Die diabetische Retinopathie bezeichnet eine Verschlechterung der Sehfähigkeit bis hin zur Erblindung, die durch die hohen Zuckerwerte im Rahmen eines Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) verursacht wird.
Sie stellt die häufigste Komplikation der Zuckerkrankheit an den kleinen Gefäßen dar. Nach Bestehen eines Diabetes für mehr als zwanzig Jahre tritt bei fast allen Betroffenen eine diabetische Retinopathie auf. In Deutschland sind rund 4 % der Bevölkerung betroffen. Die Tendenz steigt.
Der Diabetes mellitus ist die häufigste Ursache für Erblindung in den westlichen Ländern in der Altersgruppe der 30 bis 60-jährigen.
Die diabetische Retinopathie kann unterteilt werden in
- Nicht-proliferative Form – die Erkrankung bleibt auf die Netzhaut des Auges beschränkt; tritt in der Regel früher auf und kann in die proliferative Form übergehen
- Proliferative Form – bei dieser Form bilden sich durch die Minderversorgung des Auges vermehrt neue Blutgefäße aus, die den Glaskörper infiltrieren und so das Sehvermögen stark gefährden können
Zusätzlich zu den beiden Formen tritt bei circa 15 % der Betroffenen noch das sogenannte Makulaödem (Wasseransammlung am Punkt des schärfsten Sehens) auf, welches seinerseits auch zu schweren Sehstörungen führt.













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