Eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis (EGPA) – Medikamentöse Therapie

Therapieziele

  • Induktion und Erhalt einer Remission (Rückgang der Krankheitsaktivität) der eosinophilen Granulomatose mit Polyangiitis (entzündliche Erkrankung kleiner und mittelgroßer Blutgefäße mit Beteiligung bestimmter weißer Blutkörperchen) (EGPA).
  • Vermeidung irreversibler Organschäden und lebensbedrohlicher Komplikationen.
  • Kontrolle des Asthma bronchiale (chronische Atemwegserkrankung mit anfallsweiser Verengung der Bronchien) und der Manifestationen im Hals-Nasen-Ohren-Bereich.
  • Reduktion der kumulativen Glucocorticoiddosis und der behandlungsbedingten Toxizität [LL1, LL2, LL3].

Therapieempfehlungen

  • Therapieentscheidung: Maßgeblich sind Krankheitsaktivität, Organbeteiligung, prognostische Faktoren und bisheriger Verlauf. Ein isolierter Zielwert der Eosinophilenzahl, beispielsweise „unter 700/ml“, ist kein ausreichendes Therapieziel. Auch normale Eosinophilenzahlen unter Behandlung schließen eine aktive Vaskulitis (Blutgefäßentzündung) nicht aus [LL1, LL3].
  • Glucocorticoiddosierung: Die bisherige Angabe „wöchentlich 0,3 mg/kg KG“ ist für die Remissionsinduktion einer EGPA falsch. Systemische Glucocorticoide werden initial täglich verabreicht; die Dosis richtet sich nach Schweregrad und Therapieansprechen. Methotrexat wird dagegen einmal wöchentlich angewendet [LL3, LL5, FI1, FI3].
  • Behandlungsrahmen: Bei organ- oder lebensbedrohlicher Erkrankung ist eine unverzügliche Behandlung in einem Zentrum mit Vaskulitisexpertise erforderlich. Die Therapie erfolgt interdisziplinär unter Einbindung der jeweils betroffenen Fachgebiete [LL1, LL4].

Organ- und schweregradbezogener Therapiealgorithmus

Manifestation beziehungsweise Behandlungssituation Therapeutisches Vorgehen Besonderheiten
Neu diagnostizierte EGPA ohne organ- oder lebensbedrohliche Manifestationen Systemische Glucocorticoide zur Remissionsinduktion; begleitende Asthma- und HNO-Therapie. Nach deutscher S3-Leitlinie ist initial eine Glucocorticoidmonotherapie möglich. Bei Rezidiven (erneuten Krankheitsschüben), unzureichender Kontrolle oder hohem Glucocorticoidbedarf steroidsparende Behandlung ergänzen [LL1, LL2].
Rezidivierende oder refraktäre EGPA ohne aktuelle Organ- oder Lebensbedrohung Glucocorticoide plus Mepolizumab; Benralizumab ist bei Erwachsenen eine zugelassene Alternative. Besonders relevant bei eosinophilen Atemwegsmanifestationen und Glucocorticoidabhängigkeit. Zulassungsbedingungen beachten [1, 2, LL1, LL4, FI5, FI6].
Aktive kardiale Beteiligung: insbesondere Myokarditis (Herzmuskelentzündung), Kardiomyopathie (Erkrankung des Herzmuskels) oder bedrohliche Rhythmusstörungen (Störungen des Herzschlags) Hoch dosierte Glucocorticoide plus Cyclophosphamid; Rituximab als Alternative nach individueller Abwägung. Cyclophosphamid wird wegen der größeren Erfahrung bei schwerer Herzbeteiligung bevorzugt. Zusätzlich organspezifische kardiologische Behandlung [LL3, LL4, LL5].
Renale Beteiligung mit aktiver Glomerulonephritis (Entzündung der Nierenfilter) beziehungsweise rascher Verschlechterung der Nierenfunktion Glucocorticoide plus Cyclophosphamid oder Rituximab. Nephrologische Mitbehandlung; Dosisanpassung an die Nierenfunktion. ANCA-Positivität allein bestimmt die Arzneimittelwahl nicht [LL2, LL3, LL5].
Neurologische Beteiligung: progrediente Mononeuritis multiplex (fortschreitende Entzündung mehrerer einzelner Nerven), motorische Ausfälle (Ausfälle der Muskelbewegung) oder ZNS-Beteiligung Bei aktiver organbedrohlicher Manifestation Glucocorticoide plus Cyclophosphamid oder Rituximab. Aktive Entzündung von bleibendem Nervenschaden unterscheiden; ergänzend neurologische Behandlung und Rehabilitation [LL3, LL5].
Schwere gastrointestinale Beteiligung, beispielsweise Ischämie (unzureichende Blutversorgung), Blutung oder Perforation (Durchbruch der Organwand) Glucocorticoide plus Cyclophosphamid; Rituximab als Alternative. Bei Bedarf unverzügliche gastroenterologische, chirurgische und intensivmedizinische Versorgung [LL3, LL4].
Pulmonale Beteiligung mit diffuser alveolärer Hämorrhagie (ausgedehnter Blutung in die Lungenbläschen) oder schwerem respiratorischem Versagen (schwerem Versagen der Atemfunktion) Glucocorticoide plus Cyclophosphamid oder Rituximab. Intensivmedizinische Versorgung nach Bedarf. Eine Anti-IL-5-/Anti-IL-5-Rezeptor-Therapie ersetzt die Induktionstherapie bei akuter Organbedrohung nicht [LL3, LL5].
Asthma bronchiale, chronische Rhinosinusitis (anhaltende Entzündung der Nase und Nasennebenhöhlen) und nicht organbedrohliche eosinophile Lungenmanifestationen Optimierung der inhalativen beziehungsweise topischen Behandlung; bei rezidivierender oder refraktärer EGPA Ergänzung eines zugelassenen Biologikums. Eine alleinige Asthmabehandlung erfasst eine gleichzeitig aktive systemische EGPA nicht ausreichend [LL3, LL4, FI5, FI6].

Remissionserhaltung und Rezidivbehandlung

  • Nach erfolgreicher Behandlung mit Mepolizumab oder Benralizumab: Fortführung bei anhaltendem Nutzen; die Notwendigkeit der weiteren Behandlung mindestens jährlich überprüfen [LL1, FI5, FI6].
  • Nach Induktion mit Cyclophosphamid oder Rituximab: Erhaltungstherapie individuell auswählen, beispielsweise Mepolizumab, Azathioprin, Methotrexat oder Rituximab. Cyclophosphamid soll wegen seiner kumulativen Toxizität nicht als routinemäßige Dauertherapie eingesetzt werden [LL1, LL2, LL3].
  • Therapiedauer: Eine langfristige Behandlung ist häufig erforderlich. Ein für alle EGPA-Patienten verbindliches Erhaltungsschema mit identischer Mindestdauer besteht nicht; Organmanifestationen, Rezidivrisiko, Verträglichkeit und Glucocorticoidbedarf bestimmen die Dauer [LL3, LL4].
  • Glucocorticoidreduktion: Nach Kontrolle der Erkrankung schrittweise auf die niedrigste wirksame Dosis reduzieren und, wenn möglich, beenden. Ein starres Reduktionsschema aus Studien zu GPA oder MPA darf nicht unverändert auf EGPA übertragen werden. Bei niedrigen Dosen langsamer ausschleichen und eine Nebennierenrindeninsuffizienz (unzureichende Hormonproduktion der Nebennierenrinde) berücksichtigen [LL3, LL4].
  • Organbedrohliches Rezidiv: Erneute Induktion mit Glucocorticoiden plus Cyclophosphamid oder Rituximab. Nach vorausgegangener Cyclophosphamidtherapie kann Rituximab zur Begrenzung der kumulativen Cyclophosphamidexposition bevorzugt werden; bei schwerer kardialer Beteiligung individuell entscheiden [LL5].
  • Refraktärer Verlauf: Diagnose, Infektionen, Therapieadhärenz und irreversible Organschäden überprüfen. Bei Versagen von Cyclophosphamid beziehungsweise Rituximab kann ein Wechsel auf das jeweils andere Präparat erfolgen [LL1].

Weitere Hinweise zur Evidenz und Zulassung

  • Mepolizumab: In der MIRRA-Studie erreichten 28 % gegenüber 3 % unter Placebo mindestens 24 kumulative Remissionswochen; eine Remission sowohl in Woche 36 als auch in Woche 48 erreichten 32 % gegenüber 3 %. Gleichzeitig konnte der Glucocorticoidbedarf reduziert werden [1].
  • Benralizumab: In der MANDARA-Studie war Benralizumab Mepolizumab bei rezidivierender oder refraktärer EGPA hinsichtlich des primären Remissionsendpunkts nicht unterlegen. Daraus folgt keine nachgewiesene Überlegenheit eines Präparats. Patienten mit kürzlich aufgetretener organ- oder lebensbedrohlicher EGPA waren ausgeschlossen [2].
  • Rituximab: Die 2025 publizierte REOVAS-Studie zeigte keine Überlegenheit gegenüber der konventionellen Strategie aus Glucocorticoiden mit beziehungsweise ohne Cyclophosphamid. Rituximab bleibt eine mögliche Alternative bei entsprechender klinischer Konstellation; eine EGPA-spezifische Zulassung besteht nicht [3, LL4, FI7].
  • Abgrenzung: Die EGPA-Zulassungen von Mepolizumab und Benralizumab sind von ihren Asthmazulassungen zu unterscheiden. Leflunomid gehört wegen begrenzter Evidenz nicht zur bevorzugten Standardtherapie der EGPA [LL1, FI5, FI6].

Wirkstoffe (Hauptindikation)

Die folgenden Dosierungen beziehen sich, soweit nicht anders angegeben, auf Erwachsene. Auswahl, Dosisanpassung und Verlaufskontrollen erfolgen durch entsprechend erfahrene Fachärzte. Bei den konventionellen Immunsuppressiva ist die EGPA-Anwendung anhand der jeweiligen präparatespezifischen Zulassung zu prüfen [LL1, LL3].

Systemische Glucocorticoide

Wirkstoff Besonderheiten
Prednisolon beziehungsweise Prednison Tägliche Anwendung. Dosis und Reduktion nach Organaktivität und Verträglichkeit [LL3, LL5, FI1].
Methylprednisolon Keine routinemäßige Pulstherapie bei nicht organbedrohlicher EGPA; erhöhtes Infektionsrisiko berücksichtigen [LL3, LL5].
  • Wirkweise: Entzündungshemmung und Immunsuppression durch Beeinflussung der glucocorticoidabhängigen Genexpression.
  • Indikationen: Remissionsinduktion; zeitweilig ergänzend zur Erhaltungstherapie.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; bei schweren Infektionen sorgfältige Nutzen-Risiko-Abwägung und gegebenenfalls gleichzeitige antiinfektive Behandlung. In lebensbedrohlichen Situationen gelten besondere Abwägungen.
  • Nebenwirkungen: Infektionen, Hyperglykämie (erhöhter Blutzuckerspiegel), Hypertonie (Bluthochdruck), Osteoporose (Knochenschwund), Myopathie (Muskelerkrankung), Katarakt (grauer Star), Glaukom (grüner Star), psychische Veränderungen und Nebennierenrindensuppression (Unterdrückung der Hormonproduktion der Nebennierenrinde) [FI1].

Alkylanzien

Wirkstoff Besonderheiten
Cyclophosphamid Dosisanpassung bei höherem Alter, eingeschränkter Nierenfunktion und Zytopenien (verminderter Zahl von Blutzellen). Mesna und angepasste Hydratation zur Uroprotektion; bei Herz- oder Niereninsuffizienz (eingeschränkter Herz- oder Nierenfunktion) keine starre Flüssigkeitsvorgabe. Fertilitätserhalt (Erhalt der Fortpflanzungsfähigkeit) vor Therapiebeginn besprechen [LL1, LL3, FI2].
  • Wirkweise: DNA-Alkylierung mit Hemmung proliferierender Immunzellen.
  • Indikationen: Organ- oder lebensbedrohliche EGPA, besonders schwere kardiale Beteiligung.
  • Kontraindikationen: Schwere Knochenmarkdepression (Unterdrückung der Blutbildung im Knochenmark), aktive schwere Infektionen, Zystitis (Blasenentzündung), Harnabflussbehinderung; Schwangerschaft und Stillzeit gemäß Fachinformation.
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression (Unterdrückung der Blutbildung), Infektionen, hämorrhagische Zystitis (Blasenentzündung mit Blutung), Übelkeit, Alopezie (Haarausfall), gonadale Schädigung (Schädigung der Eierstöcke oder Hoden) und sekundäre Malignome (später auftretende bösartige Tumoren) [FI2].

Folsäureantagonisten

Wirkstoff Besonderheiten
Methotrexat EGPA-Anwendung off-label. Keine tägliche Anwendung. Bei Kreatinin-Clearance 30 bis 59 ml/min Dosisreduktion nach Fachinformation; unter 30 ml/min kontraindiziert [LL3, LL4, FI3].
  • Wirkweise: Antimetabolit mit immunmodulierender und entzündungshemmender Wirkung.
  • Indikationen: Steroidsparende Behandlung ausgewählter nicht organbedrohlicher Verläufe und Remissionserhaltung.
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft, Stillzeit, schwere Nieren- oder Leberfunktionsstörung, relevante Zytopenien und schwere aktive Infektionen.
  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut), Myelosuppression, Hepatotoxizität (Leberschädigung) und Pneumonitis (Entzündung des Lungengewebes). Blutbild, Leberwerte und Nierenfunktion regelmäßig kontrollieren [FI3].

Purinantimetaboliten

Wirkstoff Besonderheiten
Azathioprin Vor Behandlung TPMT beziehungsweise NUDT15 berücksichtigen. Interaktionen mit Allopurinol und Febuxostat beachten; präparatespezifischen Zulassungsstatus prüfen [LL3, LL4, FI4].
  • Wirkweise: Hemmung der Purinsynthese und der Lymphozytenproliferation.
  • Indikationen: Remissionserhaltung beziehungsweise steroidsparende Behandlung ausgewählter Patienten.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, schwere Infektionen sowie ausgeprägte Knochenmark- oder Leberfunktionsstörung gemäß Fachinformation.
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression, Infektionen, Hepatotoxizität, Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung) und gastrointestinaler Unverträglichkeit. Regelmäßige Blutbild- und Leberwertkontrollen [FI4].

Monoklonale Antikörper gegen IL-5 beziehungsweise IL-5-Rezeptor

Wirkstoff Besonderheiten
Mepolizumab EU-Zulassung als Zusatzbehandlung bei schubförmig remittierender oder refraktärer EGPA ab 6 Jahren. Die EGPA-Standarddosis für Erwachsene beträgt 300 mg; 100 mg ist die übliche Asthmadosis [FI5].
Benralizumab EU-Zulassung als Zusatzbehandlung bei rezidivierender oder refraktärer EGPA im Erwachsenenalter. Bei EGPA durchgehend vierwöchige Anwendung; keine Umstellung auf das achtwöchige Asthmaintervall [FI6].
  • Wirkweise: Mepolizumab neutralisiert IL-5 und vermindert eosinophile Entzündung. Benralizumab bindet an IL-5-Rezeptor-α und bewirkt eine ausgeprägte Depletion von Eosinophilen.
  • Indikationen: Zusatztherapie bei rezidivierender beziehungsweise refraktärer EGPA innerhalb der jeweiligen Alterszulassung.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit. Bestehende Helmintheninfektionen (Wurminfektionen) vor Therapiebeginn behandeln.
  • Nebenwirkungen: Kopfschmerzen, lokale Injektionsreaktionen und Überempfindlichkeitsreaktionen einschließlich Anaphylaxie (schwerer allergischer Sofortreaktion); präparatespezifisch weitere Nebenwirkungen. Glucocorticoide nicht abrupt absetzen [FI5, FI6].

Monoklonale Antikörper gegen CD20

Wirkstoff Besonderheiten
Rituximab Bei EGPA off-label. Das Erhaltungsschema ist für EGPA weniger gut belegt als für GPA beziehungsweise MPA. Vorher Hepatitis-B-Screening und Immunglobulinbestimmung; Prämedikation und Infektionsprophylaxe [3, LL1, LL3, FI7].
  • Wirkweise: Depletion CD20-positiver B-Lymphozyten.
  • Indikationen: Alternative bei schwerer EGPA, insbesondere bei Cyclophosphamidkontraindikation, hoher Vorbelastung oder ausgewählten Rezidiven.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, aktive schwere Infektionen, schwere Immundefizienz (Schwäche der Immunabwehr); weitere präparatespezifische Gegenanzeigen beachten.
  • Nebenwirkungen: Infusionsreaktionen, Infektionen, Hypogammaglobulinämie (verminderte Menge bestimmter Antikörper im Blut), Hepatitis-B-Reaktivierung (erneute Aktivierung einer früheren Hepatitis-B-Infektion), späte Neutropenie (verminderte Zahl bestimmter weißer Blutkörperchen) und sehr selten progressive multifokale Leukenzephalopathie (schwere virusbedingte Erkrankung des Gehirns) [FI7].

Überwachung und Supportivtherapie

  • Krankheitsaktivität: Regelmäßige klinische und organspezifische Kontrollen; Eosinophilenzahl und ANCA unterstützen die Beurteilung, ersetzen sie jedoch nicht [LL3].
  • Arzneimittelsicherheit: Blutbild, Leberwerte und Nierenfunktion vor Beginn und regelmäßig während der Behandlung kontrollieren. Unter Cyclophosphamid zusätzlich Urinstatus; unter Rituximab zusätzlich Immunglobuline [FI2, FI3, FI4, FI7].
  • Infektionsprävention: Pneumocystis-jirovecii-Pneumonie (Lungenentzündung durch einen bestimmten Pilz)-Prophylaxe bei Cyclophosphamid, Rituximabinduktion oder längerfristig hoch dosierten Glucocorticoiden nach Leitlinie. Impfstatus möglichst vor Immunsuppression vervollständigen [LL1, LL5].
  • Langzeitfolgen: Osteoporoseprävention, Kontrolle von Blutdruck und Glucosestoffwechsel sowie Beratung zu Fertilität, Schwangerschaft und Empfängnisverhütung. Nach Cyclophosphamidexposition langfristige Aufmerksamkeit für urotheliale und andere Malignome (bösartige Tumoren der Harnwege und anderer Organe) [FI1, FI2, FI3].

Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)

Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für die Gesundheit von Sehnen, Bändern und Faszien sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:

  • Vitamine (A, C, E, D3)
  • Mineralstoffe (Magnesium)
  • Spurenelemente (Eisen, Kupfer, Mangan, Selen, Zink)
  • Sekundäre Pflanzenstoffe (Curcumin, Bromelain aus Ananas-Extrakt)
  • Weitere Vitalstoffe (Chondroitinsulfat, Glucosaminsulfat, Kollagene)

Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.

Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.

Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

Abkürzungen

  • ANCA: antineutrophile zytoplasmatische Antikörper.
  • AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
  • CD20: Cluster of Differentiation 20, Oberflächenmerkmal bestimmter Immunzellen.
  • DNA: Desoxyribonukleinsäure.
  • EGPA: eosinophile Granulomatose mit Polyangiitis.
  • GPA: Granulomatose mit Polyangiitis.
  • HNO: Hals-Nasen-Ohren.
  • IL-5: Interleukin-5.
  • KG: Körpergewicht.
  • MPA: mikroskopische Polyangiitis.
  • NUDT15: Nudix-Hydrolase 15, Enzym mit Bedeutung für die Verträglichkeit von Azathioprin.
  • TPMT: Thiopurin-S-Methyltransferase, Enzym mit Bedeutung für die Verträglichkeit von Azathioprin.
  • ZNS: zentrales Nervensystem.

Literatur

  1. Wechsler ME et al.: Mepolizumab or Placebo for Eosinophilic Granulomatosis with Polyangiitis. N Engl J Med 2017;376:1921 bis 1932. doi: 10.1056/NEJMoa1702079.
  2. Wechsler ME et al.: Benralizumab versus Mepolizumab for Eosinophilic Granulomatosis with Polyangiitis. N Engl J Med 2024;390:911 bis 921. doi: 10.1056/NEJMoa2311155.
  3. Terrier B et al.: Rituximab Versus Conventional Therapy for Remission Induction in Eosinophilic Granulomatosis With Polyangiitis: A Randomized Controlled Trial. Ann Intern Med 2025;178:1249 bis 1257. doi: 10.7326/ANNALS-24-03947.

Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Diagnostik und Therapie der ANCA-assoziierten Vaskulitiden. (AWMF-Registernummer: 060-012). Version 1.1, August 2024. Langfassung [LL1].
  2. Hellmich B et al.: EULAR recommendations for the management of ANCA-associated vasculitis: 2022 update. Ann Rheum Dis 2024;83:30 bis 47. doi: 10.1136/ard-2022-223764 [LL2].
  3. Emmi G et al.: Evidence-based guideline for the diagnosis and management of eosinophilic granulomatosis with polyangiitis. Nat Rev Rheumatol 2023. doi: 10.1038/s41584-023-00958-w [LL3].
  4. The 2025 British Society for Rheumatology management recommendations for ANCA-associated vasculitis. Rheumatology 2025;64:4470 bis 4494. PubMed; Volltext [LL4].
  5. Chung SA et al.: 2021 American College of Rheumatology/Vasculitis Foundation Guideline for the Management of Antineutrophil Cytoplasmic Antibody-Associated Vasculitis. PubMed [LL5].

Fachinformationen

  1. Prednisolon JENAPHARM. Fachinformation [FI1].
  2. Endoxan, Cyclophosphamid. Fachinformation [FI2].
  3. Lantarel FS, Methotrexat. Fachinformation, Stand August 2026 [FI3].
  4. Azathioprin-ratiopharm 50 mg Filmtabletten. Fachinformation [FI4].
  5. Nucala, Mepolizumab. EMA-Produktinformation, Fachinformation in Anhang I [FI5].
  6. Fasenra, Benralizumab. EMA-Produktinformation, Fachinformation in Anhang I, Stand September 2026 [FI6].
  7. MabThera, Rituximab. EMA-Produktinformation, Fachinformation in Anhang I [FI7].