wirksam) bei moderater bis schwerer Erkrankung, Immunsuppression (Unterdrückung der Immunabwehr), Rezidiven (Rückfällen) oder unzureichendem Ansprechen auf Lokaltherapie (Behandlung am Ort der Erkrankung) [LL1-2].
- Bei bakterieller Glossitis: keine unspezifische Antibiotikatherapie (Behandlung mit Antibiotika); Antibiotika nur bei definierter bakterieller Ursache, z. B. Scharlach, Syphilis, odontogene Infektion (von den Zähnen ausgehende Ansteckung), tiefreichende Weichteilinfektion (tiefe Entzündung der Weichteile) oder systemische Infektion (den ganzen Körper betreffende Ansteckung).
- Bei allergisch-irritativer Glossitis: Karenz (Meidung) gegenüber Auslösern, z. B. Mundpflegeprodukte, Prothesenmaterialien, scharfe Gewürze, Alkohol, Nikotin, sehr heiße Speisen, Medikamentenkontakt; topische Glucocorticoide (lokal angewendete Kortisonpräparate) nur bei entzündlich-immunologischer Schleimhauterkrankung (Schleimhauterkrankung durch Entzündung und Immunreaktion) nach klinischer Sicherung.
- Bei Xerostomie-assoziierter Glossitis (Zungenentzündung im Zusammenhang mit Mundtrockenheit): Speichelersatzmittel, ausreichende Flüssigkeitszufuhr, Prüfung xerogener Arzneimittel (Mundtrockenheit auslösender Arzneimittel) und Behandlung einer zugrunde liegenden Speicheldrüsenfunktionsstörung (Störung der Speicheldrüsenfunktion).
- Bei akuter Zungenschwellung mit Dyspnoe (Atemnot), Stridor (pfeifendem Atemgeräusch), Dysphagie (Schluckstörung) oder rascher Progredienz (schnellem Fortschreiten): Notfallbehandlung wegen möglicher Atemwegsgefährdung (Gefahr für die Atemwege); die Pharmakotherapie (medikamentöse Behandlung) richtet sich dann nach der Ursache, z. B. Angioödem (akute Schwellung tiefer Haut- oder Schleimhautschichten), Anaphylaxie (schwere allergische Sofortreaktion), Infektion.
Wirkstoffe (Hauptindikation)
| Wirkstoff | Hauptindikation bei Glossitis | Beachte |
|---|---|---|
| Vitamin B12 | Vitamin-B12-Mangel-Glossitis, Hunter-Glossitis (Vitamin-B12-Mangel-Zungenentzündung), megaloblastäre Anämie (Blutarmut mit vergrößerten Vorläuferzellen) | Bei neurologischen Symptomen (Beschwerden des Nervensystems), Malabsorption, perniziöser Anämie (Vitamin-B12-Mangel-Blutarmut durch fehlenden Intrinsic Factor) oder schwerem Mangel bevorzugt parenteral (unter Umgehung des Magen-Darm-Trakts) behandeln |
| Folsäure | Folsäuremangel-assoziierte atrophische Glossitis | Vitamin-B12-Mangel vor oder spätestens gleichzeitig ausschließen beziehungsweise mitbehandeln |
| Eisen | Eisenmangel-assoziierte atrophische Glossitis | Ferritin, Transferrinsättigung, Blutbild und Ursache des Eisenmangels kontrollieren |
| Zink | Zinkmangel-assoziierte Glossitis, insbesondere bei Malnutrition (Mangelernährung), Malabsorption oder chronischer Diarrhoe (dauerhaftem Durchfall) | Langzeitgabe kann Kupfermangel induzieren (auslösen) |
| Riboflavin (Vitamin B2) | Riboflavinmangel mit Glossitis, Cheilitis (Lippenentzündung) oder Stomatitis (Mundschleimhautentzündung) | Meist Bestandteil einer kombinierten B-Vitamin-Mangelkonstellation |
| Pyridoxin (Vitamin B6) | Pyridoxinmangel-assoziierte Glossitis | Keine hochdosierte Langzeitgabe ohne Indikation wegen Neuropathierisiko (Risiko einer Nervenschädigung) |
| Nicotinamid/Niacin | Pellagra-assoziierte Glossitis | Bei Verdacht auf Pellagra (Niacinmangelkrankheit) immer systemische Zeichen prüfen, z. B. Dermatitis (Hautentzündung), Diarrhoe, neuropsychiatrische Symptome (seelische und nervenbezogene Beschwerden) |
| Vitamin C | Skorbut-assoziierte orale Schleimhautveränderungen (Mundschleimhautveränderungen) mit Glossitis/Stomatitis | Nicht als Standardtherapie der Glossitis ohne Mangelindiz (Hinweis auf einen Mangel) |
| Nystatin | Milde orale Candidose mit Zungenbeteiligung | Lokal wirksam, geringe systemische Resorption (Aufnahme in den Körperkreislauf); Prothesenhygiene mitbehandeln |
| Miconazol | Milde bis mäßige orale Candidose | Relevante Interaktionen (Wechselwirkungen), insbesondere mit Vitamin-K-Antagonisten; Aspirationsrisiko (Risiko des Einatmens in die Atemwege) bei Säuglingen beachten |
| Fluconazol | Moderate bis schwere orale Candidose, Immunsuppression, Rezidiv, Therapieversagen lokaler Antimykotika | Interaktionen, Leberwerte, QT-Zeit und Schwangerschaft berücksichtigen |
| Lidocain | Starke Schmerzen/Brennen als symptomatische Zusatztherapie (beschwerdelindernde Zusatzbehandlung) | Keine kausale Therapie (ursächliche Behandlung); Schluckstörungen, Aspiration (Einatmen von Fremdmaterial in die Atemwege) und systemische Toxizität (den ganzen Körper betreffende Giftwirkung) vermeiden |
| Triamcinolonacetonid | Entzündlich-immunologisch vermittelte Zungenläsionen (Zungenveränderungen) nach gesicherter Diagnose, z. B. orale lichenoide Reaktion (flechtenartige Schleimhautreaktion) | Nicht bei unbehandelter Candidose; bei Persistenz (Fortbestehen) Biopsie (Gewebeprobe) beziehungsweise fachärztliche Abklärung |
Wirkstoffprofile
Vitamin B12
- Wirkweise: Cofaktor (Hilfsstoff für Enzyme) der DNA-Synthese (Bildung der Erbsubstanz), Erythropoese (Bildung roter Blutkörperchen) und Myelinsynthese (Bildung der Nervenisolierung); gleicht den Mangel aus und ermöglicht die Regeneration (Erholung) atrophischer Schleimhautveränderungen.
- Indikationen: Vitamin-B12-Mangel, perniziöse Anämie, Malabsorption, Zustand nach Magen-/Ileumresektion (Entfernung von Magenanteilen/unterem Dünndarm), vegane Ernährung ohne ausreichende Supplementierung, metformin- oder protonenpumpeninhibitorassoziierter Mangel.
- Nebenwirkungen: selten akneiforme Exantheme (akneähnliche Hautausschläge), gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), Hypokaliämie (erniedrigter Kaliumspiegel) bei rascher hämatologischer Regeneration (Erholung der Blutbildung), sehr selten Überempfindlichkeitsreaktionen.
Folsäure
- Wirkweise: Cofaktor der Nukleotidsynthese (Bildung von Bausteinen der Erbsubstanz) und Zellteilung; korrigiert megaloblastäre Schleimhaut- und Blutbildveränderungen bei Folsäuremangel.
- Indikationen: gesicherter Folsäuremangel, erhöhter Bedarf, Malnutrition, Alkoholkrankheit, Malabsorption, Arzneimittelinteraktionen, z. B. Methotrexat, Antiepileptika, Trimethoprim.
- Nebenwirkungen: selten gastrointestinale Beschwerden, Schlafstörungen oder Hautreaktionen; isolierte Gabe kann hämatologische Zeichen (Veränderungen des Blutbildes) eines Vitamin-B12-Mangels maskieren (verdecken).
Eisen
- Wirkweise: Substitution des für Hämoglobinsynthese (Bildung des roten Blutfarbstoffs) und epitheliale Regeneration (Erneuerung der Deckzellschicht) erforderlichen Eisens; normalisiert Eisenmangel-assoziierte Schleimhautatrophie (Schleimhautrückbildung).
- Indikationen: Eisenmangel mit oder ohne Anämie bei Glossitis, chronischem Blutverlust, Malabsorption, erhöhtem Bedarf, entzündungsassoziierter funktioneller Eisenmangel nach Befundlage.
- Nebenwirkungen: oral häufig Übelkeit, Obstipation (Verstopfung), Diarrhoe, Bauchschmerzen, Dunkelfärbung des Stuhls; intravenös (in die Vene) Infusionsreaktionen, Hypophosphatämie (erniedrigter Phosphatspiegel) je nach Präparat, selten Anaphylaxie.
Zink
- Wirkweise: Cofaktor zahlreicher Enzyme (Eiweißstoffe mit Steuerfunktion) der Epithelregeneration (Erneuerung der Deckzellschicht), Immunfunktion (Funktion der Abwehr) und Wundheilung.
- Indikationen: gesicherter Zinkmangel bei Glossitis, Malabsorption, chronischer Diarrhoe, Fehlernährung, chronischer Entzündung oder erhöhter Verlustsituation.
- Nebenwirkungen: Übelkeit, metallischer Geschmack, Bauchschmerzen; bei längerer höherer Dosierung Kupfermangel, Anämie und Neutropenie (Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen) möglich.
Riboflavin (Vitamin B2)
- Wirkweise: Bestandteil der Flavin-Coenzyme (Hilfsstoffe im Zellstoffwechsel) und relevant für Energiestoffwechsel und Schleimhautintegrität (Unversehrtheit der Schleimhaut).
- Indikationen: gesicherter Riboflavinmangel mit Glossitis, Stomatitis, Cheilitis oder seborrhoiformen Hautveränderungen (schuppig-fettigen Hautveränderungen).
- Nebenwirkungen: in therapeutischer Dosierung meist sehr gut verträglich; harmlose Gelbfärbung des Urins möglich.
Pyridoxin (Vitamin B6)
- Wirkweise: Cofaktor im Aminosäure-, Neurotransmitter- und Hämstoffwechsel (Eiweißbaustein-, Botenstoff- und Blutfarbstoffwechsel); Mangel kann Schleimhaut- und neurologische Symptome verursachen.
- Indikationen: gesicherter Pyridoxinmangel, Isoniazidtherapie, Malnutrition, Malabsorption, bestimmte Arzneimittelinteraktionen.
- Nebenwirkungen: bei hoher Langzeitdosierung sensorische Neuropathie (Gefühlsnervenschädigung), Parästhesien (Missempfindungen), Ataxie (Störung der Bewegungskoordination); selten gastrointestinale Beschwerden.
Nicotinamid/Niacin
- Wirkweise: Vorstufe von Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid und Nicotinamid-Adenin-Dinukleotid-Phosphat; korrigiert Zellstoffwechselstörungen bei Niacinmangel.
- Indikationen: Pellagra oder gesicherter Niacinmangel mit Glossitis, Dermatitis, Diarrhoe oder neuropsychiatrischer Symptomatik.
- Nebenwirkungen: Nicotinamid verursacht deutlich weniger Flush (anfallsartige Hautrötung) als Nicotinsäure; möglich sind gastrointestinale Beschwerden, Kopfschmerzen, Leberwerterhöhungen bei hohen Dosen.
Vitamin C
- Wirkweise: Cofaktor der Kollagensynthese (Bildung von Bindegewebseiweiß) und antioxidativer Schutzfaktor (Schutzfaktor gegen oxidativen Zellstress); relevant für Schleimhaut- und Gefäßintegrität (Unversehrtheit der Blutgefäße).
- Indikationen: gesicherter Vitamin-C-Mangel beziehungsweise Skorbut mit oralen Schleimhautveränderungen, Gingivabluten (Zahnfleischbluten), Petechien (punktförmigen Haut- oder Schleimhautblutungen) oder Wundheilungsstörung.
- Nebenwirkungen: gastrointestinale Beschwerden, Diarrhoe; bei hoher Dosierung erhöhtes Risiko für Oxalatsteinbildung (Bildung bestimmter Harnsteine) bei prädisponierten Patienten.
Nystatin
- Wirkweise: Polyen-Antimykotikum; bindet Ergosterol in der Pilzzellmembran (Außenhülle der Pilzzelle) und führt zur Membrandestabilisierung (Instabilität der Zellhülle).
- Indikationen: milde, lokal begrenzte orale Candidose, Candida-assoziierte atrophische Glossitis, Prothesenstomatitis (Mundschleimhautentzündung durch Zahnprothesen) mit Zungenbeteiligung.
- Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhoe, lokale Irritation (Reizung), selten Überempfindlichkeitsreaktionen.
Miconazol
- Wirkweise: Azol-Antimykotikum; Hemmung der Ergosterolsynthese (Bildung eines Pilzzellwandbestandteils) durch Inhibition (Hemmung) pilzlicher Cytochrom-P450-abhängiger Enzyme.
- Indikationen: milde bis mäßige orale Candidose mit Zungenbeteiligung, insbesondere bei lokaler Therapieoption.
- Nebenwirkungen: Geschmacksstörungen, Übelkeit, lokale Reizung; relevante Arzneimittelinteraktionen durch Cytochrom-P450-Hemmung, besonders mit Antikoagulanzien (Blutgerinnungshemmern).
Fluconazol
- Wirkweise: systemisches Triazol-Antimykotikum; Hemmung der Ergosterolsynthese in Candida-Spezies (Candida-Arten).
- Indikationen: moderate bis schwere oropharyngeale Candidose (Pilzinfektion im Mund-Rachen-Raum), Immunsuppression, Rezidiv, Versagen lokaler Therapie, Verdacht auf ausgedehnte Schleimhautbeteiligung.
- Nebenwirkungen: Übelkeit, Bauchschmerzen, Diarrhoe, Kopfschmerzen, Exanthem, Transaminasenerhöhung (Erhöhung von Leberenzymen), selten Hepatotoxizität (Leberschädigung), QT-Verlängerung (Verlängerung einer Herzstromkurvenzeit); zahlreiche Interaktionen über Cytochrom-P450-Enzyme.
Lidocain
- Wirkweise: Lokalanästhetikum (örtliches Betäubungsmittel); blockiert spannungsabhängige Natriumkanäle (Ionenkanäle der Nervenzellen) und vermindert Schmerzleitung.
- Indikationen: kurzfristige symptomatische Behandlung starker Schmerzen oder Brennen bei Glossitis, wenn kausale Therapie eingeleitet ist.
- Nebenwirkungen: Taubheitsgefühl, Geschmacksstörung, Schluckstörung, Aspirationsrisiko; bei Überdosierung zentrale und kardiale Toxizität (Giftwirkung auf Gehirn und Herz).
Triamcinolonacetonid
- Wirkweise: topisches Glucocorticoid mit antiinflammatorischer (entzündungshemmender) und immunsuppressiver Wirkung (die Immunabwehr dämpfender Wirkung) auf die Mundschleimhaut.
- Indikationen: entzündlich-immunologisch vermittelte Glossitis oder Zungenbeteiligung bei gesicherter oraler lichenoider Reaktion, oralem Lichen planus (Knötchenflechte der Mundschleimhaut) oder aphthöser Begleitentzündung (entzündlicher Begleitreaktion mit schmerzhaften Schleimhautgeschwüren).
- Nebenwirkungen: lokale Schleimhautatrophie, Brennen, sekundäre Candidose, verzögerte Wundheilung; systemische Effekte bei längerer großflächiger Anwendung möglich.
Beachte
- Vitamin A: keine evidenzbasierte Standardtherapie der Glossitis; eine Gabe ist nur bei gesichertem Vitamin-A-Mangel zu erwägen. Überdosierung kann hepatotoxisch (leberschädigend), teratogen (fruchtschädigend) und intrakraniellen Druck (Druck im Schädelinneren) steigernd wirken.
- Folsäure: nicht isoliert geben, wenn ein Vitamin-B12-Mangel nicht ausgeschlossen ist, da neurologische Schäden trotz hämatologischer Besserung fortschreiten können.
- Antibiotika: nur bei klarer bakterieller Diagnose; die unspezifische Glossitis ist keine Indikation für eine empirische Antibiotikatherapie.
- Antimykotika: Asymptomatische Candida-Kolonisation (Besiedlung mit Candida ohne Beschwerden) ist nicht automatisch behandlungsbedürftig; Therapie bei klinischer Candidose, Beschwerden oder Risikokonstellation.
- Persistenz: Jede Glossitis, Ulzeration (Geschwürbildung), Induration (Verhärtung), Leukoplakie (weiße Schleimhautveränderung), Erythroplakie (rote Schleimhautveränderung) oder einseitige Läsion mit Persistenz über 2 Wochen trotz adäquater Therapie bedarf zahnärztlicher, mund-kiefer-gesichtschirurgischer oder hals-nasen-ohrenärztlicher Abklärung einschließlich Biopsieindikation (Grund für eine Gewebeprobe).
Literatur
- Sharabi AF, Winters R: Glossitis. StatPearls. Treasure Island (FL): StatPearls Publishing; aktualisiert 2023. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK560627/
- Chiang CP, Chang JYF, Wang YP, Wu YH, Wu YC, Sun A: Atrophic glossitis: Etiology, serum autoantibodies, anemia, hematinic deficiencies, hyperhomocysteinemia, and management. J Formos Med Assoc. 2020;119(4):774-780. https://doi.org/10.1016/j.jfma.2019.04.015
- Terai H, Shimahara M: Atrophic tongue associated with Candida. J Oral Pathol Med. 2005;34(7):397-400. https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/16011607/
- Wong CY, Chu DH: Cutaneous signs of nutritional disorders. Int J Womens Dermatol. 2021;7(5PartB):647-652. https://doi.org/10.1016/j.ijwd.2021.09.003
Leitlinien
- Pappas PG, Kauffman CA, Andes DR et al.: Clinical Practice Guideline for the Management of Candidiasis: 2016 Update by the Infectious Diseases Society of America. Clin Infect Dis. 2016;62(4):e1-e50. https://doi.org/10.1093/cid/civ933
- National Institutes of Health: Guidelines for the Prevention and Treatment of Opportunistic Infections in Adults and Adolescents With HIV: Candidiasis (Mucocutaneous): Adult and Adolescent OIs. Aktualisiert 2024. https://clinicalinfo.hiv.gov/en/guidelines/hiv-clinical-guidelines-adult-and-adolescent-opportunistic-infections/candidiasis