Weitere Therapie
Morbus Basedow

Allgemeine Maßnahmen

  • Bei Orbitopathie (Hervortreten der Augäpfel) – bei Bedarf künstliche Tränen und getönte Brillen mit Seitenschutz benutzen und nach Möglichkeit eine relativ aufrechte Schlafposition einnehmen; weiterhin können die Lider während des Schlafens zugeklebt werden
  • Nikotinrestriktion (Verzicht auf Tabakkonsum) – Raucherentwöhnung ist anzustreben! Rauchen erhöht das Rezidivrisiko (Wiederauftreten) des Morbus Basedow und fördert die Progression (Fortschreiten) der endokrinen Orbitopathie (EO).
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Stress

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Die Radiojodtherapie (RJT) ist ein Verfahren bei dem die Schilddrüse zunehmend durch radioaktive Strahlung zerstört wird. Sie kann als Initialtherapie (bei Nebenwirkungen des Medikaments, bei einem persistierend hohen Bedarf an Thyreostatika) oder als Therapie bei aufgetretenem Rezidiv durchgeführt werden. Eine weitere Indikation stellt die Kontraindikation (Gegenanzeige) einer operativen Therapie der Hyperthyreose (Schilddrüsenüberfunktion) dar.
    Die Erfolgsrate der Radiojodtherapie liegt bei ca. 90 %. Das Schilddrüsenvolumen nimmt unter Therapie um ca. 20 ml ab.
    Weiteres s. u. "Radiojodtherapie".

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Regelmäßige ärztliche Kontrolluntersuchungen

Ernährungsmedizin

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Ernährungsempfehlungen gemäß einem Mischköstler unter Berücksichtigung der vorliegenden Erkrankung. Das bedeutet u. a.:
    • täglich insgesamt 5 Portionen frisches Gemüse und Obst (≥ 400 g; 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst)
    • ein- bis zweimal pro Woche frischen Seefisch, d. h. fette Meeresfische (Omega-3-Fettsäuren) wie Lachs, Hering, Makrele
    • ballaststoffreiche Ernährung (Vollkornprodukte)
  • Beachtung folgender spezieller Ernährungsempfehlungen:
    • Da eine hohe Jodzufuhr mit Ursache der Morbus Basedow-Erkrankung sein kann, sollte die tägliche Aufnahme von Jod die Zufuhr-Empfehlungen nicht überschreiten (Referenzwert für die empfohlene Jodzufuhr der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für einen gesunden Erwachsenen: 180-200 µg/Tag)
  • Auswahl geeigneter Lebensmittel auf Grundlage der Ernährungsanalyse
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin erhalten Sie von uns

Psychotherapie

  • Ggf. Stressmanagement
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) erhalten Sie von uns.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Schilddrüsen Selbsthilfegruppe SD-Augsburg
    Karmelitengasse 11, 86152 Augsburg
    Tätigkeitsbereich: Gesprächskreis & Erfahrungsaustausch Betroffener.
    Telefon: 0821-324-2016, Internet: www.schilddruese-augsburg.de

Falls Sie sich zu weiteren möglichen Therapiemaßnahmen informieren möchten, geben Sie in die Suche des DocMedicus Gesundheitsportals die jeweilige Krankheit ein und klicken auf "Enter". Das Ergebnis der Suche ist u. a. eine Trefferliste zur Kategorie "Therapie".

Leitlinien

  1. S1-Leitlinie: Radioiodtherapie bei benignen Schilddrüsenerkrankungen. (AWMF-Registernummer: 031 - 003), Oktober 2015 Langfassung
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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