Mikronährstoff-Analyse – individuelle Versorgung beurteilen und gezielt optimieren

Eine bedarfsgerechte Versorgung mit Mikronährstoffen ist eine wesentliche Voraussetzung für Gesundheit, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit sowie langfristiges Wohlbefinden. Der individuelle Bedarf ist jedoch nicht bei jedem Menschen gleich. Ernährungsweise, Lebensalter, körperliche Belastung, Erkrankungen, Arzneimitteltherapie und besondere Lebensphasen können die Aufnahme, Verwertung und den Bedarf einzelner Mikronährstoffe erheblich beeinflussen.
Die Mikronährstoffmedizin befasst sich mit der Prävention, Erkennung und gezielten Behandlung einer unzureichenden oder individuell nicht bedarfsgerechten Versorgung. Zu den relevanten Substanzen gehören insbesondere Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente sowie essenzielle Fettsäuren, essenzielle Aminosäuren, sekundäre Pflanzenstoffe und weitere bioaktive Verbindungen.
Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage der Versorgung. Allgemeine Ernährungsempfehlungen können jedoch nicht sämtliche individuellen Einflussfaktoren berücksichtigen. Genau hier setzt die Mikronährstoff-Analyse an: Sie führt persönliche Ernährungs-, Gesundheits- und Lebensstilinformationen strukturiert zusammen und unterstützt damit eine individuelle ernährungsmedizinische Beurteilung.
Warum eine Mikronährstoff-Analyse sinnvoll sein kann
Eine unzureichende Versorgung kann durch eine zu geringe Zufuhr, eine eingeschränkte Aufnahme oder Verwertung, erhöhte Verluste beziehungsweise einen individuell gesteigerten Bedarf entstehen. Häufig wirken mehrere Faktoren gleichzeitig zusammen.
Ein individueller Mikronährstoff-Mehrbedarf kann unter anderem bedingt sein durch:
- Ernährungsweisen – Vegetarismus, vegane Ernährung oder Rohkosternährung
- Unregelmäßiges Essen und häufiges Auslassen von Mahlzeiten
- Einseitige Ernährungsgewohnheiten
- Aufnahme hoher Energiemengen durch Fett, Eiweiß, Zucker, insbesondere Einfachzucker, und Alkohol
- Geringe Aufnahme von Ballaststoffen
- Gestörter Säure-Basen-Haushalt
- Kantinenessen – beispielsweise bei geringer Auswahl an frischem Gemüse, Obst und weiteren nährstoffreichen Lebensmitteln
- Diäten
- Reduktionsdiäten, Trennkost und weitere Diätformen
- Fastenkuren – beispielsweise totales Fasten oder modifiziertes Fasten
- Fehl- und Mangelernährung im Alter
- unausgewogene oder unzureichende Nahrungsaufnahme
- altersbedingte Veränderungen der Enzymaktivität
- veränderte Membran-, Stoffwechsel- und Transportvorgänge
- Resorptionsstörungen
- Genussmittel – insbesondere Tabak, Alkohol, Kaffee und schwarzer Tee; siehe auch Die Vorzüge des grünen Tees
- Beruflicher und emotionaler Stress
- beispielsweise eine länger anhaltende Doppelbelastung durch Beruf, Familie und Haushalt
- Schlafmangel
- Leistungssport oder schwere körperliche Arbeit
- Schwangerschaft und Stillzeit
- Resorptionsstörungen durch Nahrungsmittelintoleranzen
- Resorptionsstörungen durch chronische Erkrankungen des Verdauungssystems
- Magen – Gastritis, Magenresektion oder Zollinger-Ellison-Syndrom
- Dünndarm – akute oder chronische Enteritis sowie Zöliakie
- Strahlenenteritis
- Dünndarmresektion
- Morbus Crohn
- Dickdarm – Colitis ulcerosa
- Langzeit-Arzneimittelgebrauch – Arzneimittel können je nach Wirkstoff die Aufnahme, den Stoffwechsel oder die Ausscheidung einzelner Mikronährstoffe beeinflussen
- Biochemische Individualität – genetisch und metabolisch bedingte Unterschiede können unter anderem Enzymaktivität, antioxidative Schutzsysteme und die Reaktion auf Alkohol, Rauchen, Arzneimittel und weitere Umweltfaktoren beeinflussen
Was die Mikronährstoff-Analyse leistet
Die Mikronährstoff-Analyse bewertet die erfassten Einflussfaktoren in ihrer Gesamtheit. Sie zeigt, bei welchen Mikronährstoffen aufgrund Ihrer persönlichen Ernährung, Lebensweise, gesundheitlichen Situation oder Medikation ein erhöhter Bedarf beziehungsweise ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Versorgung bestehen kann.
Unspezifische Beschwerden wie Müdigkeit, verminderte Belastbarkeit, Konzentrationsprobleme oder eine eingeschränkte Regeneration können zahlreiche Ursachen haben. Sie erlauben für sich allein keinen sicheren Rückschluss auf einen Mikronährstoffmangel. Die Analyse unterstützt deshalb eine strukturierte ärztliche Einordnung und kann Hinweise darauf geben, wann eine gezielte Ernährungsberatung, Labordiagnostik oder Supplementierung sinnvoll ist.
Bei entsprechender Indikation ermöglicht die Mikronährstoff-Analyse eine gezielte und nutzenorientierte Supplementierung, anstatt Mikronährstoffe ungerichtet oder nach einem allgemeinen Standardschema einzunehmen.
Ihr Nutzen
Die Mikronährstoff-Analyse:
- Erfasst Ihre persönliche Ausgangssituation – berücksichtigt werden Ernährungsweise, Lebensalter, körperliche Aktivität, Belastungen, Erkrankungen, Beschwerden und Arzneimitteltherapie.
- Ermittelt einen möglichen individuellen Mikronährstoff-Mehrbedarf – die Auswertung zeigt, welche Mikronährstoffe aufgrund Ihrer persönlichen Konstellation besondere Aufmerksamkeit erfordern können.
- Ermöglicht eine individuelle Beurteilung – die Empfehlungen orientieren sich an Ihren Angaben und nicht ausschließlich an allgemeinen Durchschnittswerten.
- Unterstützt gezielte Mikronährstoff-Empfehlungen – bei entsprechender Indikation können geeignete Mikronährstoffe, Dosierungen und Kombinationen ausgewählt werden.
- Fördert eine rationale und sichere Supplementierung – eine strukturierte Auswahl hilft, unnötige Mehrfachsupplementierungen und nicht begründete Hochdosierungen zu vermeiden.
- Kann eine weiterführende Diagnostik vorbereiten – bei einem klinisch relevanten Verdacht können gezielt geeignete Laborparameter bestimmt und ärztlich beurteilt werden.
- Orientiert sich an der evidenzbasierten Medizin – die Bewertung und die daraus abgeleiteten Empfehlungen berücksichtigen klassifizierte medizinische und ernährungswissenschaftliche Fachliteratur.
- Ermöglicht die wissenschaftliche Nachvollziehbarkeit – relevante Publikationen können über www.pubmed.com, die Literaturdatenbank der National Library of Medicine der USA, recherchiert werden.
- Bietet auf Wunsch Vorschläge für geeignete Mikronährstoff-Kombinationen – die Auswahl erfolgt computergestützt in Abhängigkeit von den erhobenen Angaben und der verfügbaren wissenschaftlichen Evidenz.
Die Mikronährstoff-Analyse ersetzt keine ärztliche Diagnose und keinen laborchemischen Mangelnachweis. Sie schafft jedoch eine fundierte Grundlage, um individuelle Versorgungsrisiken frühzeitig zu erkennen, geeignete diagnostische Schritte auszuwählen und eine medizinisch indizierte Supplementierung gezielt zu planen.
Eine individuell abgestimmte Mikronährstoffversorgung unterstützt Gesundheit, Wohlbefinden, Leistungsfähigkeit und gesundes Altern.
Ergebnisse der Nationalen Verzehrsstudie – geschlechts- und altersbezogene Auswertung
Die Mikronährstoff-Analyse ist eine Entwicklung der EUSANA GmbH & Co. KG mit Unterstützung der Deutschen Klinik für Prävention KG (DKP) und der Deutschen Gesellschaft für Nährstoffmedizin und Prävention (DGNP) e. V.