Weitere Therapie
Eichelentzündung (Balanitis)

Behandlung der Grunderkrankung und Vermeiden begünstigender Faktoren einer Balanitis!

Allgemeine Maßnahmen

  • Verwendung von Seife ist während die Entzündung vorliegt zu unterlassen.
  • Beachtung der allgemeinen Hygienemaßnahmen! (Mangelnde Hygiene – aber auch übertriebene Hygiene, diese kann durch Entfettung der Eichelhaut Ursache einer Balanitis sein (Reinlichkeitsbalanitis))
  • Beachten der Genitalhygiene bzw. Vermeidung begünstigender Faktoren einer Balanitis:
    • Einmal pro Tag waschen des Penis mit lauwarmem Wasser (ohne Verwendung von Pflegeprodukten!). Dabei die Vorhaut soweit wie möglich zurückziehen und unbedingt bis hinter der Eichel waschen. Dort setzt sich Smegma (gr. σμήγμα smégma „Seife“), sichtbar als eine weiße bis hellgelbe Substanz am Penis ab. Diese besteht aus dem Talg der Vorhautdrüsen, gemischt mit dem Zelldetritus (lat.: detritus ‚Abfalĺ) des Eichelepithels und Bakterien. Des Weiteren können Urin- und Spermarückstände enthalten sein. 
      Nach dem Waschen des Penis ist dieser sorgfältig zu trockenen durch z. B. Verwendung von ungefärbtem Toilettenpapier.
    • Bei Vorliegen einer Phimose (Vorhautverengung → sekundäre  Infektion durch Urinretention im Präputialsack/Hohlraum zwischen Präputium und Glans penis, d. h. zwischen Vorhaut und Eichel)
      • kann sich die Vorhaut beim Wasserlassen durch den Urin aufblasen; im evtl. verbleibenden "Resturin" unter der Vorhaut können sich Bakterien vermehren.
      • wird die Verdunstung von Feuchtigkeit erschwert. Dieses kann dazu führen, dass im feuchten Milieu (durch z. B. "Resturin") die Hornschicht aufquillt, ihre schützende Funktion verliert und gleichzeitig sich die Hautkeime stark vermehren. 
    • Beim Stuhlgang ist darauf zu achten, in Richtung After zu wischen; ggf. benutzen eines Bidets zur anschließenden Reinigung der Analregion. Alternativ ist die Verwendung von feuchtem Toilettenpapier zu empfehlen.
    • Beim Wechsel zwischen analem und vaginalem Verkehr muss besonders auf Hygiene geachtet werden. Ggf. Kondom wechseln bzw. Penis gründlich säubern, da es sonst zu Entzündungen der Scheide kommen kann.
    • Blasenentleerung, vor und nach dem Geschlechtsverkehr, bietet zusätzlichen Schutz vor darmbakterienbedingten Infektionen
    • Die Unterwäsche sollte täglich gewechselt werden und atmungsaktiv sein (Baumwollmaterialien). Luftundurchlässige Synthetikmaterialien schaffen einen idealen Nährboden für Krankheitserreger.

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Durchführen von kamillehaltigen Penisbädern

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300 E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de

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