Differentialdiagnosen
Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD)

Angeborene Fehlbildungen, Deformitäten und Chromosomenanomalien (Q00-Q99)

  • Angeborene Fehlbildungen der Lungen, nicht näher bezeichnet

Atmungssystem (J00-J99)

  • Asthma bronchiale; siehe dazu unter "Symptome – Beschwerden" unter "Differenzierung von Asthma bronchiale und chronisch obstruktiver Lungenerkrankung"
  • Bronchiektasen (Synonym: Bronchiektasie) – dauerhaft bestehende irreversible sackförmige oder zylindrische Ausweitungen der Bronchien (mittelgroße Atemwege), die angeboren oder erworben sein kann; Symptome: chronischer Husten mit "maulvoller Expektoration" (großvolumiger dreigeschichteter Auswurf: Schaum, Schleim und Eiter), Müdigkeit, Gewichtsverlust und eine verringerte Leistungsfähigkeit
  • Bronchiolitis obliterans – Entzündung der Bronchiolen und infolgedessen Verengung derselben durch Granulationsgewebe, die zu einer exspiratorischen Flussbehinderung führt
  • Pneumonie (Lungenentzündung)
  • Pneumothorax – Lungenkollaps aufgrund von Luft im Pleuraspalt (Raum zwischen Rippen- und Lungenfell, in dem physiologischerweise eine Unterdruck herrscht)
  • Silikose (Quarzstaublunge) – durch das Einatmen von Feinstaub mit α-Quarz oder einer anderen kristallinen Modifikation des Siliciumdioxids, die zu einer Lungenfibrose führt
  • Spannungspneumothorax – Lungenkollaps mit zunehmender Verdrängung der Organe des Brustkorbs, die zu Herzkreislaufstillstand führen kann
  • Stimmbanddysfunktion (engl. Vocal Cord Dysfunction, VCD) – Leitsymptom der VCD: anfallsartige auftretende, atemnotinduzierende laryngeale Obstruktion (kehlkopfbedingte Verengung, die meist im Hals- oder oberen Trachealbereich erlebt wird), meist während der Inspiration (Einatmung), die zu Atemnotzuständen unterschiedlicher Intensität führen kann, inspiratorischer Stridor (Atemgeräusche beim Einatmen), keine bronchiale Hyperreagibilität (Überempfindlichkeit der Atemwege, bei der sich die Bronchien schlagartig verengen), normale Lungenfunktion; Ursache: paradoxer, intermittierender Stimmritzenverschluss; vor allem bei jüngeren Frauen

Endokrine, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten (E00-E90)

  • Adipositas (Übergewicht)
  • Alpha-1-Antitrypsin-Mangel (AATD; α1-Antitrypsin-Mangel; Synonyme: Laurell-Eriksson-Syndrom, Proteaseinhibitormangel, AAT-Defizit) – relativ häufige genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang, bei der aufgrund eines Polymorphismus (Auftreten mehrerer Genvarianten) zu wenig Alpha-1-Antitrypsin gebildet wird. Ein Mangel an Proteaseinhibitoren zeigt sich an der mangelnden Hemmung der Elastase, wodurch das Elastin der Lungenalveolen zersetzt wird. Infolgedessen kommt es zur chronisch-obstruktiven Bronchitis mit Lungenemphysem (COPD, progrediente (fortschreitende), nicht vollständig reversible (umkehrbare) Obstruktion (Verengung) der Atemwege). An der Leber führt der Mangel an Proteaseinhibitoren zu einer chronischen Hepatitis (Leberentzündung) mit Übergang zur Leberzirrhose (nicht umkehrbare Schädigung der Leber mit ausgeprägtem Umbau des Lebergewebes).
    Die Prävalenz (Krankheitshäufigkeit) des homozygoten Alpha-1-Antitrypsin-Mangels wird in der europäischen Bevölkerung auf 0,01-0,02 Prozent geschätzt.
  • Mukoviszidose (Zystische Fibrose, ZF) ‒ genetische Erkrankung mit autosomal-rezessivem Erbgang, die durch die Produktion von zu zähmen Sekret in verschiedenen Organen gekennzeichnet ist.

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Asthma cardiale – Erkrankung, die aufgrund einer Herzinsuffizienz (Herzschwäche) zu Atemnot führt; Symptome: Lungenödem (Ansammlung von Flüssigkeit im Lungengewebe oder in den Lungenbläschen) mit feuchten Rasselgeräuschen, schaumiges Sputum (Auswurf)
  • Herzinsuffizienz (Herzschwäche), chronische
  • Lungenembolie – Verlegung von Lungengefäßen durch einen Blutpfropf; in der Anamnese (Krankengeschichte) ggf. eine tiefe Beinvenenthrombose (TBVT); Symptome: in der Regel kein exspiratorisches ("beim Ausatmen") Giemen; häufig Fieber

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Tuberkulose (Schwindsucht)

Mund, Ösophagus (Speiseröhre), Magen und Darm (K00-K67; K90-K93)

  • Gastroösophageale Refluxkrankheit (Synonyme: GERD, Gastro-oesophageal reflux disease; Gastroesophageal Reflux Disease (GERD); Gastroösophageale Refluxkrankheit (Refluxkrankheit); Gastroösophagealer Reflux; Reflux-Ösophagitis; Refluxkrankheit; Refluxösophagitis; peptische Ösophagitis) – entzündliche Erkrankung der Speiseröhre (Ösophagitis), die durch den krankhaften Rückfluss (Reflux) von saurem Magensaft und anderen Mageninhalten hervorgerufen wird

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • Tumoren der Trachea (Luftröhre)
  • Tumoren des Larynx (Kehlkopf)
  • Tumoren der Lunge wie das Bronchialkarzinom (Lungenkrebs)

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Hyperventilationssyndrom – Störung der Atmung mit über den Bedarf gesteigerte Belüftung der Lungen, die vor allem in Konfliktsituationen auftritt

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Fremdkörperaspiration – unabsichtliches Einatmen von Fremdkörpern; Symptome: inspiratorischer Stridor (Atemgeräusch beim Einatmen)
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
DocMedicus Suche

 
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
   -
ArztOnline.jpg
 
DocMedicus                          
Gesundheitsportal

Unsere Partner DocMedicus Verlag