Postexpositionelle Prophylaxe (Riegelimpfung)

Die postexpositionelle Prophylaxe (PEP), auch als Riegelimpfung oder Inkubationsimpfung bekannt, ist eine wichtige präventive Maßnahme in der Medizin. Sie wird nach dem Kontakt mit einem Erreger oder nach Ausbruch einer Erkrankung in der Gemeinschaft angewendet, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. Die PEP zielt darauf ab, bei Kontaktpersonen schnell eine Antikörper-Produktion zu stimulieren und so die Anfälligkeit für die Krankheit zu reduzieren.

Typische Anwendungsfälle für die postexpositionelle Prophylaxe umfassen verschiedene impfpräventable Erkrankungen, darunter:

  • Diphtherie: Eine akute Infektionskrankheit, die vor allem die Schleimhäute der oberen Atemwege betrifft.
  • FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis): Eine von Zecken übertragene virale Erkrankung, die das zentrale Nervensystem angreift.
  • HiB (Haemophilus influenzae Typ b): Ein Bakterium, das ernsthafte Infektionen wie Meningitis verursachen kann.
  • Hepatitis A und B: Virusinfektionen der Leber.
  • Masern: Eine hochansteckende Virusinfektion mit typischen Hautausschlägen.
  • Meningokokken: Bakterielle Erreger, die Meningitis und andere schwere Infektionen verursachen können.
  • Mumps: Eine Virusinfektion, die vor allem die Speicheldrüsen betrifft.
  • Pertussis (Keuchhusten): Eine hochansteckende bakterielle Atemwegsinfektion.
  • Poliomyelitis (Kinderlähmung): Eine virale Infektion, die zu Lähmungen führen kann.
  • Tollwut: Eine ernsthafte virale Erkrankung, die das zentrale Nervensystem betrifft.
  • Tetanus (Wundstarrkrampf): Eine Infektion durch Bakterien, die schwere Muskelkrämpfe verursacht.
  • Varizellen (Windpocken): Eine hochansteckende Viruserkrankung mit charakteristischem Hautausschlag.

Die Durchführung der postexpositionellen Prophylaxe erfordert ein schnelles Handeln und ist ein entscheidender Schritt, um die Verbreitung dieser Erkrankungen zu begrenzen und die Gesundheit von Einzelpersonen und der Gemeinschaft zu schützen.