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Stapediusreflexmessung

Die Stapediusreflexmessung bezeichnet die Messung der Reaktion der Mittelohrmuskeln auf die Beschallung des Ohres.
Die Beschallung bewirkt eine "Versteifung" der
Gehörknöchelchenkette, vor allem des Steigbügels (lat. stapes). Dieses dient zum Schallschutz des Innenohres bei großen Lautstärken.
Die Stapediusreflexmessung gehört zu den Standardmethoden in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.

Das Verfahren

Die Stapediusreflexprüfung ist ein einfaches und schnell durchzuführendes objektives Verfahren, bei dem dem gegenüberliegenden Ohr eine Beschallung zugeführt wird. Dabei wird über eine Sonde die Schallabstrahlung des Trommelfells registriert; deren Veränderung lässt Rückschlüsse bezüglich der muskulären Reflexe zu.

Die Untersuchung wird empfohlen beziehungsweise ist erforderlich bei folgenden Gesundheitsrisiken beziehungsweise Erkrankungen

  • Taubheit eines Ohres
  • Schwerhörigkeit
  • Otosklerose – Erkrankung, die zu einer Verknöcherung der Gehörknöchelchenkette beziehungsweise der Cochlea (Schnecke) führt
  • Hirntumore
  • Hirnblutungen
  • Neurologische Schäden wie die Fazialisparese (Lähmung eines Gesichtsnerven)

Die Überprüfung des Stapediusreflexes wird häufig mit der Tympanometrie verbunden.

Ihr Nutzen

Die Überprüfung des Stapediusreflexes ist ein einfaches und schnelles diagnostisches Verfahren in der Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde.


     
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