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Weitere Therapie
Weißfleckenkrankheit (Vitiligo)

Allgemeine Maßnahmen

  • Ggf. Camouflage (korrektive Kosmetika) bzw. Permanent-Make-up (kosmetische Behandlung, die durch eine Mikropigmentierung ein wasserfestes, wischfestes und für lange Zeit bestehendes Make-up vortäuscht)
  • Mechanische Reize/Verletzungen meiden
  • Vermeidung psychosozialer Belastungen:
    • Stress

Konventionelle nicht-operative Therapieverfahren

  • Eine Mikrodermabrasion und anschließender topischer (örtlicher) Tacrolismus-Behandlung (s. u. "Medikamentöser Therapie") ist erfolgreicher als eine alleinige Salbenbehandlung. Diese Therapie führte bei 11,4 % der weißen Stellen zu einer sehr guten Repigmentierung. Die Repigmentierung war abhängig von der anatomischen Region der Läsionen: Flecken, die sich an Hals und Rumpf befanden, zeigten häufiger (75 %) eine mehr als 50%ige Repigmentierung als solche an den Extremitäten (41 %); Hände und Füße wurden nur in 7 % der Fälle zu mehr als der Hälfte repigmentiert [1].
  • Xenon-Chlorid Excimer-Laser (308-nm-Excimer-Laser; monochromatisches Licht); Indikation: lokal begrenzte Vitiligo; drei Anwendungen pro Woche  – Der Laser ist nur für kleine Flächen geeignet, aber gut wirksam. Es erfolgt eine bessere und schnellere Repigmentierung, als bei herkömmlichen UV-Therapien aufgrund der höheren lokal applizierbaren Dosis.

Physikalische Therapie (inkl. Physiotherapie)

Die folgenden Formen der Phototherapie werden eingesetzt:

  • Schmalspektrum-UV-B-Therapie (311-nm-UVB); Schmalspektrum-UV-B scheint wirksamer zu sein als andere Phototherapien.
    Indikationen: großflächige Vitiligo; falls > 15-20 % des Körpers betroffen ist,  ist eine Ganzkörperbestrahlung zu empfehlen; 
    bei der Therapie anstreben eines gerade sichtbaren Erythem (Hautrötung); sollte sich die Behandlung als wirksam erweisen, dann wird diese über mindestens 9 Monate und maximal 2 Jahre fortgesetzt.
    • Patienten mit Schmalspektrum-UV-B-Therapie haben laut einer Studie kein erhöhtes Risiko für die Entwicklung von Melanomen ("schwarzer Hautkrebs"), nicht-melanozytären Hautkrebs oder Morbus Bowen (In-situ-Plattenepithelkarzinom der Haut und Übergangsschleimhäute). Bei Patienten mit Vitiligo mit größer gleich 200 Sitzungen hatten ein signifikant erhöhtes Risiko für eine aktinische Keratose (chronische Schädigung der verhornten Oberhaut, verursacht durch langjährige intensive Einwirkung von Sonnenlicht, die nach Jahren zu einem Plattenepithelkarzinom der Haut führen können) [2].
    • Schmalspektrum-UV-B-Therapie (311-nm-UVB) ggf. in Kombination mit oraler Supplementierung von spezifischen Mikronährstoffen; siehe dazu unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels
  • PUVA-Therapie (Psoralen-Ultraviolett-A: kombinierter Einsatz von Psoralen und UVA-Licht), topisch ("örtlich") oder systemisch
    Beachte: Orales PUVA wird derzeit bei erwachsenen Patienten mit generalisierter Vitiligo als Zweitlinientherapie angewendet. Im Vergleich zur
    Schmalspektrum-UV-B-Therapie hat es den Nachteil einer geringeren Wirksamkeit und eines höheren kurz- und langfristigen Risikos.
    Ergebnis: Eine Repigmentierung wird bei 70-80 % der PUVA-Patienten festgestellt, eine vollständige Repigmentierung jedoch nur bei 20 % der Patienten.

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA)
    Postfach 91 01 52, D-51071 Köln
    Telefon: 0221-89920, Fax: 0221-8992300, E-Mail: poststelle@bzga.de, Internet: www.bzga.de
  • Deutscher Vitiligo-Bund e. V.
    Frankenring 74, 91325 Adelsdorf
    Telefon: 09195-992039, Fax: 09195-993935, E-Mail: mail@vitiligo-bund.de, Internet: www.
    vitiligo-bund.de

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Literatur

  1. Abd-Elazim NE, Yassa HA, Mahran AM: Microdermabrasion and topical tacrolimus: A novel combination therapy of vitiligo. J Cosmet Dermatol. 2019 Oct 30. doi: 10.1111/jocd.13193.
  2. Bae JM et al.: Evaluation for Skin Cancer and Precancer in Patients With Vitiligo Treated With Long-term Narrowband UV-B Phototherapy. JAMA Dermatol. 2020. https://doi.org/10.1001/jamadermatol.2020.0218
     
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