Schulterarthrose (Omarthrose) – Analgetika (Schmerzmittel), Antiphlogistika (entzündungshemmende Medikamente) und Glukokortikoide

Therapieziel

  • Linderung der Beschwerden
  • Verbesserung von Gelenkfunktion, Beweglichkeit und Alltagsaktivität
  • Unterstützung der nichtmedikamentösen Therapie, insbesondere der Bewegungstherapie

Therapieempfehlungen

  • Die medikamentöse Therapie der Omarthrose (Verschleiß des Schulterhauptgelenks), der Arthrose (Gelenkverschleiß) des Glenohumeralgelenks (Hauptgelenk der Schulter), ist symptomatisch. Eine zugelassene krankheitsmodifizierende Pharmakotherapie, die die Progression der Omarthrose nachweislich hemmt, steht nicht zur Verfügung. Die schultergelenkspezifische Evidenz für die konservative Pharmakotherapie ist insgesamt begrenzt. Empfehlungen aus Studien zur Knie- oder Hüftarthrose sind deshalb als Übertragung auf die Schulter einzuordnen [1, 2, LL1].
  • Nichtsteroidale Antirheumatika (NSAR): Bei behandlungsbedürftigen Schmerzen und fehlenden Kontraindikationen können orale NSAR eingesetzt werden. Auswahl, Dosis und Behandlungsdauer richten sich nach dem individuellen gastrointestinalen, renalen und kardiovaskulären Risiko. Es gilt die niedrigste wirksame Dosis für die kürzest notwendige Behandlungsdauer [1, 2, LL2, FI2, FI3, FI4].
  • Topische NSAR: Ein zeitlich begrenzter Behandlungsversuch kann insbesondere bei erhöhtem Risiko systemischer Nebenwirkungen erwogen werden. Für das tief liegende Glenohumeralgelenk fehlen belastbare Wirksamkeitsnachweise; Ergebnisse bei oberflächlicher gelegenen Gelenken lassen sich nicht unmittelbar übertragen. Die zugelassenen Anwendungsgebiete des jeweiligen Präparats sind zu beachten [2, LL2, FI7].
  • Paracetamol: Keine routinemäßige Therapie der ersten Wahl. Eine gelegentliche, kurzzeitige Anwendung kommt in Betracht, wenn andere pharmakologische Optionen kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind. Der durchschnittliche analgetische Nutzen bei Arthrose ist gering [LL2, FI1].
  • Intraartikuläre Glucocorticoide: Eine gezielte Injektion (Einspritzung) kann bei klinisch relevanten Schmerzen, insbesondere bei entzündlich aktivierter Omarthrose, erwogen werden, wenn andere Maßnahmen unzureichend wirksam oder ungeeignet sind. Die Wirkung ist symptomatisch und zeitlich begrenzt; hochwertige schultergelenkspezifische Vergleichsstudien fehlen weitgehend [3, 4, LL3, FI8].
  • Systemische Glucocorticoide: Keine Standardtherapie der Omarthrose. Eine orale oder parenterale Glucocorticoidtherapie setzt eine eigenständige andere Indikation voraus, beispielsweise eine entzündlich-rheumatische Erkrankung [1, 2].
  • Hyaluronsäure: Keine Routineempfehlung bei Omarthrose. Positive schulterbezogene Befunde zu Schmerz und Funktion sind vorhanden, die Ergebnisse kontrollierter Studien sind jedoch uneinheitlich. Die AAOS-Leitlinie empfiehlt Hyaluronsäure bei glenohumeraler Arthrose nicht; auch NICE rät von intraartikulären Hyaluronan-Injektionen bei Arthrose ab [4, 10, 11, LL1, LL2].
  • Orale Chondroprotektiva: Für bestimmte standardisierte Glucosaminsulfat- und Chondroitinsulfat-Präparate bestehen positive randomisierte Studien zur symptomatischen Behandlung der Kniearthrose. Diese Ergebnisse verdienen Berücksichtigung, belegen aber weder eine entsprechende Wirksamkeit bei Omarthrose noch eine knorpelregenerierende Wirkung. Die Präparatequalität und die untersuchte Formulierung sind entscheidend; Studienergebnisse sind nicht pauschal auf beliebige Nahrungsergänzungsmittel übertragbar [7, 8, 9].
  • Indikationsgrenzen der Chondroprotektiva: Die AAOS-Leitlinie kann wegen fehlender belastbarer Schulterdaten weder für noch gegen Glucosamin und Chondroitin bei Omarthrose empfehlen. NICE empfiehlt Glucosamin zur Arthrosebehandlung nicht. Eine individuelle Anwendung an der Schulter darf deshalb nicht als gesicherter Therapiestandard dargestellt werden; für das aufgeführte Glucosamin-Arzneimittel liegt die Zulassung bei leichter bis mittelschwerer Kniearthrose [LL1, LL2, FI9].
  • Opioide: Keine routinemäßige oder langfristige Therapie der Omarthrose. Schwache Opioide kommen allenfalls ausnahmsweise und kurzzeitig in Betracht, wenn andere pharmakologische Optionen kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind. Starke Opioide sollen nach NICE zur Arthrosebehandlung nicht eingesetzt werden [LL1, LL2].
  • Orthobiologika: Für plättchenreiches Plasma (platelet-rich plasma, PRP), Knochenmarkaspiratkonzentrat (bone marrow aspirate concentrate, BMAC) und mesenchymale Stromazellen (mesenchymal stromal cells, MSC) besteht keine ausreichende Evidenz für eine routinemäßige Anwendung bei Omarthrose. Ein nachgewiesener Wiederaufbau des Gelenkknorpels oder eine gesicherte Verzögerung der Endoprothesenversorgung (Versorgung mit einem künstlichen Gelenk) kann daraus nicht abgeleitet werden [4, 12, LL1].

Allgemeine Hinweise

  • Schmerzmedikation soll die aktive Bewegungstherapie unterstützen. Bei unzureichendem Nutzen sind Diagnose und Behandlungskonzept zu überprüfen; eine fortgesetzte Dosiseskalation ersetzt keine erneute schulterorthopädische Beurteilung [2, LL2].
  • Indikation, Wirkung und Verträglichkeit sind regelmäßig zu überprüfen. Eine medikamentöse Dauertherapie sollte nach Möglichkeit vermieden werden [LL2].
  • Verschiedene systemische NSAR dürfen nicht miteinander kombiniert werden! Dies gilt auch für die Kombination eines nichtselektiven NSAR mit einem Coxib. Eine zusätzliche topische NSAR-Anwendung ist ebenfalls auf ihren Nutzen und das zusätzliche Nebenwirkungsrisiko zu prüfen [FI2, FI3, FI5, FI7].
  • Vor und unter systemischer NSAR-Therapie sind insbesondere Alter, Ulkus- (Geschwür-) oder Blutungsanamnese, Nierenfunktion, Leberfunktion, Blutdruck, Herzinsuffizienz (Herzschwäche), kardiovaskuläre Erkrankungen, Flüssigkeitsmangel und Begleitmedikation zu berücksichtigen. Bei entsprechender Risikokonstellation sind Kontrollen von Nierenfunktion, Blutdruck und Hämoglobin erforderlich [FI2, FI3, FI4, FI5, FI6].
  • Bei erhöhtem gastrointestinalem Risiko ist eine gastroprotektive Begleittherapie mit einem Protonenpumpeninhibitor (PPI) angezeigt. NICE empfiehlt eine solche Begleittherapie grundsätzlich während der oralen NSAR-Behandlung bei Arthrose. Ein PPI verhindert keine renalen oder kardiovaskulären NSAR-Komplikationen [LL2, FI2, FI3].
  • Besonders zu beachten sind Kombinationen mit Antikoagulanzien, Thrombozytenaggregationshemmern, systemischen Glucocorticoiden und selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmern sowie die Kombination eines NSAR mit einem ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptorblocker und einem Diuretikum [FI2, FI3, FI4].
  • Niedrigdosierte Acetylsalicylsäure (ASS) ist keine analgetische Therapiealternative bei Omarthrose und soll nicht zur Verminderung eines NSAR-bedingten kardiovaskulären Risikos neu angesetzt werden. Bei unabhängiger kardiovaskulärer ASS-Indikation sind das zusätzliche Blutungsrisiko und mögliche Interaktionen zu beachten; insbesondere Ibuprofen kann die Thrombozytenaggregationshemmung durch ASS beeinträchtigen [FI2, FI3, FI5].
  • Diclofenac: Systemisches Diclofenac ist bei Herzinsuffizienz der NYHA-Klassen II bis IV, ischämischer Herzkrankheit (Herzerkrankung durch unzureichende Durchblutung), peripherer arterieller Verschlusskrankheit (Durchblutungsstörung der Gliedmaßen) (pAVK) oder zerebrovaskulärer Erkrankung (Erkrankung der Blutgefäße des Gehirns) kontraindiziert [FI3].
  • Coxibe: Auch Celecoxib und Etoricoxib sind bei bestimmten kardiovaskulären Erkrankungen kontraindiziert. Etoricoxib darf bei anhaltend über 140/90 mmHg erhöhtem, nicht ausreichend eingestelltem Blutdruck nicht eingesetzt werden [FI5, FI6].
  • Bei neu aufgetretenem heißem, geschwollenem Gelenk, Fieber oder ungewöhnlich rascher Beschwerdezunahme ist insbesondere eine infektiöse Arthritis (Gelenkentzündung durch Krankheitserreger) auszuschließen. Eine intraartikuläre Glucocorticoidinjektion darf bei entsprechendem Verdacht nicht erfolgen [LL3, FI8].
  • Bei anhaltend erheblichen Schmerzen und Funktionseinschränkungen trotz angemessener konservativer Therapie ist die Indikation zur Schulterendoprothese (künstliches Schultergelenk) zu prüfen [2, LL2].

Wirkstoffe (Hauptindikation)

Die folgenden Dosierungen gelten für Erwachsene. Sie ersetzen nicht die präparatspezifische Fachinformation. Dosisanpassungen bei Organfunktionsstörungen, höherem Lebensalter oder relevanten Wechselwirkungen sind erforderlich. Höchstdosen sind keine anzustrebenden Standarddosen.

Nichtsaure Analgetika

Wirkstoff Besonderheiten
Paracetamol Nur gelegentlich und kurzzeitig einsetzen. Lebererkrankung, Körpergewicht unter 50 kg, chronischer Alkoholkonsum, Mangelernährung und Dehydratation (Flüssigkeitsmangel des Körpers) berücksichtigen. Keine unbemerkte Doppelmedikation durch paracetamolhaltige Kombinationspräparate [LL2, FI1].
  • Wirkweise: Überwiegend zentral analgetisch und antipyretisch; keine klinisch relevante antiphlogistische Wirkung [FI1].
  • Indikation: Gelegentliche, kurzzeitige Schmerztherapie bei Ungeeignetheit anderer pharmakologischer Optionen; keine generelle Erstlinientherapie der Omarthrose [LL2].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; bei relevanten Leber- oder Nierenfunktionsstörungen gelten die präparatspezifischen Gegenanzeigen und Dosisanpassungen. Alkohol erhöht insbesondere bei chronischem Konsum und Mangelernährung das Risiko einer Leberschädigung [FI1].
  • Nebenwirkungen: Vor allem Hepatotoxizität (leberschädigende Wirkung) bei Überdosierung oder Risikokonstellationen; selten schwere Überempfindlichkeits- und Hautreaktionen. Bei relevanter Überdosierung ist eine unverzügliche medizinische Behandlung erforderlich; Antidot ist N-Acetylcystein [FI1].

Topische nichtsteroidale Antirheumatika

Wirkstoff Besonderheiten
Diclofenac als Gel Geringere systemische Exposition als bei oraler Anwendung, jedoch kein gesicherter Wirksamkeitsnachweis für das tief liegende Glenohumeralgelenk. Das aufgeführte Präparat ist zur lokalen Behandlung akuter Beschwerden nach stumpfen Traumen (Verletzungen ohne offene Wunde) zugelassen; eine Anwendung bei Omarthrose liegt außerhalb dieses Anwendungsgebiets [LL2, FI7].
  • Wirkweise: Lokale Cyclooxygenasehemmung mit analgetischer und antiphlogistischer Wirkung [FI7].
  • Indikation: Allenfalls individueller, zeitlich begrenzter Behandlungsversuch unter Beachtung der Präparatezulassung; die Omarthrose-spezifische Evidenz ist unzureichend [2, LL2].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Diclofenac oder andere NSAR mit entsprechenden Überempfindlichkeitsreaktionen; Anwendung im letzten Schwangerschaftsdrittel. Nicht auf offene Wunden, entzündete oder infizierte Haut oder Schleimhäute auftragen [FI7].
  • Nebenwirkungen: Vor allem lokale Hautreaktionen; selten Photosensibilisierung (erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut) und Überempfindlichkeit. Systemische Nebenwirkungen sind bei großflächiger oder länger dauernder Anwendung nicht ausgeschlossen [FI7].

Systemische nichtselektive nichtsteroidale Antirheumatika

Wirkstoff Besonderheiten
Ibuprofen Niedrigste wirksame Dosis; insbesondere bei hohen Dosen erhöhtes kardiovaskuläres Risiko. Mögliche Beeinträchtigung der ASS-Wirkung beachten [FI2].
Diclofenac Besondere kardiovaskuläre Indikationsgrenzen: kontraindiziert bei Herzinsuffizienz NYHA II bis IV, ischämischer Herzkrankheit, pAVK und zerebrovaskulärer Erkrankung [FI3].
Naproxen Möglicherweise günstigeres arterielles thrombotisches Risikoprofil als einzelne andere NSAR; dennoch kein kardiovaskulär risikofreies Arzneimittel. Gastrointestinales und renales Risiko beachten [FI4].
  • Wirkweise: Reversible Hemmung von COX-1 und COX-2 mit verminderter Prostaglandinsynthese; analgetisch, antiphlogistisch und antipyretisch [FI2, FI3, FI4].
  • Indikation: Symptomatische Behandlung schmerzhafter, insbesondere entzündlich aktivierter Omarthrose. Die Evidenzbasis ist für Knie- und Hüftarthrose breiter als für das Glenohumeralgelenk [1, 2].
  • Kontraindikationen: Unter anderem aktive oder wiederholt aufgetretene gastrointestinale Ulzera (Geschwüre im Magen-Darm-Trakt) bzw. Blutungen, frühere NSAR-bedingte gastrointestinale Blutung oder Perforation (Durchbruch der Magen- oder Darmwand), entsprechende NSAR-Überempfindlichkeit, schwere Organfunktionsstörungen und Anwendung im letzten Schwangerschaftsdrittel. Zusätzlich gelten die substanzspezifischen kardiovaskulären Gegenanzeigen [FI2, FI3, FI4].
  • Nebenwirkungen: Gastrointestinale Ulzera, Blutungen und Perforationen; akute Nierenschädigung, Natrium- und Wasserretention, Blutdruckanstieg, Verschlechterung einer Herzinsuffizienz und arterielle thrombotische Ereignisse (Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel in Schlagadern). Möglich sind ferner Leber- und schwere Hautreaktionen [FI2, FI3, FI4].

Selektive COX-2-Hemmer (Coxibe)

Wirkstoff Besonderheiten
Celecoxib Individuelles gastrointestinales, renales und kardiovaskuläres Risikoprofil beachten. Überempfindlichkeit gegen Sulfonamide ist eine zusätzliche Gegenanzeige [FI5].
Etoricoxib Kontraindiziert unter anderem bei unzureichend eingestelltem, anhaltend über 140/90 mmHg erhöhtem Blutdruck. Blutdruck vor Beginn und im Verlauf kontrollieren [FI6].
  • Wirkweise: Selektive Hemmung der Cyclooxygenase-2. Keine klinisch relevante Thrombozytenaggregationshemmung; kein Ersatz für eine indizierte ASS-Therapie [FI5, FI6].
  • Indikation: Symptomatische Arthrosebehandlung bei geeigneter Risikokonstellation. Bei erhöhtem gastrointestinalem und gleichzeitig niedrigem kardiovaskulärem Risiko kann ein Coxib gegenüber einem nichtselektiven NSAR Vorteile bieten; eine gastroprotektive Begleittherapie bleibt abhängig von Leitlinie und Risikoprofil relevant [LL2, FI5, FI6].
  • Kontraindikationen: Unter anderem aktive gastrointestinale Ulzera oder Blutungen, schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung, Herzinsuffizienz NYHA II bis IV sowie klinisch gesicherte koronare, periphere arterielle oder zerebrovaskuläre Erkrankung. Schwangerschaft und weitere präparatspezifische Gegenanzeigen beachten [FI5, FI6].
  • Nebenwirkungen: Kardiovaskuläre thrombotische Ereignisse, Blutdruckanstieg, Flüssigkeitsretention (Flüssigkeitseinlagerung) und Nierenfunktionsstörungen. Gastrointestinale Komplikationen bleiben möglich; der gastrointestinale Vorteil gegenüber nichtselektiven NSAR wird durch gleichzeitige ASS-Anwendung vermindert [FI5, FI6].

Opioid-Analgetika

Wirkstoff Besonderheiten
Tramadol, nicht retardiert Nur kurzzeitige Ausnahmetherapie mit vorab festgelegtem Behandlungsziel und Überprüfung des Nutzens. Keine routinemäßige Dauertherapie der Omarthrose. Wechselwirkungen mit serotonergen Arzneimitteln und zentral dämpfenden Substanzen beachten [LL1, LL2, FI10].
  • Wirkweise: Agonistische Wirkung an Opioidrezeptoren sowie Hemmung der Wiederaufnahme von Noradrenalin und Serotonin [FI10].
  • Indikation: Allenfalls zeitlich eng begrenzte Behandlung erheblicher Schmerzen, wenn andere pharmakologische Optionen kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind. Starke Opioide wie Morphin sollen nach NICE nicht zur Arthrosebehandlung eingesetzt werden [LL1, LL2].
  • Kontraindikationen: Unter anderem akute Intoxikation (Vergiftung) mit Alkohol oder zentral dämpfenden Substanzen, gleichzeitige oder innerhalb der vorausgegangenen 14 Tage erfolgte MAO-Hemmer-Therapie und nicht ausreichend kontrollierte Epilepsie (Erkrankung mit wiederkehrenden Krampfanfällen). Nicht zur Behandlung eines Opioidentzugs einsetzen [FI10].
  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Obstipation (Verstopfung), Schwindel, Sedierung (Dämpfung von Wachheit und Aufmerksamkeit), Stürze, Atemdepression (gefährliche Abschwächung der Atmung), Toleranzentwicklung und Abhängigkeit. Zusätzlich sind Krampfanfälle und ein serotonerges Syndrom (gefährliche Überaktivierung des Serotoninsystems) möglich [FI10].

In einer großen Beobachtungsstudie war der Beginn einer Tramadol-Therapie bei Arthrose gegenüber mehreren NSAR mit einer erhöhten Gesamtmortalität innerhalb eines Jahres assoziiert. Wegen möglicher Unterschiede der Patientengruppen und verbleibender Störfaktoren lässt sich daraus keine gesicherte Kausalität ableiten [6].

Intraartikuläre Glucocorticoide

Wirkstoff Besonderheiten
Triamcinolonacetonid Nur gezielte ärztliche Anwendung bei entsprechender Indikation und unter streng aseptischen Bedingungen. Injektion in das Glenohumeralgelenk; eine subakromiale Injektion behandelt ein anderes anatomisches Kompartiment. Keine Injektion in Sehnen [LL3, FI8].
  • Wirkweise: Lokale Hemmung entzündlicher Signalwege und Verminderung der Synovitis (Entzündung der Gelenkinnenhaut); symptomatische Schmerzreduktion, keine nachgewiesene krankheitsmodifizierende Wirkung [3, FI8].
  • Indikation: Klinisch relevante Schmerzen, insbesondere bei entzündlicher Aktivierung, wenn andere pharmakologische Maßnahmen unzureichend wirksam oder ungeeignet sind. Eine Injektion kann die Durchführung der Bewegungstherapie erleichtern [3, LL2, FI8].
  • Kontraindikationen: Infektion im oder am zu behandelnden Gelenk, entsprechende Infektionsverdachtslage, Überempfindlichkeit und weitere präparatspezifische Gegenanzeigen. Antikoagulation ist nicht grundsätzlich eine absolute Gegenanzeige; Blutungsrisiko, Gerinnungssituation und Injektionstechnik sind individuell zu beurteilen [LL3, FI8].
  • Nebenwirkungen: Vorübergehende Schmerzverstärkung, Haut- oder subkutane Atrophie (Schwund von Haut oder Unterhautgewebe), Depigmentierung (Verlust der Hautfarbe), Blutung und selten infektiöse Arthritis. Möglich sind vorübergehende Hyperglykämie (erhöhter Blutzucker) und weitere systemische Glucocorticoideffekte. Wiederholte Injektionen können lokale Gewebeschäden begünstigen [LL3, FI8].
  • Schulterbezogene Evidenz: Eine kleine prospektive Studie zeigte nach einmaliger bildgesteuerter Injektion Verbesserungen von Schmerz und Schulterfunktion, teilweise bis etwa vier Monate. Die fehlende hochwertige Kontrollgruppe begrenzt die Aussagekraft; eine solche Wirkdauer kann nicht generell zugesichert werden [3].
  • Wirkdauer: Für Arthrose allgemein beschreibt NICE eine überwiegend kurzfristige Linderung über etwa 2 bis 10 Wochen. Der individuelle Verlauf bei Omarthrose kann hiervon abweichen [LL2].
  • Injektionstechnik: Bildsteuerung, insbesondere Ultraschall, kann die Treffsicherheit verbessern. Bei relevantem Erguss (Flüssigkeitsansammlung im Gelenk) kann eine Punktion (Entnahme von Flüssigkeit mit einer Nadel) der Injektion vorausgehen; bei diagnostischem Infektionsverdacht hat die Abklärung Vorrang [LL3, FI8].
  • Wiederholungsinjektionen: Keine schematische Serienbehandlung. Eine erneute Injektion setzt einen nachvollziehbaren Nutzen der vorausgegangenen Behandlung voraus. Präparatspezifische Mindestintervalle und Höchstzahlen sind einzuhalten; sie sind keine Empfehlung, diese auszuschöpfen [LL3, FI8].
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit): Auf vorübergehende Glucoseanstiege hinweisen; insbesondere während der ersten drei Tage nach der Injektion engmaschiger kontrollieren [LL3].
  • Geplante Schulterendoprothese: Zwischen intraartikulärer Glucocorticoidinjektion und Schulterarthroplastik (operativer Ersatz des Schultergelenks) sollte ein Abstand von mindestens drei Monaten eingehalten werden. Eine systematische Übersichtsarbeit zeigte bei kürzerem Abstand eine erhöhte Rate periprothetischer Infektionen (Infektionen im Bereich des künstlichen Gelenks); die zugrunde liegenden Daten sind überwiegend beobachtend [5].

Hyaluronsäure

Wirkstoff Besonderheiten
Hyaluronsäure bzw. Natriumhyaluronat zur intraartikulären Anwendung Keine Routineempfehlung. Häufig Medizinprodukte; Zweckbestimmung und Schulteranwendung sind produktspezifisch zu prüfen. Keine gesicherte Knorpelregeneration oder krankheitsmodifizierende Wirkung [4, LL1, LL2].
  • Wirkweise: Beeinflussung viskoelastischer Eigenschaften der Synovialflüssigkeit (Gelenkflüssigkeit); zusätzlich werden biologische Effekte auf entzündliche und nozizeptive Prozesse diskutiert. Hieraus lässt sich keine nachgewiesene strukturerhaltende Wirkung bei Omarthrose ableiten [4, 10].
  • Indikation: Kein etablierter Therapiestandard bei Omarthrose. Eine individuelle Anwendung setzt eine sachgerechte Aufklärung über positive Befunde, widersprüchliche kontrollierte Ergebnisse, Leitlinienempfehlungen, Kosten und fehlende gesicherte Strukturwirkung voraus [10, 11, LL1, LL2].
  • Kontraindikationen: Insbesondere Infektion des Gelenks oder der Injektionsregion sowie Überempfindlichkeit gegen Produktbestandteile. Weitere Gegenanzeigen und gegebenenfalls die Herkunft des Präparats sind anhand der Produktinformation zu prüfen [LL3].
  • Nebenwirkungen: Vorübergehende Schmerzen, Schwellung und Erguss; selten ausgeprägte sterile Entzündungsreaktionen oder Überempfindlichkeit. Wie bei jeder Gelenkinjektion besteht ein Infektionsrisiko [4, LL3].
  • Positive schulterbezogene Befunde: Eine Metaanalyse von 2023 berichtete Verbesserungen der Schmerzen nach intraartikulärer Hyaluronsäure und Vorteile in einzelnen Vergleichen mit anderen konservativen Maßnahmen. Heterogene Vergleichsgruppen und methodische Einschränkungen begrenzen jedoch die Sicherheit des Gesamtergebnisses [10].
  • Placebokontrollierte Evidenz: In einer randomisierten Studie mit 300 Patienten war der Unterschied zwischen Hyaluronsäure und Kochsalz-/Pufferinjektionen im Gesamtkollektiv nicht statistisch signifikant. Ein positives Subgruppenergebnis bei Patienten ohne begleitende Schulterpathologie begründet keine allgemeine Wirksamkeitszusage [11].
  • Einordnung: Symptomatische Verbesserungen nach einer Behandlung sind möglich. Sie beweisen für sich allein keinen spezifischen Arznei- oder Produkteffekt, da auch Vergleichsinjektionen Verbesserungen bewirken können. Die positiven Studienbefunde ändern derzeit nicht die fehlende Routineempfehlung [4, 10, 11, LL1].

Orale Chondroprotektiva

Glucosamin und Chondroitinsulfat werden häufig den symptomatisch langsam wirkenden Arthrosepräparaten (symptomatic slow-acting drugs for osteoarthritis, SYSADOA) zugeordnet. Der Begriff „Chondroprotektiva“ bezeichnet keine für die Omarthrose nachgewiesene knorpelschützende Arzneimittelwirkung.

Wirkstoff Besonderheiten
Glucosaminsulfat, standardisiertes Arzneimittel Positive symptomatische Befunde für bestimmte untersuchte Formulierungen bei Kniearthrose. Zulassung des aufgeführten Arzneimittels für leichte bis mittelschwere Kniearthrose; Anwendung bei Omarthrose außerhalb der Zulassung. Kein Akutanalgetikum; Wirkungseintritt gegebenenfalls erst nach Wochen [8, FI9].
Chondroitinsulfat, pharmazeutisch standardisierte Qualität Positive placebokontrollierte Befunde zu Schmerz und Funktion bei Kniearthrose. Präparatequalität und Zusammensetzung sind relevant; keine pauschale Übertragbarkeit auf Nahrungsergänzungsmittel oder auf das Schultergelenk [7, LL1].
Chondroitinsulfat plus Glucosaminhydrochlorid Die untersuchte Kombination erfüllte nach sechs Monaten das Nichtunterlegenheitskriterium gegenüber Celecoxib. Die Studie hatte keinen Placeboarm und untersuchte Kniearthrose; sie belegt weder einen entsprechenden Schulternutzen noch die Gleichwertigkeit beliebiger Kombinationen [9].
  • Wirkweise: Glucosamin und Chondroitinsulfat stehen mit Bestandteilen der Knorpelmatrix in Zusammenhang. Präklinische Befunde sprechen für Einflüsse auf Matrixstoffwechsel und entzündliche Prozesse. Der klinische Wirkmechanismus ist nicht abschließend geklärt; biologische Plausibilität und experimentelle Effekte sind kein Nachweis einer Knorpelregeneration beim Menschen [FI9].
  • Indikation: Präparatspezifisch symptomatische Behandlung der Kniearthrose bzw. Anwendung entsprechend der jeweiligen Zulassung. Für Omarthrose fehlen belastbare Wirksamkeitsnachweise. Ein individuell vereinbarter Behandlungsversuch darf nicht als leitliniengesicherte Schultertherapie bezeichnet werden; bei fehlender spürbarer Verbesserung nach etwa zwei bis drei Monaten ist eine Fortführung kritisch zu überprüfen [LL1, LL2, FI9].
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Wirkstoff oder Bestandteile. Bei aus Schalentieren hergestelltem Glucosamin ist eine Schalentierallergie zu beachten. Für das aufgeführte Pulver bestehen zusätzliche Einschränkungen durch Hilfsstoffe, insbesondere bei hereditärer Fructoseintoleranz (erblich bedingter Unverträglichkeit von Fruchtzucker). Schwangerschaft und Stillzeit sowie relevante Organfunktionsstörungen erfordern Beachtung der jeweiligen Produktinformation [FI9].
  • Nebenwirkungen: Meist leichte gastrointestinale Beschwerden; bei Glucosamin auch Kopfschmerzen, Müdigkeit und Hautreaktionen. Unter Vitamin-K-Antagonisten sind INR-Anstiege berichtet; bei Beginn und Ende einer Glucosamin-Anwendung engmaschiger überwachen. Bei eingeschränkter Glucosetoleranz sind Glucosekontrollen angezeigt [FI9].
  • Chondroitinsulfat – positive kontrollierte Daten: In der CONCEPT-Studie mit 604 Patienten mit Kniearthrose verbesserte pharmazeutisch standardisiertes Chondroitinsulfat nach sechs Monaten Schmerz und Funktion stärker als Placebo. Der zusätzliche Schmerzvorteil gegenüber Placebo betrug etwa 9 mm auf einer 100-mm-Skala; die Verträglichkeit war gut. Zwischen den aktiven Gruppen bestand kein statistisch signifikanter Unterschied [7].
  • Glucosaminsulfat – positive kontrollierte Daten: Die GUIDE-Studie zeigte für die untersuchte Glucosaminsulfat-Formulierung bei Kniearthrose Vorteile gegenüber Placebo bei der zusammengefassten Bewertung von Schmerz und Funktion sowie beim Therapieansprechen. Nicht alle einzelnen Endpunkte waren gleichermaßen positiv. Die Ergebnisse beziehen sich auf die geprüfte Formulierung [8].
  • Kombination – positive Vergleichsdaten: In der MOVES-Studie mit 606 Patienten mit schmerzhafter Kniearthrose nahm der Schmerz nach sechs Monaten sowohl unter der untersuchten Glucosaminhydrochlorid-/Chondroitinsulfat-Kombination als auch unter Celecoxib um etwa 50 % ab. Die Kombination erfüllte das vorab definierte Nichtunterlegenheitskriterium; ohne Placeboarm lässt sich daraus kein eindeutiger spezifischer Effekt gegenüber Placebo bestimmen [9].
  • Klinische Bewertung: Positive Studien sprechen gegen eine pauschale Einstufung sämtlicher standardisierter Präparate als wirkungslos. Gleichzeitig bleiben Unterschiede zwischen Studien, Formulierungen und Arthroselokalisationen relevant. Für die Omarthrose sind weder eine zuverlässige Symptomverbesserung noch eine Progressionshemmung nachgewiesen [7, 8, 9, LL1].

Orthobiologika

  • PRP: In einer randomisierten Studie mit 70 Patienten verbesserten sich Schmerz und Funktion sowohl nach leukozytenarmem PRP als auch nach Hyaluronsäure; zwischen den Gruppen bestand kein signifikanter Unterschied. Da ein Placeboarm fehlte, belegt die Studie keine Überlegenheit gegenüber einer Placeboinjektion [12].
  • BMAC und MSC: Begrenzte und heterogene klinische Daten erlauben keine Routineempfehlung. Herstellung, Zusammensetzung und regulatorische Voraussetzungen unterscheiden sich zwischen Verfahren [4, LL1].
  • Indikationsgrenze: Orthobiologische Verfahren sind keine nachgewiesene knorpelregenerierende Standardtherapie der Omarthrose. Eine Anwendung sollte bevorzugt im Rahmen geeigneter klinischer Studien erfolgen [4, LL1].

Weitere medikamentöse bzw. injektive Verfahren besitzen derzeit keine hinreichend gesicherte Evidenz für eine routinemäßige Behandlung der Omarthrose.

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Chondroprotektiva (z. B. Glukosaminsulfat, Chondroitinsulfat) werden eingenommen, um knorpelabbauende Substanzen zu hemmen sowie Linderung oder Verbesserung der Schmerzen zu erzielen.

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel sollten die folgenden Mikronährstoffe (Vitalstoffe) enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3)
  • Mineralstoffe (Magnesium)
  • Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Mangan, Selen, Zink)
  • Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Curcumin, Bromelain aus Ananas-Extrakt)
  • Weitere Vitalstoffe (Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, Kollagene)

Weitere Mikronährstoffe siehe unter „Therapie mit Mikronährstoffen“.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungen

  • AAOS: American Academy of Orthopaedic Surgeons; US-amerikanische orthopädische Fachgesellschaft
  • ACE: Angiotensin-Converting Enzyme; Angiotensin-konvertierendes Enzym
  • ASS: Acetylsalicylsäure
  • BMAC: Bone Marrow Aspirate Concentrate; Knochenmarkaspiratkonzentrat
  • CONCEPT: ChONdroitin versus CElecoxib versus Placebo Trial; Studienkurzname
  • COX: Cyclooxygenase
  • d: Tag
  • DHA: Docosahexaensäure
  • EPA: Eicosapentaensäure
  • EULAR: European Alliance of Associations for Rheumatology; europäischer Zusammenschluss rheumatologischer Fachgesellschaften
  • FI: Fachinformation
  • GUIDE: Glucosamine Unum In Die Efficacy; Studienkurzname
  • INR: International Normalized Ratio; standardisierter Wert zur Beurteilung der Blutgerinnung
  • LL: Leitlinie
  • MAO: Monoaminoxidase
  • mg: Milligramm
  • ml: Milliliter
  • mmHg: Millimeter Quecksilbersäule; Einheit des Blutdrucks
  • MOVES: Multicentre Osteoarthritis interVEntion trial with SYSADOA; Studienkurzname
  • MSC: Mesenchymal Stromal Cells; mesenchymale Stromazellen
  • NICE: National Institute for Health and Care Excellence; britische Institution für evidenzbasierte Versorgungsempfehlungen
  • NSAR: Nichtsteroidale Antirheumatika
  • NYHA: New York Heart Association; Einteilung der funktionellen Einschränkung bei Herzinsuffizienz
  • pAVK: Periphere arterielle Verschlusskrankheit
  • PPI: Protonenpumpeninhibitor
  • PRP: Platelet-Rich Plasma; plättchenreiches Plasma
  • SYSADOA: Symptomatic Slow-Acting Drugs for Osteoarthritis; symptomatisch langsam wirkende Arthrosepräparate

Literatur

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  2. Yamamoto N, Szymski D, Voss A et al.: Non-operative management of shoulder osteoarthritis: Current concepts. J ISAKOS. 2023;8(5):289-295. doi:10.1016/j.jisako.2023.06.002
  3. Metzger CM, Farooq H, Merrell GA et al.: Efficacy of a single, image-guided corticosteroid injection for glenohumeral arthritis. J Shoulder Elbow Surg. 2021;30(5):1128-1134. doi:10.1016/j.jse.2020.08.008
  4. Migliorini F, Schäfer L, Masoni V et al.: Intra-articular injections for shoulder arthritis in adults: a systematic review. Eur J Med Res. 2025;30:1080. doi:10.1186/s40001-025-03423-4
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  6. Zeng C, Dubreuil M, LaRochelle MR et al.: Association of Tramadol With All-Cause Mortality Among Patients With Osteoarthritis. JAMA. 2019;321(10):969-982. doi:10.1001/jama.2019.1347
  7. Reginster JY, Dudler J, Blicharski T et al.: Pharmaceutical-grade Chondroitin sulfate is as effective as celecoxib and superior to placebo in symptomatic knee osteoarthritis: the ChONdroitin versus CElecoxib versus Placebo Trial (CONCEPT). Ann Rheum Dis. 2017;76(9):1537-1543. doi:10.1136/annrheumdis-2016-210860
  8. Herrero-Beaumont G, Román Ivorra JA, Trabado MC et al.: Glucosamine sulfate in the treatment of knee osteoarthritis symptoms: a randomized, double-blind, placebo-controlled study using acetaminophen as a side comparator. Arthritis Rheum. 2007;56(2):555-567. doi:10.1002/art.22371
  9. Hochberg MC, Martel-Pelletier J, Monfort J et al.: Combined chondroitin sulfate and glucosamine for painful knee osteoarthritis: a multicentre, randomised, double-blind, non-inferiority trial versus celecoxib. Ann Rheum Dis. 2015;74(5):851-858. doi:10.1136/annrheumdis-2014-206792
  10. Familiari F, Ammendolia A, Rupp MC et al.: Efficacy of intra-articular injections of hyaluronic acid in patients with glenohumeral joint osteoarthritis: A systematic review and meta-analysis. J Orthop Res. 2023;41(11):2345-2358. doi:10.1002/jor.25648
  11. Kwon YW, Eisenberg G, Zuckerman JD: Sodium hyaluronate for the treatment of chronic shoulder pain associated with glenohumeral osteoarthritis: a multicenter, randomized, double-blind, placebo-controlled trial. J Shoulder Elbow Surg. 2013;22(5):584-594. doi:10.1016/j.jse.2012.10.040
  12. Kirschner JS, Cheng J, Creighton A et al.: Efficacy of Ultrasound-Guided Glenohumeral Joint Injections of Leukocyte-Poor Platelet-Rich Plasma Versus Hyaluronic Acid in the Treatment of Glenohumeral Osteoarthritis: A Randomized, Double-Blind Controlled Trial. Clin J Sport Med. 2022;32(6):558-566. doi:10.1097/JSM.0000000000001029

Leitlinien

  1. American Academy of Orthopaedic Surgeons (AAOS): Management of Glenohumeral Joint Osteoarthritis. Evidence-Based Clinical Practice Guideline. März 2020. Leitlinienübersicht und Langfassung [LL1]
  2. National Institute for Health and Care Excellence (NICE): Osteoarthritis in over 16s: diagnosis and management. NICE guideline NG226. Oktober 2022. Leitlinie; Empfehlungen [LL2]
  3. Uson J, Rodriguez-García SC, Castellanos-Moreira R et al.: EULAR recommendations for intra-articular therapies. Ann Rheum Dis. 2021;80(10):1299-1305. doi:10.1136/annrheumdis-2021-220266; Volltext [LL3]

Fachinformationen

  1. Paracetamol BC 500 mg Tabletten: Fachinformation. Fachinformation [FI1]
  2. Ibu-ratiopharm 400 mg/600 mg/800 mg Filmtabletten: Fachinformation. Herstellerseite mit Fachinformation [FI2]
  3. Diclofenac-ratiopharm 50 mg magensaftresistente Tabletten: Fachinformation. Herstellerseite mit Fachinformation [FI3]
  4. Naproxen-CT 500 mg Filmtabletten: Fachinformation. Fachinformation [FI4]
  5. Celebrex Hartkapseln: Fachinformation. Fachinformation [FI5]
  6. Arcoxia 30 mg/60 mg/90 mg/120 mg Filmtabletten: Fachinformation. Fachinformation [FI6]
  7. Voltaren Schmerzgel forte 23,2 mg/g Gel: Fachinformation. Fachinformation [FI7]
  8. Volon A 40/A 40-5 ml: Fachinformation. Fachinformation [FI8]
  9. dona 1500 mg Pulver zur Herstellung einer Lösung zum Einnehmen: Fachinformation. Fachinformation [FI9]
  10. Tramal Kapseln, 50 mg, Hartkapseln: Fachinformation. Fachinformation [FI10]