Folgeerkrankungen
Koronare Herzkrankheit

Im Folgenden die wichtigsten Erkrankungen bzw. Komplikationen, die durch die Koronare Herzkrankheit (KHK) mit bedingt sein können:

Herzkreislaufsystem (I00-I99)

  • Akutes Koronarsyndrom – Spektrum von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, das von der instabilen Angina pectoris (UA) bis zu den beiden Hauptformen des Myokardinfarkts (Herzinfarkt), dem Nicht-ST-Hebungsinfarkt (NSTEMI) und dem ST-Hebungsinfarkt (STEMI), reicht
    • Fluktuationen im Körpergewicht erhöhten das Risiko für einen Myokardinfart: im obersten Quintil (Körpergewicht schwankte im Verlauf der Studie median um 3,9 Kilogramm): + 64 % häufiger neue koronare Ereignisse und +117 % häufiger ein Myokardinfarkt. Anmerkung: Patienten mit Herzinsuffizienz (Herzschwäche) waren ausgeschlossen [3].
  • Herzrhythmusstörungen
    • v.a. ventrikuläre (von der Herzkammer ausgehend) Herzrhythmusstörungen, Kammerflimmern
    • Vorhofflimmern (VHF)
  • Linksherzinsuffizienz (Linksherzschwäche)

Neubildungen – Tumorerkrankungen (C00-D48)

  • Kolonkarzinom (Darmkrebs) [1]

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Demenz [2]
  • Erektile Dysfunktion (ED, Erektionsstörung) (-75 % der Fälle)

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)

  • Akuter Herztod (plötzlicher Herztod, PHT; ca. 50 % aller Todesfälle bei KHK)

Prognosefaktoren

  • Die Mortalität (Sterberate) von Patienten mit einem akuten Koronarsyndroms (engl. acute coronary syndrome, ACS) im Alter > 75 Jahren ist im Vergleich zu jüngeren starkt erhöht.
  • Gewichtsschwankungen (Jojo-Effekt) bei Übergewichtigen: je stärker das Gewicht schwankte, desto häufiger waren Todesfälle und kardiovaskuläre Komplikationen (Zunahme der Gewichtsvariabilität um eine Standardabweichung (≡ 1,5-1,9 kg) → Risikoerhöhung für koronare und kardiovaskuläre Ereignisse um jeweils 4 % und für den Tod um 9 %) [3]
  • Blutdruckvariabilität (Blutdruckschwankungen): Patienten, bei denen die Blutdruckwerte von Messung zu Messung ausgeprägten Schwankungen unterliegen, haben eine erhöhtes Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse. Patienten mit der am stärksten ausgeprägten Variabilität der systolischen Werte zeigten ein signifikant höheres Risiko für entsprechende Endpunkt-Ereignisse (kardiovaskulär bedingter Tod, Myokardinfarkt (Herzinfarkt), Apoplex (Schlaganfall)) im Vergleich zu den Patienten mit der relativ geringsten Variabilität (hazard ratio für höchstes versus niedrigstes Terzil: 1,30, p = 0.007) [4].

Literatur

  1. Chan AO, Jim MH, Lamm KF, Morris JS, Siu DC, Tong T, NG FH, Wong Sy, Hui WM, Chan CK, Lai KC Cheung TK, Chan P, Wong G, Yuen MF, Lau YK, LeeS, Szeto ML, Wong BC, Lam SK: Prevalence of colorectal neoplasm among patients with newly diagnosed coronary artery disease. JAMA, 2007 Sep 26;298(12):1412-9
  2. Singh-Manoux A, Sabia S, Lajnef M, Ferrie JE, Nabi H, Britton AR, Marmot MG, Shipley MJ.: History of coronary heart disease and cognitive performance in midlife: the Whitehall II study. Eur Heart J. 2008 Jul 22.
  3. Bangalore S et al.: Body-Weight Fluctuations and Outcomes in Coronary Disease. N Engl J Med 2017; 376:1332-1340 April 6, 2017 doi: 10.1056/NEJMoa1606148
  4. Vidal-Petiot E. et al.: Visit-to-visit variability of blood pressure and cardiovascular outcomes in patients with stable coronary heart disease. Insights from the STABILITY trial. European Heart Journal 2017; doi:10.1093/eurheartj/ehx250
     
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