Mikronährstoff-Mehrbedarf (Vitalstoffe) in der Schwangerschaft – Vitamine

In der Gravidität verändern sich der Vitaminbedarf und die Vitaminverwertung durch das Wachstum von Fetus (ungeborenem Kind) und Plazenta (Mutterkuchen), die Expansion des mütterlichen Blutvolumens sowie den gesteigerten Energie- und Baustoffwechsel. Ein erhöhter Referenzwert besteht jedoch nicht für alle Vitamine. Die DGE/ÖGE-Referenzwerte weisen einen Mehrbedarf für Vitamin A, Thiamin (Vitamin B1), Riboflavin (Vitamin B2), Niacin (Vitamin B3), Vitamin B6, Vitamin B12, Folat (natürlich vorkommende Form der Folsäure) und Vitamin C aus. Für Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Pantothensäure (Vitamin B5) und Biotin (Vitamin B7) gelten während der Schwangerschaft keine gegenüber nicht schwangeren Frauen erhöhten Referenzwerte [1, LL1].

Aus einem erhöhten Referenzwert folgt nicht automatisch eine Supplementationsindikation (Notwendigkeit einer Nahrungsergänzung). Eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung kann den Bedarf an den meisten Vitaminen decken. Regelhaft empfohlen wird eine perikonzeptionelle (kurz vor und nach der Empfängnis erfolgende) Folsäuresupplementation (ergänzende Einnahme von Folsäure). Vitamin D soll bei geringer oder fehlender endogener Synthese (körpereigener Bildung) supplementiert werden. Bei veganer Ernährung ist eine zuverlässige Vitamin-B12-Supplementation erforderlich. Weitere Vitaminpräparate werden bei nachgewiesener Unterversorgung, relevanter Risikokonstellation oder medizinischer Indikation (Behandlungsgrund) eingesetzt [1, LL2].

Die DGE/ÖGE-Referenzwerte gelten für gesunde Schwangere. Erkrankungen, Malabsorption (gestörte Nährstoffaufnahme im Darm), bariatrische Operationen (gewichtsreduzierende Magen-Darm-Operationen), ausgeprägte Mangelernährung, prolongiertes Erbrechen (lang anhaltendes Erbrechen), bestimmte Arzneimittel und restriktive Ernährungsformen können eine individuelle ernährungsmedizinische Diagnostik (gezielte Untersuchung der Nährstoffversorgung) und Supplementation erforderlich machen [LL1, LL2].

Referenzwerte für die Vitaminzufuhr in der Gravidität

Vitamin Referenzwert in der Gravidität Veränderung gegenüber nicht schwangeren Frauen Regelhafte Supplementation
Vitamin A 800 µg Retinolaktivitätsäquivalente (Maßeinheiten für die Vitamin-A-Wirkung) pro Tag [LL1] Erhöhung um 100 µg pro Tag [LL1] Nein, Vitamin-A-haltige Präparate nur nach ärztlicher Rücksprache [LL2, LL4]
Vitamin D 20 µg bzw. 800 IE (Internationale Einheiten) pro Tag bei fehlender endogener Synthese [LL1] Keine Erhöhung [LL1] 20 µg bzw. 800 IE pro Tag bei geringer oder fehlender endogener Synthese [LL2]
Vitamin E 8 mg α-Tocopheroläquivalente (Maßeinheiten für die Vitamin-E-Wirkung) pro Tag [LL1] Keine Erhöhung [LL1] Nein [4, LL2]
Vitamin K 60 µg pro Tag [LL1] Keine Erhöhung [LL1] Keine routinemäßige maternale (die Mutter betreffende) Supplementation [1, LL2]
Vitamin B1 2. Trimenon (Schwangerschaftsdrittel) 1,2 mg, 3. Trimenon 1,3 mg pro Tag [LL1] Trimesterabhängige Erhöhung [LL1] Nein, gezielte Gabe bei Mangel oder ausgeprägtem Mangelrisiko [1, LL2]
Vitamin B2 2. Trimenon 1,3 mg, 3. Trimenon 1,4 mg pro Tag [LL1] Trimesterabhängige Erhöhung [LL1] Nein [1, LL2]
Niacin 2. Trimenon 14 mg, 3. Trimenon 16 mg Niacinäquivalente (Maßeinheiten für die Niacinwirkung) pro Tag [LL1] Trimesterabhängige Erhöhung [LL1] Nein [1, LL2]
Pantothensäure 5 mg pro Tag [LL1] Keine Erhöhung [LL1] Nein [1, LL2]
Vitamin B6 1. Trimenon 1,5 mg, 2. und 3. Trimenon 1,8 mg pro Tag [LL1] Trimesterabhängige Erhöhung [LL1] Keine allgemeine nutritive (ernährungsbezogene) Supplementation [1, LL2]
Vitamin B12 4,5 µg pro Tag [LL1] Erhöhung um 0,5 µg pro Tag [LL1] Obligat (zwingend erforderlich) bei veganer Ernährung, individuell bei weiteren Risikokonstellationen [5, LL2]
Biotin 40 µg pro Tag [LL1] Keine Erhöhung [LL1] Nein [1, LL2]
Folat 550 µg Folatäquivalente (Maßeinheiten für die Folatwirkung) pro Tag [LL1] Erhöhung um 250 µg pro Tag [LL1] 400 µg Folsäure bzw. eine äquivalente Folatdosis ab Kinderwunsch, bei späterem Beginn 800 µg pro Tag bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche [6, LL2, LL3]
Vitamin C Ab dem 4. Schwangerschaftsmonat 105 mg pro Tag [LL1] Erhöhung um 10 mg pro Tag [LL1] Nein [7, LL2]

Vitamin A

Funktionen und Mehrbedarf

Vitamin A umfasst Retinol (Speicher- und Transportform von Vitamin A), Retinal (für den Sehvorgang benötigte Vitamin-A-Form), Retinsäure (regulierende Vitamin-A-Form) und weitere Verbindungen mit Vitamin-A-Aktivität. Retinal ist für den Sehvorgang erforderlich. Retinsäure reguliert Genexpression (Umsetzung der Erbinformation), Zelldifferenzierung (Entwicklung von Zellen zu spezialisierten Zelltypen), embryonale Entwicklung (Entwicklung des Kindes in der frühen Schwangerschaft) und Organogenese (Organbildung). Vitamin A unterstützt außerdem die Integrität epithelialer Gewebe (Unversehrtheit von Haut und Schleimhäuten) und die Immunfunktion (Funktion des Abwehrsystems) [LL1].

Der Referenzwert steigt in der Schwangerschaft von 700 auf 800 µg Retinolaktivitätsäquivalente pro Tag. Ein Mikrogramm Retinolaktivitätsäquivalent entspricht 1 µg Retinol, 12 µg β-Carotin (pflanzlicher Farbstoff und Vitamin-A-Vorstufe) oder 24 µg anderer Provitamin-A-Carotinoide (pflanzlicher Vitamin-A-Vorstufen) [LL1].

Quellen

Präformiertes Vitamin A (bereits wirksames Vitamin A) kommt insbesondere in Leber, Leberprodukten, Eigelb, Milchprodukten und einigen Fischarten vor. Provitamin-A-Carotinoide finden sich vor allem in Karotten, Kürbis, Süßkartoffeln, Paprika, Aprikosen und grünem Blattgemüse [LL1].

Die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (Vitamine, die gemeinsam mit Fett aufgenommen werden) setzt eine regelrechte Fettverdauung voraus. Die Bioverfügbarkeit (für den Körper nutzbarer Anteil) pflanzlicher Carotinoide kann durch Zerkleinerung und thermische Verarbeitung sowie durch eine geringe gleichzeitig zugeführte Fettmenge verbessert werden [LL1].

Supplementation und Sicherheit

Eine routinemäßige Vitamin-A-Supplementation ist in Populationen ohne endemischen Vitamin-A-Mangel (in einer Region häufig auftretenden Vitamin-A-Mangel) nicht angezeigt. Der Cochrane-Review zeigt keinen gesicherten Nutzen einer allgemeinen Supplementation für die maternale, perinatale (den Zeitraum kurz vor, während und nach der Geburt betreffende) oder neonatale Mortalität (Sterblichkeit von Neugeborenen). Ein Nutzen hinsichtlich maternaler Nachtblindheit (Sehstörung bei Dunkelheit) wurde vor allem in Populationen mit ausgeprägtem Vitamin-A-Mangel beobachtet [2].

Schwangere sollen insbesondere im ersten Trimenon auf einen häufigen oder übermäßigen Verzehr stark retinolhaltiger Lebensmittel, vor allem Leber, verzichten. Vitamin-A-haltige Nahrungsergänzungsmittel sollen während der Schwangerschaft nur nach ärztlicher Rücksprache eingenommen werden [LL2, LL4].

Hohe Dosen präformierten Vitamin A und synthetischer Retinoide (künstlich hergestellter Vitamin-A-Abkömmlinge) können teratogen (fehlbildungsfördernd) wirken. Diese Risikobewertung darf nicht auf übliche Mengen an β-Carotin aus Lebensmitteln übertragen werden. Eine eigenständige Prävention von Neuralrohrdefekten (Fehlbildungen von Gehirn oder Rückenmark durch einen unvollständigen Verschluss der frühen Nervenanlage) durch Vitamin A ist nicht belegt [2, 6].

Vitamin D

Funktionen und Bedarf

Vitamin D reguliert den Calcium- und Phosphathaushalt (Regelung der Calcium- und Phosphatmenge im Körper). Es unterstützt die intestinale Calciumaufnahme (Calciumaufnahme im Darm), die Mineralisierung des Skeletts (Einlagerung von Mineralstoffen in die Knochen) sowie die Muskelfunktion. Die Versorgung erfolgt überwiegend durch die kutane Synthese (Bildung in der Haut) unter Ultraviolett-B-Strahlung (UV-B-Strahlung des Sonnenlichts). Die alimentäre Zufuhr (Aufnahme über Lebensmittel) trägt unter üblichen Bedingungen nur einen begrenzten Anteil zur Versorgung bei [LL1, LL2].

Der Schätzwert von 20 µg bzw. 800 IE pro Tag gilt bei fehlender endogener Synthese. Gegenüber nicht schwangeren Frauen besteht kein höherer Referenzwert [LL1].

Quellen

Nennenswerte Mengen enthalten vor allem fettreiche Meeresfische, Eigelb und mit Ultraviolettlicht behandelte Speisepilze. Bei vollständig fehlender endogener Synthese lässt sich der Referenzwert mit üblichen nicht angereicherten Lebensmitteln regelmäßig nicht erreichen [LL1, LL2].

Supplementation

Schwangere, die sich bei Sonnenschein selten im Freien aufhalten, ihre Haut weitgehend bedecken bzw. konsequent vor Sonnenlicht schützen oder eine dunkle Hautpigmentierung (stärkere natürliche Hautfärbung) aufweisen, sollen täglich 20 µg bzw. 800 IE Vitamin D supplementieren [LL2].

Die Evidenz zur routinemäßigen Vitamin-D-Supplementation sämtlicher Schwangerer ist heterogen (uneinheitlich). Der aktualisierte Cochrane-Review zeigt für Vitamin D allein mögliche Vorteile bei einzelnen Endpunkten, während die Evidenz für zahlreiche maternale und neonatale Endpunkte (Untersuchungsergebnisse bei Mutter und Neugeborenem) begrenzt oder unsicher bleibt [3]. Die aktuellen deutschen Handlungsempfehlungen sehen deshalb keine von der endogenen Synthese unabhängige Supplementation sämtlicher Schwangerer vor [1, LL2].

Ein diagnostizierter Vitamin-D-Mangel ist von der präventiven Zufuhr (vorbeugenden Einnahme) zu unterscheiden und soll individuell behandelt werden. Die tolerierbare Obergrenze (langfristig noch als sicher bewertete Höchstmenge) für die langfristige tägliche Gesamtzufuhr beträgt bei Erwachsenen einschließlich Schwangerer 100 µg bzw. 4.000 IE. Eine längerfristige Einnahme in dieser Größenordnung oder darüber soll nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen [LL2].

Vitamin E

Funktionen und Bedarf

Vitamin E bezeichnet eine Gruppe lipophiler Verbindungen (fettlöslicher Stoffe). Ernährungsphysiologisch ist insbesondere α-Tocopherol (wichtigste biologisch wirksame Vitamin-E-Form) relevant. Es schützt mehrfach ungesättigte Fettsäuren und Zellmembranen (äußere Begrenzungen der Zellen) vor Lipidperoxidation (oxidativer Schädigung von Fetten) [LL1].

Der Schätzwert beträgt während der Schwangerschaft unverändert 8 mg α-Tocopheroläquivalente pro Tag [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind pflanzliche Öle, Nüsse, Samen, Weizenkeime und daraus hergestellte Produkte. Ein klinisch relevanter Mangel ist bei ausgewogener Ernährung selten und tritt vor allem bei ausgeprägter Fettmalabsorption (gestörter Aufnahme von Nahrungsfetten) oder seltenen genetischen Störungen (erblich bedingten Erkrankungen) auf [LL1].

Supplementation

Eine routinemäßige Vitamin-E-Supplementation verbessert maternale oder kindliche Schwangerschaftsendpunkte nicht zuverlässig. Sie wird weder zur allgemeinen Schwangerschaftsprophylaxe (Vorbeugung von Schwangerschaftskomplikationen) noch zur Prävention der Präeklampsie (schwangerschaftsbedingten Erkrankung mit Bluthochdruck und Organbeteiligung) empfohlen [4].

Aussagen über eine Prävention von Atherosklerose (Arterienverkalkung), rheumatischen Erkrankungen, bakteriellen Infektionen oder fetalen Fehlbildungen durch eine Vitamin-E-Supplementation in der Schwangerschaft sind nicht hinreichend belegt und begründen keine Supplementation.

Vitamin K

Funktionen und Bedarf

Vitamin K ist als Cofaktor (Hilfsstoff eines Enzyms) der γ-Glutamylcarboxylase (Vitamin-K-abhängiges Aktivierungsenzym) für die Aktivierung der Gerinnungsfaktoren II, VII, IX und X (Eiweiße der Blutgerinnung) sowie der Proteine C und S (gerinnungshemmende Eiweiße) erforderlich. Weitere vitamin-K-abhängige Proteine sind am Knochenstoffwechsel beteiligt [LL1].

Der Schätzwert beträgt während der Schwangerschaft unverändert 60 µg pro Tag [LL1].

Quellen

Vitamin K1 (vorwiegend pflanzliche Vitamin-K-Form) kommt insbesondere in grünem Blattgemüse, Spinat, Brokkoli, Salat, Kohlarten und pflanzlichen Ölen vor. Vitamin-K2-Verbindungen (überwiegend bakteriell gebildete Vitamin-K-Formen) finden sich vor allem in fermentierten und einigen tierischen Lebensmitteln [LL1].

Supplementation

Die aktuellen deutschen Handlungsempfehlungen sehen bei gesunden Schwangeren keine routinemäßige maternale Vitamin-K-Supplementation vor [1, LL2]. Eine gezielte Substitution (gezielte ergänzende Gabe) kann bei nachgewiesenem Mangel, ausgeprägter Fettmalabsorption, cholestatischen Erkrankungen (Erkrankungen mit gestörtem Galleabfluss) oder einer die Vitamin-K-Wirkung beeinflussenden Arzneimitteltherapie erforderlich sein.

Die postnatale Vitamin-K-Prophylaxe (Vitamin-K-Vorbeugung nach der Geburt) des Neugeborenen ist hiervon unabhängig. Der geringe plazentare Transfer (Übergang über den Mutterkuchen) und die niedrigen neonatalen Vitamin-K-Speicher können durch eine übliche maternale Zufuhr nicht zuverlässig ausgeglichen werden. Eine maternale Vitamin-K-Gabe am Ende der Schwangerschaft ersetzt deshalb die neonatale Prophylaxe nicht [LL1].

Vitamin B1 – Thiamin

Funktionen und Mehrbedarf

Thiamin ist in Form von Thiamindiphosphat (wirksamer Form von Vitamin B1) Cofaktor zentraler Enzyme (Eiweißstoffe, die Stoffwechselreaktionen ermöglichen) des Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsels. Dazu zählen die Pyruvatdehydrogenase (Enzym der Energiegewinnung aus Glucose), die α-Ketoglutaratdehydrogenase (Enzym des zellulären Energiestoffwechsels) und die Transketolase (Enzym des Zuckerstoffwechsels). Eine ausreichende Versorgung ist insbesondere für Nervensystem, Skelettmuskulatur (willkürlich bewegte Muskulatur) und Myokard (Herzmuskel) erforderlich [LL1].

Der Referenzwert beträgt im zweiten Trimenon 1,2 mg und im dritten Trimenon 1,3 mg pro Tag. Die Erhöhung berücksichtigt den trimesterabhängig steigenden Energiebedarf [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Samen, Schweinefleisch und Kartoffeln. Wegen der begrenzten Körperspeicher ist eine regelmäßige Zufuhr erforderlich [LL1].

Klinische Relevanz

Für gesunde Schwangere besteht keine allgemeine Supplementationsempfehlung [1, LL2]. Ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Versorgung besteht insbesondere bei prolongiertem Erbrechen, ausgeprägter Mangelernährung, Alkoholabhängigkeit (krankhafter Abhängigkeit von Alkohol) und nach bariatrischen Eingriffen. Bei Hyperemesis gravidarum (übermäßigem Schwangerschaftserbrechen) und klinischem Verdacht auf einen Thiaminmangel ist eine unverzügliche ärztliche Beurteilung erforderlich [LL1].

Die Behauptung, Thiamin dürfe grundsätzlich nicht als Monopräparat (Präparat mit nur einem Wirkstoff) eingesetzt werden, weil B-Vitamine nur im Verbund wirkten, ist unzutreffend. Ein diagnostizierter oder hochgradig wahrscheinlicher Thiaminmangel erfordert eine gezielte Thiamintherapie.

Vitamin B2 – Riboflavin

Funktionen und Mehrbedarf

Riboflavin ist Bestandteil der Coenzyme (Hilfsstoffe von Enzymen) Flavinmononukleotid (wirksame Riboflavinverbindung) und Flavinadenindinukleotid (wirksame Riboflavinverbindung). Diese sind an mitochondrialer Energiegewinnung (Energiegewinnung in den Kraftwerken der Zellen), Fettsäureoxidation (Abbau von Fettsäuren zur Energiegewinnung), Aminosäurestoffwechsel (Verarbeitung von Eiweißbausteinen) und antioxidativen Redoxsystemen (Schutzsystemen gegen oxidative Zellschäden) beteiligt [LL1].

Der Referenzwert beträgt im zweiten Trimenon 1,3 mg und im dritten Trimenon 1,4 mg pro Tag [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind Milch und Milchprodukte, Eier, Fisch, Fleisch, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse. Riboflavin ist lichtempfindlich [LL1].

Supplementation

Eine routinemäßige Riboflavinsupplementation (ergänzende Einnahme von Vitamin B2) wird nicht empfohlen [1, LL2]. Bei veganer Ernährung zählt Vitamin B2 zu den potenziell kritischen Nährstoffen (Nährstoffen mit erhöhtem Risiko einer unzureichenden Versorgung). In dieser Situation sind eine qualifizierte Ernährungsberatung und bei Bedarf eine individuelle Diagnostik angezeigt [LL2].

Eine gezielte Riboflavingabe ist bei nachgewiesenem oder hochgradig wahrscheinlichem Mangel möglich. Ein obligater Vitamin-B-Komplex (Kombinationspräparat mehrerer B-Vitamine) ist hierfür nicht erforderlich.

Vitamin B3 – Niacin

Funktionen und Mehrbedarf

Niacin ist Ausgangssubstanz der Coenzyme Nicotinamidadenindinukleotid (NAD, Hilfsstoff zahlreicher Stoffwechselreaktionen) und Nicotinamidadenindinukleotidphosphat (NADP, Hilfsstoff zahlreicher Aufbau- und Schutzreaktionen). Diese sind an Energiegewinnung, Redoxreaktionen (Reaktionen mit Elektronenübertragung), Fettsäurestoffwechsel, DNA-Reparatur (Reparatur der Erbsubstanz) und zellulärer Signalübertragung (Informationsweitergabe innerhalb und zwischen Zellen) beteiligt. Niacin kann außerdem aus der essenziellen Aminosäure Tryptophan (lebensnotwendigem Eiweißbaustein) gebildet werden [LL1].

Der Referenzwert beträgt im zweiten Trimenon 14 mg und im dritten Trimenon 16 mg Niacinäquivalente pro Tag. Ein Milligramm Niacinäquivalent entspricht 1 mg Niacin oder 60 mg Tryptophan [LL1].

Quellen

Niacin bzw. Tryptophan sind insbesondere in Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, Erdnüssen, Pilzen, Eiern und Milchprodukten enthalten [LL1].

Supplementation

Ein klinischer Niacinmangel (gesundheitlich bedeutsamer Mangel an Vitamin B3) ist bei üblicher Mischkost selten. Eine routinemäßige Supplementation oder pharmakologische Hochdosisgabe (medizinische Gabe sehr hoher Dosierungen) ist in der Schwangerschaft nicht angezeigt [1, LL2].

Die im Rohartikel genannte Bildung eines spezifischen „Glukosetoleranzfaktors“ durch Niacin ist nicht Bestandteil des gesicherten aktuellen Kenntnisstands. Ebenso bestehen keine belastbaren Belege dafür, dass eine übliche niedrige Niacinzufuhr in der Schwangerschaft eigenständig das Risiko für einen plötzlichen Kindstod (unerwarteten Tod eines Säuglings ohne erkennbare Ursache) erhöht.

Vitamin B5 – Pantothensäure

Funktionen und Bedarf

Pantothensäure ist Bestandteil von Coenzym A (zentralem Hilfsstoff des Stoffwechsels) und des Acyl-Carrier-Proteins (Trägerprotein der Fettsäurebildung). Sie ist dadurch am Abbau von Kohlenhydraten, Fettsäuren und Aminosäuren sowie an der Synthese von Fettsäuren und Cholesterol (Cholesterin) beteiligt [LL1].

Der Schätzwert beträgt während der Schwangerschaft unverändert 5 mg pro Tag [LL1].

Quellen

Pantothensäure kommt in zahlreichen tierischen und pflanzlichen Lebensmitteln vor. Gute Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Erdnüsse und Pilze. Bei ausgewogener Ernährung ist ein isolierter Pantothensäuremangel selten [LL1].

Supplementation

Für eine routinemäßige Pantothensäuresupplementation besteht keine Empfehlung [1, LL2]. Die Aussage, aufgrund vollständig fehlender Speicher müsse Pantothensäure während der Schwangerschaft supplementiert werden, ist wissenschaftlich nicht begründet.

Vitamin B6

Funktionen und Mehrbedarf

Pyridoxalphosphat (wirksame Form von Vitamin B6) ist Cofaktor zahlreicher Enzyme des Aminosäure- und Kohlenhydratstoffwechsels. Vitamin B6 ist außerdem am Homocysteinstoffwechsel (Abbau der Aminosäure Homocystein), an der Hämoglobinsynthese (Bildung des roten Blutfarbstoffs) und an der Bildung verschiedener Neurotransmitter (Botenstoffe des Nervensystems) beteiligt [LL1].

Der Referenzwert beträgt im ersten Trimenon 1,5 mg sowie im zweiten und dritten Trimenon 1,8 mg pro Tag [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind Vollkornprodukte, Nüsse, Paprika, Fisch, Fleisch, Kartoffeln, Bananen und Hülsenfrüchte [LL1].

Supplementation

Für eine allgemeine nutritive Vitamin-B6-Supplementation besteht keine Empfehlung [1, LL2]. Eine eigenständige wesentliche Verursachung von Neuralrohrdefekten durch Vitamin-B6-Mangel sowie deren zuverlässige Prävention durch Vitamin-B6-Supplemente sind nicht belegt.

Die Behauptung, Vitamin B6 dürfe grundsätzlich nicht als Monopräparat eingesetzt werden, weil B-Vitamine nur im Verbund wirksam seien, ist unzutreffend. Eine gezielte Anwendung kann bei einer medizinischen Indikation erfolgen.

Vitamin B12

Funktionen und Mehrbedarf

Vitamin B12 ist Cofaktor der Methioninsynthase (Enzym des Folat- und Homocysteinstoffwechsels) und der Methylmalonyl-CoA-Mutase (Enzym des Fett- und Aminosäurestoffwechsels). Es ist für DNA-Synthese (Bildung der Erbsubstanz), Erythropoese (Bildung roter Blutkörperchen), Homocysteinstoffwechsel, Myelinerhalt (Erhaltung der schützenden Hülle von Nervenfasern) sowie den Fett- und Aminosäurestoffwechsel erforderlich [LL1].

Der Schätzwert steigt während der Schwangerschaft von 4,0 auf 4,5 µg pro Tag [LL1].

Quellen

Zuverlässige natürliche Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Milch und Milchprodukte. Nicht angereicherte pflanzliche Lebensmittel enthalten kein zuverlässig bioverfügbares Vitamin B12. Algen, Pilze, Sauerkraut und andere fermentierte pflanzliche Lebensmittel gewährleisten keine ausreichende Versorgung [LL1].

Supplementation

Bei veganer Ernährung ist eine zuverlässige Vitamin-B12-Supplementation obligat. Zusätzlich sollen die Versorgung ärztlich kontrolliert und eine qualifizierte Ernährungsberatung durchgeführt werden. Bei sehr geringer Zufuhr tierischer Lebensmittel kann ebenfalls eine Supplementation erforderlich sein [1, LL1, LL2].

Weitere Risikokonstellationen sind Erkrankungen oder Operationen mit verminderter gastrointestinaler Resorption (Aufnahme im Magen-Darm-Trakt) sowie ein bereits bestehender Vitamin-B12-Mangel. Diagnostik, Dosierung und Applikationsform (Art der Verabreichung) sind individuell festzulegen.

Der aktuelle Cochrane-Review zeigt, dass eine orale Supplementation (Einnahme über den Mund) den maternalen Vitamin-B12-Status verbessern und das Risiko einer biochemischen Defizienz (durch Laborwerte nachweisbaren Unterversorgung) vermindern kann. Für klinische Langzeitendpunkte bei Mutter und Kind bleibt die Evidenz begrenzt bzw. unsicher [5]. Diese Unsicherheit betrifft die populationsbezogene Prävention (Vorbeugung in einer gesamten Bevölkerungsgruppe) und stellt die notwendige Behandlung eines nachgewiesenen Mangels nicht infrage.

Biotin

Funktionen und Bedarf

Biotin ist Cofaktor mehrerer Carboxylasen (Enzyme zur Übertragung von Kohlendioxidgruppen) und dadurch am Energie-, Fettsäure-, Kohlenhydrat- und Aminosäurestoffwechsel beteiligt [LL1].

Der Schätzwert beträgt während der Schwangerschaft unverändert 40 µg pro Tag [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind erhitzte Eier, Sojabohnen, Nüsse, Sonnenblumenkerne, Haferflocken, Pilze sowie Milch und Milchprodukte. Ein klinischer Biotinmangel ist selten. Er kann unter anderem bei angeborenen Störungen des Biotinstoffwechsels (erblichen Erkrankungen der Biotinverwertung), langfristiger künstlicher Ernährung (Ernährung über Sonde oder Infusion) ohne ausreichende Ergänzung oder dauerhaft sehr hohem Verzehr rohen Eiklars auftreten [LL1].

Supplementation

Eine routinemäßige Biotinsupplementation in der Schwangerschaft ist nicht evidenzbasiert [1, LL2]. Die im Rohartikel behaupteten Zusammenhänge zwischen einer üblichen niedrigen Biotinzufuhr und plötzlichem Kindstod, psychomotorischen Entwicklungsstörungen (Störungen der geistigen und körperlichen Bewegungsentwicklung) oder schweren neonatalen Stoffwechselkrisen (schweren Stoffwechselentgleisungen bei Neugeborenen) sind nicht bestätigt.

Folat und Folsäure

Funktionen und Mehrbedarf

Folate übertragen C1-Gruppen (Ein-Kohlenstoff-Bausteine) und sind für Purin- und Thymidylatsynthese (Bildung von Bausteinen der Erbsubstanz), DNA-Replikation (Verdopplung der Erbsubstanz), Zellteilung, Erythropoese und Homocysteinstoffwechsel erforderlich. Ein unzureichender Folatstatus (Versorgungszustand mit Folat) in der perikonzeptionellen Phase erhöht das Risiko für Neuralrohrdefekte [6, LL1-LL3].

Der Referenzwert steigt während der Schwangerschaft von 300 auf 550 µg Folatäquivalente pro Tag [LL1]. Ein Mikrogramm Folatäquivalent entspricht 1 µg Nahrungsfolat (natürlich in Lebensmitteln vorkommendem Folat), 0,5 µg Folsäure bei Einnahme auf nüchternen Magen oder etwa 0,6 µg Folsäure bei Einnahme mit einer Mahlzeit [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind grünes Blattgemüse, Salate, Kohlarten, Tomaten, Hülsenfrüchte, Nüsse, Orangen, Sprossen, Vollkornprodukte, Kartoffeln und Eier. Leber enthält zwar viel Folat, wird in der Schwangerschaft wegen des hohen und variablen Retinolgehalts jedoch nicht als regelmäßige Folatquelle empfohlen [LL1, LL2].

Perikonzeptionelle Supplementation

Frauen mit Kinderwunsch sollen zusätzlich zu einer folatreichen Ernährung täglich 400 µg Folsäure bzw. eine äquivalente Menge anderer zugelassener Folatverbindungen supplementieren. Die Einnahme soll mindestens vier Wochen vor der Konzeption (Empfängnis) beginnen und bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche fortgeführt werden [6, LL2, LL3].

Frauen, die nicht mindestens vier Wochen vor der Konzeption mit der Supplementation begonnen haben, sollen bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche täglich 800 µg Folsäure bzw. eine äquivalente Folatmenge einnehmen [LL2].

Die Empfehlung gilt unabhängig vom Referenzwert von 550 µg Folatäquivalenten aus der Gesamternährung. Eine folatreiche Ernährung ersetzt die perikonzeptionelle Supplementation nicht, da sich das Neuralrohr (frühe Anlage von Gehirn und Rückenmark) bereits etwa vier Wochen nach der Konzeption schließt [6, LL2, LL3].

Nach einer früheren Schwangerschaft mit Neuralrohrdefekt empfiehlt die Weltgesundheitsorganisation eine Hochdosisprophylaxe (vorbeugende Einnahme einer hohen Dosis) mit 5 mg Folsäure pro Tag ab Kinderwunsch bis zum Ende der 12. Schwangerschaftswoche unter ärztlicher Betreuung [LL3].

Bei einer Therapie mit bestimmten Antiepileptika (Arzneimitteln gegen epileptische Anfälle) oder Antifolaten (Arzneimitteln, die den Folatstoffwechsel hemmen), bei Malabsorption, nach bariatrischen Eingriffen oder bei weiteren besonderen Risikokonstellationen ist die Dosierung individuell festzulegen. Für Adipositas (starkes Übergewicht) allein gelten nach den aktuellen deutschen Handlungsempfehlungen dieselben allgemeinen Dosierungsempfehlungen wie für Frauen ohne Adipositas [LL2].

Vitamin C

Funktionen und Mehrbedarf

Vitamin C wirkt als wasserlösliches Reduktionsmittel (Elektronenspender bei chemischen Reaktionen) und als Cofaktor mehrerer Enzyme. Es ist insbesondere für die Kollagensynthese (Bildung von Bindegewebseiweiß), die Carnitinbiosynthese (Bildung eines Stoffes für den Fettsäuretransport) und verschiedene Hydroxylierungsreaktionen (enzymatische Anlagerungen von Hydroxylgruppen) erforderlich. Bei gemeinsamer Aufnahme verbessert Vitamin C die Resorption von Nicht-Häm-Eisen (Aufnahme von pflanzlichem Eisen) [LL1].

Ab dem vierten Schwangerschaftsmonat steigt der Referenzwert von 95 auf 105 mg pro Tag [LL1].

Quellen

Gute Quellen sind Paprika, Brokkoli, Kohlarten, Beeren, Zitrusfrüchte, Kiwi und Kartoffeln. Vitamin C ist gegenüber Sauerstoff, Wärme, Licht und längerer Lagerung empfindlich [LL1].

Supplementation

Der moderate Mehrbedarf kann gewöhnlich durch eine ausgewogene Ernährung gedeckt werden. Der Cochrane-Review zeigt keinen überzeugenden Nutzen einer routinemäßigen Vitamin-C-Supplementation für die Prävention von Präeklampsie, Frühgeburt, fetaler Wachstumsrestriktion (verlangsamtem Wachstum des ungeborenen Kindes) oder anderen klinisch relevanten Schwangerschaftsendpunkten [7].

Eine manifeste Vitamin-C-Defizienz (nachgewiesener ausgeprägter Vitamin-C-Mangel) ist gezielt zu behandeln. Eine regelhafte zusätzliche Carnitinsupplementation (ergänzende Einnahme von Carnitin) bei einem Vitamin-C-Mangel ist nicht Bestandteil aktueller Handlungsempfehlungen.

Kombinierte Vitamin- und Mikronährstoffpräparate

Die Evidenz zu kombinierten Mikronährstoffpräparaten (Nahrungsergänzungsmitteln mit mehreren Vitaminen und Mineralstoffen) stammt überwiegend aus Ländern und Populationen mit einer hohen Prävalenz (Häufigkeit) multipler Nährstoffdefizite (gleichzeitiger Mängel mehrerer Nährstoffe). Dort können multiple Mikronährstoffsupplemente gegenüber Eisen und Folsäure allein einzelne Geburtsendpunkte, insbesondere das Risiko für ein niedriges Geburtsgewicht und für Small-for-Gestational-Age-Geburten (Geburten von für das Schwangerschaftsalter zu kleinen Kindern), günstig beeinflussen [8].

Diese Ergebnisse lassen sich nicht uneingeschränkt auf gut versorgte Schwangere in Deutschland übertragen. Die aktuellen deutschen Handlungsempfehlungen sehen keine generelle Einnahme hochdosierter Multivitaminpräparate für sämtliche Schwangere vor. Eine ausgewogene Ernährung liefert die meisten Vitamine in ausreichender Menge. Unter den Vitaminen sollen gezielt Folsäure, Vitamin D bei geringer oder fehlender endogener Synthese und Vitamin B12 bei veganer Ernährung supplementiert werden [1, LL2].

Bei kombinierten Präparaten sind Doppel- und Mehrfachzufuhren zu berücksichtigen. Besondere Vorsicht gilt für retinolhaltige Produkte und hochdosierte fettlösliche Vitamine [LL2, LL4].

Fazit

Der Vitaminmehrbedarf in der Gravidität ist selektiv und teilweise trimesterabhängig. Erhöhte Referenzwerte bestehen für Vitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Vitamin B6, Vitamin B12, Folat und Vitamin C. Für Vitamin D, Vitamin E, Vitamin K, Pantothensäure und Biotin besteht kein schwangerschaftsspezifisch erhöhter Referenzwert [LL1].

Eine regelhafte Supplementation ist unter den Vitaminen vor allem für Folsäure in der perikonzeptionellen Phase evidenzbasiert. Vitamin B12 muss bei veganer Ernährung zuverlässig supplementiert werden. Vitamin D soll bei geringer oder fehlender endogener Synthese in einer Dosis von 20 µg bzw. 800 IE pro Tag ergänzt werden [1, LL2].

Eine allgemeine Hochdosisgabe von Vitamin A, Vitamin C oder Vitamin E sowie eine unspezifische Supplementation sämtlicher B-Vitamine verbessert die Schwangerschaftsergebnisse nicht nachweisbar. Jede Supplementationsstrategie soll zwischen physiologischem Mehrbedarf (durch normale Körpervorgänge bedingtem Mehrbedarf), präventiver Standardempfehlung und therapeutischer Behandlung (gezielter medizinischer Behandlung) eines nachgewiesenen Mangels unterscheiden.

Literatur

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  2. McCauley ME, van den Broek N, Dou L, Othman M: Vitamin A supplementation during pregnancy for maternal and newborn outcomes. Cochrane Database Syst Rev. 2015;2015(10):CD008666. doi:10.1002/14651858.CD008666.pub3
  3. Palacios C, Kostiuk LK, Cuthbert A, Weeks J: Vitamin D supplementation for women during pregnancy. Cochrane Database Syst Rev. 2024;7(7):CD008873. doi:10.1002/14651858.CD008873.pub5
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  6. De-Regil LM, Peña-Rosas JP, Fernández-Gaxiola AC, Rayco-Solon P: Effects and safety of periconceptional oral folate supplementation for preventing birth defects. Cochrane Database Syst Rev. 2015;2015(12):CD007950. doi:10.1002/14651858.CD007950.pub3
  7. Rumbold A, Ota E, Nagata C, Shahrook S, Crowther CA: Vitamin C supplementation in pregnancy. Cochrane Database Syst Rev. 2015;2015(9):CD004072. doi:10.1002/14651858.CD004072.pub3
  8. Keats EC, Haider BA, Tam E, Bhutta ZA: Multiple-micronutrient supplementation for women during pregnancy. Cochrane Database Syst Rev. 2019;3(3):CD004905. doi:10.1002/14651858.CD004905.pub6

Leitlinien

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung, Österreichische Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. 3. Auflage, 1. Ausgabe. Bonn; 2025. Erratum, Stand Mai 2026. Website
  2. Netzwerk Gesund ins Leben: Ernährung, Bewegung und weitere Gesundheitsaspekte vor und während der Schwangerschaft. Aktualisierte, konsentierte Handlungsempfehlungen. Stand 6. Juli 2026. Website
  3. World Health Organization: Periconceptional folic acid supplementation to prevent neural tube defects. Aktualisiert am 9. August 2023. Website
  4. World Health Organization: Vitamin A supplementation during pregnancy. Website