Erkrankungen durch Hitze
Hohe Temperaturen, starke Sonneneinstrahlung und feucht-heißes Klima können den Körper erheblich belasten. Besonders auf Reisen in tropische oder subtropische Regionen sowie während Hitzewellen steigt das Risiko für hitzebedingte Beschwerden und Erkrankungen deutlich an. Dazu zählen harmlose Symptome wie Kopfschmerzen oder Hitzepickel, aber auch medizinische Notfälle wie Hitzeerschöpfung oder Hitzschlag.
Viele Hitzerkrankungen entstehen schleichend: Flüssigkeits- und Elektrolytverluste (Blutsalze), übermäßige Wärmebelastung und mangelnde Akklimatisation können schnell zu einer gesundheitlichen Gefahr werden. Die frühzeitige Erkennung von Warnzeichen, eine konsequente Flüssigkeits- und Elektrolytzufuhr sowie ein bewusstes Verhalten in Hitze sind entscheidend für die Prävention.
Symptome und Erkrankungen durch Hitze – inklusive Ursachen, Komplikationen sowie den wichtigsten Maßnahmen zur Vorbeugung und Behandlung
| Symptom/Krankheit | Beschwerden, Ursachen, Folgen | Prävention, Therapie |
| Anhydrotische Hitzeerschöpfung (Hitzeerschöpfung ohne Schweißbildung) |
Beschwerden
Ursachen
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Prävention
Therapie
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| Hitzekollaps (Hitzeohnmacht) |
Beschwerden
Ursachen
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Prävention
Therapie
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| Hitzekrampf |
Beschwerden
Ursachen
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Prävention
Therapie
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| Hitzepickel (Miliaria, Schweißfriesel, „Roter Hund“) |
Beschwerden
Ursachen
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Prävention
Therapie
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| Hitzschlag (Hitzehyperpyrexie) |
Risikofaktoren
Beschwerden – Trias:
Ursachen
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Prävention
Therapie (Notfall!)
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| Hydroprive Hitzeerschöpfung (durch Flüssigkeitsmangel) |
Beschwerden
Ursachen
Komplikationen
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Prävention
Therapie
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| Kopfschmerzen durch Hitze |
Beschwerden
Ursachen
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Prävention
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| Saloprive Hitzeerschöpfung (durch Salzmangel) |
Beschwerden – Entwicklung über 3-5 Tage
Ursachen
Komplikationen
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Prävention
Therapie
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| Sonnenstich |
Beschwerden
Ursachen
Komplikationen
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Prävention
Therapie
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Weitere medizinische Hinweise
- Ein Temperaturanstieg von > 5 °C innerhalb eines Tages erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen und Myokardinfarkte (Herzinfarkte) bei Herz-Kreislauf-Patienten signifikant.
- Langanhaltende Hitze führt zur Vasodilatation (Gefäßerweiterung) → Blutdruckabfall, Schwindel, Schwächeanfälle. Besonders relevant unter antihypertensiver Therapie.
- Dehydratation (Austrocknung) fördert Nierensteinbildung.
- „Kardiovaskulärer Drift“: Anstieg der Herzfrequenz ca. 20 Minuten, bevor die Körperkerntemperatur nachweisbar ansteigt – Frühzeichen von Hitzestress.
- Hohe nächtliche Temperaturen erhöhen das kardiovaskuläre Mortalitätsrisiko (Risiko, an einer Herz- oder Gefäßkrankheit zu sterben), besonders bei Männern zwischen 60-64 Jahren.
Literatur
- Jelinek T (Hrsg.): CRM Handbuch Reisemedizin 2025. 61. Auflage. CRM Centrum für Reisemedizin, Düsseldorf; 2024.
- Jelinek T (Hrsg.): Kursbuch Reisemedizin – Beratung, Prophylaxe, Reisen mit Erkrankungen. 1. Auflage. Thieme, Stuttgart 2012.
- Löscher T, Burchard GD: Tropenmedizin in Klinik und Praxis. 4. Auflage. Thieme, Stuttgart; 2010.
- Burchard GD, Hörauf A, Löscher T (Hrsg.): Tropenmedizin. Reisemedizin – Globale Gesundheit. 1. Auflage. Urban & Fischer/Elsevier, München; 2025.
- Majeed H et al.: Warmer summer nocturnal surface air temperatures and cardiovascular disease death risk: a population-based study. BMJ Open 2022;12:e056806. doi: 10.1136/bmjopen-2021-056806.
- Cottle RM et al.: Onset of Cardiovascular Drift during Progressive Heat Stress in Young Adults (PSU HEAT project). J Appl Physiol 2023. Volume 135, Issue 2. doi: 10.1152/japplphysiol.00222.2023.
- Epstein Y, Yanovich R: Heatstroke. N Engl J Med 2019;380:2449-2459. doi: 10.1056/NEJMra1810762.