Angststörungen – Medikamentöse Therapie
Therapieziel
- Remission (weitgehendes oder vollständiges Abklingen der Beschwerden) bzw. klinisch relevante Reduktion der Angstsymptomatik (Beschwerden durch Angst) mit Verminderung von Vermeidungsverhalten (Meiden angstauslösender Situationen) und funktioneller Beeinträchtigung (Einschränkung im Alltag) sowie Verbesserung von Lebensqualität und sozialer bzw. beruflicher Teilhabe [LL1].
- Rezidivprophylaxe (Vorbeugung eines Wiederauftretens) nach erfolgreicher Akutbehandlung (Behandlung in der akuten Phase) [6, LL1].
Therapieempfehlungen
- Grundsätzlich kommen Psychotherapie, Pharmakotherapie oder eine Kombination beider Verfahren infrage. Die Therapieentscheidung richtet sich nach Art und Schwere der Angststörung, Komorbiditäten (Begleiterkrankungen), vorausgegangenen Therapien, Kontraindikationen (Gegenanzeigen), Verträglichkeit und Patientenpräferenz [LL1].
- Panikstörung (Erkrankung mit wiederkehrenden Panikattacken) mit oder ohne Agoraphobie (Angst vor bestimmten Orten oder Situationen): Pharmakotherapeutische Mittel der ersten Wahl sind Citalopram, Escitalopram, Paroxetin oder Sertralin aus der Gruppe der selektiven Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI) sowie Venlafaxin als Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI). Bei Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit von SSRI bzw. Venlafaxin kann Clomipramin eingesetzt werden [7, LL1].
- Generalisierte Angststörung (anhaltende übermäßige Sorgen und Ängste) (GAS): Mittel der ersten Wahl sind Escitalopram oder Paroxetin sowie Duloxetin oder Venlafaxin. Pregabalin ist eine evidenzbasierte und zugelassene Alternative. Nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit bevorzugter Therapieoptionen können Opipramol oder Buspiron erwogen werden [3, LL1, FI7].
- Soziale Phobie (ausgeprägte Angst vor sozialen Situationen): Mittel der ersten Wahl sind Escitalopram, Paroxetin oder Sertralin sowie Venlafaxin. Nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit dieser Substanzen kann Moclobemid angeboten werden [8, LL1].
- Spezifische Phobie (starke Angst vor bestimmten Objekten oder Situationen): Eine medikamentöse Standardtherapie ist nicht etabliert; Therapie der Wahl sind psychotherapeutische Expositionsverfahren [LL1].
- Wirklatenz (Zeit bis zum Wirkungseintritt): Die Wirkung von Antidepressiva setzt typischerweise mit einer Latenz von mehreren Wochen ein; der maximale Therapieeffekt kann später erreicht werden [LL1, FI1-FI6].
- Einschleichende Therapie: Insbesondere bei Panikstörung werden SSRI bzw. SNRI niedrig dosiert begonnen und anschließend entsprechend Wirksamkeit und Verträglichkeit aufdosiert [FI1-FI4, FI6, LL1].
- Erhaltungstherapie/Rezidivprophylaxe: Nach eingetretener Remission sollte die wirksame Pharmakotherapie in der Regel noch mindestens 6-12 Monate fortgeführt werden. Bei rezidivierendem Verlauf (wiederkehrendem Verlauf) kann eine längere Behandlung erforderlich sein [6, LL1].
- Absetzen: Antidepressiva und Pregabalin sollen nicht abrupt abgesetzt, sondern schrittweise reduziert werden. Geschwindigkeit und Dauer des Ausschleichens richten sich nach Wirkstoff, Dosis, Behandlungsdauer und individuellen Absetzsymptomen (Beschwerden beim Absetzen) [FI1-FI7].
- Benzodiazepine sind anxiolytisch (angstlösend) wirksam, sollen bei Angststörungen wegen Abhängigkeitsentwicklung, Toleranz, Sedierung und weiterer Risiken jedoch nicht routinemäßig angeboten werden. In begründeten Ausnahmefällen ist eine zeitlich befristete Anwendung möglich [7, LL1].
- Bei unzureichendem Therapieansprechen sind zunächst Diagnose, Adhärenz (zuverlässige Durchführung der Therapie), ausreichende Behandlungsdauer und Dosierung zu überprüfen. Danach kommen Wechsel bzw. störungsspezifische Alternativen infrage; Off-Label-Therapien (Anwendungen außerhalb der zugelassenen Indikation) sind therapieresistenten Verläufen (Verläufen mit unzureichendem Ansprechen auf die Behandlung) und einer fachärztlichen Nutzen-Risiko-Abwägung vorbehalten [LL1].
Störungsbezogene Pharmakotherapie
| Angststörung | Bevorzugte Pharmakotherapie | Weitere Optionen |
|---|---|---|
| Panikstörung/Agoraphobie | Citalopram, Escitalopram, Paroxetin, Sertralin oder Venlafaxin [LL1, FI1-FI4, FI6] | Clomipramin nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit der bevorzugten Therapie [7, LL1, FI8] |
| Generalisierte Angststörung (GAS) | Escitalopram, Paroxetin, Duloxetin oder Venlafaxin [3, LL1, FI2, FI3, FI5, FI6] | Pregabalin; nach Versagen bzw. Unverträglichkeit bevorzugter Optionen Opipramol oder Buspiron [LL1, FI7] |
| Soziale Phobie | Escitalopram, Paroxetin, Sertralin oder Venlafaxin [8, LL1, FI2-FI4, FI6] | Moclobemid nach Unwirksamkeit bzw. Unverträglichkeit der bevorzugten Therapie [LL1, FI9] |
| Spezifische Phobie | Keine etablierte Pharmakotherapie [LL1] | Psychotherapeutische Expositionsbehandlung [LL1] |
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
| Wirkstoff | Indikationen bei Angststörungen | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|
| Citalopram | Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie | Dosisabhängige QTc-Zeit-Verlängerung; bei bekannter QT-Verlängerung bzw. angeborenem Long-QT-Syndrom (Störung der elektrischen Erholungsphase des Herzens) kontraindiziert; bei Patienten > 65 Jahre maximal 20 mg/d [FI1] |
| Escitalopram | Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, GAS | QTc-Zeit-Verlängerung und entsprechende Kontraindikationen beachten; bei Leberfunktionsstörung reduzierte Dosierung erforderlich [FI2] |
| Paroxetin | Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, GAS | Ausgeprägtes Risiko für Absetzsymptome; langsam ausschleichen. Starker CYP2D6-Inhibitor (Hemmer eines am Arzneimittelabbau beteiligten Leberenzyms); während einer Tamoxifen-Therapie möglichst vermeiden [FI3] |
| Sertralin | Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie | Bei Leberfunktionsstörung niedrigere Dosis bzw. längere Einnahmeintervalle; bei schwerer Leberfunktionsstörung nicht empfohlen [FI4] |
- Wirkweise: Hemmung des Serotonintransporters mit Verminderung der präsynaptischen Wiederaufnahme von Serotonin.
- Häufige bzw. klinisch relevante Nebenwirkungen: Übelkeit, Diarrhoe, Kopfschmerzen, initiale Unruhe, Schlafstörungen, vermehrtes Schwitzen und sexuelle Funktionsstörungen [FI1-FI4].
- Weitere Risiken: Hyponatriämie (zu niedriger Natriumspiegel im Blut), erhöhtes Blutungsrisiko insbesondere bei entsprechender Begleitmedikation, Serotonin-Syndrom (potenziell gefährliche Überstimulation durch Serotonin) sowie Absetzsymptome [FI1-FI4].
- Cave: Citalopram und Escitalopram können das QTc-Intervall dosisabhängig verlängern. Elektrolytstörungen und weitere QT-verlängernde Risikofaktoren bzw. Begleitmedikationen sind zu berücksichtigen [FI1, FI2].
- Cave Paroxetin/Tamoxifen: Paroxetin hemmt CYP2D6 und kann die Bildung des aktiven Tamoxifen-Metaboliten Endoxifen vermindern; die gleichzeitige Anwendung soll möglichst vermieden werden [FI3].
Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)
| Wirkstoff | Indikationen bei Angststörungen | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|
| Duloxetin | GAS | Kontraindikationen bei relevanter Lebererkrankung bzw. schwerer Nierenfunktionsstörung beachten [FI5] |
| Venlafaxin retard | Panikstörung mit oder ohne Agoraphobie, soziale Phobie, GAS | Dosisanpassung bei relevanter Nieren- bzw. Leberfunktionsstörung; Absetzsymptome möglich, daher schrittweises Ausschleichen [FI6] |
- Wirkweise: Hemmung der Wiederaufnahme von Serotonin und Noradrenalin.
- Nebenwirkungen: insbesondere Übelkeit, Kopfschmerzen, Schlafstörungen, Schwitzen und sexuelle Funktionsstörungen; unter Venlafaxin kann ein Blutdruckanstieg auftreten [FI5, FI6].
- Cave: Abruptes Absetzen vermeiden [FI5, FI6].
Pregabalin
| Wirkstoff | Indikation | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|
| Pregabalin | GAS | Dosisanpassung an die Nierenfunktion; beim Absetzen schrittweise Reduktion über mindestens eine Woche; Missbrauchs- und Abhängigkeitspotential beachten [FI7] |
- Wirkweise: Bindung an die α2δ-Untereinheit spannungsabhängiger Calciumkanäle.
- Stellenwert: Evidenzbasierte und zugelassene Therapieoption bei GAS [LL1, FI7].
- Nebenwirkungen: insbesondere Benommenheit, Schläfrigkeit, Kopfschmerzen, Ataxie (Störung der Bewegungskoordination), Gewichtszunahme und periphere Ödeme (Flüssigkeitseinlagerungen an Armen oder Beinen) [FI7].
- Cave: Vor der Verordnung soll das individuelle Risiko für nicht bestimmungsgemäßen Gebrauch, Missbrauch oder Abhängigkeit berücksichtigt werden [FI7].
Trizyklische Antidepressiva
| Wirkstoff | Indikation | Stellenwert / Hinweise |
|---|---|---|
| Clomipramin | Phobien und Panikstörungen | Bei Panikstörung/Agoraphobie nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit der bevorzugten Therapie [FI8, LL1] |
- Wirkweise: Trizyklisches Antidepressivum mit ausgeprägter Hemmung der Serotonin- und zusätzlich der Noradrenalin-Wiederaufnahme.
- Nebenwirkungen: insbesondere anticholinerge Effekte (z. B. Mundtrockenheit, Verstopfung und Sehstörungen), Sedierung, orthostatische Hypotonie (Blutdruckabfall beim Aufstehen), Gewichtszunahme und kardiale Erregungsleitungsstörungen (Störungen der elektrischen Reizleitung des Herzens) [FI8].
- Cave: Eine bestehende Hypokaliämie (zu niedriger Kaliumspiegel im Blut) ist vor Therapiebeginn zu behandeln; beim angeborenen Long-QT-Syndrom mit verlängertem QT-Intervall ist Clomipramin kontraindiziert [FI8].
Monoaminoxidase-A-Hemmer
| Wirkstoff | Indikation | Stellenwert / Hinweise |
|---|---|---|
| Moclobemid | Soziale Phobie | Option nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit der bevorzugten SSRI/SNRI [FI9, LL1] |
- Wirkweise: Reversibler und selektiver Monoaminoxidase-A-Hemmer (RIMA).
- Cave: Relevante Arzneimittelinteraktionen und die vorgeschriebenen Auswaschintervalle bei Umstellung von bzw. auf serotonerge Antidepressiva sind zu beachten [FI9].
Weitere Anxiolytika
- Buspiron: Bei GAS kann Buspiron nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit bevorzugter Therapieoptionen erwogen werden. Buspiron ist ein partieller 5-HT1A-Rezeptoragonist und kein Benzodiazepin [LL1].
- Opipramol: Bei GAS kann Opipramol nach Unwirksamkeit oder Unverträglichkeit bevorzugter Therapieoptionen erwogen werden [LL1].
- Hydroxyzin: Zur symptomatischen Behandlung von Angstzuständen bei Erwachsenen zugelassen. Empfohlen werden 50 mg/d in drei Einzelgaben; in schweren Fällen sind bis zu 100 mg/d möglich. Es soll die niedrigste wirksame Dosis für den kürzestmöglichen Zeitraum verwendet werden [FI10, R1].
- Cave Hydroxyzin: Hydroxyzin ist bei erworbener bzw. angeborener QT-Verlängerung sowie bei relevanten Risikofaktoren für QT-Verlängerung/Torsade de pointes (bestimmte gefährliche Herzrhythmusstörung) kontraindiziert. Bei älteren Patienten wird die Anwendung nicht empfohlen; falls sie dennoch erforderlich ist, beträgt die Tageshöchstdosis 50 mg [FI10, R1].
Benzodiazepine
- Kein Routineeinsatz: Benzodiazepine sollen bei Angststörungen trotz anxiolytischer Wirksamkeit aufgrund von Toleranz-, Abhängigkeits- und Sicherheitsrisiken nicht routinemäßig angeboten werden [7, LL1].
- Akute Panikattacke: Eine spezifische medikamentöse Behandlung ist meist nicht erforderlich. In begründeten Ausnahmefällen kann ein Benzodiazepin zur kurzfristigen Behandlung eines schweren akuten Angstzustands eingesetzt werden [LL1].
- Behandlungsdauer: Bei einer Ausnahmebehandlung ist die Dauer möglichst kurz zu halten; nach längerfristiger Einnahme ist schrittweises Ausschleichen erforderlich [LL1].
- Nebenwirkungen: Sedierung, Müdigkeit, kognitive und psychomotorische Beeinträchtigung, verlängerte Reaktionszeit, Dysarthrie, Ataxie, Sturzrisiko, anterograde Amnesie (fehlende Erinnerung an neue Ereignisse), Toleranzentwicklung und Abhängigkeit [LL1].
Therapieresistente Verläufe/Off-Label-Use
- Generalisierte Angststörung (GAS): Für weitere Substanzen bestehen Wirksamkeitshinweise, sie sind jedoch aufgrund fehlender Zulassung bzw. eines ungünstigeren Nutzen-Risiko-Verhältnisses keine Standardtherapie. Ein Einsatz ist erst nach Versagen leitliniengestützter Therapieoptionen unter fachärztlicher Nutzen-Risiko-Abwägung zu erwägen [LL1].
- Panikstörung bzw. soziale Phobie: Weitere Off-Label-Strategien sind therapieresistenten Verläufen vorbehalten. Zuvor sind Diagnose, Komorbiditäten, Adhärenz, Behandlungsdauer und Dosierung der Standardtherapie erneut zu überprüfen [LL1].
Phytotherapeutika
- Lavendelöl (Silexan): In einer randomisierten sechswöchigen Studie bei GAS führte Silexan 80 mg/d zu einer ähnlich ausgeprägten Reduktion des Hamilton-Angst-Scores wie Lorazepam 0,5 mg/d [1].
- Aktuelle Evidenz: Eine Metaanalyse von fünf randomisierten, doppelblinden, placebokontrollierten Studien mit insgesamt 1.213 Patienten zeigte unter Silexan 80 mg/d über zehn Wochen eine signifikant stärkere Reduktion der Angstsymptomatik als unter Placebo [5].
- Stellenwert: Die positive Wirksamkeitsevidenz ist von der arzneimittelrechtlichen Zulassung für definierte Angststörungen zu unterscheiden [5, LL1].
Weitere Hinweise
- Antidepressiva bei GAS: Der Cochrane-Review von 2025 mit 37 randomisierten kontrollierten Studien und 12.226 Erwachsenen bestätigt eine höhere klinische Ansprechrate unter Antidepressiva als unter Placebo; Therapieabbrüche wegen unerwünschter Wirkungen waren unter Antidepressiva häufiger [3].
- Panikstörung: Eine Cochrane-Netzwerk-Metaanalyse mit 70 Studien bestätigt die Wirksamkeit mehrerer antidepressiver Wirkstoffe und Benzodiazepine in der Akuttherapie; für die langfristige Behandlung sind die spezifischen Nutzen-Risiko-Aspekte zu berücksichtigen [7].
- Soziale Phobie: Eine 2026 publizierte systematische Übersicht bestätigt SSRI weiterhin als zentrale pharmakotherapeutische Option bei sozialer Angststörung [8].
- Langzeitwirkung psychologischer Behandlungen: Die Metaanalyse von Bandelow et al. zeigte, dass Therapieeffekte psychologischer Behandlungen bis zu 24 Monate erhalten bleiben können. Die Studie erlaubt jedoch nicht die Schlussfolgerung, dass ein Absetzen einer wirksamen Pharmakotherapie ohne erhöhtes Rezidivrisiko (Risiko eines Wiederauftretens) möglich ist [2].
- Rezidivrisiko nach Absetzen von Antidepressiva: Eine systematische Metaanalyse von Rückfallpräventionsstudien zeigte bei Patienten mit Angststörungen und verwandten Erkrankungen innerhalb eines Follow-ups von bis zu einem Jahr ein deutlich erhöhtes Rezidivrisiko nach Absetzen eines wirksamen Antidepressivums gegenüber dessen Fortführung [6].
- Lysergid (MM120): In einer randomisierten Phase-2b-Studie mit 198 Erwachsenen mit mittelgradiger bis schwerer GAS zeigte eine Einmalgabe eine dosisabhängige anxiolytische Wirkung. Lysergid ist weiterhin eine experimentelle und keine leitlinienbasierte Standardtherapie der GAS [4].
Supplemente (Nahrungsergänzungsmittel; Vitalstoffe)
Geeignete Nahrungsergänzungsmittel für die Gesundheit von Nerven und Psyche sollten die folgenden Vitalstoffe enthalten:
- Vitamine (A, C, E, D3, B1, B2, Niacin (Vitamin B3), Pantothensäure (Vitamin B5), B6, B12, Folsäure, Biotin)
- Mineralstoffe (Kalium, Magnesium)
- Spurenelemente (Molybdän, Selen, Zink)
- Fettsäuren (Omega-3-Fettsäuren: Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA))
- Sekundäre Pflanzenstoffe (Beta-Carotin, Grüntee-Polyphenole, Epigallocatechingallate)
- Weitere Vitalstoffe (Coenzym Q10 (CoQ10), Phosphatidylserin, Fruchtsäuren – Citrat (gebunden in Magnesiumcitrat und Kaliumcitrat))
Bei Vorliegen einer Insomnie (Schlafstörung) infolge einer Angststörung s. u. Insomnie/Medikamentöse Therapie/Supplemente.
Beachte: Die aufgeführten Vitalstoffe sind kein Ersatz für eine medikamentöse Therapie. Nahrungsergänzungsmittel sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung in der jeweiligen Lebenssituation zu ergänzen.
Für Fragen zum Thema Nahrungsergänzungsmittel stehen wir Ihnen gerne kostenfrei zur Verfügung.
Nehmen Sie bei Fragen dazu bitte per E-Mail – info@docmedicus.de – Kontakt mit uns auf, und teilen Sie uns dabei Ihre Telefonnummer mit und wann wir Sie am besten erreichen können.
Literatur
- Woelk H, Schläfke S: A multi-center, double-blind, randomised study of the Lavender oil preparation Silexan in comparison to Lorazepam for generalized anxiety disorder. Phytomedicine. 2010;17(2):94-99. doi: 10.1016/j.phymed.2009.10.006
- Bandelow B, Sagebiel A, Belz M et al.: Enduring effects of psychological treatments for anxiety disorders: meta-analysis of follow-up studies. Br J Psychiatry. 2018;212(6):333-338. doi: 10.1192/bjp.2018.49
- Kopcalic K, Arcaro J, Pinto A et al.: Antidepressants versus placebo for generalised anxiety disorder (GAD). Cochrane Database Syst Rev. 2025;1(1):CD012942. doi: 10.1002/14651858.CD012942.pub2
- Robison R, Barrow R, Conant C et al.: Single Treatment With MM120 (Lysergide) in Generalized Anxiety Disorder: A Randomized Clinical Trial. JAMA. 2025;334(15):1358-1372. doi: 10.1001/jama.2025.13481
- Dold M, Bartova L, Volz HP et al.: Efficacy of Silexan in patients with anxiety disorders: a meta-analysis of randomized, placebo-controlled trials. Eur Arch Psychiatry Clin Neurosci. 2023;273(7):1615-1628. doi: 10.1007/s00406-022-01547-w
- Batelaan NM, Bosman RC, Muntingh A et al.: Risk of relapse after antidepressant discontinuation in anxiety disorders, obsessive-compulsive disorder, and post-traumatic stress disorder: systematic review and meta-analysis of relapse prevention trials. BMJ. 2017;358:j3927. doi: 10.1136/bmj.j3927
- Guaiana G, Meader N, Barbui C et al.: Pharmacological treatments in panic disorder in adults: a network meta-analysis. Cochrane Database Syst Rev. 2023;11(11):CD012729. doi: 10.1002/14651858.CD012729.pub3
- Andreoli G, Kasch C, Lindsay CE, Hofmann SG: Pharmacological strategies for treating social anxiety disorder in adults: a systematic review of studies published since 2015. Expert Rev Neurother. 2026;26(2):185-196. doi: 10.1080/14737175.2025.2604303
Leitlinien, Referenzwerte und Protokolle
- S3-Leitlinie: Behandlung von Angststörungen. (AWMF-Registernummer 051-028) April 2021. Langfassung [LL1]
Fachinformationen
- Cipramil® 20 mg/40 mg, Filmtabletten. Fachinformation. Lundbeck GmbH. Stand Januar 2026. [FI1]
- CIPRALEX® 10 mg/20 mg Filmtabletten. Fachinformation. Lundbeck GmbH. Stand Januar 2026. [FI2]
- Seroxat 20 mg Filmtabletten. Fachinformation. GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG. Stand Oktober 2025. [FI3]
- Zoloft® 50/100 mg Filmtabletten. Fachinformation. Viatris Healthcare GmbH. Stand Juli 2025. [FI4]
- Cymbalta® (Duloxetin). EPAR Product Information. European Medicines Agency. [FI5]
- Trevilor® retard 37,5/75/150 mg Hartkapseln, retardiert. Fachinformation. Viatris Healthcare GmbH. Stand März 2024. [FI6]
- Lyrica® (Pregabalin). EPAR Product Information. European Medicines Agency. Aktualisiert 25.03.2026. [FI7]
- Anafranil® 75 mg retard. Fachinformation. ESTEVE Pharmaceuticals GmbH. [FI8]
- Aurorix 150/Aurorix 300. Fachinformation. Viatris Healthcare GmbH. Stand Januar 2023. [FI9]
- Atarax® Tabletten. Fachinformation. UCB Pharma GmbH. Stand Januar 2024. [FI10]
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