Kinderlähmung-Postexpositionsprophylaxe (PEP)

Unter einer Postexpositionsprophylaxe versteht man die Versorgung mit Medikamenten zur Vermeidung einer Erkrankung bei Personen, die gegen eine bestimmte Krankheit nicht durch Impfung geschützt sind, dieser aber ausgesetzt waren. 

Indikationen (Anwendungsgebiete)

  • Alle Kontaktpersonen von Poliomyelitis-Erkrankten (unabhängig vom Impfstatus)
  • Ein Sekundärfall ist Anlass für Riegelungsimpfungen.

Durchführung

  • Postexpositionelle Impfung mit IPV (Inaktivierter Poliomyelitis-Impfstoff) ohne Zeitverzug
  • Sofortige umfassende Ermittlung und Festlegung von Maßnahmen durch die Gesundheitsbehörde 

Riegelungsimpfung mit IPV und Festlegung weiterer Maßnahmen durch Anordnung der Gesundheitsbehörden.

Literatur

  1. Robert Koch Institut (RKI): Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut. Epidemiologisches Bulletin. 4/2024

     
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