Anamnese
Brustdrüsenvergrößerung (Gynäkomastie)

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik der Gynäkomastie (Brustdrüsenvergrößerung) dar.

Familienanamnese

  • Gibt es in der Familie mehrere Männer, die an einer Gynäkomastie leiden?

Soziale Anamnese

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Wann ist die Veränderung der Brust aufgefallen?
  • Ist die Veränderung einseitig oder beidseitig?
  • Ist die Brust berührungsempfindlich?
  • Sind noch weitere Symptome aufgetreten?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Sind Sie übergewichtig? Geben Sie uns bitte Ihr Körpergewicht (in kg) und Ihre Körpergröße (in cm) an.
  • Hat sich Ihr Gewicht ungewollt verändert?
  • Nehmen Sie Drogen? Wenn ja, welche Drogen (Cannabis (Hanf)) und wie häufig pro Tag bzw. pro Woche?
  • Nutzten Sie Lavendel-/Teebaumöl-haltigen Shampoos, Seifen, Lotions etc. vor Ihrer Pubertät (Geschlechtsreife)? Fragen Sie ggf. Ihre Mutter danach.

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen (Kinderkrankheiten; Hormon-, Leber-, Nieren-, und Tumorerkrankungen)
  • Operationen
  • Allergien

Medikamentenanamnese

  • Antidepressiva
  • Antihypertensiva
    • ACE-Hemmer
    • Nifedipin (Calcium-Antagonist)
  • Antimykotika (Itraconazol)
    • Azole (Voriconazol)
    • Triazolderivate (Fluconazol)
  • Captopril (ACE-Hemmer)
  • Cimetidin  (H2-Antihistaminikum)
  • Diazepam
  • Herzglykoside (Digitalis) – Digitoxin, Digoxin
  • Hormone
    • Anabolika
    • Androgenmissbrauch
    • Antiandrogene (Bicalutamid, Cyproteronacetat, Flutamid)
    • Gonadotropine
    • Östrogene; Östrogentherapie beim Prostatakarzinom (Prostatakrebs)
  • Finasterid
  • Ketoconazol (Antimykotikum)
  • Methadon (Opioid; Heroin-Ersatzstoff)
  • Metoclopramid (Antiemetikum)
  • Metronidazol (Antibiotikum)
  • Omeprazol (Protonenpumpenhemmer)
  • Phenytoin (Antikonvulsivum) 
  • Psychopharmaka, nicht näher bezeichnet
  • Spironolacton (Diuretikum)
  • Tuberkulostatika (INH) u. a.
  • Siehe auch unter Arzneimittelnebenwirkungen "Hyperprolaktinämie durch Medikamente
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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