Brustkorbverletzung (Thoraxtrauma)
– Medikamentöse Therapie
Therapieziel
Vermeidung sekundärer Organschäden (Folgeschäden an Organen) durch rasche Sicherung von Atemweg, Atmung und Kreislauf, frühzeitige Kontrolle thorakaler Blutungs- und Ventilationsstörungen (Blutungen und Störungen der Lungenbelüftung im Brustkorb), Behandlung der traumabedingten Koagulopathie (verletzungsbedingten Störung der Blutgerinnung) sowie wirksame Analgesie (Schmerzbehandlung). Vermeidung pulmonaler und intensivmedizinischer Komplikationen, insbesondere Atelektasen (nicht ausreichend belüfteter Lungenabschnitte), Pneumonie (Lungenentzündung), venöser Thromboembolien (Venenverschlüsse beziehungsweise verschleppter Blutgerinnsel) und klinisch relevanter gastrointestinaler Stressblutungen (belastungsbedingter Blutungen im Magen-Darm-Trakt). Die medikamentöse Behandlung ergänzt die erforderliche interventionelle oder operative Versorgung; sie ersetzt insbesondere nicht die Entlastung eines Spannungspneumothorax (Luftansammlung mit gefährlichem Überdruck im Brustraum) oder die Kontrolle einer intrathorakalen Blutung (Blutung innerhalb des Brustkorbs) [LL1, LL2, LL5].
Therapieempfehlungen
- Grundprinzipien:
- Lebensbedrohliche Atemwegs-, Ventilations- und Kreislaufstörungen unverzüglich behandeln. Bei klinischem Verdacht auf Spannungspneumothorax darf die notwendige Entlastung nicht durch Bildgebung oder medikamentöse Maßnahmen verzögert werden [LL1, LL5].
- Bei hämorrhagischem Schock (Kreislaufversagen durch Blutverlust) frühzeitige Blutungskontrolle und bedarfsgerechte Blutprodukttherapie; Kristalloide zurückhaltend einsetzen. Bei Lungenkontusion (Lungenprellung) eine vermeidbare Flüssigkeitsüberladung verhindern, ohne die Organperfusion (Durchblutung der Organe) zu gefährden [LL1, LL3, LL5].
- Gerinnungstherapie nach Blutungssituation, Laborbefunden und gegebenenfalls viskoelastischen Verfahren steuern. Hypothermie (Unterkühlung), Azidose (Übersäuerung des Körpers) und Hypokalzämie (Calciummangel im Blut) erkennen und behandeln [LL1, LL3].
- Eine isolierte, unkomplizierte Thoraxprellung (Brustkorbprellung) oder Rippenfraktur (Rippenbruch) erfordert keine routinemäßige Behandlung mit Antibiotika, Tranexamsäure, Vasopressoren oder Sedativa. Die jeweilige Behandlung richtet sich nach dem konkreten Befund [LL1, LL5].
- Antifibrinolytische Therapie:
- Bei relevanter traumatischer Blutung oder begründetem Risiko einer erheblichen Blutung Tranexamsäure möglichst früh und innerhalb von 3 Stunden nach dem Trauma geben. Nicht auf das Ergebnis einer viskoelastischen Untersuchung warten. Eine routinemäßige Neueinleitung nach Ablauf dieses Zeitfensters ist nicht empfohlen [LL3].
- Analgesie bei Thoraxwandverletzungen:
- Frühzeitig eine multimodale Analgesie durchführen. Behandlungsziele sind ausreichende tiefe Inspiration, effektives Abhusten, Mobilisation und Schlaf; Schmerzkontrolle auch bei Bewegung und Husten beurteilen [LL1, LL2, LL5].
- Nichtopioidanalgetika als Grundlage oder Ergänzung einsetzen; bei stärkeren Schmerzen titrierte Opioide oder Ketamin erwägen. NSAR nur nach Prüfung von Blutungsrisiko, Nierenfunktion, gastrointestinalen Risiken und Begleitmedikation verwenden [LL1, LL2].
- Bei ausgeprägten Schmerzen, multiplen Rippenfrakturen oder unzureichender systemischer Analgesie frühzeitig regionalanalgetische Verfahren (Verfahren zur gezielten örtlichen Schmerzausschaltung) prüfen. Verfahren und Zeitpunkt an Kreislaufsituation, Gerinnung und Antikoagulation (medikamentöse Hemmung der Blutgerinnung) anpassen [LL1, LL2, LL5].
- Notfallnarkose und intensivmedizinische Sedierung (medikamentöse Beruhigung):
- Bei erforderlicher RSI das Hypnotikum nach Kreislaufsituation und Begleitverletzungen auswählen. Ketamin kann bei Kreislaufinstabilität geeignet sein; Etomidat ist eine mögliche Alternative. Propofol bei Hypovolämie (zu geringem zirkulierendem Blutvolumen) oder Schock besonders zurückhaltend einsetzen [LL1, FI6, FI7, FI8].
- Auch Ketamin gewährleistet bei schwerem Schock keine Kreislaufstabilität. Dosisreduktion und Vorbereitung auf einen Blutdruckabfall können erforderlich sein [FI6].
- Nach Intubation (Einführen eines Beatmungsschlauchs in die Luftröhre) unverzüglich eine ausreichende Analgesie und Hypnose sicherstellen. Muskelrelaxanzien bewirken weder Schmerzfreiheit noch Bewusstlosigkeit [FI11, FI12].
- Auf der Intensivstation ein dokumentiertes Sedierungsziel festlegen, regelmäßig überprüfen und möglichst geringe, klinisch ausreichende Sedierungstiefen anstreben. Tiefe Sedierung auf begründete Situationen beschränken. Midazolam wegen Kumulation und verzögertem Erwachen nicht schematisch als Dauerstandard einsetzen [LL2, FI9].
- Kreislaufunterstützung:
- Noradrenalin ergänzend einsetzen, wenn der angestrebte Blutdruck durch eine restriktive Volumen- und Blutproduktstrategie nicht erreicht wird. Bei lebensbedrohlicher Hypotonie (zu niedrigem Blutdruck) kann die Gabe bereits parallel zur laufenden Reanimation (Wiederbelebung) erforderlich sein. Eine abgeschlossene Volumensubstitution ist keine zwingende Voraussetzung; Noradrenalin ersetzt jedoch weder Blutungskontrolle noch Blutprodukte [LL3].
- Bei Hypotonie auch obstruktive und kardiale Ursachen, insbesondere Spannungspneumothorax, Perikardtamponade (Herzbeutelfüllung mit Behinderung der Herzfunktion) und relevante Myokardverletzung (Herzmuskelverletzung), berücksichtigen. Diese benötigen eine ursachenspezifische Behandlung [LL1, LL5].
- Eine symptomatische Bradykardie (zu langsamer Herzschlag mit Beschwerden) wird nach dem jeweiligen Notfallalgorithmus behandelt; Atropin ist keine spezifische Routinebehandlung des Thoraxtraumas (Brustkorbverletzung) [LL1].
- Thromboembolieprophylaxe:
- Bei stationär behandelten Patienten das venöse Thromboembolierisiko und das Blutungsrisiko wiederholt beurteilen. Frühmobilisation und bei vorübergehender Kontraindikation gegen Antikoagulation intermittierende pneumatische Kompression (wiederholte Druckbehandlung mit aufblasbaren Manschetten) einsetzen [LL2, LL7].
- Niedermolekulares Heparin möglichst früh nach ausreichender Blutungskontrolle beginnen. Bei Schwerverletzten ist dies häufig innerhalb von 24 Stunden möglich; Begleitverletzungen und Verlauf können einen späteren Beginn erfordern. Unnötige Unterbrechungen vermeiden und Regionalanästhesie (örtlich begrenzte Betäubung) beziehungsweise Katheterentfernung zeitlich abstimmen [LL7, FI16].
- Stressulkusprophylaxe (Vorbeugung belastungsbedingter Schleimhautgeschwüre):
- Bei intensivmedizinischer Behandlung mit relevanten Risikofaktoren, insbesondere Schock, Koagulopathie oder chronischer Lebererkrankung, eine medikamentöse Prophylaxe erwägen. Eine Thoraxverletzung allein begründet keine Indikation [LL9].
- Frühe enterale Ernährung (Ernährung über den Magen-Darm-Trakt) anstreben. Bei Wegfall der Risikofaktoren die Prophylaxe beenden; keine automatische Weiterverordnung nach Verlegung von der Intensivstation [LL9].
Antiinfektive Therapie: Aspirationspneumonitis (chemische Lungenentzündung nach Einatmen von Mageninhalt) und Aspirationspneumonie (bakterielle Lungenentzündung nach Einatmen von keimhaltigem Material)
Ein Aspirationsereignis (Einatmen von Flüssigkeit oder Material in die Atemwege) allein ist keine Antibiotikaindikation. Entscheidend ist die Unterscheidung zwischen chemischer Lungenschädigung und bakterieller Infektion. Beide können sich klinisch überlappen; ein einzelner Laborwert oder das Röntgenbild allein ermöglicht keine zuverlässige Abgrenzung [1, LL4].
| Situation |
Einordnung |
Antibiotika und weiteres Vorgehen |
| Aspirationspneumonitis |
Chemisch bedingte Lungenschädigung nach Aspiration, insbesondere von saurem Mageninhalt. Häufig beobachtetes Ereignis mit rasch einsetzender respiratorischer Verschlechterung. Auch Fieber, Leukozytose (erhöhte Zahl weißer Blutkörperchen) und pulmonale Infiltrate (Verdichtungen im Lungengewebe) können ohne bakterielle Infektion auftreten. |
Keine prophylaktischen Antibiotika bei fehlenden Hinweisen auf eine bakterielle Infektion. Atemwegssicherung, bedarfsgerechte Oxygenierung und gegebenenfalls Beatmung; bei vermutetem partikulärem Material oder Atemwegsobstruktion (Verlegung der Atemwege) bronchoskopische Abklärung (Abklärung durch Spiegelung der Atemwege) erwägen. Engmaschige Verlaufskontrolle [1, LL4]. |
| Aspirationspneumonie |
Bakterielle Infektion nach Aspiration keimhaltigen Materials. Diagnose aus klinischem Verlauf, pulmonalen Befunden und Infektionszeichen; ein beobachtetes Aspirationsereignis ist nicht erforderlich. |
Bei hinreichendem klinischem Verdacht antibiotisch behandeln. Erwerbsort, Schweregrad, vorherige Antibiotikatherapie, bekannte Kolonisation und lokale Resistenzsituation berücksichtigen [LL4, LL8]. |
| Unklare Situation bei schwerem Verlauf |
Pneumonitis und Pneumonie lassen sich initial nicht immer sicher unterscheiden. Procalcitonin ist zur alleinigen Differenzierung ungeeignet. |
Bei begründetem Infektionsverdacht, insbesondere bei Sepsis (lebensbedrohlicher Organschädigung durch eine fehlgesteuerte Reaktion auf eine Infektion), kalkulierte Antibiotikatherapie nach möglichst vorheriger mikrobiologischer Probengewinnung beginnen, ohne die Therapie relevant zu verzögern. Innerhalb von 48 bis 72 Stunden anhand von Verlauf und Befunden überprüfen; bei überzeugend nichtinfektiöser Ursache und fehlendem Infektionsnachweis wieder absetzen [LL4, LL8]. |
- Verlauf nach Aspiration: Eine rasche Besserung innerhalb von 24 bis 48 Stunden spricht für eine chemische Pneumonitis. Persistierende oder neu zunehmende respiratorische Beschwerden, Fieber und Infiltrate erhöhen den Verdacht auf eine bakterielle Infektion, beweisen diese jedoch nicht. Lungenkontusion, Atelektase und andere traumatische Ursachen mitbeurteilen [1, LL4, LL5].
- Wirkstoffwahl: Bei ambulant erworbener, stationär behandlungsbedürftiger Aspirationspneumonie kann Ampicillin/Sulbactam geeignet sein. Bei nosokomialer (im Krankenhaus erworbener) oder beatmungsassoziierter Pneumonie richtet sich die Therapie nach deren Leitlinie und dem individuellen Resistenzrisiko; Piperacillin/Tazobactam ist eine mögliche Option, keine automatische Standardtherapie jedes Aspirationsereignisses [LL4, LL8, FI14, FI15].
- Anaerobier: Keine routinemäßige zusätzliche Anaerobierabdeckung allein wegen Aspiration. Bei Lungenabszess (Eiteransammlung im Lungengewebe), Empyem (Eiteransammlung im Raum zwischen Lunge und Brustwand) oder ausgeprägten Hinweisen auf eine anaerobe Infektion ist sie gezielt zu berücksichtigen. Zu Ampicillin/Sulbactam oder Piperacillin/Tazobactam ist eine zusätzliche Gabe von Metronidazol im Regelfall nicht erforderlich. Eine aktuelle Kohortenstudie zeigte für eine erweiterte Anaerobierabdeckung keinen Mortalitätsvorteil, jedoch mehr Clostridioides-difficile-Kolitis (Dickdarmentzündung durch Clostridioides difficile); die Aussage betrifft die untersuchte ambulant erworbene Aspirationspneumonie und ersetzt keine Einzelfallentscheidung [2, LL4].
- Therapiedauer: Bei unkomplizierter ambulant erworbener Aspirationspneumonie und ausreichender klinischer Besserung sind insgesamt 5 Tage häufig ausreichend. Bei nosokomialer Pneumonie, verzögertem Ansprechen, Abszess oder Empyem die Dauer gesondert festlegen. Mikrobiologische Ergebnisse zur Deeskalation nutzen [LL4, LL8].
- Rezidivprävention: Aspirationsursache prüfen, insbesondere Bewusstseinsstörung und Dysphagie (Schluckstörung). Schluckfähigkeit, geeignete Ernährung, Lagerung und Mundpflege berücksichtigen [LL4].
Antibiotikaprophylaxe bei Thoraxverletzungen und Thoraxdrainage (Ableitung von Luft oder Flüssigkeit aus dem Brustraum über einen Schlauch)
- Geschlossene Verletzung: Keine routinemäßigen Antibiotika bei unkomplizierter geschlossener Thoraxverletzung oder isolierter Lungenkontusion ohne zusätzliche Indikation [LL5].
- Offene beziehungsweise penetrierende Verletzung und Operation: Eine kurzzeitige Prophylaxe ist insbesondere bei penetrierender Thoraxverletzung, offenem Pneumothorax (Luftansammlung im Brustraum durch eine offene Verletzung) und operativer Versorgung angezeigt. Bei erheblicher Kontamination oder Ösophagusverletzung (Speiseröhrenverletzung) sind Erregerspektrum und Behandlungsbedarf gesondert festzulegen; Cefazolin allein ist hierfür nicht ausreichend [LL5].
- Thoraxdrainage: Die Empfehlungen unterscheiden sich: EAST empfiehlt bedingt eine Prophylaxe zum Zeitpunkt der Drainageeinlage bei traumatischem Hämo-/Pneumothorax (verletzungsbedingter Blut- beziehungsweise Luftansammlung im Brustraum); der nachgewiesene Nutzen ist besonders bei penetrierenden Verletzungen ausgeprägt. WSES-AAST empfiehlt keine routinemäßige Prophylaxe bei Drainageeinlage wegen eines geschlossenen traumatischen Pneumothorax. Daher verletzungsbezogen nach lokalem Standard entscheiden. Keine allein durch die Liegedauer der Drainage begründete fortgesetzte Antibiotikagabe [LL5, LL6].
Medikamentöse Therapie: Anwendungshinweise
Die folgenden Dosierungen beziehen sich auf Erwachsene. Sie sind an Kreislaufsituation, Körpergewicht, Organfunktion und Begleitmedikation anzupassen. Notfallnarkose, intravenöse Opioidgabe, Sedierung, Muskelrelaxation und Vasopressortherapie erfordern entsprechend qualifiziertes Personal, kontinuierliche Überwachung und sofort verfügbare Möglichkeiten zur Atemwegssicherung und Beatmung. Die Tabellen führen ausgewählte relevante Gegenanzeigen und Nebenwirkungen auf; ergänzend ist die jeweilige Fachinformation zu beachten.
Antifibrinolytika
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Tranexamsäure |
Bei relevanter Blutung oder erheblichem Blutungsrisiko; keine Routinegabe bei jeder Thoraxverletzung. Nierenfunktion und Infusionsgeschwindigkeit beachten. Ausschließlich intravenös verabreichen [LL3, FI1]. |
- Wirkweise: Hemmung der Fibrinolyse durch Blockade der Interaktion von Plasminogen mit Fibrin [FI1].
- Indikationen: Frühbehandlung einer relevanten traumatischen Blutung beziehungsweise eines erheblichen Blutungsrisikos [LL3].
- Kontraindikationen: Unter anderem akute venöse oder arterielle Thrombose (Gefäßverschluss durch ein Blutgerinnsel), schwere Nierenfunktionsstörung und Krampfanfälle in der Anamnese gemäß Fachinformation [FI1].
- Nebenwirkungen: Übelkeit, Erbrechen, Diarrhö (Durchfall); Hypotonie bei zu rascher Injektion, Krampfanfälle und thromboembolische Ereignisse [FI1].
Gerinnungsfaktoren
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Fibrinogenkonzentrat |
Indikation bei funktionellem Fibrinogendefizit oder Fibrinogen ≤ 1,5 g/l im Rahmen relevanter Blutung. Keine ungezielte Routinegabe [LL3, FI2]. |
- Wirkweise: Bereitstellung des Substrats für die Fibrinbildung und Verbesserung der Gerinnselfestigkeit [FI2].
- Indikationen: Blutung mit nachgewiesenem oder unmittelbar begründet vermutetem Fibrinogenmangel [LL3, FI2].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; bei thromboembolischen Erkrankungen besonders strenge Nutzen-Risiko-Abwägung [FI2].
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie (schweren allergischen Allgemeinreaktion), thromboembolische Komplikationen [FI2].
Calciumsubstitution
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Calciumgluconat |
Präparatspezifischen Calciumgehalt beachten. Calciumgluconat und Calciumchlorid sind nicht volumenäquivalent; die europäische Traumaleitlinie bevorzugt Calciumchlorid zur Korrektur einer Hypokalzämie. Keine Vermischung mit inkompatiblen Lösungen [LL3, FI3]. |
- Wirkweise: Wiederherstellung der für Gerinnung, Muskelkontraktion und Herzfunktion erforderlichen Calciumverfügbarkeit [LL3].
- Indikationen: Hypokalzämie, insbesondere während umfangreicher Blutproduktgabe [LL3, FI3].
- Kontraindikationen: Hyperkalzämie (zu hoher Calciumgehalt im Blut); besondere Einschränkungen bei Herzglykosidtherapie beachten [FI3].
- Nebenwirkungen: Bradykardie, Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen) und Blutdruckabfall bei zu rascher Gabe; lokale Gewebeschädigung bei Extravasation (Austritt der Infusionslösung in das umliegende Gewebe) [FI3].
Nichtopioidanalgetika
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Paracetamol |
Gesamtmenge aus allen paracetamolhaltigen Präparaten berücksichtigen. Intravenöse Gabe nur bei klinischer Notwendigkeit; früh auf enterale Gabe umstellen [FI4]. |
- Wirkweise: Analgetische und antipyretische Wirkung [FI4].
- Indikationen: Bestandteil einer multimodalen Analgesie, insbesondere bei leichteren bis mäßigen Schmerzen oder zur Opioideinsparung [LL2, FI4].
- Kontraindikationen: Schwere hepatozelluläre Insuffizienz (schwere Einschränkung der Leberzellfunktion) und Überempfindlichkeit [FI4].
- Nebenwirkungen: Hepatotoxizität (Leberschädigung) bei Überdosierung, Überempfindlichkeitsreaktionen; bei intravenöser Gabe auch Hypotonie [FI4].
Opioidanalgetika
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Fentanyl |
Rasche Wirkung; additive Atemdepression (Dämpfung der Atmung) mit Sedativa. Für eine alleinige Analgesie bei spontan atmenden Traumapatienten ist der Zulassungsumfang des verwendeten Präparats zu prüfen [LL1, FI5]. |
- Wirkweise: Agonismus an µ-Opioidrezeptoren mit starker Analgesie [FI5].
- Indikationen: Starke traumatische Schmerzen, analgetische Komponente der Narkose und intensivmedizinische Schmerztherapie im jeweiligen Zulassungsrahmen [LL1, FI5].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, Atemdepression ohne ausreichende ventilatorische Unterstützung und weitere präparatspezifische Gegenanzeigen; Interaktionen mit MAO-Hemmern beachten [FI5].
- Nebenwirkungen: Atemdepression, Bradykardie, Übelkeit, Sedierung und Muskelrigidität (Muskelversteifung) einschließlich Thoraxrigidität (Versteifung der Brustkorbmuskulatur), insbesondere bei rascher intravenöser Gabe [FI5].
NMDA-Rezeptorantagonisten
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Ketamin, Racemat |
Analgesie und dosisabhängig Dissoziationsanästhesie (Narkose mit veränderter Wahrnehmung und Schmerzausschaltung). Die Dosierung des Racemats darf nicht unverändert auf Esketamin übertragen werden. Schutzreflexe gewährleisten keinen sicheren Aspirationsschutz [FI6]. |
- Wirkweise: Vorwiegend NMDA-Rezeptorantagonismus mit analgetischer und anästhetischer Wirkung [FI6].
- Indikationen: Notfallanalgesie, Narkoseeinleitung und ausgewählte analgetische Ergänzung bei intensivmedizinischer Behandlung [FI6].
- Kontraindikationen: Unter anderem Situationen, in denen eine Blutdrucksteigerung ein erhebliches Risiko darstellt, sowie weitere Gegenanzeigen der Fachinformation [FI6].
- Nebenwirkungen: Wahrnehmungsstörungen, Unruhe, Hypersalivation (vermehrter Speichelfluss), Tachykardie (beschleunigter Herzschlag); bei schneller Gabe oder Kombination mit anderen dämpfenden Substanzen Atemdepression. Bei schwerem Schock ist ein Blutdruckabfall möglich [FI6].
Hypnotika
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Etomidat |
Vergleichsweise geringe Kreislaufbeeinträchtigung; keine Analgesie. Hemmt vorübergehend die Nebennierenrindenfunktion. Nicht zur kontinuierlichen Sedierung verwenden [FI7]. |
| Propofol |
Keine Analgesie; ausgeprägter Blutdruckabfall bei Hypovolämie möglich. Für die intensivmedizinische Sedierung die Infusionsrate von 4 mg/kg KG/h nicht überschreiten. Propofol-Infusionssyndrom (seltene schwere Stoffwechsel- und Organschädigung unter Propofolinfusion) beachten [FI8]. |
- Wirkweise: Hypnose durch Verstärkung inhibitorischer GABA-vermittelter Wirkungen; keine ausreichende eigenständige Schmerztherapie [FI7, FI8].
- Indikationen: Narkoseeinleitung; Propofol zusätzlich zur Sedierung beatmeter Erwachsener [FI7, FI8].
- Kontraindikationen: Präparatspezifische Überempfindlichkeit und weitere Gegenanzeigen der jeweiligen Fachinformation. Schock und Hypovolämie erfordern besonders bei Propofol strenge Auswahl und Dosisanpassung [FI7, FI8].
- Nebenwirkungen: Etomidat: Myoklonien (unwillkürliche Muskelzuckungen), Übelkeit und Nebennierensuppression (Hemmung der Nebennierenfunktion). Propofol: Hypotonie, Bradykardie, Atemdepression und selten Propofol-Infusionssyndrom [FI7, FI8].
Benzodiazepine
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Midazolam |
Keine Analgesie. Kumulation bei längerer Anwendung und Organfunktionsstörungen; synergistische Atem- und Kreislaufdepression mit Opioiden [FI9]. |
- Wirkweise: Verstärkung der GABA-A-vermittelten Hemmung mit sedierender, anxiolytischer und amnestischer Wirkung [FI9].
- Indikationen: Ausgewählte Situationen mit erforderlicher Sedierung; Anwendung nach dokumentiertem Sedierungsziel [LL2, FI9].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; bei Anwendung zur Sedierung unter erhaltener Spontanatmung insbesondere schwere Ateminsuffizienz (unzureichende Atemfunktion) beziehungsweise akute Atemdepression gemäß Fachinformation [FI9].
- Nebenwirkungen: Atemdepression, Hypotonie, paradoxe Reaktionen, Kumulation und verzögertes Erwachen; bei längerer Anwendung Abhängigkeit und Entzug [FI9].
Vasopressoren
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Noradrenalin |
Begleitende Behandlung der Ursache und der Hypovolämie erforderlich. Konzentration und Bezug auf Base beziehungsweise Salz sorgfältig prüfen; Extravasation vermeiden [LL3, FI10]. |
- Wirkweise: Überwiegend α-adrenerge Vasokonstriktion mit Erhöhung des arteriellen Blutdrucks [FI10].
- Indikationen: Nichterreichen des individuell festgelegten Blutdruckziels trotz beziehungsweise während angemessener Volumen- und Blutprodukttherapie [LL3].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; eine isolierte Behandlung unkorrigierter Hypovolämie ohne gleichzeitige ursächliche Therapie ist zu vermeiden [FI10].
- Nebenwirkungen: Periphere und viszerale Ischämien (Durchblutungsstörungen an Gliedmaßen und inneren Organen), Arrhythmien, Hypertonie (Bluthochdruck) und Gewebenekrose (Absterben von Gewebe) bei Extravasation [FI10].
Muskelrelaxanzien
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Rocuronium |
Nichtdepolarisierend; längere Wirkdauer als Succinylcholin. Antagonisierung mit Sugammadex möglich. Ein schwieriger Atemweg erfordert unabhängig davon einen geeigneten Notfallplan [FI11]. |
| Succinylcholin beziehungsweise Suxamethonium |
Depolarisierend; kurze reguläre Wirkdauer. Bei Cholinesterasemangel erheblich verlängerte Wirkung möglich. Hyperkaliämierisiken (Risiken eines zu hohen Kaliumgehalts im Blut) nach Trauma im zeitlichen Verlauf beachten [FI12]. |
- Wirkweise: Neuromuskuläre Blockade durch kompetitive Rezeptorhemmung bei Rocuronium beziehungsweise anhaltende Depolarisation bei Succinylcholin [FI11, FI12].
- Indikationen: Erleichterung der Intubation und ausgewählte Situationen mit notwendiger neuromuskulärer Blockade unter gesicherter Analgesie und Hypnose [FI11, FI12].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und fehlende Möglichkeit zur Beatmung. Succinylcholin bei Disposition zur malignen Hyperthermie (lebensbedrohliche Stoffwechselentgleisung unter bestimmten Narkosemitteln) vermeiden; bei Hyperkaliämie beziehungsweise erheblichem Hyperkaliämierisiko, insbesondere nach ausgedehnten Gewebeschäden, Denervation oder längerer Immobilisation, nicht einsetzen [FI11, FI12].
- Nebenwirkungen: Anaphylaxie, verlängerte Blockade und Atemlähmung; Succinylcholin zusätzlich Hyperkaliämie, Arrhythmien, Myalgien (Muskelschmerzen) und maligne Hyperthermie [FI11, FI12].
Cephalosporine: ausgewählte Antibiotikaprophylaxe
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Cefazolin |
Insbesondere gegen relevante Hautflora. Keine geeignete alleinige Standardtherapie einer Aspirationspneumonie. Keine Fortsetzung allein wegen liegender Thoraxdrainage [LL5, LL6, FI13]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese [FI13].
- Indikationen: Ausgewählte perioperative beziehungsweise verletzungsbezogene Prophylaxe nach Indikationsprüfung und lokalem Standard [LL5, LL6].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Cefazolin beziehungsweise relevante schwere Sofortreaktion auf andere Betalaktamantibiotika gemäß Fachinformation [FI13].
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen, gastrointestinale Beschwerden, Clostridioides-difficile-assoziierte Erkrankung; bei Akkumulation neurotoxische Reaktionen möglich [FI13].
Penicilline mit Betalaktamaseinhibitor: bakterielle Pneumonie
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Ampicillin/Sulbactam |
Mögliche Behandlung einer ambulant erworbenen Aspirationspneumonie. Keine Indikation bei isolierter chemischer Pneumonitis; keine Pseudomonas-Wirksamkeit [LL4, FI14]. |
| Piperacillin/Tazobactam |
Option bei geeigneter Indikation, insbesondere nosokomialer Pneumonie mit entsprechendem Erregerrisiko. Keine zuverlässige MRSA-Abdeckung; lokale Empfindlichkeit berücksichtigen [LL8, FI15]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese; der Betalaktamaseinhibitor schützt das Penicillin vor bestimmten bakteriellen Betalaktamasen [FI14, FI15].
- Indikationen: Klinisch begründet vermutete oder nachgewiesene bakterielle Pneumonie mit passendem Erregerspektrum. Keine prophylaktische Gabe allein wegen Aspiration [1, LL4, LL8].
- Kontraindikationen: Relevante Penicillinallergie beziehungsweise schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf Betalaktamantibiotika gemäß Fachinformation [FI14, FI15].
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen, Diarrhö und Clostridioides-difficile-assoziierte Erkrankung, Blutbildveränderungen, Leberwertanstieg und bei Akkumulation neurotoxische Reaktionen; bei Piperacillin/Tazobactam zusätzlich Elektrolytstörungen (Störungen des Mineralstoffhaushalts) und renale Risiken beachten [FI14, FI15].
Niedermolekulare Heparine
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Enoxaparin |
Traumaspezifische Regime können vom deutschen Zulassungsrahmen abweichen und sind keine pauschale Dosierung für jede Thoraxverletzung. Bei Kreatinin-Clearance < 30 ml/min gesonderte Strategie; Blutung, Thrombozyten und gegebenenfalls Anti-Xa-Aktivität kontrollieren [LL7, FI16]. |
- Wirkweise: Antithrombinvermittelte Hemmung vorwiegend von Faktor Xa [FI16].
- Indikationen: Venöse Thromboembolieprophylaxe bei erhöhtem Risiko und ausreichender Blutungskontrolle [LL7, FI16].
- Kontraindikationen: Klinisch relevante aktive Blutung, immunvermittelte heparininduzierte Thrombozytopenie (durch Heparin ausgelöste Immunreaktion mit Abfall der Blutplättchen) innerhalb der vorausgegangenen 100 Tage oder vorhandene zirkulierende Antikörper; weitere Gegenanzeigen beachten [FI16].
- Nebenwirkungen: Blutungen, Thrombozytopenie (verminderte Zahl der Blutplättchen) einschließlich HIT, lokale Hämatome (Blutergüsse), Hyperkaliämie; bei rückenmarknahen Verfahren spinales beziehungsweise epidurales Hämatom (Bluterguss im Bereich des Rückenmarkkanals) möglich [FI16].
Protonenpumpeninhibitoren
| Wirkstoff |
Besonderheiten |
| Pantoprazol |
Stressulkusprophylaxe ist beim aufgeführten Präparat nicht als eigenständige Indikation zugelassen. Anwendung nach Nutzen-Risiko-Abwägung; täglich auf Fortbestehen der Indikation prüfen [LL9, FI17]. |
- Wirkweise: Hemmung der gastralen H+/K+-ATPase und damit der Magensäuresekretion [FI17].
- Indikationen: Vorbeugung klinisch relevanter Stressblutungen bei intensivmedizinischen Patienten mit entsprechenden Risikofaktoren [LL9].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; klinisch relevante Interaktionen mit pH-abhängig resorbierten Arzneimitteln beachten [FI17].
- Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Kopfschmerzen und Überempfindlichkeitsreaktionen; bei längerer Anwendung unter anderem Hypomagnesiämie (Magnesiummangel im Blut) und erhöhtes Risiko bestimmter gastrointestinaler Infektionen [FI17].
Beachte
- Lungenkontusion: Im Verlauf können sich Oxygenierung und Atemarbeit verschlechtern. Analgesie, angemessene Atemunterstützung und bedarfsgerechte Flüssigkeitstherapie sind zentral; prophylaktische Antibiotika sind ohne zusätzliche Indikation nicht erforderlich [LL5].
- Aspiration: Fieber, Leukozytose oder Infiltrate unmittelbar nach Aspiration sind kein hinreichender Beleg einer bakteriellen Pneumonie. Verlaufskontrolle und wiederholte diagnostische Einordnung verhindern unnötige Antibiotikatherapie [1, LL4].
- Gerinnung und Regionalanalgesie: Antikoagulation, Gerinnungsstörung und Zeitpunkt einer Katheteranlage beziehungsweise -entfernung gemeinsam beurteilen [LL2, FI16].
- Therapieüberwachung: Wiederholte Kontrolle von Atemarbeit, Oxygenierung, Schmerz, Bewusstseinslage, Kreislauf und Blutungszeichen. Bei Verschlechterung die Verletzungssituation erneut beurteilen; eine rein medikamentöse Eskalation kann eine erforderliche Intervention verzögern [LL1, LL2, LL5].
Abkürzungen
- AAST: American Association for the Surgery of Trauma.
- ASHP: American Society of Health-System Pharmacists.
- AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften.
- BTS: British Thoracic Society.
- EAST: Eastern Association for the Surgery of Trauma.
- FI: Fachinformation.
- GABA: Gamma-Aminobuttersäure.
- HIT: heparininduzierte Thrombozytopenie.
- i.v.: intravenös.
- KG: Körpergewicht.
- LL: Leitlinie.
- MAO: Monoaminoxidase.
- MRSA: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus.
- NMDA: N-Methyl-D-Aspartat.
- NSAR: nichtsteroidale Antirheumatika.
- RSI: Rapid Sequence Induction.
- s.c.: subkutan.
- SCCM: Society of Critical Care Medicine.
- WSES: World Society of Emergency Surgery.
- WTA: Western Trauma Association.
Literatur
- Dragan V, Wei Y, Elligsen M et al.: Prophylactic Antimicrobial Therapy for Acute Aspiration Pneumonitis. Clin Infect Dis. 2018;67(4):513 bis 518. doi:10.1093/cid/ciy120.
- Bai AD, Srivastava S, Digby GC et al.: Anaerobic Antibiotic Coverage in Aspiration Pneumonia and the Associated Benefits and Harms: A Retrospective Cohort Study. Chest. 2024;166(1):39 bis 48. doi:10.1016/j.chest.2024.02.025.
Leitlinien
- S3-Leitlinie: Polytrauma/Schwerverletzten-Behandlung. (AWMF-Registernummer: 187-023). Stand Dezember 2022, veröffentlichte Langfassung 2023. Langfassung [LL1].
- S3-Leitlinie: Intensivmedizin nach Polytrauma. (AWMF-Registernummer: 040-014). Juli 2024, Version 1.0 der verlinkten Langfassung. Langfassung [LL2].
- Europäische Leitlinie: Rossaint R, Afshari A, Bouillon B et al.: The European guideline on management of major bleeding and coagulopathy following trauma: sixth edition. Crit Care. 2023;27:80. doi:10.1186/s13054-023-04327-7 [LL3].
- British Thoracic Society, Clinical Statement: Simpson AJ, Allen JL, Chatwin M et al.: BTS clinical statement on aspiration pneumonia. Thorax. 2023;78(Suppl 1):s3 bis s21. doi:10.1136/thorax-2022-219699. Volltext [LL4].
- WSES-AAST-Leitlinie: Coccolini F, Cremonini C, Moore EE et al.: Thoracic trauma WSES-AAST guidelines. World J Emerg Surg. 2025. doi:10.1186/s13017-025-00651-1 [LL5].
- EAST Practice Management Guideline: Freeman JJ, Asfaw SH, Vatsaas CJ et al.: Antibiotic prophylaxis for tube thoracostomy placement in trauma: a practice management guideline from the Eastern Association for the Surgery of Trauma. Trauma Surg Acute Care Open. 2022;7:e000886. doi:10.1136/tsaco-2022-000886 [LL6].
- Western Trauma Association, Behandlungsalgorithmus: Ley EJ, Brown CVR, Moore EE et al.: Updated guidelines to reduce venous thromboembolism in trauma patients: A Western Trauma Association critical decisions algorithm. J Trauma Acute Care Surg. 2020;89(5):971 bis 981. doi:10.1097/TA.0000000000002830 [LL7].
- S3-Leitlinie: Epidemiologie, Diagnostik und Therapie erwachsener Patienten mit nosokomialer Pneumonie. (AWMF-Registernummer: 020-013). Version 3.0, Januar 2024, veröffentlicht März 2024. Langfassung [LL8].
- SCCM/ASHP-Leitlinie: Prevention of Stress-Related Gastrointestinal Bleeding in Critically Ill Adults. 2024. Empfehlungen und Zugang zur vollständigen Leitlinie [LL9].
Fachinformationen
- Cyklokapron-Injektionslösung, Tranexamsäure. Fachinformation [FI1].
- Haemocomplettan P 1 g/2 g, Fibrinogen. Fachinformation [FI2].
- Calciumgluconat B. Braun 10% Injektionslösung. Fachinformation [FI3].
- Paracetamol Kabi 10 mg/ml Infusionslösung. Fachinformation [FI4].
- Fentanyl-hameln 50 Mikrogramm/ml Injektionslösung. Fachinformation [FI5].
- Ketamin Inresa 10 ml Injektionslösung. Gebrauchs- und Fachinformation [FI6].
- Etomidat-Lipuro 2 mg/ml Emulsion zur Injektion. Fachinformation [FI7].
- Propofol 1% MCT Fresenius, Emulsion zur Injektion oder Infusion. Fachinformation [FI8].
- Midazolam B. Braun 1 mg/ml Injektions-/Infusionslösung. Fachinformation [FI9].
- Noradrenalin Kabi 1 mg/ml Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung. Fachinformation [FI10].
- Rocuroniumbromid B. Braun 10 mg/ml Injektions-/Infusionslösung. Fachinformation [FI11].
- Succinylcholin 2% Inresa Injektionslösung. Gebrauchs- und Fachinformation [FI12].
- Cefazolin Hikma 1 g/2 g. Fachinformation [FI13].
- Unacid, Ampicillin/Sulbactam. Fachinformation [FI14].
- Piperacillin/Tazobactam Kabi 4 g/0,5 g. Fachinformation [FI15].
- Clexane, Enoxaparin. Fachinformation [FI16].
- Pantozol i.v. 40 mg, Pantoprazol. Fachinformation [FI17].