Anamnese
Virales hämorrhagisches Fieber

Die Anamnese (Krankengeschichte) stellt einen wichtigen Baustein in der Diagnostik des viralen hämorrhagischen Fiebers dar.

Familienanamnese

  • Wie ist der allgemeine Gesundheitszustand Ihrer Angehörigen?

Soziale Anamnese

  • Welchen Beruf üben Sie aus?
  • Waren Sie in der letzten Zeit im Ausland? Wenn ja, wo genau?
  • Hatten Sie Kontakt zu Tieren, kranken Personen?
  • Ist Ihnen ein Mückenstich/Zeckenstich erinnerlich?

Aktuelle Anamnese/Systemanamnese (somatische und psychische Beschwerden)

  • Haben Sie Fieber? Wenn ja, wie hoch ist die Temperatur? Wie lange besteht das Fieber schon?
  • Leiden Sie unter Kopfschmerzen, Muskelschmerzen etc.?
  • Haben Sie Hautveränderungen bemerkt?
  • Sind Ihnen Blutungen aufgefallen?
  • Haben Sie weitere Symptome bemerkt?

Vegetative Anamnese inkl. Ernährungsanamnese

  • Haben Sie in der letzten Zeit (im Ausland) rohes oder nicht durcherhitztes Fleisch oder nicht pasteurisierte Milchprodukte verzehrt?

Eigenanamnese inkl. Medikamentenanamnese

  • Vorerkrankungen
  • Operationen
  • Strahlentherapie
  • Impfstatus
  • Allergien
  • Umweltanamnese
  • Medikamentenanamnese

Reiseanamnese

Risikofaktoren für Ebola-/Marburg-Fieber:

  • Haben Sie in Zentralafrika oder Westafrika mit toten Menschenaffen Kontakt oder hat Affenfleisch gegessen?
  • Haben Sie in Zentralafrika oder Westafrika „bushmeat“ gegessen?
  • Waren Sie in Höhlen oder Behausungen, in denen Fledermäuse nisten?
  • Hatten Sie Kontakt mit möglichen Ebola-/Marburg-Patienten (also insbesondere medizinisches Personal aus Krankenhäusern in Zentralafrika)

Risikofaktoren für Krim-Kongo-Fieber (CCHF):

  • Hatten Sie Kontakt mit Zecken im Endemiegebiete (Osteuropa, Afrika, Mittlerer Osten, Zentralasien)
  • Haben Sie teilgenommen an Tierschlachtung im Endemiegebiet?
  • Hatten Sie Kontakt mit möglichen CCHF-Patienten im Endemiegebiet?

Risikofaktoren für Lassa-Fieber:

  • Haben Sie in Westafrika gewohnt oder gearbeitet?
  • Wenn ja. Haben Sie in Behausungen gewohnt, zu denen Ratten Zugang hatten?
  • Haben Sie Lebensmittel gegessen die möglicherweise durch Rattenkot oder -Urin kontaminiert waren?
  • Hatten Sie Kontakt mit möglichen Laster-Virus-Patienten? [Dieses betrifft insbesondere medizinisches Personal aus Krankenhäusern in Westafrika]
     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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