Scharlach (Scarlatina) – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Eradikation von Streptococcus pyogenes
- Verkürzung der Krankheits- und Infektiositätsdauer (Dauer der Ansteckungsfähigkeit)
- Vermeidung suppurativer Komplikationen (eitriger Folgeerkrankungen) und Verringerung des Risikos eines akuten rheumatischen Fiebers (entzündlicher Folgeerkrankung einer Streptokokkeninfektion, die insbesondere Gelenke und Herz betreffen kann)
- Linderung der Symptomatik (Krankheitsbeschwerden)
Therapieempfehlungen
- Antibiotische Therapie: Bei Scharlach ist eine antibiotische Therapie indiziert. Mittel der ersten Wahl ist Penicillin V; für den unkomplizierten Verlauf wird im Folgenden eine orale Behandlung (Behandlung durch Einnahme über den Mund) über 10 Tage empfohlen [LL1, LL3, FI1, FI2].
- Diagnosesicherung: Bei diagnostischer Unsicherheit beziehungsweise Entscheidungsrelevanz erfolgt ein Streptokokken-Schnelltest oder eine Rachenkultur zur Abgrenzung gegenüber viralen Exanthemen (durch Viren verursachten Hautausschlägen). Bei Kindern und Jugendlichen mit weiterbestehendem klinischem Verdacht sollte ein negativer Antigen-Schnelltest durch eine Rachenkultur überprüft werden [LL1, LL3].
- Behandlungsdauer: Die S2k-Leitlinie empfiehlt für Scharlach Penicillin V über 7 bis 10 Tage. Die Fachinformationen verlangen bei Infektionen durch β-hämolysierende Streptokokken mindestens 10 Tage. Die hier festgelegte Behandlung über 10 Tage liegt innerhalb der Leitlinienempfehlung und entspricht den Fachinformationen. Die Therapie wird auch bei frühzeitiger Beschwerdefreiheit vollständig durchgeführt [LL1, FI1, FI2].
- Allergiealternativen:
- Eine anamnestisch angegebene Penicillinallergie (allergische Reaktion auf Penicillin) ist hinsichtlich Reaktionstyp und Schweregrad zu überprüfen; gastrointestinale Unverträglichkeit (Unverträglichkeit mit Magen-Darm-Beschwerden) allein ist keine Allergie.
- Bei einer nicht schweren verzögerten Reaktion, beispielsweise einem unkomplizierten makulopapulösen Exanthem (Hautausschlag mit Flecken und kleinen Erhebungen) ohne Schleimhaut- oder Organbeteiligung, kann nach individueller Bewertung Cefadroxil eingesetzt werden. Kreuzallergien (allergische Reaktionen auch auf verwandte Stoffe) sind möglich; insbesondere bei bestätigter Amoxicillinallergie (allergischer Reaktion auf Amoxicillin) ist die Seitenkettenverwandtschaft mit Cefadroxil zu berücksichtigen [FI3, FI4].
- Bei Soforttypallergie (allergischer Reaktion unmittelbar oder kurz nach dem Kontakt) gegen Penicillin, insbesondere Urtikaria (Nesselsucht), Angioödem (plötzliche Schwellung tieferer Hautschichten oder Schleimhäute), Bronchospasmus (Verkrampfung und Verengung der Atemwege) oder Anaphylaxie (schwere, möglicherweise lebensbedrohliche allergische Reaktion), werden Cefadroxil und Cefalexin vermieden. Auch nach schweren verzögerten Betalaktamreaktionen, beispielsweise Stevens-Johnson-Syndrom (schwerer Reaktion mit Haut- und Schleimhautschäden), toxischer epidermaler Nekrolyse (lebensbedrohlicher Reaktion mit großflächiger Ablösung der Haut) oder DRESS (schwerer Arzneimittelreaktion mit Hautausschlag und Beteiligung innerer Organe), ist Cefadroxil keine geeignete Ausweichtherapie [LL3, FI3, FI4].
- Wenn geeignete Betalaktame nicht eingesetzt werden können, kommen Clarithromycin oder Clindamycin infrage. Die Auswahl berücksichtigt die lokale beziehungsweise regionale Resistenzlage und möglichst einen individuellen Empfindlichkeitsnachweis [LL1, LL3].
- Makrolid- und Clindamycinresistenzen: Resistenzen von Streptococcus pyogenes gegen Clarithromycin und andere Makrolide sowie gegen Clindamycin variieren regional und zeitlich. Bei notwendiger Ausweichtherapie ist insbesondere bei ungünstiger oder unbekannter Resistenzlage, vorausgegangener Makrolidtherapie oder Therapieversagen eine Rachenkultur mit Resistenztestung sinnvoll. Ein Antigen-Schnelltest liefert keine Resistenzinformation [LL1, LL3, FI7, FI8].
- Kreuzresistenz: Bei nachgewiesener Makrolidresistenz darf nicht ohne Empfindlichkeitsprüfung auf Clindamycin gewechselt werden. Eine MLSB-Resistenz kann eine konstitutive oder induzierbare Kreuzresistenz gegen Makrolide, Lincosamide und Streptogramin B vermitteln. Bei erythromycinresistentem, zunächst clindamycinsensiblem Isolat sollte das Labor eine induzierbare Clindamycinresistenz ausschließen, beispielsweise mittels D-Test [FI7, FI8].
- Therapieansprechen: Bei fehlender deutlicher klinischer Besserung nach 48 bis 72 Stunden oder früherer Verschlechterung sind Diagnose, Einnahmetreue, Dosierung, Resorption und mögliche Komplikationen zu überprüfen. Bei relevantem Therapieversagen erfolgen Erreger- und Resistenzdiagnostik; ein Cephalosporin der Gruppe 1 oder Clindamycin kommt entsprechend Allergieanamnese und Empfindlichkeit infrage [LL1].
- Symptomatische Therapie: Ausreichende Flüssigkeitszufuhr sowie bei Bedarf Paracetamol oder Ibuprofen unter Beachtung der alters- und gewichtsabhängigen Dosierung und der jeweiligen Kontraindikationen. Ibuprofen ist insbesondere bei relevanter Dehydratation (Flüssigkeitsmangel im Körper) oder eingeschränkter Nierenfunktion zu vermeiden. Antiemetika sind keine routinemäßige Scharlachtherapie.
- Acetylsalicylsäure: Bei Kindern und Jugendlichen mit fieberhaften Infekten wegen des Risikos eines Reye-Syndroms (seltenen, lebensbedrohlichen Erkrankung mit Schädigung von Gehirn und Leber) nicht einsetzen.
Wirkstoffe (Hauptindikation)
Die Dosierungen beziehen sich auf die orale Behandlung eines unkomplizierten Scharlachs bei grundsätzlich normaler Organfunktion. KG = Körpergewicht; IE = Internationale Einheiten; p.o. = per os. Für Kinder werden geeignete flüssige Darreichungsformen verwendet.
Penicilline
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Phenoxymethylpenicillin (Penicillin V) | Mittel der ersten Wahl. Möglichst etwa 1 Stunde vor den Mahlzeiten einnehmen; bei Kindern ist zur Sicherung der regelmäßigen Einnahme auch die Einnahme während einer Mahlzeit möglich. Bei hochgradiger Niereninsuffizienz (stark eingeschränkter Nierenfunktion) beziehungsweise Anurie (fehlender Urinausscheidung) Dosierungsintervall entsprechend Fachinformation anpassen [LL1, FI1, FI2]. |
- Wirkweise: Bakterizide Wirkung durch Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese.
- Indikationen: Scharlach durch Streptococcus pyogenes; bevorzugte Therapie bei fehlender Penicillinallergie [LL1, FI1, FI2].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Penicilline oder Präparatebestandteile. Bei schweren gastrointestinalen Störungen (Magen-Darm-Störungen) mit Erbrechen oder Durchfällen ist eine zuverlässige orale Resorption nicht gewährleistet [FI1, FI2].
- Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), Exantheme (Hautausschläge) und andere allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie; selten schwere Hautreaktionen oder antibiotikaassoziierte Kolitis (im Zusammenhang mit einer Antibiotikabehandlung auftretende Dickdarmentzündung) [FI1, FI2].
Cephalosporine der Gruppe 1
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Cefadroxil | Dosierung für Streptokokken-Tonsillopharyngitis (durch Streptokokken verursachte Mandel- und Rachenentzündung). Alternative bei geeigneter Betalaktamverträglichkeit beziehungsweise nach Therapieversagen. Bei Penicillin-Soforttypallergie vermeiden; bei bekannter schwerer Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline oder andere Betalaktame kontraindiziert. Bei eingeschränkter Nierenfunktion Dosis beziehungsweise Dosierungsintervall anpassen [LL1, LL3, FI3, FI4]. |
- Wirkweise: Bakterizide Wirkung durch Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese.
- Indikationen: Alternative zu Penicillin V bei Scharlach, insbesondere bei nicht schwerer verzögerter Penicillinüberempfindlichkeit nach individueller Bewertung oder bei Therapieversagen [LL1, FI3, FI4].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Cefadroxil, andere Cephalosporine oder Präparatebestandteile; bekannte schwere Überempfindlichkeitsreaktion gegen Penicilline oder andere Betalaktame. Eine nicht schwere Penicillinallergie erfordert besondere Vorsicht [FI3, FI4].
- Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, allergische Reaktionen und Exantheme; selten schwere Hautreaktionen oder Clostridioides-difficile-assoziierte Kolitis (durch das Bakterium Clostridioides difficile verursachte Dickdarmentzündung). Bei Niereninsuffizienz und fehlender Dosisanpassung besteht ein erhöhtes Risiko neurotoxischer Wirkungen (schädlicher Auswirkungen auf das Nervensystem) [FI3, FI4].
Makrolide
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Clarithromycin | Alternative, wenn geeignete Betalaktame nicht eingesetzt werden können. Makrolidresistenzen beachten; bei nachgewiesener Resistenz nicht einsetzen. Für kleine Kinder geeignete Suspension verwenden; Klacid Saft 125 mg/5 ml ermöglicht eine feinere Dosierung als Saft Forte. Bei Kreatinin-Clearance unter 30 ml/min Dosis nach Fachinformation reduzieren. QT-Verlängerung (Verlängerung einer elektrischen Erholungsphase des Herzens mit erhöhtem Risiko für Herzrhythmusstörungen) und zahlreiche CYP3A4-vermittelte Interaktionen beachten [LL1, LL3, FI5, FI6]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese an der 50S-Untereinheit des Ribosoms; überwiegend bakteriostatische Wirkung.
- Indikationen: Scharlach bei fehlender Möglichkeit einer geeigneten Betalaktamtherapie und ausreichend wahrscheinlicher beziehungsweise nachgewiesener Erregerempfindlichkeit [LL1, LL3].
- Kontraindikationen: Makrolidüberempfindlichkeit, bekannte QT-Verlängerung oder ventrikuläre Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen, die von den Herzkammern ausgehen), Hypokaliämie (zu niedriger Kaliumgehalt im Blut) beziehungsweise Hypomagnesiämie (zu niedriger Magnesiumgehalt im Blut) sowie bestimmte Arzneimittelkombinationen, unter anderem mit Domperidon, Simvastatin, Lovastatin oder Colchicin. Vollständige Interaktionsprüfung erforderlich [FI5, FI6].
- Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden, Geschmacksstörungen, Leberfunktionsstörungen bis zur Hepatotoxizität (Leberschädigung), QT-Verlängerung und ventrikuläre Arrhythmien; klinisch relevante Arzneimittelinteraktionen [FI5, FI6].
Lincosamide
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Clindamycin | Reservealternative bei fehlender geeigneter Betalaktamoption beziehungsweise nach Therapieversagen und nachgewiesener oder ausreichend wahrscheinlicher Empfindlichkeit. Das kindliche Schema liegt innerhalb des fachinformationellen Bereichs von 8 bis 25 mg/kg KG täglich in 3 bis 4 Gaben; die Fachinformation bevorzugt allgemein 4 Gaben. Makrolid-Clindamycin-Kreuzresistenz einschließlich induzierbarer Resistenz beachten. Erhöhtes Risiko einer Clostridioides-difficile-assoziierten Kolitis [LL1, LL3, FI7, FI8]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese an der 50S-Untereinheit des Ribosoms; überwiegend bakteriostatische Wirkung.
- Indikationen: Scharlach durch clindamycinempfindliche Streptokokken bei fehlender geeigneter Betalaktamtherapie; gegebenenfalls nach Therapieversagen. Keine automatische Ausweichtherapie bei Makrolidresistenz [LL1, FI7, FI8].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Clindamycin, Lincomycin oder Präparatebestandteile. Besondere Vorsicht bei gastrointestinalen Erkrankungen (Magen-Darm-Erkrankungen), insbesondere vorausgegangener Kolitis (Dickdarmentzündung), sowie bei schwerer Leberfunktionsstörung [FI7, FI8].
- Nebenwirkungen: Diarrhö (Durchfall), Übelkeit, Bauchschmerzen, Exantheme und Leberfunktionsstörungen; insbesondere antibiotikaassoziierte beziehungsweise Clostridioides-difficile-assoziierte Kolitis. Ausgeprägte oder anhaltende Diarrhö während oder nach der Therapie erfordert eine zeitnahe Abklärung [FI7, FI8].
Beachte
- Antibiotikawahl: Breiter wirksame Antibiotika bieten bei unkompliziertem Scharlach keinen gesicherten therapeutischen Vorteil gegenüber Penicillin V und erhöhen den Selektionsdruck. Intravenöses Cefuroxim, beispielsweise 1,5 g dreimal täglich, ist keine orale Standardalternative für dieses Krankheitsbild [2, LL1].
- Resistenzbewertung: Ein klinisches Therapieversagen unter Penicillin ist nicht mit einer Penicillinresistenz von Streptococcus pyogenes gleichzusetzen. Für Makrolide und Clindamycin sind dagegen erworbene Resistenzen beschrieben; eine pauschale Resistenzquote ohne regionale, zeitliche und mikrobiologische Einordnung ist nicht geeignet [LL3].
- Komplikationsprävention: Antibiotika verringern das Risiko bestimmter suppurativer Komplikationen und eines akuten rheumatischen Fiebers. Für die zuverlässige Verhinderung einer Poststreptokokken-Glomerulonephritis (Entzündung der Nierenfilter nach einer Streptokokkeninfektion) ist die Evidenz unzureichend; diese darf daher nicht als gesicherter Behandlungseffekt dargestellt werden [1].
- Allergieabklärung: Bei entsprechender Anamnese ist eine allergologische Abklärung (Untersuchung auf eine mögliche Allergie) sinnvoll, um unnötige Ausweichtherapien mit resistenzanfälligeren oder nebenwirkungsreicheren Antibiotika zu vermeiden. Nach schweren Reaktionen erfolgt keine unkontrollierte Reexposition.
- Warnzeichen: Ausgeprägte Dysphagie (Schluckstörung), Speichelfluss, Trismus (Kieferklemme mit eingeschränkter Mundöffnung), einseitige Hals- oder Rachenschwellung, Dyspnoe (Atemnot), Kreislaufinstabilität oder rasche klinische Verschlechterung erfordern eine sofortige Abklärung auf tiefe Halsinfektion, Abszess (abgekapselte Eiteransammlung) oder invasive Streptokokkeninfektion (Streptokokkeninfektion mit Eindringen der Erreger in tiefere Gewebe oder die Blutbahn). Die hier angegebenen oralen Regime gelten ausschließlich für unkomplizierten Scharlach.
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
- Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
- Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Flavonoide (Citrusfrüchte), Lycopin (Tomaten), Proanthocyanidine (Cranberrys), Polyphenole)
- Weitere Vitalstoffe (probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Abkürzungen
- AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- CYP3A4: Cytochrom P450 3A4; Enzym, das am Abbau zahlreicher Arzneimittel beteiligt ist
- DHA: Docosahexaensäure
- doi: Digital Object Identifier; dauerhafte Kennung einer wissenschaftlichen Veröffentlichung
- DRESS: Drug Reaction with Eosinophilia and Systemic Symptoms; schwere Arzneimittelreaktion mit Eosinophilie und Beteiligung innerer Organe
- EPA: Eicosapentaensäure
- FI: Fachinformation
- HNO: Hals-Nasen-Ohren
- IE: Internationale Einheiten
- KG: Körpergewicht
- LL: Leitlinie
- MLSB: Makrolide, Lincosamide und Streptogramin B
- p.o.: per os; Einnahme über den Mund
- QT: Abschnitt im Elektrokardiogramm vom Beginn der elektrischen Erregung bis zum Ende der elektrischen Erholung der Herzkammern
- S2k: Leitlinie auf Grundlage einer strukturierten Konsensfindung
- S3: Leitlinie auf Grundlage einer systematischen Evidenzbewertung und strukturierten Konsensfindung
Literatur
- Spinks A, Glasziou PP, Del Mar CB: Antibiotics for treatment of sore throat in children and adults. Cochrane Database Syst Rev. 2021;12(12):CD000023. doi: 10.1002/14651858.CD000023.pub5.
- Holm AE, Llor C, Bjerrum L, Cordoba G: Short- vs. Long-Course Antibiotic Treatment for Acute Streptococcal Pharyngitis: Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials. Antibiotics (Basel). 2020;9(11):733. doi: 10.3390/antibiotics9110733.
Leitlinien
- S2k-Leitlinie: Antibiotikatherapie bei HNO-Infektionen. (AWMF-Registernummer: 017-066). Version 5.1, Aktualisierung 2025. Langfassung [LL1].
- S3-Leitlinie: Therapie der Tonsillo-Pharyngitis. (AWMF-Registernummer: 017-024). Version 4.0 vom 15. Januar 2024. Langfassung [LL2].
- Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Scarlet Fever. Online-Handlungsempfehlung; keine AWMF-S-Leitlinie. Aktuelle Onlinefassung, abgerufen am 6. Oktober 2026 [LL3].
Fachinformationen
- Fachinformation Penicillin V-ratiopharm® 1 Mega Filmtabletten / 1,5 Mega. ratiopharm GmbH, Stand September 2025 [FI1].
- Fachinformation INFECTOCILLIN® 250 / 300 / 400 / 500 Saft. INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Stand September 2023 [FI2].
- Fachinformation GRÜNCEF® 1 g Tabletten. INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Stand Mai 2026 [FI3].
- Fachinformation GRÜNCEF® 500 mg/5 ml Trockensaft. INFECTOPHARM Arzneimittel und Consilium GmbH, Stand November 2025 [FI4].
- Fachinformation Klacid Filmtabletten, 250 mg. Viatris Healthcare GmbH, Stand Juli 2025 [FI5].
- Fachinformation Klacid Saft, 125 mg/5 ml. Viatris Healthcare GmbH, Stand Juli 2025 [FI6].
- Fachinformation Sobelin® 300 mg. PFIZER PHARMA GmbH, Stand Juli 2026 [FI7].
- Fachinformation Sobelin® Granulat. PFIZER PHARMA GmbH, Stand Juli 2026 [FI8].