Brustkrebs (Mammakarzinom) – Einleitung
Das Mammakarzinom, umgangssprachlich Brustkrebs genannt, ist eine maligne (bösartige) Erkrankung der Brustdrüse und die häufigste Tumorerkrankung bei Frauen. Es ist weltweit die zweithäufigste bösartige Erkrankung.
Nach ICD-10-GM unterscheidet man maligne, prämaligne (krebsvorbereitende), metastatische (absiedelnde) und sekundär karzinomatöse (durch Krebszellen bedingte) Veränderungen an der Brust. In diesem Rahmen sollen nur die prämalignen und malignen Erkrankungen der Brustdrüse, nicht jedoch die sekundären karzinomatösen und die prämalignen und malignen Erkrankungen der Haut z. B. Melanom (schwarzer Hautkrebs) dargestellt werden.
Anatomie
Die Brustdrüse, auch als Mamma bezeichnet, ist ein komplexes Organ, das aus verschiedenen Gewebetypen besteht und sowohl exokrine (nach außen absondernde) als auch endokrine (hormonabgebende) Funktionen erfüllt.
- Drüsenläppchen (Lobuli): Die Brustdrüse ist in 15-20 Lappen unterteilt, die weiter in kleinere Drüsenläppchen gegliedert sind. Diese Drüsenläppchen enthalten die Milch produzierenden Alveolen (Drüsenbläschen).
- Milchgänge (Ductus lactiferi): Die Milchgänge transportieren die in den Alveolen produzierte Milch zur Brustwarze. Jeder Lappen ist durch einen eigenen Hauptmilchgang mit der Brustwarze verbunden. Die Milchgänge verzweigen sich weiter in kleinere Kanäle, die die Alveolen verbinden.
- Brustwarze (Mamille) und Warzenhof (Areola): Die Brustwarze ist der Austrittspunkt der Milch, während der Warzenhof, der pigmentierte Bereich um die Brustwarze, Drüsen enthält, die während der Stillzeit ein öliges Sekret absondern, um die Haut zu schützen und das Stillen zu erleichtern.
Die Brustdrüse ist außerdem von Fett- und Bindegewebe umgeben, das die Drüsenstruktur unterstützt und schützt.
Charakteristische Laborbefunde
- Tumormarker: CA 15-3, CEA
- Hormonrezeptorstatus: Östrogen- und Progesteronrezeptoren
- HER2/neu-Status
Formen des Mammakarzinoms
Prämaligne Veränderungen der Brustdrüse
- ICD-10-GM D05.- Carcinoma in situ (Krebsvorstufe ohne Gewebedurchbruch) der Brustdrüse [Mamma]
- Exkl.: Carcinoma in situ der Brustdrüsenhaut (ICD-10-GM D04.5)
- Melanoma in situ der Brustdrüse (Haut) (ICD-10-GM D03.5)
- ICD-10-GM D05.0 Lobuläres Carcinoma in situ der Brustdrüse
- ICD-10-GM D05.1 Carcinoma in situ der Milchgänge
- ICD-10-GM D05.7 Sonstiges Carcinoma in situ der Brustdrüse
- ICD-10-GM D05.9 Carcinoma in situ der Brustdrüse, nicht näher bezeichnet
Maligne Veränderungen der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.- Bösartige Neubildung der Brustdrüse [Mamma]
- Inkl.: Bindegewebe der Brustdrüse
- Exkl.: Haut der Brustdrüse (ICD-10-GM C43.5, ICD-10-GM C44.5)
- ICD-10-GM C50.0 Bösartige Neubildung: Brustwarze und Warzenhof (Pagetkarzinom)
- ICD-10-GM C50.1 Bösartige Neubildung: Zentraler Drüsenkörper der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.2 Bösartige Neubildung: Oberer innerer Quadrant (Viertel) der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.3 Bösartige Neubildung: Unterer innerer Quadrant der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.4 Bösartige Neubildung: Oberer äußerer Quadrant der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.5 Bösartige Neubildung: Unterer äußerer Quadrant der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.6 Bösartige Neubildung: Recessus axillaris (Achselregion) der Brustdrüse
- ICD-10-GM C50.8 Bösartige Neubildung: Brustdrüse, mehrere Teilbereiche überlappend
- ICD-10-GM C50.9 Bösartige Neubildung: Brustdrüse, nicht näher bezeichnet
Histologische Klassifikation
- Duktales Karzinom in situ (DCIS)
- Lobuläres Karzinom in situ (LCIS)
- Invasives (gewebeüberschreitendes) duktales Karzinom (IDC)
- Invasives lobuläres Karzinom (ILC)
- Seltene Subtypen (Unterformen): Tubuläres Karzinom, Muzinöses Karzinom, Medulläres Karzinom etc.
Klinisch-pathologische Sonderformen
- Inflammatorisches Mammakarzinom (inflammatory breast cancer, IBC)
- Seltene, klinisch (nach dem Krankheitsbild) definierte und hochaggressive Sonderform des Mammakarzinoms mit raschem Auftreten von Erythem (Hautrötung) und/oder Ödem (Schwellung) der Brusthaut, typischerweise mit Befall von mindestens einem Drittel der Brust.
- Das inflammatorische Mammakarzinom wird klinisch als T4d-Tumor klassifiziert und entspricht bei nicht metastasierter Erkrankung definitionsgemäß einem lokal fortgeschrittenen Mammakarzinom.
- Die Standardtherapie besteht aus einer trimodalen Therapie mit neoadjuvanter (vor der Operation eingesetzter) systemischer Therapie, modifizierter radikaler Mastektomie (Brustentfernung) einschließlich axillärer Lymphknotendissektion (Entfernung von Lymphknoten in der Achselhöhle) und postoperativer Radiotherapie (Bestrahlung).
- Eine therapeutische Deeskalation (Behandlungsverringerung), insbesondere brusterhaltende Operation oder Sentinel-Lymphknoten-Biopsie (Entnahme des Wächterlymphknotens) als Ersatz für die axilläre Lymphknotendissektion, ist beim inflammatorischen Mammakarzinom derzeit nicht ausreichend gesichert und wird nicht als Standard angesehen [10].
Pathogenese (Krankheitsentstehung)
Das Mammakarzinom geht entweder von den Milchdrüsen (lobuläres Mammakarzinom) oder von den Milchgängen (duktales Mammakarzinom) aus. Die Metastasierung (Absiedlung von Tumorzellen) kann hämatogen (über das Blut) und lymphogen (über die Lymphbahnen) erfolgen.
Genetisches Profil
- BRCA1/BRCA2-Mutationen
- TP53-Mutationen
- PIK3CA-Mutationen
Epidemiologie
Geschlechterverhältnis
- Das Mammakarzinom kann ebenfalls beim Mann auftreten, jedoch sehr selten (ca. 600 Fälle jährlich).
- Verhältnis von Frauen zu Männern beträgt 150 : 1.
- Im Folgenden wird daher nur auf das Mammakarzinom der Frau eingegangen.
Häufigkeitsgipfel
- Die Erkrankung tritt insbesondere bei Frauen zwischen dem 45. und 70. Lebensjahr auf.
- Durchschnittsalter bei Diagnose (Feststellung der Erkrankung): 63 Jahre.
- 30 % der betroffenen Frauen sind jedoch jünger als 40 Jahre.
- Nach einer Geburt erhöht sich das Mammakarzinomrisiko und erreicht einen Gipfel nach ca. 5 Jahren (HR 1,8; 95 %-Konfidenzintervall: 1,63-1,99). Das erhöhte Risiko war nur für Östrogenrezeptor-positive Mammakarzinome nachweisbar [2].
- Theoretisches Risiko, bis zum Alter von 74 Jahren an Brustkrebs zu erkranken: ca. 8 %.
- Männer, die an Brustkrebs erkranken, sind im Mittel bei Diagnose älter (68,4 Jahre) als betroffene Frauen (63,0 Jahre).
Genetische Prädisposition
- Nur in etwa 10 % der Fälle sind angeborene genetische Veränderungen (Mutationen in den Genen BRCA-1 auf Chromosom 17 und BRCA-2 auf Chromosom 13) für die Erkrankung verantwortlich.
- Trägerinnen einer BRCA-Mutation haben ein 60-80 % höheres Risiko zu erkranken, als die Normalbevölkerung.
- Diese Frauen erkranken deutlich früher (etwa 20 Jahre).
- Erhöhtes Risiko für kontralaterales (gegenseitiges) Mammakarzinom (bis 60 %) und Ovarialkarzinom (Eierstockkrebs) (bis zu 40 %).
- Neu entdeckte Gene RAD51C und RAD51D zeigen ähnliche Risikoprofile.
Prävalenz (Krankheitshäufigkeit)
- Ca. 1 % der weiblichen Bevölkerung in Deutschland ist betroffen.
- Ab dem 50. Lebensjahr sind circa 2 % aller Frauen betroffen.
- Lebenszeitprävalenz (Häufigkeit über die Lebenszeit) weltweit: 3-22 %; in Deutschland: 12 %.
Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen)
- Ca. 123 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner pro Jahr in Deutschland.
- Die linke Brust ist statistisch häufiger betroffen als die rechte Brust.
Verlauf und Prognose
Verlauf
Der klinische Verlauf des Mammakarzinoms reicht von präinvasiven Läsionen (Vorstufen ohne Gewebedurchbruch) über lokal begrenzte invasive Tumoren bis zu lokoregionär (Brust und benachbarte Lymphabflussgebiete betreffend) fortgeschrittenen und metastasierten Erkrankungsstadien. Nach primärer Therapie können lokale, intramammäre (innerhalb der Brust), regionale, kontralaterale oder fernmetastatische Erkrankungsereignisse auftreten [LL3].
- Lokalrezidiv und intramammäres Rezidiv
- Das Mammakarzinom kann rezidivierend (wiederkehrend) auftreten. Nach brusterhaltender Operation kann ein intramammäres Rezidiv (Wiederauftreten in der Brust) auftreten; die Einordnung richtet sich nach Lokalisation (Ort), Zeitintervall, Histologie (Gewebeuntersuchung) und Abgrenzung gegenüber einem Zweitkarzinom (zweiter Krebs) [LL3].
- Regionäres Rezidiv
- Regionäre Rezidive betreffen insbesondere axilläre (die Achselhöhle betreffende), supra-/infraklavikuläre (oberhalb/unterhalb des Schlüsselbeins gelegene) oder parasternale (neben dem Brustbein gelegene) Lymphknotenstationen (Lymphknotenbereiche) und sind von lokalen Rezidiven sowie Fernmetastasen (Tochtergeschwülste) abzugrenzen [LL3].
- Kontralaterales Mammakarzinom
- Im Langzeitverlauf kann ein kontralaterales Mammakarzinom auftreten. Dabei ist zwischen einem unabhängigen Zweitkarzinom und einer sekundären Manifestation (Ausprägung) der ursprünglichen Erkrankung zu unterscheiden [6, 9].
- Fernmetastasierung
- Die Fernmetastasierung kann hämatogen und lymphogen erfolgen. Klinisch relevante Manifestationsorte sind insbesondere Knochen, Leber, Lunge, Pleura (Rippenfell) und zentrales Nervensystem (Gehirn und Rückenmark) [LL3].
- Inflammatorisches Mammakarzinom
- Das inflammatorische Mammakarzinom zeigt typischerweise einen raschen lokalen Verlauf mit diffuser (ausgedehnter) Beteiligung der Brusthaut und früher lokoregionärer Ausbreitung. Aufgrund dieser Krankheitsdynamik wird es bereits bei nicht metastasierter Erkrankung als lokal fortgeschrittenes Mammakarzinom klassifiziert [10, LL3].
Prognose
Die Prognose des Mammakarzinoms hängt wesentlich von Tumorstadium, Tumorgröße, Lymphknotenbefall, Fernmetastasierung, Tumorbiologie, Grading (Einstufung der Bösartigkeit), Hormonrezeptorstatus, HER2/neu-Status, Proliferationsaktivität (Wachstumsaktivität), Alter, Komorbidität (Begleiterkrankung) und Therapieansprechen ab [LL3].
- Tumorstadium und Lymphknotenbefall
- Der axilläre Lymphknotenbefall ist ein zentraler prognostischer Faktor (Vorhersagefaktor). Patientinnen ohne Lymphknotenbefall haben im Allgemeinen eine deutlich günstigere Prognose als Patientinnen mit nodal positiver Erkrankung [LL3].
- Die 5-Jahres-Überlebensrate liegt bei Frauen im Stadium 0 und I bei über 90 %. Im Stadium II und III ist sie deutlich niedriger; im Stadium IV besteht eine palliative Erkrankungssituation (nicht heilbare Behandlungssituation) [LL3].
- Tumorbiologie
- Hormonrezeptorstatus, HER2/neu-Status und Grading beeinflussen Rezidivrisiko, Metastasierungsrisiko, Therapieansprechen und Überleben [LL3].
- Inflammatorisches Mammakarzinom
- Patientinnen mit inflammatorischem Mammakarzinom (IBC) haben über alle molekularen (die Erbanlagen betreffenden) Tumorsubtypen hinweg eine schlechtere brustkrebsspezifische Überlebensrate als Patientinnen mit nicht inflammatorischem Mammakarzinom im Stadium III. In einer populationsbasierten Kohortenstudie (Beobachtungsstudie) mit 47.702 Patientinnen und Patienten mit Mammakarzinom im Stadium III lag der Anteil der IBC-Fälle bei 6,8 %. Die 8-Jahres-brustkrebsspezifische Überlebensrate betrug bei HR-positivem/ERBB2-negativem IBC 54,1 % versus 71,4 % bei Nicht-IBC, bei HR-positivem/ERBB2-positivem IBC 66,4 % versus 74,5 %, bei HR-negativem/ERBB2-positivem IBC 60,9 % versus 70,7 % und bei triple-negativem Mammakarzinom 33,9 % versus 51,7 %. Die Anwendung der trimodalen Therapie nahm zwischen 2010 und 2020 von 33,9 % auf 24,2 % ab; eine signifikante (deutliche) Verbesserung des brustkrebsspezifischen Überlebens oder Gesamtüberlebens wurde im IBC-Kollektiv nicht beobachtet [10].
- Innerhalb des IBC-Kollektivs war die trimodale Therapie mit besserem brustkrebsspezifischem Überleben und Gesamtüberleben assoziiert (verbunden); dies stützt die Einordnung der trimodalen Behandlung als Standardtherapie bei nicht metastasiertem IBC [10, LL3].
- Die bereits zuvor gezeigte ungünstigere Prognose des inflammatorischen Mammakarzinoms gegenüber nicht inflammatorischen Kontrollkollektiven wird damit bestätigt [7, 10].
- Duktales Carcinoma in situ
- Frauen mit der Diagnose eines duktalen Carcinoma in situ haben ein erhöhtes Risiko, infolge eines Mammakarzinoms zu sterben, verglichen mit Frauen ohne duktales Carcinoma in situ [4].
- BRCA1/BRCA2-Mutation
- Junge Trägerinnen von BRCA1- oder BRCA2-Mutationen haben in den ersten 10 Jahren nach der Diagnose eines Mammakarzinoms vergleichbare Überlebenschancen wie Patientinnen ohne BRCA-Mutation [1].
- Postpartales Mammakarzinom
- Bei Frauen mit BRCA-Keimbahnmutation (erbliche Genveränderung) ist eine Mammakarzinomdiagnose im Zeitraum von 5-10 Jahren nach der letzten Geburt mit einer ungünstigeren Prognose assoziiert als bei nulliparen (nicht gebärenden) Frauen [8].
- Kontralaterales Mammakarzinom
- Das Auftreten eines kontralateralen Mammakarzinoms ist mit einer erhöhten brustkrebsspezifischen Mortalität (Sterblichkeit) assoziiert. In einer großen SEER-basierten Kohortenstudie war die bilaterale Mastektomie (beidseitige Brustentfernung) zwar mit einem deutlich reduzierten Risiko für ein kontralaterales Mammakarzinom verbunden, jedoch nicht mit einer Reduktion (Verringerung) der brustkrebsspezifischen Mortalität [9].
- Geschlecht
- Männer mit Mammakarzinom haben höhere Mortalitätsraten als Frauen; die voll adjustierte (statistisch angepasste) Gesamtmortalität der Männer liegt um 19 % höher als bei Frauen [3].
Komorbiditäten
Langzeitüberlebende eines Mammakarzinoms zeigen im Vergleich mit einer Kontrollgruppe ohne diese Diagnose in einem Verlauf von 12 Jahren keine signifikanten Unterschiede in der Komorbiditätslast (Begleiterkrankungslast) [5].
- Copson E et al.: Germline BRCA mutation and outcome in young-onset breast cancer (POSH): a prospective cohort study. Lancet Oncol. 2018;19(2):169-180. https://doi.org/10.1016/S1470-2045(17)30891-4
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- Giannakeas V et al.: Association of a Diagnosis of Ductal Carcinoma In Situ With Death From Breast Cancer. JAMA Netw Open. 2020;3(9):e2017124. https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2020.17124
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- Johnson Kai CC et al.: Survival outcomes seen with neoadjuvant chemotherapy in the management of locally advanced inflammatory breast cancer (IBC) versus matched controls. Breast. 2023;72:103591. https://doi.org/10.1016/j.breast.2023.103591
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- Leone JP, Leone J, De Placido P et al.: Survival and Treatment Patterns in Stage III Inflammatory and Noninflammatory Breast Cancer. JAMA Netw Open. 2026;9(4):e265014. https://doi.org/10.1001/jamanetworkopen.2026.5014
Leitlinien
- Patientenleitlinie: Brustkrebs im fortgeschrittenen Stadium: Metastasierter Brustkrebs; Ratgeber für Patientinnen und Patienten. September 2018. Leitlinienprogramm Onkologie
- Patientenleitlinie: Brustkrebs im frühen Stadium; Ratgeber für Patientinnen und Patienten. Dezember 2018. Leitlinienprogramm Onkologie
- S3-Leitlinie: Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Mammakarzinoms. (AWMF-Registernummer: 032-045OL), Dezember 2025 Langfassung