Tripper (Gonorrhoe) – Differentialdiagnosen

Augen und Augenanhangsgebilde (H00-H59)

  • Adenovirale Konjunktivitis (Bindehautentzündung) – häufige infektiöse Differentialdiagnose (mögliche andere Ursache) zur gonokokkenbedingten (durch Gonokokken verursachten) Konjunktivitis; meist wässrige Sekretion (Absonderung), Follikelreaktion (knötchenartige Bindehautreaktion), präaurikuläre Lymphadenopathie (Lymphknotenschwellung vor dem Ohr) und häufig bilateraler (beidseitiger) Verlauf
  • Bakterielle Konjunktivitis durch nichtgonorrhoische Erreger – eitrige Konjunktivitis durch Staphylococcus aureus, Streptococcus pneumoniae, Haemophilus influenzae oder andere Erreger; meist weniger hyperakut (sehr plötzlich und stark) als die gonokokkenbedingte Hyperakutkonjunktivitis (sehr plötzlich auftretende Bindehautentzündung)
  • Chlamydien-Konjunktivitis – wichtige Differentialdiagnose bei Einschlusskörperchenkonjunktivitis (Bindehautentzündung mit typischen Zellveränderungen) des Erwachsenen und bei Ophthalmia neonatorum (Neugeborenen-Bindehautentzündung); häufig subakuter (weniger plötzlich einsetzender) Verlauf
  • Chemische Konjunktivitis – nichtinfektiöse Reizung der Konjunktiven (Bindehäute), insbesondere neonatal (beim Neugeborenen) nach lokaler Exposition (örtlichem Kontakt) oder bei Kontakt mit Reizstoffen; zeitlicher Zusammenhang mit der Exposition wegweisend
  • Herpes-simplex-Keratokonjunktivitis (Hornhaut- und Bindehautentzündung durch Herpes-simplex-Viren) – meist einseitige Konjunktivitis mit Keratitis (Hornhautentzündung), dendritischen Hornhautläsionen (baumartig verzweigten Hornhautschäden), Schmerzen oder vesikulären Hautveränderungen (bläschenförmigen Hautveränderungen)

Bestimmte Zustände, die ihren Ursprung in der Perinatalperiode haben (P00-P96)

  • Chlamydien-Ophthalmia neonatorum – wichtigste infektiöse Differentialdiagnose zur neonatalen gonokokkenbedingten Ophthalmia neonatorum; meist späterer Beginn als bei Gonokokken
  • Chemische Ophthalmia neonatorum – nichtinfektiöse Reizung der Konjunktiven nach lokaler Exposition; meist rascher Beginn und selbstlimitierter (von selbst begrenzter) Verlauf
  • Herpes-simplex-Ophthalmia neonatorum – neonatale Herpesinfektion (Herpesinfektion des Neugeborenen) mit Konjunktivitis, Keratitis oder systemischer Beteiligung (Beteiligung des ganzen Körpers); klinisch relevant wegen möglicher schwerer Komplikationen (Folgeprobleme)

Haut und Unterhaut (L00-L99)

  • Allergische Kontaktdermatitis (allergische Hautentzündung durch Kontakt) im Genitalbereich – Juckreiz, Erythem (Hautrötung), Brennen und gegebenenfalls seröse Sekretion (klare Absonderung) nach Kontakt mit Latex, Gleitmitteln, Spermiziden (spermienabtötenden Mitteln), Intimpflegeprodukten oder topischen Arzneimitteln (örtlich angewendeten Arzneimitteln)
  • Balanitis/Balanoposthitis (Entzündung der Eichel/Entzündung von Eichel und Vorhaut) – entzündliche Veränderung von Glans penis (Eichel) und Präputium (Vorhaut) mit Rötung, Brennen, Belägen oder Sekretion; kann eine urethrale Sekretion (Absonderung aus der Harnröhre) vortäuschen
  • Erythema multiforme (vielgestaltige Hautrötung) – kann disseminierte Hautläsionen (verstreute Hautveränderungen) verursachen; Abgrenzung zur disseminierten Gonokokkeninfektion (im Körper verbreiteten Gonokokkeninfektion) durch typische Kokardenläsionen (zielscheibenartige Hautveränderungen) und fehlende Urethritis/Zervizitis (Harnröhrenentzündung/Gebärmutterhalsentzündung)
  • Psoriasis inversa (Schuppenflechte in Hautfalten) – erythematöse Läsionen (gerötete Hautveränderungen) im Genital- oder Perianalbereich (Bereich um den After); keine mukopurulente Urethritis, Zervizitis oder Proktitis (Enddarmentzündung)
  • Septische Embolien (infektiöse Gefäßverschlüsse) der Haut – können hämorrhagisch-pustulöse Läsionen (blutige und eiterbläschenartige Hautveränderungen) imitieren; Abgrenzung über septischen Fokus (Infektionsherd), Blutkulturen und Begleitbefunde
  • Vulvitis/Vulvovaginitis (Entzündung der Vulva/Entzündung von Vulva und Scheide) – vulväre Rötung, Brennen, Juckreiz und Fluor (Ausfluss); klinische Abgrenzung zur gonorrhoischen Zervizitis/Urethritis erforderlich

Infektiöse und parasitäre Krankheiten (A00-B99)

  • Bakterielle Vaginose (bakterielle Scheidenflora-Störung) – häufige Ursache von Fluor vaginalis (Scheidenausfluss); typischerweise dünnflüssiger, fischig riechender Ausfluss ohne mukopurulente Zervizitis (schleimig-eitrige Gebärmutterhalsentzündung)
  • Chlamydia-trachomatis-Infektion (Infektion mit Chlamydien) – wichtigste Differentialdiagnose bei Urethritis, Zervizitis, Proktitis, Epididymitis (Nebenhodenentzündung) und Adnexitis (Eileiter- und Eierstockentzündung); häufig oligosymptomatisch (symptomarm) und oft als Koinfektion (Begleitinfektion) mit Gonorrhoe
  • Enteritische bakterielle Proktitis (bakterielle Enddarmentzündung aus dem Darmbereich) – anorektale Beschwerden (Beschwerden an After und Enddarm) durch Shigella, Campylobacter, Salmonella oder enteroinvasive Escherichia coli; insbesondere bei rektaler Exposition (Kontakt über den Enddarm), Diarrhoe (Durchfall), Tenesmen (schmerzhaftem Stuhldrang) oder Blutbeimengung zu berücksichtigen
  • Herpes-simplex-Virus-Infektion (Infektion mit Herpes-simplex-Viren) – kann Urethritis, Zervizitis oder Proktitis verursachen; typisch sind Dysurie (Schmerzen/Brennen beim Wasserlassen), Schmerzen, Ulzera (Geschwüre), Vesikel (Bläschen) oder perianale Läsionen (Hautveränderungen um den After)
  • Lymphogranuloma venereum (sexuell übertragbare Chlamydieninfektion mit Lymphknotenbefall) – invasive Chlamydia-trachomatis-Infektion der Serovare L1-L3; wichtige Differentialdiagnose bei schwerer Proktitis, rektalen Schmerzen, Blutung, Tenesmen und Lymphadenopathie
  • Mycoplasma-genitalium-Infektion (Infektion mit Mycoplasma genitalium) – relevante Ursache nichtgonokokkenbedingter Urethritis, Zervizitis und entzündlicher Beckenerkrankung (Entzündung der inneren weiblichen Geschlechtsorgane); besonders bei persistierenden (anhaltenden) oder rezidivierenden Beschwerden (wiederkehrenden Beschwerden)
  • Neisseria-meningitidis-Urethritis (Harnröhrenentzündung durch Meningokokken) – seltene, klinisch gonorrhoeähnliche Urethritis; mikrobiologische Differenzierung erforderlich
  • Nichtgonorrhoische bakterielle Urethritis durch andere Erreger – kann Dysurie, urethralen Ausfluss (Ausfluss aus der Harnröhre) und Meatusrötung (Rötung der Harnröhrenöffnung) verursachen; Abgrenzung durch Erregerdiagnostik, Kultur beziehungsweise Nukleinsäureamplifikationstest
  • Syphilis (Lues) – kann genitale, anale oder orale Läsionen, Lymphadenopathie, Exanthem (Hautausschlag) oder systemische Symptome (den ganzen Körper betreffende Beschwerden) verursachen; wichtige STI-Differentialdiagnose, insbesondere bei Ulkus (Geschwür) oder unklarer Lymphknotenschwellung
  • Trichomoniasis (Infektion mit Trichomonaden) – Ursache von Urethritis, Vaginitis (Scheidenentzündung) und Zervizitis; typisch sind Fluor, Brennen, Dysurie und gegebenenfalls punktförmige Zervixblutungen (Blutungen am Gebärmutterhals)
  • Urogenitale Candidiasis (Pilzinfektion im Harn- und Genitalbereich) – häufige Ursache von vulvovaginalem Juckreiz (Juckreiz an Vulva und Scheide), Brennen und Fluor; keine typische mukopurulente Zervizitis oder gonokokkenbedingte Urethritis
  • Ureaplasma-urealyticum-assoziierte Urethritis (mit Ureaplasma urealyticum verbundene Harnröhrenentzündung) – mögliche Ursache nichtgonokokkenbedingter Urethritis; klinische Relevanz abhängig von Keimlast (Menge der Erreger), Ausschluss anderer Erreger und Symptomkonstellation (Beschwerdekombination)

Mund, Ösophagus (Speiseröhre), Magen und Darm (K00-K67; K90-K93)

  • Analfissur (Aftereinriss) – schmerzhafte Defäkation (Stuhlentleerung), hellrotes Blut und lokaler Einriss; kann rektale Schmerzen bei proktitischer Symptomatik (Beschwerden einer Enddarmentzündung) imitieren
  • Hämorrhoidalleiden (Hämorrhoidenbeschwerden) – rektale Blutung, Druckgefühl, Nässen oder Juckreiz; keine infektiöse Proktitis mit mukopurulentem Sekret (schleimig-eitriger Absonderung)
  • Infektiöse Enterokolitis (infektiöse Dünn- und Dickdarmentzündung) – Durchfall, Tenesmen und Bauchschmerzen können bei proktokolitischem Verlauf (Enddarm- und Dickdarmbeteiligung) eine sexuell übertragbare Proktitis imitieren
  • Morbus Crohn (chronisch-entzündliche Darmerkrankung) – chronisch-entzündliche Darmerkrankung mit perianalen Läsionen, Proktitis, Fisteln (krankhaften Verbindungsgängen) oder Ulzerationen (Geschwürbildungen); Abgrenzung durch Verlauf, Endoskopie (Spiegelung) und Histologie (Gewebeuntersuchung)
  • Proktitis ulcerosa (geschwürige Enddarmentzündung) – entzündliche rektale Blutung, Tenesmen und Schleimabgang; Differentialdiagnose zur gonokokkenbedingten Proktitis

Muskel-Skelett-System und Bindegewebe (M00-M99)

  • Kristallarthropathie (Gelenkerkrankung durch Kristallablagerungen) – Gicht oder Calcium-Pyrophosphat-Arthropathie (Gelenkerkrankung durch Calcium-Pyrophosphat-Kristalle) mit akuter Monoarthritis (Entzündung eines einzelnen Gelenks); wichtige Differentialdiagnose zur septischen Arthritis (infektiösen Gelenkentzündung) im Rahmen einer disseminierten Gonokokkeninfektion
  • Reaktive Arthritis (Gelenkentzündung nach Infektion) – sterile Arthritis (nicht direkt durch Erreger im Gelenk verursachte Gelenkentzündung) nach urogenitaler oder gastrointestinaler Infektion (Infektion im Harn-/Genitalbereich oder Magen-Darm-Bereich); Differentialdiagnose zur disseminierten Gonokokkeninfektion mit Arthritis/Tenosynovitis (Gelenkentzündung/Sehnenscheidenentzündung)
  • Rheumatoide Arthritis (entzündliches Gelenkrheuma) – chronisch-entzündliche Polyarthritis (Entzündung mehrerer Gelenke); Abgrenzung zur akuten gonokokkenbedingten Arthritis durch Verlauf, Gelenkmuster und Serologie
  • Septische Arthritis durch andere Erreger – wichtigste Differentialdiagnose bei akuter Monoarthritis; insbesondere Staphylococcus aureus, Streptokokken und gramnegative Erreger
  • Tenosynovitis anderer Genese (Sehnenscheidenentzündung anderer Ursache) – kann die Tenosynovitis bei disseminierter Gonokokkeninfektion imitieren; Abgrenzung über Anamnese, Lokalbefund, Kultur und Nukleinsäureamplifikationstest
  • Virale Arthritis (Gelenkentzündung durch Viren) – Arthralgien (Gelenkschmerzen) oder Arthritis im Rahmen viraler Infektionen, insbesondere Parvovirus B19, Hepatitis B, Hepatitis C oder Alphaviren; Differentialdiagnose bei polyartikulären Beschwerden (Beschwerden mehrerer Gelenke)

Psyche – Nervensystem (F00-F99; G00-G99)

  • Aseptische Meningitis (Hirnhautentzündung ohne Nachweis typischer bakterieller Erreger) – Kopfschmerz, Fieber, Nackensteifigkeit und Liquorpleozytose (vermehrte Zellen im Nervenwasser) ohne bakteriellen Standarderreger; seltene Differentialdiagnose bei systemischer STI-Symptomatik mit neurologischen Zeichen (Zeichen des Nervensystems)
  • Bakterielle Meningitis durch nichtgonorrhoische Erreger – Notfalldifferentialdiagnose bei Fieber, Meningismus (Nackensteifigkeit), Bewusstseinsstörung oder septischem Verlauf (Verlauf mit Blutvergiftung)

Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett (O00-O99)

  • Akute Adnexitis anderer Ursache in der Schwangerschaft – Unterbauchschmerz, Fieber und Fluor können eine aufsteigende Gonokokkeninfektion (von unten nach oben aufsteigende Infektion) imitieren; Schwangerschaft erfordert erweiterte differentialdiagnostische Abklärung
  • Chorioamnionitis (Entzündung von Eihaut und Fruchtwasserraum) – Fieber, uteriner Druckschmerz (Druckschmerz der Gebärmutter), fetale oder maternale Tachykardie (Herzrasen des Kindes oder der Mutter) und pathologischer Fluor (krankhafter Ausfluss); Abgrenzung zur zervikalen (den Gebärmutterhals betreffenden) oder aszendierenden Gonokokkeninfektion in der Schwangerschaft
  • Ektopische Schwangerschaft (Schwangerschaft außerhalb der Gebärmutter) – Unterbauchschmerz, Blutung und positives humanes Choriongonadotropin; zwingend bei Unterbauchschmerz und Blutung im reproduktiven Alter auszuschließen
  • Vaginale Blutung in der Schwangerschaft anderer Ursache – kann bei Zervizitis fehlinterpretiert werden; geburtshilfliche Ursachen müssen ausgeschlossen werden

Symptome und abnorme klinische und Laborbefunde, die anderenorts nicht klassifiziert sind (R00-R99)

  • Dysurie ohne infektiöse Ursache – Brennen beim Wasserlassen ohne Erregernachweis; differentialdiagnostisch bei irritativer, traumatischer oder funktioneller Genese (reizbedingter, verletzungsbedingter oder funktionsbedingter Ursache) zu berücksichtigen
  • Fluor vaginalis unklarer Genese – unspezifischer vaginaler Ausfluss (Scheidenausfluss) ohne gesicherten STI-Erreger; Abgrenzung durch pH-Wert, Mikroskopie und Erregerdiagnostik
  • Hämaturie (Blut im Urin) – kann bei Harnwegsinfektion, Urolithiasis, Trauma oder Tumorerkrankung auftreten; kein typisches Leitsymptom (Hauptsymptom) der unkomplizierten Gonorrhoe
  • Unterbauchschmerz unklarer Genese – unspezifisches Symptom (Krankheitszeichen) mit breiter Differentialdiagnose; bei STI-Kontext Abklärung auf Adnexitis/entzündliche Beckenerkrankung erforderlich

Urogenitalsystem (Nieren, Harnwege – Geschlechtsorgane) (N00-N99)

  • Akute bakterielle Epididymitis durch enterische Erreger (Darmkeime) – Differentialdiagnose zur gonokokkenbedingten Epididymitis; häufiger bei älteren Männern, Harnwegsanomalien (Fehlbildungen der Harnwege) oder nach urologischen Eingriffen (Eingriffen an Harnwegen oder männlichen Geschlechtsorganen)
  • Akute Prostatitis (Prostataentzündung) – Dysurie, perinealer Schmerz (Schmerz im Dammbereich), Fieber und Miktionsbeschwerden (Beschwerden beim Wasserlassen); kann eine Urethritis überlagern oder imitieren
  • Akute Zystitis (Blasenentzündung) – Dysurie, Pollakisurie (häufiges Wasserlassen) und suprapubische Beschwerden (Beschwerden oberhalb des Schambeins); typischerweise ohne mukopurulenten urethralen oder zervikalen Ausfluss
  • Adnexitis/entzündliche Beckenerkrankung anderer Ätiologie (anderer Ursache) – Unterbauchschmerz, Portioschiebeschmerz (Schmerz beim Bewegen des Gebärmutterhalses), Fieber oder Fluor; häufig polymikrobiell (durch mehrere Erreger verursacht) und differentialdiagnostisch von gonokokkenbedingter aufsteigender Infektion abzugrenzen
  • Cervixektopie (Verlagerung von Gebärmutterhalsschleimhaut nach außen) – kann Fluor oder Kontaktblutung verursachen; keine infektiöse mukopurulente Zervizitis
  • Cervixpolyp (Schleimhautwucherung am Gebärmutterhals) – Kontaktblutung oder Fluor; Differentialdiagnose bei Blutung und zervikalem Sekret
  • Nichtinfektiöse Urethritis – irritativ oder traumatisch bedingte Urethralbeschwerden (Harnröhrenbeschwerden), z. B. nach Manipulation, Reibung oder chemischer Exposition
  • Urethrales Fremdkörper- oder Traumageschehen (Fremdkörper- oder Verletzungsereignis der Harnröhre) – Dysurie, Blutung oder ausflussähnliche Sekretion; Abgrenzung durch Anamnese und Lokalbefund
  • Urolithiasis (Harnsteinleiden) – Dysurie, Hämaturie und kolikartige Schmerzen können Harnwegsinfektionen imitieren; kein typischer eitriger Ausfluss

Verletzungen, Vergiftungen und andere Folgen äußerer Ursachen (S00-T98)

  • Chemisch-irritative Vulvovaginitis/Urethritis (chemisch reizbedingte Entzündung von Vulva/Scheide/Harnröhre) – Beschwerden nach Exposition gegenüber Seifen, Desinfektionsmitteln, Gleitmitteln, Spermiziden oder lokalen Präparaten; keine Erregerdiagnostik passend zu Gonorrhoe
  • Mechanisch-traumatische Urethritis (verletzungsbedingte Harnröhrenentzündung) – urethrale Reizung nach Geschlechtsverkehr, Katheterisierung (Einlegen eines Blasenkatheters) oder instrumenteller Manipulation; typischerweise negativer Erregernachweis

Medikamente

  • Arzneimittelinduzierte Schleimhautreizung (durch Arzneimittel verursachte Schleimhautreizung) – lokale oder systemische Arzneimittel (im ganzen Körper wirkende Arzneimittel) können Brennen, Fluor oder Schleimhautentzündung begünstigen; Differentialdiagnose bei fehlendem Erregernachweis
  • Intravaginale oder intraurethrale Lokaltherapeutika (in der Scheide oder Harnröhre angewendete örtliche Behandlungsmittel) – können irritative Beschwerden und Ausfluss verursachen; zeitlicher Zusammenhang mit Anwendung wegweisend

Umweltbelastungen – Intoxikationen (Vergiftungen)

  • Chemische Reizstoffexposition im Genitalbereich – z. B. durch Hygieneprodukte, Duftstoffe, Desinfektionsmittel oder Latex-/Spermizidexposition; kann Dysurie, Brennen, Rötung oder Ausfluss imitieren