Nebenschilddrüsenunterfunktion (Hypoparathyreoidismus) – Medizingerätediagnostik
Obligate Medizingerätediagnostik
- 12-Kanal-Elektrokardiogramm (EKG) (Herzstromkurve) – bei klinisch relevanter Hypocalcämie (zu niedrigem Calciumspiegel im Blut), kardialen Symptomen (Herzbeschwerden) oder schwerer Symptomatik (ausgeprägten Beschwerden) zur Erfassung einer QTc-Verlängerung (verlängerten elektrischen Erholungszeit des Herzens) und zum Ausschluss hypocalcämieassoziierter Rhythmusstörungen (Herzrhythmusstörungen)
Fakultative Medizingerätediagnostik – in Abhängigkeit von den Ergebnissen der Anamnese (Krankengeschichte), der körperlichen Untersuchung und den obligaten Laborparametern – zur differentialdiagnostischen Abklärung
- Sonographie der Nieren (Ultraschall der Nieren) – bei Verdacht auf Nephrolithiasis (Nierensteine)/Nephrokalzinose (Verkalkung der Nieren), bei Hypercalciurie (erhöhter Calciumausscheidung im Urin), bei Abfall der Nierenfunktion oder im Rahmen der initialen Erfassung renaler Komplikationen des chronischen Hypoparathyreoidismus (Unterfunktion der Nebenschilddrüsen)
- Computertomographie (CT) der Nieren (Schichtbilduntersuchung der Nieren) – bei unklarer sonographischer Befundlage oder bei gezieltem Verdacht auf renale Verkalkungen beziehungsweise Konkremente (Steine)
- Spaltlampenuntersuchung (Untersuchung des Auges mit einer Speziallampe) – bei visuellen Symptomen (Sehstörungen) zum Ausschluss einer Katarakt (Grauer Star) als Langzeitkomplikation
- Computertomographie (CT) des Schädels oder Magnetresonanztomographie (MRT) des Schädels (Kernspintomographie des Schädels) – nicht routinemäßig, sondern bei neurologischer Symptomatik (Beschwerden des Nervensystems), insbesondere bei Krampfanfällen (Anfällen), extrapyramidalmotorischen Symptomen (unwillkürlichen Bewegungsstörungen), kognitiven Auffälligkeiten (Auffälligkeiten des Denkens) oder Verdacht auf intrazerebrale Kalkablagerungen (Kalkablagerungen im Gehirn)