Gesunde können Homocystein auf zwei Wegen umwandeln
- Synthese des Methionins durch Methylierung aus Homocystein mit Hilfe eines Folat-Coenzyms – Tetrahydrofolsäure – und eines Vitamin B12-abhängigen Enzyms – Methylcobalamin
- Umwandlung von Homocystein in eine andere Aminosäure – Cystein – mit Hilfe eines Vitamin B6-abhängigen Enzyms
Die Menge des Homocysteins im Blut wird folglich durch drei Vitamine reguliert
Eine Hyperhomocysteinämie kann unterschiedliche Ursachen haben
Biographische Ursachen
- Genetische Belastungen durch Eltern, Großeltern
- Fortgeschrittenes Alter
- Postmenopausale Frauen – nach den Wechseljahren
Modifizierbare – durch das Verhalten veränderbare – Risikofaktoren
- Stress
- Vermehrter Alkoholkonsum
- Rauchen
- Vitalstoff-Mangel
Krankheitsbedingte – behandelbare – Ursachen
- Metabolisches Syndrom – klinische Bezeichnung für die Symptomkombination Adipositas (Übergewicht), Hypertonie (Bluthochdruck), erhöhter Nüchternblutzucker (Insulinresistenz) und Fettstoffwechselstörung (erhöhte VLDL-Triglyzeride, erniedrigtes HDL-Cholesterin)
- Diabetes mellitus
- Helicobacter pylori-Infektion – alte
Menschen mit H.-pylori-Infektion haben häufig einen Vitamin-B12-Mangel und
dadurch hohe Homocystein-Werte. Nach einer Eradikation (Antibiotikatherapie)
normalisieren sich die Homocystein-Spiegel [1]
- Niereninsuffizienz (Nierenversagen)
- Hypothyreose (Schilddrüsenunterfunktion)
- Leukämie (Blutkrebs)
- Psoriasis (Schuppenflechte)
Medikamente
- Methotrexat – Medikament zur Therapie von beispielsweise Krebserkrankungen und schwerem Rheuma
- Lachgas – Narkosemittel
- Isoniazid – Antibiotikum – Medikament gegen bakterielle Infektionen












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