Cholera – Weitere Therapie

Allgemeine Maßnahmen

  • Ausreichende Flüssigkeitszufuhr!
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen! 
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum)
  • Alkoholrestriktion (Verzicht auf Alkohol)

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen während der Erkrankung:
    • Ausreichende Flüssigkeitsaufnahme! Da es im Rahmen der Cholera-Erkrankung zu starken Flüssigkeitsverlusten durch Diarrhoe (Durchfall; Reiswasserstuhl) kommt, steht der Ausgleich von Flüssigkeits- und Elektrolyt-(Blutsalz)Verlusten im Vordergrund. Häufig ist eine Infusionstherapie erforderlich. Beispielsweise sind folgende fertige Lösungen nach den Empfehlungen der WHO (Weltgesundheitsorganisation) geeignet (ORL – Oral Rehydration Solution):
      • Fertiglösung aus 13,5 g Glucose, 2,6 g Natriumchlorid (Kochsalz), 1,5 g Kaliumchlorid und 2,9 g Natriumcitrat – bezogen auf einen Liter [S2k-Leitlinie]
      • 1-2 Esslöffel Zucker und 1 Teelöffel Kochsalz in 1 Liter reinem Orangensaft auflösen
      • Saft von 4 Orangen, 7 Teelöffel Zucker und 1 Teelöffel Kochsalz auf 1 Liter abgekochtes Wasser geben
    • Bei Erbrechen: Solange das Erbrechen anhält, sollte auf den Verzehr jeglicher Nahrung verzichtet werden. Der Flüssigkeitsverlust sollte allerdings unbedingt ausgeglichen werden. Dazu empfiehlt es sich, Flüssigkeiten wie z. B. Kräutertees (Fenchel-, Ingwer-, Kamille-, Pfefferminz- und Kümmeltee) oder Wasser zunächst in kleineren Mengen, eventuell löffelweise zuzuführen. Wenn das Erbrechen aufgehört hat, werden zuerst kohlenhydrathaltige Nahrungsmittel wie Zwieback, Toast und Salzstangen gut vertragen. Die Mahlzeiten sollten klein sein und über den Tag verteilt gegessen werden. Auf Genussmittel ist während des Erbrechens und auch noch eine Woche danach zu verzichten.
    • Bei Durchfall: Im Rahmen der Durchfallerkrankung hat sich eine "Tee-Zwieback-Diät" (Dauer: drei Tage, ggf. länger; soweit keine anderen Erkrankungen dagegen sprechen) bewährt.
    • Nach der akuten Magen-Darm-Erkrankung empfiehlt sich eine leichte Vollkost. Im Rahmen dieser Ernährung sollte auf folgende Lebensmittel und Zubereitungsverfahren verzichtet werden, da sie erfahrungsgemäß häufig Beschwerden verursachen:
      • voluminöse und fettreiche Mahlzeiten 
      • Hülsenfrüchte und Gemüse wie Weißkohl, Grünkohl, Paprika, Sauerkraut, Lauch, Zwiebeln, Wirsing, Pilze
      • rohes Stein- und Kernobst
      • frisches Brot, Vollkornbrot
      • hartgekochte Eier
      • kohlensäurehaltige Getränke
      • frittierte, panierte, geräucherte, sehr stark gewürzte oder sehr süße Lebensmittel
      • zu kalte bzw. zu heiße Lebensmittel
    • Ernährung reich an:
      • Vitaminen (Vitamin C) – Vitamin C ist wichtig für das Immunsystem. Vitamin C-reiche Lebensmittel sind Gemüse wie Spinat und Obst (Apfelsinen, Erdbeeren, Kiwis, Johannisbeeren), die zudem während einer Infektion gut vertragen werden.
  • Nach der Genesung ggf. Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
    • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
    Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
    Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.

  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

Leitlinien

  1. S2k-Leitlinie: Gastrointestinale Infektionen und Morbus Whipple. (AWMF-Registernummer: 021-024), Januar 2015 Langfassung