Ebola – Medizingerätediagnostik

Fakultative Medizingerätediagnostik – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese (Krankengeschichte), der körperlichen Untersuchung, der Labordiagnostik und der obligaten Medizingerätediagnostik – zur differentialdiagnostischen Abklärung 

  • Abdomensonographie (Ultraschall der Bauchorgane)
    • Indikationen: abdominelle Schmerzen (Bauchschmerzen), Druckschmerz (Schmerz bei Druck), Hepatosplenomegalie (Vergrößerung von Leber und Milz), Aszites (Bauchwassersucht), klinischer Verdacht auf intraabdominelle Blutung (Blutung im Bauchraum), Cholezystitis (Gallenblasenentzündung), Appendizitis (Blinddarmentzündung), Ileus (Darmverschluss) oder andere relevante abdominelle Differentialdiagnosen
  • Elektrokardiogramm (EKG; Herzstromkurve)
    • Indikationen: Kreislaufinstabilität, Schock (Kreislaufversagen), Thoraxschmerz (Brustkorbschmerz), Palpitationen (Herzstolpern), Synkope (kurzzeitige Bewusstlosigkeit), Elektrolytstörungen (Störungen der Blutsalze), QT-Zeit-relevante Begleitmedikation oder Verdacht auf Myokarditis (Herzmuskelentzündung) beziehungsweise Rhythmusstörungen (Herzrhythmusstörungen)
  • Röntgenaufnahme des Thorax (Röntgen-Thorax; Röntgenaufnahme des Brustkorbs)
    • Indikationen: Dyspnoe (Atemnot), Hypoxämie (Sauerstoffmangel im Blut), Husten, thorakale Schmerzen, Verdacht auf Pneumonie (Lungenentzündung), Lungenödem (Flüssigkeitsansammlung in der Lunge), akutes Atemnotsyndrom (schwere akute Lungenschädigung) oder andere pulmonale Differentialdiagnosen (mögliche andere Lungenerkrankungen); bevorzugt als mobile Untersuchung zur Vermeidung unnötiger Patiententransporte
  • Echokardiographie (Herzultraschall)
    • Indikationen: hämodynamische Instabilität (gestörte Kreislaufstabilität), unklarer Schock, Verdacht auf Myokarditis beziehungsweise Perikarderguss (Flüssigkeitsansammlung im Herzbeutel) oder relevante kardiale Begleiterkrankung (das Herz betreffende Begleiterkrankung)
  • Computertomographie (CT; Schichtbildverfahren)
    • Indikationen: nur bei zwingender klinischer Fragestellung und nach strenger Nutzen-Risiko-Abwägung, insbesondere bei akutem Abdomen (akuter Bauch), Verdacht auf relevante Blutung, fokal-neurologischem Defizit (umschriebener Ausfall des Nervensystems), Bewusstseinsstörung unklarer Ursache oder nicht anders klärbarer schwerer Differentialdiagnose; Durchführung nur bei transportfähigem Patienten und gesichertem Infektionsschutzkonzept

Die apparative Diagnostik dient bei Verdacht auf Ebola nicht dem Erregernachweis (Nachweis des Krankheitserregers). Die Bestätigung erfolgt durch spezifische virologische Labordiagnostik (Virus-Labordiagnostik); apparative Verfahren sind ausschließlich zur Beurteilung von Komplikationen, Organbeteiligungen und klinisch relevanten Differentialdiagnosen einzusetzen.