Symptome – Beschwerden
Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME)

Folgende Symptome und Beschwerden können auf eine Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) hinweisen:

Symptome der frühen Phase (wie eine Sommergrippe)

  • Cephalgie (Kopfschmerzen)
  • Katarrh – leichte Entzündung der Schleimhäute der Atemwege
  • Mäßiges Fieber*
  • Nausea (Übelkeit)/Erbrechen
  • Vertigo (Schwindel)

Ca. 70 % aller Infektionen verlaufen asymptomatisch oder die zweite Krankheitsphase bleibt aus.

Bei 10 % der Infizierten entsteht nach einem symptomfreien Intervall von circa einer Woche eingehend mit plötzlich beginnendes hohes Fieber (> 40 °C)*: 

  • Meningitis (Hirnhautentzündung; 50 % der Fälle)
  • Meningoenzephalitis (kombinierte Entzündung des Gehirns (Enzephalitis) und der Hirnhäute (Meningitis); 40 % der Fälle)
  • Enzephalomyelitis (kombinierte Entzündung des Gehirns und des Rückenmarks; 10 % der Fälle)
  • Myelitis (Rückenmarksentzündung) 

Typische Symptome einer Meningitis sind:

  • Reduziertes Allgemeinbefinden und Fieber 
  • Häufige Symptome:
    • Cephalgie (Kopfschmerzen)
  • Gelegentliche Symptome:
    • Meningismus (Nackensteifigkeit)
    • Neuritis der Hirnnerven III, V-XII

Typische Symptome einer Enzephalitis sind: 

  • Reduziertes Allgemeinbefinden und Fieber 
  • Häufige Symptome:
    • quantitative Bewusstseinsstörungen (Sopor/tiefer Schlaf, Koma)
    • qualitative Bewusstseinsstörungen (Delir, Halluzinationen)
    • Kognitionsstörungen (Merkfähigkeitsstörungen)
    • Extremitätenparesen (Lähmungen der Extremitäten)
    • Ataxie (Störungen der Bewegungskoordination)
  • Gelegentliche Symptome:
    • Tremor (Zittern)
    • Dysphagie (Schluckstörung)
    • Mimisches Beben
    • Epilepsie (Krampfanfälle)

Typische Symptome einer Myelitis sind:

  • Reduziertes Allgemeinbefinden und Fieber 
  • Häufige Symptome:
    • Blasenstörungen
    • Extremitätenparesen
  • Gelegentliche Symptome:
    • Blasenspasmen
    • Schmerzen im Bereich von Rumpf und Extremitäten 

*Typisch ist ein zweigifeliger Fieberverlauf

Bei Kindern und Jugendlichen treten schwere Krankheitsverläufe im Vergleich zu Erwachsenen ca. 10-mal seltener auf.

     
Die auf unserer Homepage für Sie bereitgestellten Gesundheits- und Medizininformationen ersetzen nicht die professionelle Beratung oder Behandlung durch einen approbierten Arzt.
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