Rückfallfieber – Medikamentöse Therapie
Therapieziele
- Eliminierung der Erreger und Verhinderung weiterer Fieberrezidive (erneuter Fieberschübe)
- Vermeidung von Komplikationen, insbesondere Kreislaufversagen, neurologischer Beteiligung (Mitbetroffenheit des Nervensystems) und schwangerschaftsassoziierten Komplikationen
Therapieempfehlungen
Die Antibiotikatherapie richtet sich nach der Rückfallfieberform, dem Schweregrad, einer möglichen Beteiligung des Zentralnervensystems (Gehirn und Rückenmark) und einer bestehenden Schwangerschaft. Eine einheitliche Behandlungsdauer für alle Rückfallfieberformen ist nicht sachgerecht [LL1, LL2, LL3].
- Läuserückfallfieber (durch Läuse übertragenes Fieber mit wiederkehrenden Fieberschüben): Erreger ist Borrelia recurrentis; die Übertragung erfolgt vorwiegend durch Kleiderläuse. Die CDC bevorzugen bei ausreichenden Behandlungsmöglichkeiten eine sequenzielle Therapie: zunächst einmalig Procain-Benzylpenicillin i.m., anschließend nach 12 bis 24 Stunden Doxycyclin oder Azithromycin für sieben Tage. Eine antibiotische Einzeldosis ist ebenfalls wirksam, bietet jedoch weniger Sicherheit hinsichtlich der Rezidivvermeidung. Die Einzeldosistherapie darf nicht auf die zeckenübertragenen Rückfallfieberformen übertragen werden [LL1].
- Weichzeckenrückfallfieber (durch Weichzecken übertragenes Fieber mit wiederkehrenden Fieberschüben): Übertragung durch Ornithodoros-Arten; mögliche Erreger sind beispielsweise B. duttonii, B. hermsii und B. turicatae. Bei unkomplizierter Erkrankung ohne Schwangerschaft und ohne neurologische Beteiligung ist Doxycyclin Mittel der ersten Wahl; Behandlungsdauer zehn Tage. Alternativen sind Azithromycin, intravenöses Benzylpenicillin oder Ceftriaxon [LL2].
- B.-miyamotoi-Infektion (Infektion mit dem Bakterium Borrelia miyamotoi): Diese Form des Rückfallfiebers wird durch Schildzecken der Gattung Ixodes übertragen und ist von der Lyme-Borreliose (durch Zecken übertragener bakterieller Erkrankung) zu unterscheiden. Bei unkomplizierter Erkrankung werden Doxycyclin oder Amoxicillin für 14 Tage eingesetzt. Bei schwerem Verlauf oder Meningoenzephalitis (Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns) ist eine initial intravenöse Behandlung, vorzugsweise mit Ceftriaxon, angezeigt. Die Evidenz beruht auf Fallserien und Fallberichten; randomisierte Therapiestudien fehlen [2, LL3].
- Schwere Erkrankung, neurologische Beteiligung oder Immunsuppression (Unterdrückung der körpereigenen Abwehr): Stationäre Behandlung und infektiologische beziehungsweise tropenmedizinische Mitbeurteilung. Bei B.-miyamotoi-Infektionen ist insbesondere unter Immunsuppression an eine Meningoenzephalitis zu denken. Die Therapiedauer bei ZNS-Beteiligung wird anhand von Erreger, klinischem Verlauf und publizierten Behandlungserfahrungen festgelegt; eine antibiotische Einzeldosis ist hierfür ungeeignet [2, LL1, LL2, LL3].
- Begleitmaßnahmen beim Läuserückfallfieber: Gleichzeitig Kleiderlausbefall behandeln; Wechsel und geeignete Reinigung von Kleidung und Bettwäsche sowie Körperhygiene sicherstellen. Die alleinige Antibiotikatherapie beseitigt den Vektorbefall (Befall mit krankheitsübertragenden Läusen) nicht [LL1].
Schwangerschaft
- Erhöhtes Komplikationsrisiko: Läuse- und Weichzeckenrückfallfieber können mit Fehlgeburt, Frühgeburt und fetaler beziehungsweise neonataler Infektion (Infektion des ungeborenen Kindes beziehungsweise des Neugeborenen) verbunden sein. Eine zeitnahe Behandlung mit infektiologischer und geburtshilflicher Betreuung ist erforderlich [1, LL2].
- Weichzeckenrückfallfieber: Initial parenterales Betalaktamantibiotikum, beispielsweise Ceftriaxon oder Benzylpenicillin; Behandlungsdauer zehn bis 14 Tage. Engmaschige mütterliche und geburtshilfliche Überwachung [LL2].
- Läuserückfallfieber: Doxycyclin ist bei verfügbaren geeigneten Alternativen zu vermeiden. Das sequenzielle CDC-Regime mit initialem Procain-Benzylpenicillin und anschließender siebentägiger Azithromycintherapie stellt eine doxycyclinfreie Behandlungsoption dar; die Auswahl erfolgt unter individueller Nutzen-Risiko-Abwägung. Bei schwerem Verlauf ist ein stationär festgelegtes parenterales Regime erforderlich [1, LL1, FI1, FI2].
- B.-miyamotoi-Infektion: Schwangerschaftsspezifische Daten sind sehr begrenzt. Bei unkompliziertem Verlauf kommt Amoxicillin für 14 Tage infrage; bei schwerer Erkrankung oder ZNS-Beteiligung ist Ceftriaxon i.v. vorzuziehen. Diese Vorgehensweise beruht auf den allgemeinen Behandlungsempfehlungen und wenigen publizierten Schwangerschaftsfällen [2, LL3, FI3, FI5].
- Überwachung bei Therapiebeginn: Wegen einer möglichen Jarisch-Herxheimer-Reaktion (vorübergehender Entzündungsreaktion beim raschen Absterben der Erreger nach Beginn der Antibiotikatherapie) mütterliche Vitalparameter und den fetalen Zustand entsprechend Schwangerschaftsalter und klinischer Situation überwachen. Eine notwendige Antibiotikatherapie darf wegen dieses Risikos nicht verzögert werden [1, LL1, LL2].
Jarisch-Herxheimer-Reaktion und Verlaufskontrollen
- Häufigkeit und Schweregrad: Eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion tritt beim Läuserückfallfieber bei mehr als der Hälfte der Behandelten und beim Weichzeckenrückfallfieber bei bis zu etwa 50 % auf. Sie kann mit Schüttelfrost, hohem Fieber, ausgeprägter Hypotonie (zu niedrigem Blutdruck) und lebensbedrohlichem Kreislaufversagen einhergehen. Bei B.-miyamotoi-Infektionen ist sie ebenfalls beschrieben, jedoch seltener [1, LL1, LL2, LL3].
- Überwachung: Bei Läuse- und Weichzeckenrückfallfieber mindestens während der ersten vier Stunden nach der ersten Antibiotikagabe engmaschig überwachen. Blutdruck, Herzfrequenz, Temperatur, Atemfrequenz, Sauerstoffsättigung und Bewusstseinslage kontrollieren; intravenösen Zugang und Möglichkeiten zur Akutbehandlung sicherstellen. Bei Schwangerschaft, schwerer Erkrankung oder Kreislaufinstabilität (instabiler Kreislauffunktion) stationäre und entsprechend dem Verlauf verlängerte Überwachung. Bei B. miyamotoi ist eine überwachte Erstgabe insbesondere bei diesen Risikokonstellationen sinnvoll [1, LL1, LL2, LL3].
- Behandlung: Supportive Therapie mit bedarfsgerechter intravenöser Flüssigkeitsgabe unter wiederholter Beurteilung von Kreislauf und Atmung. Bei persistierendem Schock (anhaltendem lebensbedrohlichem Kreislaufversagen) intensivmedizinische Behandlung und Vasopressoren nach hämodynamischem Befund. Ateminsuffizienz (unzureichende Atemfunktion) und ein mögliches akutes Atemnotsyndrom (plötzlich auftretendes schweres Lungenversagen) berücksichtigen. Eine Jarisch-Herxheimer-Reaktion ist von Anaphylaxie (schwerer allergischer Sofortreaktion) und infektionsbedingter Verschlechterung abzugrenzen [1, LL2].
- Verlaufskontrollen: Klinischen Verlauf einschließlich erneuter Fieberepisoden kontrollieren. Bei B.-miyamotoi-Infektion bessern sich die Beschwerden unter wirksamer Therapie meist innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Bei ausbleibender Besserung oder erneutem Fieber Diagnose, Adhärenz, ZNS-Beteiligung und mögliche durch Ixodes übertragene Koinfektionen (gleichzeitig bestehende weitere Infektionen) überprüfen [2, LL3].
Wirkstoffe (Hauptindikation)
Die folgenden Dosierungen gelten für Erwachsene. Pädiatrische Dosierungen, Organfunktionsstörungen und der Zulassungsstatus des konkret verwendeten Präparates sind gesondert zu berücksichtigen. Die Empfehlungen für Rückfallfieber können je nach Präparat eine Anwendung außerhalb der ausdrücklich zugelassenen Indikationen oder Dosierungsschemata darstellen; eine Zulassung für Lyme-Borreliose ist nicht automatisch eine Zulassung für Rückfallfieber [LL1, LL2, LL3, FI1, FI2, FI3, FI4, FI5].
Tetracycline
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Doxycyclin | Bevorzugte orale Therapie bei nicht schwangeren Erwachsenen ohne ZNS-Beteiligung. In der Schwangerschaft geeignete Alternativen bevorzugen. Bei Niereninsuffizienz (eingeschränkter Nierenfunktion) üblicherweise keine Dosisreduktion erforderlich. Einnahme mit ausreichend Wasser in aufrechter Position; Abstand zu Eisen-, Calcium- und Magnesiumpräparaten beachten [2, LL1, LL2, LL3, FI1]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese durch Bindung an die 30S-Untereinheit; überwiegend bakteriostatisch [FI1].
- Indikationen: Läuserückfallfieber, unkompliziertes Weichzeckenrückfallfieber und unkomplizierte B.-miyamotoi-Infektion nach den oben angegebenen Regimen [LL1, LL2, LL3].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Tetracycline; schwere Leberfunktionsstörungen entsprechend Fachinformation. Schwangerschaft, Stillzeit und Anwendung bei kleinen Kindern erfordern die Beachtung der präparatespezifischen Einschränkungen und eine besonders strenge Indikationsstellung [FI1].
- Nebenwirkungen: Gastrointestinale Beschwerden (Magen-Darm-Beschwerden), Ösophagitis (Speiseröhrenentzündung) beziehungsweise Ösophagusulzerationen (Geschwüre der Speiseröhre), Photosensibilität (erhöhte Lichtempfindlichkeit der Haut), Überempfindlichkeitsreaktionen; selten Hepatotoxizität (Leberschädigung) und intrakranielle Drucksteigerung (erhöhter Druck im Schädelinneren). Jarisch-Herxheimer-Reaktion bei Behandlung der Borrelieninfektion möglich [LL1, LL2, LL3, FI1].
Makrolide
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Azithromycin | Alternative zu Doxycyclin in den genannten Regimen. Schwangerschaft: individuelle Nutzen-Risiko-Abwägung; beim Weichzeckenrückfallfieber initial parenterales Betalaktamantibiotikum bevorzugen. QT-Zeit, Elektrolyte und Wechselwirkungen beachten. Keine bevorzugte Therapie der B.-miyamotoi-Meningoenzephalitis [LL1, LL2, FI2]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Proteinsynthese an der 50S-Untereinheit; überwiegend bakteriostatisch [FI2].
- Indikationen: Alternative Behandlung des Läuserückfallfiebers im sequenziellen Regime sowie des unkomplizierten Weichzeckenrückfallfiebers [LL1, LL2].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Azithromycin oder andere Makrolide. Bei ausgeprägter QT-Verlängerung (Verlängerung der elektrischen Erholungsphase des Herzens), relevanten Arrhythmien (Herzrhythmusstörungen), Hypokaliämie beziehungsweise Hypomagnesiämie und gleichzeitiger Anwendung QT-verlängernder Arzneimittel erhöhte Vorsicht; schwere Lebererkrankungen berücksichtigen [FI2].
- Nebenwirkungen: Diarrhoe (Durchfall), Übelkeit, Bauchschmerzen, Leberfunktionsstörungen; selten schwere Hepatotoxizität, Hörstörungen, QT-Verlängerung und Torsade-de-pointes-Tachykardien (bestimmte potenziell lebensbedrohliche Herzrhythmusstörungen mit schnellem Herzschlag) [FI2].
Betalaktamantibiotika: Penicilline
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Procain-Benzylpenicillin | CDC-Regime; Verfügbarkeit und Fachinformation des tatsächlich verwendeten Präparates prüfen. Nicht mit intravenösem Benzylpenicillin oder Benzathin-Benzylpenicillin gleichsetzen. Im sequenziellen Regime anschließend Doxycyclin oder Azithromycin wie oben angegeben [LL1]. |
| Benzylpenicillin (Penicillin G) | Dosis beziehungsweise Dosierungsintervall bei eingeschränkter Nierenfunktion anpassen. Natrium- beziehungsweise Kaliumbelastung des Präparates beachten [LL2, FI4]. |
| Amoxicillin | Orale Alternative zu Doxycyclin; Dosierung in Anlehnung an bewährte Borreliose-Regime. Bei schwerer Erkrankung oder ZNS-Beteiligung initial intravenöse Therapie. Bei Niereninsuffizienz Dosisanpassung entsprechend Fachinformation [2, LL3, FI3]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese durch Bindung an penicillinbindende Proteine; bakterizid [FI3, FI4].
- Indikationen: Procain-Benzylpenicillin zur initialen beziehungsweise alternativen Einzeldosisbehandlung des Läuserückfallfiebers; intravenöses Benzylpenicillin beim Weichzeckenrückfallfieber; Amoxicillin bei unkomplizierter B.-miyamotoi-Infektion [LL1, LL2, LL3].
- Kontraindikationen: Penicillinüberempfindlichkeit beziehungsweise relevante schwere Sofortreaktion auf andere Betalaktamantibiotika; bei Procain-Benzylpenicillin zusätzlich Gegenanzeigen gegenüber Procain und weiteren Bestandteilen des konkreten Präparates beachten [FI3, FI4].
- Nebenwirkungen: Allergische Reaktionen bis zur Anaphylaxie, Exantheme (Hautausschläge), gastrointestinale Beschwerden und antibiotikaassoziierte Kolitis (mit der Antibiotikabehandlung zusammenhängende Dickdarmentzündung); bei hoch dosiertem Benzylpenicillin insbesondere bei Niereninsuffizienz Neurotoxizität (Schädigung des Nervensystems) und Krampfanfälle. Bei intramuskulären Depotpräparaten zusätzlich lokale Reaktionen und präparatespezifische Risiken [FI3, FI4].
Betalaktamantibiotika: Cephalosporine der dritten Generation
| Wirkstoff | Besonderheiten |
|---|---|
| Ceftriaxon | Geeignete initiale parenterale Therapie bei Schwangerschaft, schwerem Verlauf oder ZNS-Beteiligung. Für die Dauer der Behandlung einer B.-miyamotoi-Meningoenzephalitis fehlen randomisierte Studien; Orientierung an publizierten Verläufen und dem klinischen Ansprechen. Nicht mit calciumhaltigen Infusionslösungen mischen [2, LL2, LL3, FI5]. |
- Wirkweise: Hemmung der bakteriellen Zellwandsynthese; bakterizid [FI5].
- Indikationen: Parenterale Behandlung des Weichzeckenrückfallfiebers, insbesondere bei Schwangerschaft oder neurologischer Beteiligung; schwere B.-miyamotoi-Infektion und Meningoenzephalitis [LL2, LL3].
- Kontraindikationen: Überempfindlichkeit gegen Ceftriaxon beziehungsweise Cephalosporine und vorausgegangene schwere Überempfindlichkeitsreaktion auf andere Betalaktamantibiotika. Spezielle Gegenanzeigen bei Früh- und Neugeborenen, insbesondere Hyperbilirubinämie und erforderliche intravenöse Calciumgabe, beachten [FI5].
- Nebenwirkungen: Diarrhoe, Exantheme, Blutbildveränderungen, erhöhte Leberwerte, biliärer Sludge (Gallengrieß) beziehungsweise Pseudolithiasis (vorübergehende steinähnliche Ablagerungen in der Gallenblase); selten schwere Überempfindlichkeit, hämolytische Anämie (Blutarmut durch vermehrten Abbau roter Blutkörperchen) und antibiotikaassoziierte Kolitis. Jarisch-Herxheimer-Reaktion möglich [2, FI5].
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für das Immunsystem sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
- Spurenelemente (Chrom, Eisen, Kupfer, Mangan, Molybdän, Selen, Zink)
- Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Flavonoide (Citrusfrüchte), Lycopin (Tomaten), Proanthocyanidine (Cranberrys), Polyphenole)
- Weitere Vitalstoffe (probiotische Kulturen: Laktobazillen, Bifidobakterien)
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Abkürzungen
- AWMF: Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften
- B.: Borrelia
- CDC: Centers for Disease Control and Prevention (US-amerikanische Behörde für Krankheitskontrolle und Prävention)
- DHA: Docosahexaensäure
- EPA: Eicosapentaensäure
- FI: Fachinformation
- HTRF: Hard Tick Relapsing Fever (durch Schildzecken übertragenes Rückfallfieber)
- i.m.: intramuskulär (in einen Muskel)
- i.v.: intravenös (in eine Vene)
- LBRF: Louse-borne Relapsing Fever (Läuserückfallfieber)
- LL: Leitlinie beziehungsweise klinische Behandlungsempfehlung
- QT: Abschnitt im Elektrokardiogramm vom Beginn der elektrischen Erregung bis zum Ende der elektrischen Erholung der Herzkammern
- STRF: Soft Tick Relapsing Fever (Weichzeckenrückfallfieber)
- ZNS: Zentralnervensystem (Gehirn und Rückenmark)
Literatur
- Kahlig P, Neumayr A, Paris DH: Louse-borne relapsing fever—A systematic review and analysis of the literature: Part 2—Mortality, Jarisch–Herxheimer reaction, impact on pregnancy. PLoS Negl Trop Dis. 2021;15(3):e0008656. doi:10.1371/journal.pntd.0008656.
- Burde J, Bloch EM, Kelly JR et al.: Human Borrelia miyamotoi Infection in North America. Pathogens. 2023;12(4):553. doi:10.3390/pathogens12040553.
Leitlinien
Die folgenden CDC-Dokumente sind behördliche klinische Behandlungsempfehlungen; sie besitzen keine AWMF-S-Klassifikation.
- Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Louse-borne Relapsing Fever (LBRF). 15. Mai 2024. Behandlungsempfehlungen [LL1].
- Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Soft Tick Relapsing Fever (STRF). 10. Juli 2026. Behandlungsempfehlungen [LL2].
- Centers for Disease Control and Prevention: Clinical Guidance for Hard Tick Relapsing Fever (HTRF). 10. Juli 2026. Behandlungsempfehlungen [LL3].
Fachinformationen
- Teva GmbH: Doxy-CT 100 mg/200 mg Hartkapseln. Fachinformation [FI1].
- ratiopharm GmbH: Azithromycin-ratiopharm 500 mg Filmtabletten. Stand September 2026. Fachinformation [FI2].
- ratiopharm GmbH: Amoxicillin-ratiopharm Filmtabletten. Stand Mai 2026. Fachinformation [FI3].
- InfectoPharm Arzneimittel und Consilium GmbH: Penicillin G INFECTOPHARM 1/5/10 Mega. Stand März 2025. Fachinformation [FI4].
- ratiopharm GmbH: Ceftriaxon-ratiopharm 1,0 g/2,0 g. Stand Oktober 2024. Fachinformation [FI5].