Extrasystolen – Körperliche Untersuchung

Eine umfassende klinische Untersuchung ist die Grundlage für die Auswahl der weiteren diagnostischen Schritte:

  • Allgemeine körperliche Untersuchung – inklusive Blutdruck, Puls, Körpergewicht, Körpergröße; des Weiteren:
    • Palpation (Abtasten) des peripheren Pulses und Beurteilung von Pulsfrequenz und Pulsrhythmus (Regelmäßigkeit des Pulses) [vorzeitige Pulsschläge, kompensatorische Pausen (ausgleichende Pausen), Pulsdefizit (fehlende tastbare Pulsschläge) bei hämodynamisch (den Blutkreislauf betreffend) nicht wirksamen Extrasystolen (zusätzlichen Herzschlägen)]
    • Auskultation (Abhören) des Herzens [vorzeitige Herzaktionen mit nachfolgender Pause und verstärktem postextrasystolischem (nach einem zusätzlichen Herzschlag auftretendem) Herzschlag]
    • Kardiovaskuläre Untersuchung (Untersuchung des Herz-Kreislauf-Systems) auf Hinweise einer zugrunde liegenden strukturellen Herzerkrankung (Erkrankung des Herzaufbaus) bzw. Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
      • Auskultation des Herzens auf Herzgeräusche und zusätzliche Herztöne
      • Beurteilung der Halsvenen und Untersuchung der unteren Extremitäten auf Ödeme (Wassereinlagerungen)
      • Auskultation der Lunge auf Zeichen einer pulmonalen Stauung (Flüssigkeitsstauung in der Lunge)
    • Bei klinischem Verdacht Untersuchung auf Zeichen einer Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion)
    • Bei Schwindel, Präsynkope (Beinahe-Ohnmacht) oder Synkope (Ohnmacht) orthostatische (lageabhängige) Blutdruck- und Pulsmessung

In eckigen Klammern [ ] wird auf mögliche pathologische (krankhafte) körperliche Befunde hingewiesen.