Unterzuckerung (Hypoglykämie) – Weitere Therapie

Die weitere Therapie (Behandlung) der Hypoglykämie (Unterzuckerung) richtet sich nach Schweregrad, Bewusstseinslage, Ursache, Begleiterkrankungen und Rezidivrisiko (Rückfallrisiko). Hypoglykämien treten häufig bei Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) unter Insulin, Sulfonylharnstoffen oder Gliniden auf, können aber auch bei Patienten ohne Diabetes mellitus vorkommen, z. B. bei Alkoholintoxikation (Alkoholvergiftung), kritischer Erkrankung, Nebennierenrindeninsuffizienz (Unterfunktion der Nebennierenrinde), Hypophyseninsuffizienz (Unterfunktion der Hirnanhangsdrüse), Leberinsuffizienz (Leberfunktionsstörung), Niereninsuffizienz (Nierenfunktionsstörung), Sepsis (Blutvergiftung), Mangelernährung, postprandialer Hypoglykämie nach bariatrischer Operation (gewichtsreduzierender Operation), medikamentöser Ursache, Insulinom (insulinbildender Tumor) oder nichtinsulinproduzierendem Tumor mit Insulin-like-growth-factor-2-Sekretion (Ausschüttung eines insulinähnlichen Wachstumsfaktors) [LL2].

Therapeutisch steht zunächst die rasche Korrektur der akuten Hypoglykämie im Vordergrund. Anschließend muss die Ursache identifiziert und gezielt behandelt werden, da wiederholte Hypoglykämien mit neurologischen (das Nervensystem betreffenden), kardiovaskulären (Herz und Gefäße betreffenden), sturzbedingten und psychosozialen (seelische und soziale Faktoren betreffenden) Komplikationen verbunden sein können [LL1-LL3].

Allgemeine Maßnahmen

  • Sofortige Einschätzung von Schweregrad und Bewusstseinslage
    • Prüfung von Vigilanz (Wachheit), Schluckfähigkeit, neurologischen Ausfällen, Krampfanfall, Sturzereignis, Verletzungen und kardialen Symptomen (Herzbeschwerden)
    • Bei schwerer Hypoglykämie, Bewusstseinsstörung, Krampfanfall, fehlender Schluckfähigkeit oder fehlender rascher Besserung sofortige notfallmedizinische Behandlung [LL1-LL3]
  • Ursachenbezogene Abklärung und Behandlung
    • Bei Diabetes mellitus Prüfung von Insulindosis, Injektionszeitpunkt, Mahlzeitenabstand, Kohlenhydratzufuhr, körperlicher Aktivität, Alkoholkonsum, Nierenfunktion und Begleitmedikation [1, 2, LL1, LL3]
    • Bei Patienten ohne Diabetes mellitus gezielte Abklärung von Medikamentenexposition, Alkohol, kritischer Erkrankung, endokriner Insuffizienz (hormoneller Unterfunktion), Leber-/Niereninsuffizienz, Mangelernährung, bariatrischer Operation, Insulinom und nichtinsulinproduzierenden Tumoren [LL2]
    • Bei rezidivierenden (wiederkehrenden), ungeklärten oder schweren Hypoglykämien endokrinologische Mitbeurteilung (fachärztliche Beurteilung der Hormondrüsen) [LL2]
  • Vermeidung auslösender Faktoren
    • Keine längeren Nüchternphasen bei bekannter Hypoglykämieneigung
    • Vermeidung nicht indizierter (nicht angezeigter) blutzuckersenkender Arzneimittel
    • Alkohol nur mit begleitender Kohlenhydratzufuhr; bei rezidivierender oder schwerer Hypoglykämie Alkoholkarenz (Alkoholverzicht)
    • Vermeidung ungeplanter intensiver körperlicher Belastung ohne angepasste Kohlenhydratzufuhr beziehungsweise Therapieanpassung
  • Gewichts- und Stoffwechselmanagement nach Ursache
    • Bei Übergewicht oder Adipositas (Fettleibigkeit) Gewichtsnormalisierung beziehungsweise Gewichtsreduktion unter ärztlicher Begleitung, sofern dies für die Grunderkrankung sinnvoll ist
    • Bei Mangelernährung, Kachexie (krankhafter Auszehrung), Lebererkrankung, Niereninsuffizienz oder Tumorerkrankung keine pauschale Gewichtsreduktion, sondern ernährungsmedizinische Stabilisierung
    • Bestimmung des Body-Mass-Index (Körpermasse-Index) (BMI) und bei Bedarf Analyse der Körperzusammensetzung mittels bioelektrischer Impedanzanalyse (Messung der Körperzusammensetzung über elektrischen Widerstand)
    • BMI-Rechner – ermitteln Sie unter Berücksichtigung von Geschlecht und Alter Ihren gesunden Gewichtsbereich! (Anzeige)
  • Diabetesbezogene Sicherheitsmaßnahmen
    • Regelmäßige Schulung zur Erkennung und Behandlung von Hypoglykämien [1, 2, LL1, LL3]
    • Bei Insulintherapie oder hohem Hypoglykämierisiko Verordnung und Einweisung in Glucagon-Notfallmedikation [1, 2, LL1, LL3]
    • Bei wiederholten Hypoglykämien Prüfung von kontinuierlichem Glucosemonitoring (fortlaufender Zuckermessung), Insulinpumpentherapie beziehungsweise algorithmengestützten Systemen [1, 3, LL1, LL3]
    • Regelmäßige Untersuchung der Füße und des Schuhwerks bei Diabetes mellitus, peripherer Neuropathie (Nervenschädigung der Arme oder Beine) oder diabetischem Fußrisiko
  • Vermeidung psychosozialer Belastungsfaktoren
    • Mobbing
    • Seelische Konflikte
    • Soziale Isolation
    • Stress
    • Angst vor erneuten Hypoglykämien mit Vermeidungsverhalten
  • Vermeidung spezifischer toxischer oder ernährungsbedingter Auslöser
    • Alkohol, insbesondere nüchtern oder bei Lebererkrankung
    • Ackee-Frucht bei unzureichender Reife beziehungsweise toxischer Zubereitung
    • Pilztoxine und andere toxische Lebensmittelkontaminationen bei entsprechender Exposition

Konventionelle nichtoperative Therapieverfahren

  • Leichte bis mittelschwere Hypoglykämie bei wachem, schluckfähigem Patienten
    • Zufuhr schnell resorbierbarer Kohlenhydrate (Zuckerbausteine), z. B. Glucose beziehungsweise Traubenzucker
    • Bei Patienten mit Diabetes mellitus orientierend 15-20 g schnell resorbierbare Kohlenhydrate; erneute Glucosekontrolle nach etwa 15 Minuten und Wiederholung bei weiter erniedrigter Glucose [1, 2, LL1, LL3]
    • Nach Stabilisierung Einnahme einer kohlenhydrathaltigen Mahlzeit oder Zwischenmahlzeit, wenn die nächste reguläre Mahlzeit nicht zeitnah folgt oder eine länger wirksame hypoglykämisierende Ursache besteht
  • Schwere Hypoglykämie oder fehlende orale Zufuhrmöglichkeit
    • Keine orale Gabe bei Bewusstseinsstörung, Krampfanfall, Aspirationsgefahr (Gefahr des Einatmens von Nahrung oder Flüssigkeit) oder fehlender Schluckfähigkeit
    • Glucagon intranasal (in die Nase), subkutan (unter die Haut) oder intramuskulär (in den Muskel), sofern verfügbar und geschult anwendbar [1, 2, LL1, LL3]
    • Intravenöse Glucosegabe (Gabe über die Vene) durch medizinisches Fachpersonal bei schwerer Hypoglykämie, fehlendem Ansprechen auf Glucagon oder stationärer Behandlung [LL1-LL3]
    • Stationäre Überwachung bei protrahierter (verlängerter), rezidivierender, medikamentös bedingter oder unklarer Hypoglykämie [LL2]
  • Medikamenteninduzierte Hypoglykämie
    • Pausieren beziehungsweise Dosisreduktion des auslösenden Arzneimittels nach klinischer Situation
    • Bei Sulfonylharnstoff- oder Glinid-induzierter Hypoglykämie engmaschige Überwachung wegen Rezidivgefahr [LL2]
    • Bei Insulintherapie Anpassung von Basalinsulin, Bolusinsulin, Korrekturfaktoren, Mahlzeiteninsulin und Zielbereichen [1, 2, LL1, LL3]
  • Postprandiale Hypoglykämie
    • Ernährungstherapeutische Umstellung mit Vermeidung rasch resorbierbarer Kohlenhydrate, Verteilung kleiner Mahlzeiten und Kombination von Kohlenhydraten mit Protein, Fett und Ballaststoffen
    • Nach bariatrischer Operation interdisziplinäre Mitbeurteilung durch Ernährungsmedizin, Diabetologie/Endokrinologie und bariatrische Chirurgie (Bauchchirurgie)
  • Hypoglykämie bei kritischer Erkrankung
    • Behandlung der Grunderkrankung, z. B. Sepsis, Leberinsuffizienz, Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz (Herzschwäche) oder Tumorerkrankung [LL2]
    • Engmaschige Glucosekontrollen und kontrollierte Glucosezufuhr in Abhängigkeit vom klinischen Verlauf
  • Endokrine Ursachen
    • Bei Nebennierenrindeninsuffizienz oder Hypophyseninsuffizienz kausale hormonelle Substitution (Hormonersatz) nach endokrinologischer Diagnosesicherung beziehungsweise bei akuter vitaler Gefährdung notfallmäßig nach klinischer Indikation [LL2]

Operative Therapie

  • Insulinom
    • Bei biochemisch gesichertem endogenem Hyperinsulinismus (körpereigener Insulinüberschuss) und lokalisierbarem Insulinom operative Entfernung als kausale Therapie [LL2]
    • Vor Operation präoperative Lokalisation (Ortung vor der Operation) und interdisziplinäre Planung durch Endokrinologie, Radiologie/Nuklearmedizin und Viszeralchirurgie (Bauchchirurgie) [LL2]
  • Nichtinsulinproduzierende Tumoren mit Hypoglykämie
    • Bei tumorassoziierter Hypoglykämie Behandlung der Grunderkrankung, soweit möglich operative Resektion (chirurgische Entfernung), onkologische Systemtherapie (Krebsbehandlung im ganzen Körper), lokale Tumortherapie oder palliative Stoffwechselstabilisierung [LL2]
  • Hypoglykämie nach bariatrischer Operation
    • Operative Revision (erneuter korrigierender Eingriff) nur bei therapierefraktärer, schwerer postbariatrischer Hypoglykämie nach Ausschöpfung konservativer Maßnahmen und interdisziplinärer Spezialfallprüfung

Impfungen

Eine Hypoglykämie allein begründet keine eigenständige Impfempfehlung. Impfungen sind jedoch bei relevanten Grunderkrankungen angeraten, da Infektionen (Ansteckungserkrankungen) den Stoffwechsel destabilisieren und Hypoglykämien beziehungsweise Hyperglykämien (erhöhte Blutzuckerwerte) begünstigen können.

  • Bei Diabetes mellitus Impfungen gemäß aktueller STIKO-Empfehlung, insbesondere Influenza-, COVID-19-, Pneumokokken-, Herpes-zoster- und Hepatitis-B-Impfung nach Alter, Risikoprofil und Impfstatus
  • Bei chronischer Lebererkrankung, chronischer Nierenerkrankung, Immunsuppression (Unterdrückung der Abwehr), Tumorerkrankung oder höherem Lebensalter Impfstatusprüfung und indikationsgerechte Aktualisierung

Regelmäßige Kontrolluntersuchungen

  • Nach schwerer oder rezidivierender Hypoglykämie
    • Zeitnahe ärztliche Kontrolluntersuchung mit Ursachenanalyse und Anpassung des Behandlungsplans [LL1-LL3]
    • Prüfung von Sturzfolgen, neurologischen Symptomen, kardialen Beschwerden und psychosozialer Belastung
  • Bei Diabetes mellitus
    • Regelmäßige strukturierte Diabeteskontrollen mit Bewertung von Hypoglykämiehäufigkeit, Hypoglykämiewahrnehmung, Glucoseprofil, Arzneimitteltherapie, Nierenfunktion und Therapieadhärenz (Therapietreue) [1-3, LL1, LL3]
    • Bei Hypoglykämiewahrnehmungsstörung vorübergehende Anhebung der Glucosezielbereiche und konsequente Hypoglykämievermeidung [1, 2, LL1, LL3]
  • Bei Patienten ohne Diabetes mellitus
    • Endokrinologische Verlaufskontrolle bei ungeklärter, rezidivierender, nüchtern auftretender oder postprandialer Hypoglykämie [LL2]
    • Kontrolle der zugrunde liegenden Organerkrankung beziehungsweise Tumorerkrankung

Ernährungsmedizin

Die Ernährungstherapie richtet sich nach der Ursache der Hypoglykämie. Ziel ist nicht generell eine Gewichtsreduktion, sondern die Vermeidung erneuter Hypoglykämien bei gleichzeitiger Behandlung der Grunderkrankung.

  • Ernährungsberatung auf der Grundlage einer Ernährungsanalyse
  • Beachtung folgender spezieller ernährungsmedizinischer Empfehlungen
    • Regelmäßige Mahlzeiten bei bekannter Hypoglykämieneigung
    • Vermeidung längerer Nüchternphasen bei Nüchternhypoglykämie
    • Bevorzugung komplexer Kohlenhydrate mit Ballaststoffen
    • Vermeidung großer Mengen rasch resorbierbarer Mono- und Disaccharide, insbesondere bei postprandialer Hypoglykämie
    • Kombination von Kohlenhydraten mit Protein, Fett und Ballaststoffen zur Verzögerung der Glucoseresorption
    • Bei Diabetes mellitus Abstimmung von Kohlenhydratmenge, Insulindosis, körperlicher Aktivität und Alkoholkonsum [1, 2, LL1, LL3]
    • Bei Mangelernährung, Tumorerkrankung, Leberinsuffizienz oder Niereninsuffizienz individuelle ernährungsmedizinische Therapie statt pauschaler Reduktionskost
    • Ernährung reich an Gemüse, Obst, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Meeresfischen; Omega-3-Fettsäuren (Docosahexaensäure, Eicosapentaensäure) können Bestandteil einer ausgewogenen Ernährung sein, sind jedoch keine Akuttherapie der Hypoglykämie
  • Siehe auch unter "Therapie mit Mikronährstoffen (Vitalstoffe)" – ggf. Einnahme eines geeigneten Nahrungsergänzungsmittels. Beachte: Die aufgeführten Mikronährstoffe sind kein Ersatz für eine kausale oder medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
  • Detaillierte Informationen zur Ernährungsmedizin stehen exklusiv unseren Partnern zur Verfügung. 

Sportmedizin

  • Ausdauertraining (Cardiotraining) und Krafttraining (Muskeltraining) nach individueller Belastbarkeit, Grunderkrankung und Hypoglykämierisiko
  • Bei Diabetes mellitus kann körperliche Aktivität den Blutzuckerspiegel senken und die Insulinempfindlichkeit verbessern; deshalb sind Glucosemessung, Kohlenhydratzufuhr und gegebenenfalls Therapieanpassung vor, während und nach Belastung wichtig [1, 2, LL1, LL3]
  • Bei Patienten ohne Diabetes mellitus ist Sport nicht regelhaft hypoglykämieauslösend; bei Nüchternhypoglykämie, Mangelernährung, Alkohol, Lebererkrankung, Nebennierenrindeninsuffizienz oder postbariatrischer Hypoglykämie muss die Belastung individuell angepasst werden [LL2]
  • Erstellung eines Fitness- beziehungsweise Trainingsplans mit geeigneten Sportdisziplinen auf der Grundlage eines medizinischen Checks (Gesundheitscheck beziehungsweise Sportlercheck)
  • Detaillierte Informationen zur Sportmedizin stehen exklusiv unseren Partnern zur Verfügung.

Psychotherapie

  • Ggf. Stressmanagement
  • Bei wiederholten schweren Hypoglykämien, Hypoglykämieangst, Essvermeidungsverhalten, sozialem Rückzug oder reduzierter Therapieadhärenz psychologische beziehungsweise psychotherapeutische Mitbehandlung [2, LL1, LL3]
  • Bei Diabetes mellitus mit Hypoglykämiewahrnehmungsstörung strukturierte Schulung und verhaltensorientierte Interventionen zur Wiederherstellung sicherheitsrelevanter Routinen [1, 2, LL1, LL3]
  • Detaillierte Informationen zur Psychosomatik (inkl. Stressmanagement) stehen exklusiv unseren Partnern zur Verfügung.

Schulungsmaßnahmen

  • Schulung aller Patienten mit Hypoglykämierisiko
    • Erkennen adrenerger, cholinerger und neuroglykopenischer Warnsymptome
    • Richtige Akutbehandlung mit schnell resorbierbaren Kohlenhydraten
    • Verhalten bei Bewusstseinsstörung, Krampfanfall oder fehlender Schluckfähigkeit
    • Information von Angehörigen, Kollegen und Betreuungspersonen über Notfallmaßnahmen
    • Mitführen einer Notfallinformation bei rezidivierenden oder schweren Hypoglykämien
  • Diabetesschulung bei Diabetes mellitus
    • Vermittlung des richtigen Umgangs mit Insulin, oralen Antidiabetika, Glucoseselbstkontrolle, kontinuierlichem Glucosemonitoring, Ernährung, Bewegung, Alkohol und Krankheitssituationen [1-3, LL1, LL3]
    • Schulung zur Anwendung von Glucagon-Notfallmedikation für Angehörige und Betreuungspersonen [1, 2, LL1, LL3]
    • Erfahrungsaustausch in strukturierten Gruppenprogrammen
  • Schulung bei Nicht-Diabetes-Hypoglykämie
    • Ursachenspezifische Beratung, z. B. zu Alkohol, Fasten, postprandialer Hypoglykämie, bariatrischer Operation, endokriner Insuffizienz oder Tumorerkrankung [LL2]
    • Festlegung eines individuellen Notfallplans

Organisationen und Selbsthilfegruppen

  • Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
    Maarweg 149-161, 50825 Köln
    Internet: www.bzga.de
  • Deutsche Diabetes-Hilfe – Menschen mit Diabetes (DDH-M) e. V.
    Albrechtstraße 9, 10117 Berlin
    Internet: www.ddh-m.de
  • Deutscher Diabetiker Bund e. V.
    Internet: www.diabetikerbund.de
  • Bei Hypoglykämien ohne Diabetes mellitus ist eine krankheitsspezifische Selbsthilfeorganisation nicht regelhaft vorhanden; sinnvoll ist die Anbindung an die jeweilige Grunderkrankung, z. B. endokrine Erkrankung, Tumorerkrankung, Lebererkrankung, Nierenerkrankung oder postbariatrisches Syndrom.

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Literatur

  1. Torres Roldan VD, Urtecho M, Nayfeh T, Firwana M, Muthusamy K, Hasan B, et al. A Systematic Review Supporting the Endocrine Society Guidelines: Management of Diabetes and High Risk of Hypoglycemia. J Clin Endocrinol Metab. 2023;108(3):592-603. https://doi.org/10.1210/clinem/dgac601
  2. Nakhleh A, Shehadeh N. Hypoglycemia in diabetes: An update on pathophysiology, treatment, and prevention. World J Diabetes. 2021;12(12):2036-2049. https://doi.org/10.4239/wjd.v12.i12.2036
  3. Tsichlaki S, Koumakis L, Tsiknakis M. Type 1 Diabetes Hypoglycemia Prediction Algorithms: Systematic Review. JMIR Diabetes. 2022;7(3):e34699. https://doi.org/10.2196/34699

Leitlinien

  1. American Diabetes Association Professional Practice Committee. 6. Glycemic Goals, Hypoglycemia, and Hyperglycemic Crises: Standards of Care in Diabetes-2026. Diabetes Care. 2026;49(Suppl 1):S132-S154. https://doi.org/10.2337/dc26-S006
  2. Cryer PE, Axelrod L, Grossman AB, Heller SR, Montori VM, Seaquist ER, Service FJ. Evaluation and Management of Adult Hypoglycemic Disorders: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2009;94(3):709-728. https://doi.org/10.1210/jc.2008-1410
  3. McCall AL, Lieb DC, Gianchandani R, MacMaster HW, Maynard GA, Murad MH, et al. Management of Individuals With Diabetes at High Risk for Hypoglycemia: An Endocrine Society Clinical Practice Guideline. J Clin Endocrinol Metab. 2023;108(3):529-562. https://doi.org/10.1210/clinem/dgac596