Brustkrebs (Mammakarzinom) – Medikamentöse Therapie

Die Therapieentscheidung berücksichtigt Krankheitsstadium, Hormonrezeptor- und HER2-Status, Rezidivrisiko, molekulare Veränderungen, Vorbehandlungen, Organfunktion und individuelle Behandlungsziele. Auswahl und Sequenzierung erfolgen im interdisziplinären Tumorboard [LL1, LL2].

Therapieziel

  • Frühes Mammakarzinom: Heilung, Senkung des lokoregionären und fernmetastatischen Rezidivrisikos und Verbesserung des Gesamtüberlebens.
  • Neoadjuvante Behandlung: Tumorverkleinerung, Verbesserung der Operabilität und Erfassung des Therapieansprechens als Grundlage einer gegebenenfalls angepassten postneoadjuvanten Therapie.
  • Metastasierte (mit Tochtergeschwülsten) Erkrankung: Verlängerung des Überlebens, Symptomkontrolle und Erhaltung der Lebensqualität.
  • Supportive Behandlung: Vermeidung und Behandlung therapiebedingter Beschwerden und Organschäden; Erhalt der Therapieadhärenz und möglichst der Fertilität.

Therapieempfehlungen

Die Auswahl richtet sich nach Stadium, HR-/HER2-Status, Rezidivrisiko, Menopausenstatus, Vorbehandlung, Organfunktion und Behandlungsziel. Früh, adjuvant, metastasiert und präventiv eingesetzte Therapien haben unterschiedliche Indikationen. Ein einzelner Ki-67-Wert ersetzt keine individuelle Risikobewertung; pauschale Überlebensraten allein nach Subtyp sind ungeeignet [LL1, LL2].

Behandlungssituation und Durchführung

  • HR-positiv/HER2-negativ, frühe Erkrankung: endokrine Therapie für mindestens fünf Jahre; eine Verlängerung auf insgesamt sieben bis zehn Jahre erfolgt risikoadaptiert. Prämenopausal Tamoxifen, bei erhöhtem Risiko zusätzlich Ovarialsuppression oder Aromatasehemmer mit Ovarialsuppression. Postmenopausal soll ein Aromatasehemmer Bestandteil der Behandlung sein. Eine chemotherapiebedingte Amenorrhö (Ausbleiben der Monatsblutung) beweist keine dauerhaft erloschene Ovarialfunktion (Funktion der Eierstöcke). Bei Männern ist Tamoxifen eine Standardoption; Aromatasehemmer erfordern in der Regel zusätzliche gonadale Suppression [7, 12, 18, LL1, LL2].
  • Adjuvante CDK4/6-Inhibitoren: Abemaciclib für zwei Jahre bei nodalpositiver Hochrisikoerkrankung: mindestens vier positive axilläre Lymphknoten oder ein bis drei positive Lymphknoten mit Grading 3 beziehungsweise Tumorgröße ≥ 5 cm. Ribociclib mit Aromatasehemmer für drei Jahre bei hohem Rezidivrisiko; die Indikation umfasst auch ausgewählte nodalnegative Tumoren im Stadium II. Die unterschiedlichen Zulassungskriterien beachten [41, 42, FI1, FI2].
  • HER2-positiv, frühe Erkrankung: nach neoadjuvanter Behandlung und pathologischer Komplettremission (fehlender Nachweis einwachsender Tumorreste in der Gewebeuntersuchung) die HER2-gerichtete Therapie risikoadaptiert auf insgesamt üblicherweise ein Jahr komplettieren. Bei invasivem Residualtumor (verbliebenem Tumor, der in umliegendes Gewebe eingewachsen ist) nach taxanbasierter und HER2-gerichteter neoadjuvanter Behandlung Trastuzumab-Emtansin für 14 Zyklen. Kleine nodalnegative Tumoren können für ein deeskaliertes Paclitaxel-/Trastuzumab-Konzept geeignet sein. Bei HR-Positivität zusätzlich endokrine Therapie; erweitertes adjuvantes Neratinib für ausgewählte Patientinnen prüfen [20, LL1, LL2, FI10, FI12, FI14].
  • Frühes Hochrisiko-TNBC: Pembrolizumab mit neoadjuvanter Chemotherapie, anschließend adjuvant als Monotherapie; dieses perioperative Konzept ist insbesondere für Stadium II–III belegt und unabhängig vom PD-L1-Status. Ein ausschließlich postoperativer Erstbeginn entspricht nicht dem untersuchten Konzept. Bei invasivem Tumorrest gegebenenfalls Olaparib bei geeigneter BRCA1/2-Keimbahnvariante oder leitliniengestützt Capecitabin außerhalb der Zulassung. Kombinationen und Sequenzen mit Pembrolizumab individuell festlegen; nicht alle Kombinationen sind randomisiert abgesichert [29, 38, LL1, LL2, FI15, FI17].
  • Adjuvantes Olaparib: ein Jahr bei BRCA1/2-Keimbahnvariante, HER2-negativer früher Erkrankung und erfüllten Hochrisikokriterien nach Chemotherapie. Eine indizierte endokrine Therapie kann fortgeführt werden. Die gleichzeitige Kombination mit adjuvanten CDK4/6-Inhibitoren ist kein etablierter Standard [29, FI17].
  • DCIS: nach lokaler Behandlung eines HR-positiven DCIS kann eine fünfjährige endokrine Behandlung zur Verminderung ipsi- und kontralateraler Brustereignisse besprochen werden. Ein Überlebensvorteil ist nicht gesichert. Eine generelle zehnjährige Behandlung ist kein DCIS-Standard; Chemotherapie und HER2-gerichtete systemische Therapie gehören nicht zur Routine [34, LL1, LL2].
  • Biomarker und Therapiewechsel: eine zugängliche Metastase nach Möglichkeit biopsieren und HR/HER2 erneut bestimmen. HER2-low: IHC 1+ oder IHC 2+/ISH-negativ; HER2-ultralow: IHC 0 mit Membranfärbung. Bei fortgeschrittener HR-positiver/HER2-negativer Erkrankung ESR1, PIK3CA, AKT1/PTEN und BRCA1/2 indikationsgerecht untersuchen. Ein negativer Plasmatest schließt eine relevante Veränderung nicht sicher aus; gegebenenfalls Gewebe untersuchen. Genexpressionstests bei früher Erkrankung nur in validierten Entscheidungssituationen verwenden [LL1, LL2, FI5–FI9, FI11, FI17].
  • PD-L1-Kriterien: beim fortgeschrittenen TNBC erfordert Pembrolizumab CPS ≥ 10, Atezolizumab IC ≥ 1 %. Maßgebliche Studienverfahren waren 22C3 beziehungsweise SP142. IC bezeichnet den Anteil der Tumorfläche mit PD-L1-positiven tumorinfiltrierenden Immunzellen. CPS und IC sind nicht austauschbar; ein validierter indikationsgerechter Test ist erforderlich [39, 40, FI15, FI16].
  • Neoadjuvante Behandlung: histologische Sicherung, Biomarkerbestimmung und risikoadaptiertes Staging vor Beginn. Primärtumor und gegebenenfalls biopsierte befallene Lymphknoten markieren. Eine Sentinel-Lymphknotenexzision ist nicht grundsätzlich vor der neoadjuvanten Therapie erforderlich. Bei geeigneter postmenopausaler endokrin sensitiver Erkrankung kann eine neoadjuvante endokrine Behandlung mit regelmäßiger Ansprechkontrolle erwogen werden [LL1, LL2].
  • Metastasierte Erkrankung: eine viszerale Metastasierung allein ist keine viszerale Krise; entscheidend ist eine schwere tumorbedingte Organfunktionsstörung mit Bedarf an rascher Wirkung. Vorbehandlung, Rezidivintervall, ZNS-Befall, Verträglichkeit und Patientenwunsch bestimmen die Sequenz. Nach einem Topoisomerase-I-basierten Konjugat ist die Wirksamkeit eines weiteren solchen Konjugats nicht uneingeschränkt belegt. Systemische und lokale Behandlung bei Hirnmetastasen abstimmen [LL1, LL2].
  • Therapiebeginn und Fertilität: adjuvante Behandlung ohne vermeidbare Verzögerung nach angemessener postoperativer Erholung beginnen; Beobachtungsdaten begründen keine universelle starre Frist. Fertilitätsprotektion vor gonadotoxischer Behandlung besprechen. GnRH-Agonisten können das Risiko vorzeitiger Ovarialinsuffizienz (eingeschränkte Funktion der Eierstöcke) senken, ersetzen etablierte Fertilitätserhaltungsmaßnahmen jedoch nicht [9, 24, LL1, LL2].

Wirkstoffe (Hauptindikationen)

Die Dosierungen gelten für Erwachsene als übliche Anfangsdosen beziehungsweise Protokollbeispiele. Organfunktion, Vorbehandlung, Interaktionen, Prämedikation, Supportivtherapie und substanzspezifische Dosisanpassungen sind zu berücksichtigen. Schwangerschaft, Stillzeit und erforderliche Kontrazeptionsintervalle müssen vor jeder systemischen Behandlung präparatspezifisch geprüft werden. Orale Tumortherapeutika erfordern eine strukturierte Einnahme- und Interaktionskontrolle [LL1, LL2].

Endokrine Therapie: selektive Östrogenrezeptormodulation, Aromatasehemmung und ovarielle Suppression

Wirkstoff Besonderheiten
Tamoxifen HR-positive Erkrankung; Endometrium- und Thromboembolierisiko beachten.
Anastrozol Postmenopausal oder mit gesicherter Ovarialsuppression.
Letrozol Früh oder fortgeschritten; bei funktionierenden Ovarien zusätzliche Suppression.
Exemestan Steroidaler Aromatasehemmer; auch Partner von Everolimus.
Goserelin Ovarialsuppression; andere Depotstärken nur nach Prüfung ihrer Brustkrebszulassung.
Triptorelin Für Brustkrebs zugelassenes Präparat wählen; Suppression sicherstellen.
  • Wirkweise: Tamoxifen moduliert den Östrogenrezeptor; Aromatasehemmer senken die Östrogensynthese; GnRH-Agonisten supprimieren die Ovarialfunktion.
  • Indikation: HR-positive Erkrankung nach Stadium und Menopausenstatus. Aromatasehemmer bei funktionierenden Ovarien nur mit ausreichender Suppression.
  • Kontraindikationen: Schwangerschaft und präparatspezifische Gegenanzeigen beachten. Tamoxifen: Thromboembolierisiko und CYP2D6-Interaktionen; keine routinemäßige Genotypisierung. Nieren-/Leberfunktionsstörungen präparatspezifisch beurteilen.
  • Nebenwirkungen: Hitzewallungen, vaginale Beschwerden; Aromatasehemmer: Arthralgien (Gelenkschmerzen), Myalgien (Muskelschmerzen), Knochenverlust; Tamoxifen: Thromboembolien (Gefäßverschlüsse durch Blutgerinnsel), Endometriumveränderungen, selten okuläre Toxizität [7, 12, 18, LL1, LL2].

Östrogenrezeptor-Degrader (SERD)

Wirkstoff Besonderheiten
Fulvestrant Fortgeschritten; allein oder Kombinationspartner; Gesamtdosis auf zwei i.m. Injektionen verteilen.
Elacestrant Postmenopausale Frauen/Männer, ER+/HER2−, aktivierende ESR1-Mutation; Progress nach endokriner Therapie einschließlich CDK4/6-Inhibitor.
Imlunestrant EU-Monotherapie bei ER+/HER2−, aktivierender ESR1-Mutation nach endokrin basiertem Regime; prä-/perimenopausal und bei Männern zusätzlich LHRH-Agonist.
  • Wirkweise: Antagonistische ER-Bindung und Förderung des Rezeptorabbaus.
  • Indikation: Fortgeschrittene ER-positive/HER2-negative Erkrankung; orale SERD nach substanzspezifischer Vorbehandlung bei aktivierender ESR1-Mutation.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und substanzspezifische Leberfunktionsgrenzen; Schwangerschaft/Stillzeit beachten. Fulvestrant: Vorsicht bei Blutungsneigung/Antikoagulation; orale SERD: CYP3A-Interaktionen prüfen.
  • Nebenwirkungen: Übelkeit, Hitzewallungen, Fatigue (ausgeprägte Erschöpfung), Leberwertanstieg; Fulvestrant: Injektionsreaktionen; Elacestrant: Lipidveränderungen [FI4, FI8, FI9].

CDK4/6-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Abemaciclib HR+/HER2−: adjuvant zwei Jahre oder fortgeschritten mit endokriner Therapie. Keine EU-Brustkrebs-Monotherapie.
Ribociclib, adjuvant Mit Aromatasehemmer, adjuvant drei Jahre bei hohem Rezidivrisiko.
Ribociclib, fortgeschrittene Erkrankung Fortgeschritten mit Aromatasehemmer oder Fulvestrant; QT-Kontrollen.
Palbociclib Fortgeschritten mit endokrinem Partner; auch mit Inavolisib/Fulvestrant; keine adjuvante Routine.
  • Wirkweise: CDK4/6-Hemmung mit Blockade des G1/S-Übergangs.
  • Indikation: HR-positive/HER2-negative Erkrankung in endokriner Kombination. Adjuvant Abemaciclib oder Ribociclib bei erfüllten Kriterien; keine adjuvante Palbociclib-Routine.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und präparatspezifische Gegenanzeigen. CYP3A-Interaktionen prüfen. Ribociclib: EKG/QT, Elektrolyte, Blutbild/Leberwerte. Abemaciclib: Blutbild und ALT/AST vor Beginn, zwei Monate zweiwöchentlich, dann zwei Monate monatlich.
  • Nebenwirkungen: Neutropenie (Mangel an bestimmten weißen Blutkörperchen), Infektionen, Fatigue, Transaminasenanstieg; Abemaciclib: Diarrhö (Durchfall)/Thromboembolien; Ribociclib: QT-Verlängerung; selten Pneumonitis (Entzündung des Lungengewebes). Diarrhö frühzeitig behandeln und gegebenenfalls pausieren [41, 42, FI1–FI3].

PI3K-, AKT- und mTOR-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Inavolisib Mit Palbociclib/Fulvestrant bei PIK3CA-mutiertem ER+/HER2− Tumor: Rezidiv unter/bis zwölf Monate nach adjuvanter endokriner Therapie; nach adjuvantem CDK4/6-Inhibitor Abstand ≥ zwölf Monate.
Capivasertib Mit Fulvestrant bei ER+/HER2− und PIK3CA/AKT1/PTEN-Alteration nach endokriner Therapie.
Alpelisib Mit Fulvestrant bei postmenopausalen Frauen/Männern mit HR+/HER2−, PIK3CA-Mutation und Progress nach endokrin basiertem Regime.
Everolimus Mit Exemestan: postmenopausal HR+/HER2− ohne symptomatische viszerale Erkrankung nach nicht steroidalem Aromatasehemmer.
  • Wirkweise: Hemmung von PI3Kα, AKT beziehungsweise mTORC1.
  • Indikation: Biomarker- und vorbehandlungsabhängige endokrine Kombinationen; Everolimus ohne erforderlichen Mutationsnachweis. Alpelisib-Verfügbarkeit in Deutschland gesondert prüfen.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und substanzspezifische Gegenanzeigen; Nüchternglukose/HbA1c kontrollieren, Diabetes behandeln und Interaktionen prüfen.
  • Nebenwirkungen: Hyperglykämie (erhöhter Blutzucker), Diarrhö, Hautreaktionen, Stomatitis (Entzündung der Mundschleimhaut); Everolimus zusätzlich Infektionen und nicht infektiöse Pneumonitis [1, 5, 22, 36, FI5–FI7, FI21].

HER2-gerichtete Antikörper und Tyrosinkinase-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Trastuzumab, intravenös Frühe/fortgeschrittene HER2-positive Erkrankung; kardiale Überwachung.
Trastuzumab, subkutan Fixdosis ohne Aufsättigung; Applikationsform eindeutig dokumentieren.
Pertuzumab Mit Trastuzumab und geeigneter Chemotherapie; subkutane Fixkombinationen separat dosieren.
Tucatinib Mit Trastuzumab/Capecitabin nach ≥ zwei HER2-gerichteten Regimen; auch bei Hirnmetastasen.
Neratinib HR+/HER2+ erweitert adjuvant, Beginn innerhalb eines Jahres nach Trastuzumab; Diarrhöprophylaxe.
Lapatinib HER2-positive fortgeschrittene Erkrankung; Dosis hängt vom Partner ab.
  • Wirkweise: Extrazelluläre HER2-Bindung beziehungsweise intrazelluläre Tyrosinkinasehemmung.
  • Indikation: Gesichert HER2-positive Erkrankung; HER2-low allein reicht für diese konventionellen HER2-Therapien nicht aus. Trastuzumab nicht gleichzeitig mit Anthrazyklinen geben.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und präparatspezifische Gegenanzeigen; Herzfunktion, Leberwerte, Schwangerschaft und Interaktionen einschließlich säurereduzierender Medikation bei TKI prüfen.
  • Nebenwirkungen: Linksventrikuläre Dysfunktion, Infusionsreaktionen; TKI besonders Diarrhö, Hautreaktionen und Hepatotoxizität (Schädigung der Leber) [4, 26, FI10, FI13, FI14, FI22, FI23].

Antikörper-Wirkstoff-Konjugate

Trastuzumab-Deruxtecan ist bei HER2-positiver fortgeschrittener Erkrankung nach mindestens einem HER2-gerichteten Regime zugelassen. Bei HR-positiver HER2-low-/ultralow-Erkrankung genügt mindestens eine endokrine Therapie im metastasierten Stadium, wenn eine weitere endokrine Behandlung ungeeignet ist. Eine weitere Indikation besteht bei HER2-low nach metastasierter Chemotherapie oder Rezidiv unter beziehungsweise binnen sechs Monaten nach adjuvanter Chemotherapie [FI11].

Wirkstoff Besonderheiten
Trastuzumab-Emtansin (T-DM1) Postneoadjuvant bei invasivem Residualtumor: 14 Zyklen; außerdem definierte metastasierte Situationen.
Trastuzumab-Deruxtecan (T-DXd) HER2+ nach ≥ einer HER2-Therapie; HER2-low/ultralow nach den oben genannten Kriterien. Bei symptomatischer interstitieller Lungenerkrankung (Erkrankung des Gewebes zwischen den Lungenbläschen) ab Grad 2 dauerhaft absetzen.
Sacituzumab-Govitecan TNBC nach ≥ zwei Systemtherapien, davon ≥ einer im fortgeschrittenen Stadium; HR+/HER2− nach endokriner Therapie und ≥ zwei weiteren Systemtherapien im fortgeschrittenen Stadium.
Datopotamab-Deruxtecan HR+/HER2− nach endokriner Therapie und ≥ einer Chemotherapie im fortgeschrittenen Stadium; Mund-/Augenprophylaxe.
  • Wirkweise: Zielgerichteter Transport von Mikrotubulus- beziehungsweise Topoisomerase-I-Hemmern über HER2 oder TROP2.
  • Indikation: HER2-/HR- und vorbehandlungsabhängig; kein genereller TROP2-Test erforderlich.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit und präparatspezifische Gegenanzeigen; Schwangerschaft vermeiden, Blutbild/Organfunktionen überwachen. Präparate nicht verwechseln. Husten, Dyspnoe (Atemnot) und Fieber unverzüglich auf Lungentoxizität abklären.
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression (Abschwächung der Blutbildung), Übelkeit/Erbrechen, Fatigue; T-DM1: Thrombozytopenie (Mangel an Blutplättchen)/Hepatotoxizität; Deruxtecan-Konjugate: interstitielle Lungenerkrankung; Sacituzumab: Neutropenie/Diarrhö; Datopotamab zusätzlich Stomatitis/okuläre Toxizität [20, 32, 33, FI11, FI12, FI19, FI20].

Immuncheckpoint-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Pembrolizumab, frühes Hochrisiko-TNBC Neoadjuvant mit Chemotherapie, danach adjuvante Monotherapie; unabhängig von PD-L1.
Pembrolizumab, lokal rezidiviertes inoperables oder metastasiertes TNBC Mit Chemotherapie; CPS ≥ 10, keine vorherige Chemotherapie im metastasierten Stadium.
Atezolizumab Mit nab-Paclitaxel; IC ≥ 1 %, keine vorherige metastasierte Chemotherapie. Weitere Atezolizumab-Intervalle laut Fachinformation.
  • Wirkweise: Blockade von PD-1 durch Pembrolizumab beziehungsweise PD-L1 durch Atezolizumab.
  • Indikation: Frühes Hochrisiko-TNBC: perioperatives Pembrolizumab unabhängig von PD-L1; fortgeschrittenes TNBC: substanzspezifische PD-L1- und Vortherapiekriterien. Atezolizumab nur mit nab-Paclitaxel.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit; Autoimmunerkrankungen, Transplantation, Lungenerkrankung und Immunsuppression individuell abwägen. Schilddrüsen-, Leber- und Nierenfunktion überwachen.
  • Nebenwirkungen: Immunvermittelte Pneumonitis, Kolitis (Entzündung des Dickdarms), Hepatitis (Leberentzündung), Nephritis (Nierenentzündung), Endokrinopathien (Erkrankungen hormonbildender Organe), selten Myokarditis (Entzündung des Herzmuskels); auch nach Therapieende möglich. Schweregradabhängig pausieren/absetzen und immunsuppressiv behandeln [38–40, FI15, FI16].

PARP-Inhibitoren

Wirkstoff Besonderheiten
Olaparib Adjuvant ein Jahr bei HER2-negativer BRCA1/2-Hochrisikoerkrankung; außerdem fortgeschritten.
Talazoparib HER2-negativ, BRCA1/2-Keimbahnvariante, fortgeschritten; Nierenfunktion beachten.
  • Wirkweise: PARP-Hemmung mit gestörter DNA-Reparatur und synthetischer Letalität.
  • Indikation: HER2-negative Erkrankung mit pathogener BRCA1/2-Keimbahnvariante und erfüllten Risiko-/Vorbehandlungskriterien; Talazoparib nur fortgeschritten. Anthrazyklin-/Taxan- und gegebenenfalls endokrine Vorbehandlung beziehungsweise fehlende Eignung beachten.
  • Kontraindikationen: Überempfindlichkeit, Stillzeit und substanzspezifische Gegenanzeigen; Schwangerschaft vermeiden. Blutbild/Nierenfunktion kontrollieren und persistierende Zytopenien (Mangel an Blutzellen) abklären.
  • Nebenwirkungen: Anämie (Blutarmut), Neutropenie, Thrombozytopenie, Übelkeit, Fatigue; selten myelodysplastisches Syndrom (Erkrankung der blutbildenden Zellen im Knochenmark)/akute myeloische Leukämie (schnell fortschreitender Blutkrebs) [13, 19, 29, FI17, FI18].

Zytotoxische Chemotherapie

Wirkstoff beziehungsweise Schema Besonderheiten
EC: Epirubicin/Cyclophosphamid Häufig vier Zyklen, danach Taxan; dosisdicht mit G-CSF.
AC: Doxorubicin/Cyclophosphamid Häufig vier Zyklen, danach Taxan; dosisdicht mit G-CSF.
Paclitaxel, wöchentlich Prämedikation/Neuropathie (Erkrankung der Nerven) beachten; einmal wöchentlich.
Docetaxel Steroidprämedikation; Dosis kombinationsabhängig.
TC: Docetaxel/Cyclophosphamid Anthrazyklinfreie Option; Zyklenzahl und G-CSF nach Risiko.
TCHP: Docetaxel/Carboplatin/Trastuzumab/Pertuzumab HER2-positiv; häufig sechs neoadjuvante Chemotherapiezyklen.
Paclitaxel/Carboplatin als Bestandteil eines perioperativen Pembrolizumab-Konzepts Danach Anthrazyklin/Cyclophosphamid mit Pembrolizumab nach vollständigem Protokoll.
nab-Paclitaxel Eigene Formulierung/Dosierung; nicht dosisgleich mit Paclitaxel austauschbar.
Capecitabin Postneoadjuvant leitliniengestützt off-label oder metastasiert; vor Beginn DPD-Testung.
Eribulin EU-Angabe als freie Base; Organfunktion berücksichtigen.
Vinorelbin, intravenös Orale Formulierung separat dosieren.
Gemcitabin Beispieldosis für Kombination mit Paclitaxel.
Pegyliertes liposomales Doxorubicin Metastasiert bei erhöhtem kardialem Risiko; Hand-Fuß-Syndrom/Stomatitis beachten.
  • Wirkweise: DNA-Schädigung, Antimetabolitenwirkung oder Störung der Mikrotubulusfunktion.
  • Indikation: Neoadjuvant, adjuvant oder palliativ nach Subtyp und Risiko. Metastasiert häufig sequenzielle Monotherapien; Kombination bei hohem Remissionsdruck. FAC/FEC sind keine pauschal bevorzugten modernen Standards.
  • Kontraindikationen: Substanzspezifische Blutbild-/Organgrenzen; vollständiger DPD-Mangel kontraindiziert Fluoropyrimidine. Herzfunktion/kumulative Anthrazyklinexposition, Nieren-/Leberfunktion, Neuropathie, Schwangerschaft und Fertilität prüfen.
  • Nebenwirkungen: Myelosuppression, Infektionen, Übelkeit/Erbrechen, Mukositis (Entzündung der Schleimhäute), Alopezie (Haarausfall), Fatigue; substanzabhängig Kardiotoxizität (Schädigung des Herzens), Neuropathie, Hand-Fuß-Syndrom, Diarrhö, sekundäre Neoplasien. Prämedikation/Antiemese und gegebenenfalls G-CSF sicherstellen [LL1, LL2].

Angiogenesehemmung

Wirkstoff Besonderheiten
Bevacizumab Mit Paclitaxel zur Erstlinienbehandlung des metastasierten Mammakarzinoms; mit Capecitabin nur, wenn andere Chemotherapieoptionen einschließlich Taxanen oder Anthrazyklinen nicht geeignet sind. Die Einschränkungen nach vorausgegangener adjuvanter Taxan-/Anthrazyklintherapie beachten.
  • Wirkweise: Bindung an VEGF-A und Hemmung der tumorassoziierten Gefäßneubildung.
  • Indikation: ausgewählte metastasierte Situationen mit zugelassenem Chemotherapiepartner; keine adjuvante Routine. Verbesserungen des progressionsfreien Überlebens begründen keinen allgemein gesicherten Gesamtüberlebensvorteil.
  • Kontraindikationen und Vorsichtsmaßnahmen: Schwangerschaft, Überempfindlichkeit, Blutungs- und Thromboembolierisiko sowie Wundheilung berücksichtigen. Bei unkontrollierter arterieller Hypertonie (Bluthochdruck) oder erheblicher Proteinurie (Eiweiß im Urin) ist eine sorgfältige Abwägung erforderlich; perioperative Therapiepausen nach Fachinformation.
  • Nebenwirkungen: arterielle Hypertonie, Proteinurie, Blutungen, thromboembolische Ereignisse, Wundheilungsstörungen sowie selten gastrointestinale Perforationen (Durchbrüche in Magen oder Darm) [FI24].

Supportive Therapie und knochenmodifizierende Substanzen

Wirkstoff beziehungsweise Wirkstoffgruppe Besonderheiten
Zoledronsäure bei Knochenmetastasen Skelettbezogene Ereignisse vermindern; Nierenfunktion berücksichtigen.
Zoledronsäure, adjuvantes Konzept Geeignete natürliche/therapieinduzierte Postmenopause; Off-Label-/Erstattungsstatus prüfen.
Denosumab bei Knochenmetastasen Hypokalzämierisiko bei Niereninsuffizienz.
Denosumab bei Osteoporose (Knochenschwund) beziehungsweise entsprechend zugelassenem Knochenverlust Rebound-Prävention bei Absetzen einplanen.
Pegfilgrastim Nach Risiko febriler Neutropenie und Behandlungsziel.
Filgrastim Ausreichende Dauer bis Blutbilderholung.
  • Wirkweise: Hemmung der Knochenresorption durch Bisphosphonate/RANKL-Hemmung durch Denosumab; G-CSF stimuliert die neutrophile Granulopoese.
  • Indikation: Knochenmetastasen/Knochenverlust; adjuvante Bisphosphonate bei geeigneter postmenopausaler Situation, beispielsweise Zoledronsäure, Clodronat oder Ibandronat nach passendem Schema. G-CSF bei entsprechendem Risiko febriler Neutropenie oder dosisdichter Chemotherapie.
  • Kontraindikationen: Hypokalzämie (zu niedriger Kalziumspiegel im Blut) korrigieren, zahnärztliche Beurteilung und Nieren-/Mineralstoffkontrollen; Denosumab-Absetzen mit Rebound-Prävention planen.
  • Nebenwirkungen: Hypokalzämie, Kieferosteonekrose (Absterben von Kieferknochengewebe), selten atypische Femurfrakturen (Brüche des Oberschenkelknochens); Bisphosphonate: Akutphasereaktion/Nierentoxizität; G-CSF: Knochenschmerzen, selten splenische Komplikationen [8, LL1, LL2].

Wirkstoffe (Nebenindikationen)

Medikamentöse Risikoreduktion bei bisher nicht invasiv erkrankten Hochrisikopersonen

Eine medikamentöse Risikoreduktion ist von der Behandlung eines invasiven Mammakarzinoms und der endokrinen Behandlung nach DCIS zu unterscheiden. Bei erhöhtem Risiko, etwa nach atypischer duktaler Hyperplasie (auffällige Zellvermehrung in einem Milchgang) (ADH) oder klassischem lobulärem Carcinoma in situ (Zellveränderung in den Brustdrüsenläppchen) (LCIS), können geeignete endokrine Substanzen vor allem HR-positive Brustkrebsereignisse vermindern. Ein gesicherter Rückgang der Brustkrebsmortalität ist daraus nicht abzuleiten. In Deutschland müssen Zulassung beziehungsweise Off-Label-Anwendung und die individuelle Nutzen-Risiko-Bilanz gesondert geprüft werden; es besteht keine allgemeine Empfehlung für alle Frauen [2, 3, 43, LL1, LL2].

Wirkstoff Besonderheiten
Tamoxifen Risikoreduktion bei geeigneten prä- oder postmenopausalen Hochrisikopersonen; Thromboembolie- und Endometriumrisiko abwägen.
Raloxifen Nur postmenopausal; europäische Zulassung zur Osteoporosebehandlung beziehungsweise -prävention beachten. Kein Arzneimittel zur Behandlung eines bestehenden Mammakarzinoms.
Anastrozol Postmenopausale Hochrisikopersonen; Knochenverlust und Arthralgien berücksichtigen.
Exemestan Postmenopausale Hochrisikopersonen; kein pauschaler Einsatz ohne individuelle Risikoabwägung.
  • Wirkweise: Modulation des Östrogenrezeptors durch SERM beziehungsweise Hemmung der Östrogensynthese durch Aromatasehemmer.
  • Indikation: individuell begründete medikamentöse Risikoreduktion bei erhöhtem Erkrankungsrisiko unter Berücksichtigung von Alter, Menopausenstatus, Begleiterkrankungen und Zulassungsstatus.
  • Kontraindikationen: insbesondere Schwangerschaft; bei SERM vorausgegangene venöse Thromboembolien beziehungsweise erhebliches Thromboserisiko beachten. Aromatasehemmer sind bei prämenopausaler Ovarialfunktion zur Primärprävention ungeeignet.
  • Nebenwirkungen: klimakterische Beschwerden; bei SERM venöse Thromboembolien, unter Tamoxifen zusätzlich endometriale Veränderungen; bei Aromatasehemmern Arthralgien und Knochenverlust [2, 3, 43, LL1, LL2].

Weitere Hinweise zur Evidenz und Adhärenz

  • Die adjuvante endokrine Behandlung senkt auch kontralaterale Brustkrebsereignisse. Die Studien zu zwei gegenüber fünf sowie fünf gegenüber zehn Jahren Tamoxifen unterstützen eine ausreichend lange, risikoadaptierte Behandlung. Spätrezidive können noch viele Jahre nach Ende der initialen Therapie auftreten. Eine pauschale Verlängerung jeder Aromatasehemmertherapie auf zehn Jahre ist nicht begründet; SALSA zeigte für zehn gegenüber sieben Gesamtbehandlungsjahren keinen allgemeinen Vorteil [7, 10, 14, 30, 35].
  • Therapieabbrüche sollen aktiv angesprochen werden. Nach einem Abbruch kann eine Wiederaufnahme sinnvoll sein; die entsprechenden Beobachtungsdaten belegen jedoch keinen randomisierten Wirksamkeitsvergleich. Bei Aromatasehemmer-assoziierten Arthralgien kommen individuell abgestimmte Maßnahmen und gegebenenfalls Duloxetin unter Beachtung von Interaktionen und Off-Label-Status infrage [11, 15, 34].
  • Die Kombination Fulvestrant/Anastrozol zeigte in einer Studie einen Überlebensvorteil; dies ersetzt nicht die heutige Auswahl einer endokrin basierten Therapie einschließlich geeigneter CDK4/6- oder biomarkergerichteter Kombinationen. Eine generelle Empfehlung dieser endokrinen Doppeltherapie lässt sich daraus nicht ableiten [21, LL2].
  • PERSEPHONE untersuchte eine Verkürzung der adjuvanten Trastuzumabtherapie. Ein Jahr bleibt das übliche Gesamtkonzept; eine kürzere Behandlung wird nur bei begründeter individueller Konstellation diskutiert. Die EORTC-Studie bei älteren Patientinnen stützt ausgewählte weniger intensive HER2-gerichtete Konzepte, keine allgemeine chemotherapiefreie Standardbehandlung [16, 17, LL1, LL2].
  • BrighTNess untersuchte die zusätzliche Gabe von Carboplatin und Veliparib beim frühen TNBC. Ein eigenständiger Zusatznutzen von Veliparib wurde nicht belegt; Veränderungen der Rate brusterhaltender Operationen sind getrennt von der pathologischen Komplettremission und vom Langzeitüberleben zu beurteilen [28].
  • Die DIRECT-Studie zur fastenimitierenden Ernährung und die Phase-II-Studie CLEVER zu Hydroxychloroquin beziehungsweise Everolimus liefern Forschungsbefunde. Begrenzte Fallzahlen, Adhärenzprobleme beziehungsweise biologische Surrogatendpunkte erlauben keine Empfehlung zur routinemäßigen Rezidivprävention. Eine Elimination disseminierter Tumorzellen belegt für sich keinen gesicherten Überlebensnutzen [27, 37].

Ernährung, Supplemente und Mikronährstofftherapie

Ernährung während und nach Krebstherapie

Eine ausgewogene Ernährung spielt eine zentrale Rolle zur Erhaltung der Körpermasse, Unterstützung der Immunfunktion und Verbesserung der Therapieadhärenz.
Besonders relevant sind:

  • Eiweißzufuhr: ≥ 1,2 g/kg KG/Tag; essentielle Aminosäuren fördern Wundheilung und Zellregeneration.
  • Omega-3-Fettsäuren (Docosahexaensäure, Eicosapentaensäure): entzündungsmodulierend, Verbesserung von Fatigue und Entzündungsparametern.
  • Antioxidative Mikronährstoffe: Vitamin C, E, Beta-Carotin, Selen, Zink.
  • Ballaststoffreiche Kost: zur Regulierung der Darmflora, Reduktion posttherapeutischer Obstipation (Verstopfung).
  • Flüssigkeitszufuhr: > 1,5 l pro Tag, besonders bei Chemotherapie-induzierter Diarrhoe oder Erbrechen.

Beachte: Antioxidanzien-Supplementierung darf nicht gleichzeitig mit hochdosierter Chemotherapie erfolgen (mögliche Beeinträchtigung der oxidativen Zytotoxizität).

Abkürzungen

  • AC: Doxorubicin und Cyclophosphamid
  • ADH: atypische duktale Hyperplasie
  • AKT: Proteinkinase B
  • ALT: Alanin-Aminotransferase
  • AST: Aspartat-Aminotransferase
  • BRCA1/2: Brustkrebsgene 1 und 2
  • CDK4/6: Cyclin-abhängige Kinasen 4 und 6
  • CoQ10: Coenzym Q10
  • CPS: kombinierter positiver Score
  • DCIS: duktales Carcinoma in situ
  • DNA: Desoxyribonukleinsäure
  • DPD: Dihydropyrimidin-Dehydrogenase
  • EC: Epirubicin und Cyclophosphamid
  • EKG: Elektrokardiogramm
  • ER: Östrogenrezeptor
  • ESR1: Gen des Östrogenrezeptors 1
  • EU: Europäische Union
  • G-CSF: Granulozyten-Kolonie-stimulierender Faktor
  • GnRH: Gonadotropin-freisetzendes Hormon
  • HbA1c: Langzeit-Blutzuckerwert
  • HER2: humaner epidermaler Wachstumsfaktor-Rezeptor 2
  • HR: Hormonrezeptor
  • IC: tumorinfiltrierende Immunzellen
  • IHC: Immunhistochemie
  • ISH: In-situ-Hybridisierung
  • i.m.: intramuskulär
  • KG: Körpergewicht
  • LCIS: lobuläres Carcinoma in situ
  • LHRH: Luteinisierungshormon-freisetzendes Hormon
  • mTOR: mechanistisches Zielprotein von Rapamycin
  • PARP: Poly(ADP-Ribose)-Polymerase
  • PD-1: Programmed-Cell-Death-Protein 1
  • PD-L1: Programmed-Cell-Death-Ligand 1
  • PI3K: Phosphoinositid-3-Kinase
  • PIK3CA: Gen der katalytischen Untereinheit alpha der PI3-Kinase
  • PTEN: Phosphatase und Tensin-Homolog
  • QT: QT-Intervall im Elektrokardiogramm
  • RANKL: Rezeptoraktivator des nukleären Faktors kappa-B-Ligand
  • SERD: selektiver Östrogenrezeptor-Degrader
  • SERM: selektiver Östrogenrezeptor-Modulator
  • TC: Docetaxel und Cyclophosphamid
  • TCHP: Docetaxel, Carboplatin, Trastuzumab und Pertuzumab
  • T-DM1: Trastuzumab-Emtansin
  • T-DXd: Trastuzumab-Deruxtecan
  • TKI: Tyrosinkinasehemmer
  • TNBC: dreifach negatives Mammakarzinom
  • TROP2: Trophoblasten-Zelloberflächenantigen 2
  • VEGF: vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor
  • ZNS: zentrales Nervensystem
  • FEC: 5-Fluorouracil, Epirubicin und Cyclophosphamid
  • FAC: 5-Fluorouracil, Doxorubicin und Cyclophosphamid

Literatur

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Leitlinien

  1. S3-Leitlinie: Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. (AWMF-Registernummer: 032-045OL), Juni 2026, Version 5.1. Langfassung [LL1]
  2. Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, Kommission Mamma: Diagnostik und Therapie früher und fortgeschrittener Mammakarzinome. Empfehlungen 2026. AGO-Empfehlungen [LL2]
  3. Arbeitsgemeinschaft Gynäkologische Onkologie, Kommission Mamma: Diagnostik und Therapie von Patientinnen mit primärem und metastasiertem Brustkrebs. Version 2017, historische Fassung. Archivfassung [LL3]

Fachinformationen

  1. European Medicines Agency: Verzenios (Abemaciclib). Produktinformation [FI1]
  2. European Medicines Agency: Kisqali (Ribociclib). Produktinformation [FI2]
  3. European Medicines Agency: Ibrance (Palbociclib). Produktinformation [FI3]
  4. European Medicines Agency: Faslodex (Fulvestrant). Produktinformation [FI4]
  5. European Medicines Agency: Itovebi (Inavolisib). Produktinformation [FI5]
  6. European Medicines Agency: Truqap (Capivasertib). Produktinformation [FI6]
  7. European Medicines Agency: Piqray (Alpelisib). Produktinformation [FI7]
  8. European Medicines Agency: Orserdu (Elacestrant). Produktinformation [FI8]
  9. European Medicines Agency: Inluriyo (Imlunestrant). Produktinformation [FI9]
  10. European Medicines Agency: Perjeta (Pertuzumab). Produktinformation [FI10]
  11. European Medicines Agency: Enhertu (Trastuzumab-Deruxtecan). Produktinformation [FI11]
  12. European Medicines Agency: Kadcyla (Trastuzumab-Emtansin). Produktinformation [FI12]
  13. European Medicines Agency: Tukysa (Tucatinib). Produktinformation [FI13]
  14. European Medicines Agency: Nerlynx (Neratinib). Produktinformation [FI14]
  15. European Medicines Agency: Keytruda (Pembrolizumab). Produktinformation [FI15]
  16. European Medicines Agency: Tecentriq (Atezolizumab). Produktinformation [FI16]
  17. European Medicines Agency: Lynparza (Olaparib). Produktinformation [FI17]
  18. European Medicines Agency: Talzenna (Talazoparib). Produktinformation [FI18]
  19. European Medicines Agency: Datroway (Datopotamab-Deruxtecan). Produktinformation [FI19]
  20. European Medicines Agency: Trodelvy (Sacituzumab-Govitecan). Produktinformation [FI20]
  21. European Medicines Agency: Afinitor (Everolimus). Produktinformation [FI21]
  22. European Medicines Agency: Herceptin (Trastuzumab). Produktinformation [FI22]
  23. European Medicines Agency: Tyverb (Lapatinib). Produktinformation [FI23]
  24. European Medicines Agency: Avastin (Bevacizumab). Produktinformation [FI24]
  25. Paul-Ehrlich-Institut: Herceptin (Trastuzumab), Rote-Hand-Brief vom 23.03.2017. Rote-Hand-Brief [FI25]