Folgende Medikamente – 1. Ordnung (Hauptindikation) – werden eingesetzt
- Antihypertensiva
- Antikonvulsiva
- Diuretika
Antihypertensiva
Antihypertensiva sind Medikamente gegen Hypertonie (Bluthochdruck). Man unterscheidet verschiedene Wirkstoffgruppen, von denen folgende bei Hypertonie in der Schwangerschaft eingesetzt werden können
- Alpha-Methyldopa
- Nifedipin
- Beta-Blocker
- Dihydralazin
Eine medikamentöse Therapie sollte bei Hypertonie in der Schwangerschaft begonnen werden, wenn folgende Parameter gegeben sind
- Anhaltende Blutdruckwerte von > 170 mmHg systolisch bzw. >110 mmHg diastolisch
- Vorbestehender Hypertonus mit Werten > 160/100 mmHg
Alpha-Methyldopa
Alpha-Methyldopa ist ein Medikament, welches die Wirkung des Sympathikus hemmt. Es ist das Mittel der ersten Wahl bei einer Hypertonie in der Schwangerschaft.
Nifedipin
Nifedipin gehärt in die Gruppe der Kalziumantagonisten. Die Medikamente verringern den Kalziumeinstrom in die Zelle des Herzens und der glatten Muskulatur und führen so zu einer Blutdrucksenkung. Nifedipin wird meist als Mittel der Wahl in der Akuttherapie der Hypertonie eingesetzt. Es darf jedoch nicht im ersten Trimenon der Schwangerschaft eingesetzt werden.
Beta-Blocker
Sie konkurrieren mit adrenergen Substanzen wie Sympathomimetika (Katecholamine und ihre Derivate) − Stoffe, die den Kreislauf stimulieren− an den Beta-Rezeptoren und führen so dazu, dass das Herz inotrop – die Schlagkraft des Herzens wird vermindert – und chronotrop – die Herzschlagabfolge wird verlangsamt – schlägt. Vertreter dieser Gruppe ist Metoprolol. Nicht eingesetzt werden dürfen sie vor allem bei einer Bradykardie (Herzfrequenz < 50 Schläge pro Minute) und beim Asthma bronchiale. Als Nebenwirkung kann ein verzögertes Wachstum des ungeborenen Kindes vorkommen.
Dihydralazin
Dihydralazin ist ein Medikament, welches gefäßerweiternd (vasodilatativ) wirkt. Wichtige Nebenwirkungen des Medikaments sind eine Tachykardie (schneller Puls) und Kopfschmerzen.
Antikonvulsiva
Antikonvulsiva sind Medikamente, die bei Krampfanfällen und deren Prophylaxe eingesetzt werden. In der Schwangerschaft wird Magnesiumsulfat als Prophylaxe bei schwerer Präeklampsie verabreicht. Mittel der zweiten Wahl ist Phenytoin. Beide Substanzen werden auch bei manifester Eklampsie verabreicht, daneben besteht in diesem Fall noch die Gabe von Diazepam.
Diuretika
Diuretika sind Medikamente die entwässernd wirken. Zu diesen zählt vor allem Furosemid, welches in der Schwangerschaft im Rahmen einer hypertensiven Erkrankung bei einem Lungenödem gegeben wird.













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