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Einleitung
Narbenbruch (Narbenhernie)

Bei der Narbenhernie (Narbenbruch; lat. Hernia cicatrica) (ICD-10-GM K43.0: Narbenhernie mit Einklemmung, ohne Gangrän; K43.1: Narbenhernie mit Gangrän; K43.2: Narbenhernie ohne Einklemmung und ohne Gangrän) wird die Bruchpforte durch eine Narbe gebildet, die durch alle Bauchwandschichten geht. Bei Belastung geht diese durch ihre fehlende Elastizität auseinander.

Bei allen Hernien, so auch bei der Narbenhernie, werden Ausstülpungen des parietalen Peritoneums (Bauchhöhle auskleidendes äußeres Blatt des Bauchfells) durch die Schwachstelle in der Bauchwand als äußere Hernie bezeichnet. Als Bruchpforte wird die Lücke der Bauchwand bezeichnet, durch die sich der Bruchsack hervorstülpt. Der Bruchsackinhalt kann je nach Lage der Hernie nahezu alle Bestandteile des Abdomens (Bauchraums) enthalten; am häufigsten Omentum (lat. für „Netz“ oder „Bauchnetz“) oder Dünndarm.

Die Narbenhernie stellt die häufigste Spätkomplikation einer vorangegangenen abdominalen Operation (Bauchoperation) dar.

Die Inzidenz (Häufigkeit von Neuerkrankungen) von Narbenhernien beträgt je nach Operationsverfahren 4-10 %.

Verlauf und Prognose: Die schlimmste Komplikation einer nicht operierten Narbenhernie (Narbenbruch) ist die Inkarzeration (Einklemmung des Bruchsackinhaltes), die schätzungsweise in 6-15 % der Fälle auftritt [1]. Infolge der Inkarzeration tritt im Regelfall ein Gangrän (Gewebsuntergang (Nekrose) aufgrund einer Minderdurchblutung) des Bruchsackinhaltes auf.
Bei einer notfallbedingten Operation ist in ca. 25 % der Fälle eine Darmresektion (Teilentfernung des Darms) erforderlich.
Beachte: Eine Narbenhernie sollte immer operiert werden.

Literatur

  1. Conze J, Klinge U, Schumpelick V: Narbenhernien. Chirurg 2005; 76: 897-910

     
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